Wie uns die Politik bei der Rente mal wieder verwirrt

Bundeskanzler Friedrich Merz nennt die gesetzliche Rente eine „Basisabsicherung“. Die SPD widerspricht deutlich. Eine unsägliche Rhetorik, sagt Finanztip-Chefredakteur Saidi.

Saidi Sulilatu
Saidi Sulilatu Finanztip-Chefredakteur
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Wie die Politik uns mal wieder in Sachen Rente verwirrt: Zuerst sagt Bundeskanzler Friedrich Merz, dass die gesetzliche Rente nur noch eine Basisabsicherung sein werde. Kann man so sehen. Aber was ist mit Basisabsicherung gemeint?

Und dann beschwert sich SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf, dass das inakzeptabel sei: Auf die gesetzliche Rente müsse Verlass sein.

Eine unsägliche Rhetorik beider Parteien, die der Bevölkerung nichts nützt.

Was genau heißt „verlassen“?

Wenn wir bei der gesetzlichen Rente von 45 %, vielleicht 48 % vom letzten Nettogehalt ausgehen – ja, dann ist das nur eine Basisabsicherung. Weil knapp die Hälfte des letzten Einkommens meist nicht zum Sichern des Lebensstandards reicht. Hier hat Merz recht.

Aber: Zumindest auf diesen Betrag will ich mich doch verlassen können. Könnte ich das nicht, müssten wir alle für unsere private Altersvorsorge noch viel mehr in unsere ETFs reinsparen.

Aber gleichzeitig kann man nicht sagen, liebe SPD, dass man sich darauf verlassen könne – im Sinne von ausschließlich auf die gesetzliche Rente verlassen.

Warum beide Seiten aneinander vorbeireden

Einerseits braucht es eine Reform der gesetzlichen Rente, damit uns die Rentenbeiträge nicht komplett um die Ohren fliegen. Und auch die heutigen Rentnerinnen und Rentner wollen damit rechnen können, dass die Rente, die sie heute haben, zumindest einigermaßen noch mit der Inflation mithalten kann.

Andererseits müssen wir natürlich auch die Wahrheit sagen: Die lautet nun mal, dass es ohne zusätzliche Altersvorsorge nicht geht.

Die ersten Schritte werden mit dem Altersvorsorgedepot jetzt hoffentlich gemacht. Aber – und da würde ich Merz ebenfalls zustimmen – braucht es noch weitere Schritte. Zum Beispiel im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge, bei der wir in Deutschland leider gar nicht gut dastehen.

Was Du jetzt tun solltest

Wenn Du mit deinem ETF-Sparplan bereits vorsorgst, gehst Du schon die richtigen Schritte und übernimmst Eigenverantwortung für Deine Altersvorsorge.

Bei weiten Teilen der Bevölkerung ist diese Eigenverantwortung aber noch nicht genug angekommen. Wir tun alles dafür, dass das vorangeht. Wir bleiben für Dich dran.

Sorgst Du privat noch nicht vor?

Egal, was die Politik diskutiert: Du solltest Dich auf keinen Fall auf die gesetzliche Rente verlassen. Stattdessen kannst Du Dir mit einem ETF-Sparplan über viele Jahre ein ordentliches Vermögen aufbauen, das Dir später wesentlich mehr Spielraum gibt. Du brauchst dazu lediglich einen passenden ETF und ein gutes Depot. Wir empfehlen Dir Traders Place, Smartbroker+, Finanzen.net Zero, Scalable Capital (Free Broker), Flatex, Comdirect, S Broker, Consorsbank und ING.

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