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Zinsen steigen: Lohnt sich dieser Steuertrick jetzt wieder?

Die Steuerzinsen sollen 2027 steigen. Ob es sich deswegen lohnt, die Steuererklärung später abzugeben.

Jörg Leine Steuern
Zinsen steigen

Laut aktuellem Entwurf fürs Jahressteuergesetz verdoppeln sich ab 2027 die Steuerzinsen für Nachzahlungen oder Erstattungen von 1,8 auf 3,6 % p. a. Wird deshalb ein alter Trick aus der Niedrigzinsphase wieder interessant – die freiwillige Steuererklärung extra aufschieben, um diese Zinsen zu kassieren?

Eher nicht: Ähnliche Zinsen bekommst Du aktuell auch mit guten Tagesgeld-Aktionszinsen: Bei Advanzia sind z. B. 3,45 % p. a. für drei Monate drin, bei Chase sogar 4 % p. a. für vier Monate. In der Niedrigzinsphase sah das mit Sparzinsen um die 0 % p. a., aber Steuerzinsen von 6 % p. a. ganz anders aus. Bis 2027 müsste bei den Zinsen also viel passieren.

Außerdem steigt das Risiko, dass Du wichtige absetzbare Kosten vergisst, je länger Du die Steuererklärung aufschiebst. Das kostet Dich dann unnötig Geld. Außerdem frisst die Inflation einen großen  Teil der Zinsen auf, wenn Du z. B. mit Deiner Steuererklärung für 2025 bis 2029 wartest.

Kümmer Dich also lieber direkt, am besten per Steuersoftware. In unserem App-Test haben Wiso Steuer und Check24 Steuer am besten abgeschnitten.

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Von Jörg Leine, Jonas Fehling, und Amelie Junk
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