Ausgabe 12/14 vom 6.Juni 2014
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Liebe Leserin, lieber Leser,

die Urlaubszeit steht vor der Tür! Auch Sie haben Ihre wohlverdienten Ferien bestimmt schon gebucht. Wir haben das zum Anlass genommen, Ihnen neun Tipps zu geben, wie Sie die schönste Zeit des Jahres am günstigsten genießen – und am Urlaubsort noch ein paar Euros sparen können. Außerdem: EZB senkt den Leitzins, Update zur Kündigung von Lebensversicherungen, Geld zurück von RWE und Eon, Prämien beim Krankenkassenwechsel sichern, Online-Videotheken im Test, Wohnungskündigung wegen Eigenbedarf und Steuervorteile für Eltern.


Ihr Finanztip-Team
NEUN SPARTIPPS FÜR IHREN URLAUB

1. Wechseln Sie kein Geld - Wenn Sie nicht gerade dort Urlaub machen, wo es auch den Euro gibt, brauchen Sie die entsprechende Landeswährung. Doch Vorsicht! Wechseln Sie kein Geld – weder bei Ihrer Hausbank noch kurz vor Abflug oder nach Ankunft am Airport. Dann zahlen Sie nämlich drauf: Einerseits fällt oft eine Wechselgebühr an. Zum anderen verkaufen Wechselstuben Devisen meist weit über dem offiziellen Kurs. Unser Rat: Ziehen Sie lieber Geld am Automaten, sobald Sie an Ihrem Ferienort angekommen sind. Wie das kostenlos geht, erfahren Sie in unserem nächsten Tipp.
2. So heben Sie weltweit kostenlos Bargeld ab - Mit vielen Kreditkarten können Sie weltweit gratis Geld am Automaten ziehen – und das zum offiziellen Wechselkurs, der jederzeit im Internet einsehbar ist. Mit welchen Karten das geht, sehen Sie hier. Einen besonderen Service bietet Ihnen die DKB*: Sie können dort auf Antrag sogar die Gebühren zurückverlangen, die manchmal von den automatenbetreibenden Banken am Urlaubsort verlangt werden. In den USA wären das beispielsweise 1 bis 3 Dollar pro Vorgang.
3. Zahlen Sie mit Kreditkarte immer in Landeswährung - Außerhalb der Eurozone werden Sie beim Einkauf mit Kreditkarte häufig gefragt, ob Sie in der jeweiligen Landeswährung oder in Euro bezahlen wollen. Wählen Sie immer die Landeswährung! Warum? Falls Sie in Euro zahlen, wird dafür ein Aufschlag erhoben. Beim Shopping in lokaler Währung hingegen rechnet der Kreditkartenanbieter den Betrag über einen im Internet einsehbaren Wechselkurs um, der in der Regel deutlich günstiger ist.
4. Günstiger Transfer vom Flughafen zum Hotel - Wenn bei einer Reise der Transfer vom Airport zum Hotel nicht enthalten ist, müssen Sie die Fahrt selbst organisieren. Aber steigen Sie nicht in das erstbeste Taxi! Zunächst sollten Sie bei Ihrem Hotel nachfragen, ob man Sie gratis oder gegen einen kleinen Obolus abholen kann. Falls das nicht geht, buchen Sie die Fahrt im Internet – zum Beispiel auf urlaubstransfers.de*. Das ist meist günstiger als ein Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel, wie unsere Stichprobe mit 40 Reisen ergeben hat. Wenn Sie am Urlaubsort ohnehin einen Mietwagen brauchen, sollten Sie das Auto direkt am Airport ausleihen und mit ihm zum Hotel fahren. Den günstigsten Leihwagen finden Sie auf Vergleichsseiten wie etwa mietwagen-check.de*.
5. Bei Unfall mit Mietwagen immer die Polizei rufen - Wenn es mit dem Leihwagen einen Crash gab, ist das schon ärgerlich genug. Damit so ein Unfall für Sie nicht auch noch teuer wird, müssen Sie unbedingt die Polizei vor Ort verständigen. Denn viele Autovermieter haben in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen die sogenannte Polizeiklausel verankert. Diese besagt, dass Sie selbst für den Schaden aufkommen, wenn Sie die Ordnungshüter nicht zur Unfallstelle rufen – selbst, wenn nur Kleinigkeiten am Wagen kaputt sind. Weitere Details zum Thema finden Sie hier. Ist der Unfall im europäischen Ausland passiert, steht Ihnen bei der Abwicklung des Schadens außerdem ein Schadensregulierungsbeauftragter zur Seite.
6. Kreditkarte mit Reiseversicherungen - Wenn Sie im Urlaub einen Mietwagen buchen, sollten Sie eine Vollkaskoversicherung abschließen. Jedoch sind diese sehr teuer – bis zu 20 Euro pro Tag sind möglich! Billiger kommen Sie weg, wenn Sie eine Kreditkarte haben, bei der die Vollkasko bereits inklusive ist. Schauen Sie also einmal nach, ob das bei Ihnen der Fall ist. Wenn nicht, dann ist die Platinum Kreditkarte der Netbank* eine gute Wahl. Sie kostet maximal 100 Euro im Jahr und versichert Schäden an Mietwagen umfassend. Ob sich das Angebot für Sie lohnt, erfahren Sie in unserem Test.
7. Geld zurück bei Flugverspätung - Wenn Ihr Flieger mehr als drei Stunden zu spät am Urlaubsort oder zu Hause ankommt, können Sie von der Fluggesellschaft zwischen 250 und 600 Euro Entschädigung verlangen. Dafür muss Ihr Flug allerdings in der EU gestartet sein – oder die Airline muss ihren Sitz innerhalb der Europäischen Union haben. Egal ist es hingegen, wie viel Ihr Flug gekostet hat. Auch bei Billigfliegern steht Ihnen die Entschädigung in vollem Umfang zu. Weitere Details finden Sie hier.
8. Mit dem Leihfahrrad preiswert unterwegs - Wer eine fremde Stadt erkunden will, tut das am besten auf dem guten alten Fahrrad! Denn Leih-Bikes gibt es in fast jeder Metropole zum Schnäppchenpreis. So kostet das Ein-Tages-Ticket beim Pariser Radverleih Vélib lediglich 1,70 Euro. Zum Vergleich: Die Tageskarte für Metro, Bus und Regionalbahn schlägt mit 12 Euro zu Buche. Welche Fahrradvermietungen es an Ihrem Urlaubsort gibt, verrät Ihnen die Bike-sharing World Map.
9. Vorsicht bei mobiler Datennutzung mit dem Smartphone - Wer vom Strand aus Whatsapp-Nachrichten anstelle von SMS verschickt, kann nach den Ferien sein blaues Wunder erleben. Grund: Im Ausland gilt die Internet-Flatrate des Mobilfunkanbieters meist nicht, sondern der tatsächliche Datenverbrauch wird in Rechnung gestellt. Besonders auf Fernreisen kann das kostspielig werden! So berechnet die Telekom beispielsweise in Ägypten jede angefangene Datenverbindung mit 79 Cent. Das wäre dann auch der Preis für eine Whatsapp-Nachricht, sofern Sie pro Verbindung eine Botschaft verschicken. Eine SMS würde hingegen "nur" 49 Cent kosten. Noch besser: Sie versenden Whatsapp-Nachrichten über das meist kostenlose WLAN in Ihrem Hotel. Sie können bei vielen Mobilfunkanbietern aber auch spezielle Auslandstarife hinzubuchen, mit denen Datenverbindungen deutlich günstiger werden. Alle Informationen dazu finden Sie hier.
NACH EZB-ENTSCHEID: SICHERN SIE SICH SCHNELL EIN TAGESGELDKONTO MIT LANGER ZINSBINDUNG

Am 5. Juni senkte die Europäische Zentralbank (EZB) ihren wichtigsten Leitzins auf ein neues Allzeittief von 0,15 Prozent. Für Sie als Sparer bedeutet das, dass Sie sich auf sinkende Renditen einstellen müssen. Eine aktuelle Analyse zum Thema – und Tipps, wie Sie Ihr Geld sicher anlegen können, finden Sie hier.
UPDATE: LEBENSVERSICHERUNG KÜNDIGEN

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den Auszahlungsbetrag alter Policen um hunderte oder gar tausende Euro kürzen kann. Dieses Gesetz wird wahrscheinlich noch im Juli in Kraft treten. Handeln Sie also jetzt und überprüfen Sie, ob Sie Ihre Lebensversicherung kündigen sollten, um sich das Geld rechtzeitig zu sichern! Alle Details finden Sie in unserem Ratgeber.
UNSERE NEUE SEITE "GELD ZURÜCK"

Schon gesehen? Auf unserer Website gibt es ab sofort die Kategorie "Geld zurück". Dort finden Sie Ratgeber und Musterschreiben zu allen Themen, bei denen es um Erstattungen und Entschädigungen geht. Außerdem erklären wir Ihnen, wie Sie bestimmte Verträge rückgängig machen können. Hier geht's direkt zur Seite.
SO FORDERN SIE GASKOSTEN ZURÜCK VON RWE UND EON

Wenn Sie Gaskunde von RWE oder Eon sind, können Sie hunderte Euro zurückverlangen. Grund: Die Energieversorger haben jahrelang auf Grundlage einer unzulässigen Vertragsklausel die Preise erhöht. So urteilte der Bundesgerichtshof bereits 2013 (Az. VIII ZR 162/09). Jetzt erhalten offenbar erste Kunden ihr Geld zurück! Wenn auch Sie Ansprüche gegenüber RWE und Eon geltend machen wollen, nutzen Sie die Chance. Wir bieten Ihnen dazu ein Musterschreiben.

Wenn Sie Kunde eines anderen Gasversorgers sind, steht Ihnen die Erstattung vielleicht ebenfalls zu. Prüfen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die bei Abschluss Ihres Vertrags galten. Wenn darin eine unzulässige Formulierung auftaucht, können Sie ebenfalls Ihr Geld zurückfordern. Wie die betroffenen Klauseln genau aussehen, lesen Sie hier.

HOLEN SIE SICH BIS ZU 820 EURO VON DER BKK MOBIL OIL

Die bundesweit geöffnete BKK Mobil Oil ist eine der besten gesetzlichen Krankenversicherungen in Deutschland. Wer bereits Mitglied ist, oder es werden will, kann sich jetzt hohe Boni sichern. Bis zu 820 Euro sind in Summe für Sie drin – wenn Sie Kinder haben, sogar noch mehr!

Prämie: Wer spätestens zum 30. September Mitglied bei der BKK Mobil Oil ist oder wird (Kündigung der alten Krankenkasse zum 30. Juni), erhält 120 Euro. Danach gibt's für jeden Neukunden 60 Euro.
Bonusprogramm: Sie bekommen 200 Euro, wenn Sie durchschnittlich gesund sind. Sie sollten beispielsweise Nichtraucher sein, einen normalen Body-Maß-Index haben und einmal im Jahr zum Zahnarzt gehen. Außerdem halten Sie 100 Euro für jedes Kind, wenn es ebenfalls entsprechende Anforderungen erfüllt.
Wahltarif "cashback": Sie erhalten bis zu 500 Euro, wenn Sie ein Jahr lang nur Vorsorgemaßnahmen und Impfungen über Ihre Versicher-tenkarte abrechnen lassen. Sie gehen kein Risiko ein: Sollten Sie andere medizinische Leis-tungen benötigen, zahlen Sie nicht drauf. Außerdem endet der Wahltarif automatisch nach zwölf Monaten.
ONLINE-VIDEOTHEKEN IM TEST

Wenn Sie spontan Lust auf einen Film haben, können Sie entweder zur nächsten Videothek fahren – oder Sie schauen den Streifen bequem übers Internet an! Finanztip hat 13 Online-Videotheken getestet. Das Ergebnis: Wenn Sie mit der Bildqualität von DVDs zufrieden sind, nutzen Sie am besten Google Play. Suchen Sie hingegen HD-Optik zum niedrigsten Preis, werden Sie bei Maxdome* und iTunes fündig.

Spielfilme gibt es auch im Abo zum monatlichen Festpreis. Das günstigste Angebot mit einer noch akzeptablen Filmauswahl ist Amazon Prime Instant Video* für rund 4 Euro im Monat. Alle Details zum Thema finden Sie in unserem Ratgeber.

NEU AUF DER WEBSEITE: FINANZTIP COMMUNITY

Haben Sie Fragen zu unseren Ratgebern? Können Sie anderen Lesern Tipps zum Geldsparen geben? Möchten Sie aktuelle Verbraucherthemen diskutieren? Die Finanztip Community macht es möglich!

Seit dieser Woche finden Sie auf Finanztip eine Verbraucher-Community, in der Sie sich informieren und mit anderen Lesern austauschen können. Wir laden Sie herzlich dazu ein, sich zu registrieren. Zur Anmeldung geht es hier. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
RECHTSTIPP DER WOCHE: WANN IST EINE KÜNDIGUNG WEGEN EIGENBEDARF WIRKSAM?

In Ballungszentren und beliebten Metropolen steigen laut Mieterbund derzeit die Kündigungszahlen wegen Eigenbedarf. Der alleinige Wunsch, mehr Miete einzunehmen, rechtfertigt das jedoch nicht. Ihr Vermieter muss einige Formalien beachten und nachvollziehbare Gründe vorbringen. Tut er das nicht, ist die Kündigung unwirksam. Laut Bundesverfassungsgericht darf ein Vermieter aber seinem Mieter wegen Eigenbedarf kündigen, selbst wenn er die Wohnung nur als Zweitwohnung nutzen will. Alle wichtigen Informationen zur Eigenbedarfskündigung und wie Sie sich wehren können, finden Sie hier.
STEUERTIPP DER WOCHE: STEUERVORTEILE FÜR ELTERN

Wenn Sie Familie haben, können Sie finanziell nicht nur vom Kindergeld profitieren. Alles, was Sie dafür tun müssen, ist, Ihre Steuererklärung abzugeben. So können Sie sich zum Beispiel unter bestimmten Umständen Kinderbetreuungskosten und vieles mehr vom Fiskus zurückholen. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie hier.
AKTUELLE EMPFEHLUNGEN DER FINANZTIP-REDAKTION


TAGESGELD   Zum Ratgeber
Moneyou* Renault Bank direkt* Cortal Consors* Cosmos Direkt
1,31 % pro Jahr 1,31 % pro Jahr 1,21 % im ersten Jahr 1,21 % pro Jahr


FESTGELD   Zum Ratgeber
Bis 6 Monate Bis 12 Monate Bis 24 Monate Bis 36 Monate
CA Consumer Finance* 1,65 % pro Jahr 1,85 % pro Jahr 2,10 % pro Jahr
NIBC Direct 1,30 % pro Jahr 1,50 % pro Jahr 1,75 % pro Jahr 2,00 % pro Jahr
Moneyou* 1,40 % pro Jahr 1,50 % pro Jahr
VTB BANK* 2,10 % pro Jahr

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