Ausgabe 18/14 vom 11. September 2014
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Liebe Leserin, lieber Leser,

solange wir gesund sind und jeden Tag zur Arbeit gehen, machen wir uns meist wenig Gedanken darüber, wie die finanzielle Absicherung im Krankheitsfall aussieht. Mehr als 25 Millionen Erwerbstätige haben in Deutschland keine Berufsunfähigkeitsversicherung. Das kann zum Teil daran liegen, dass die Policen gerade für diejenigen, die sie am nötigsten brauchen, inzwischen unbezahlbar scheinen oder unzugänglich geworden sind. Wir zeigen darum Alternativen auf. Sie können eine echte Berufsunfähigkeitsversicherung zwar nicht vollständig ersetzen, aber zumindest einen gewissen Grundschutz gewähren.

Außerdem in der aktuellen E-Mail: 100 Euro Prämie für ein Girokonto bei der Netbank, Apple Pay, Handy-Flatrate im Telekom-Netz für 20 Euro sowie ein Rechtstipp zur Vorfälligkeitsentschädigung.

Ihr Finanztip-Team
SO SICHERN SIE IHRE ARBEITSKRAFT AB

An der Berufsunfähigkeitsversicherung führt kein Weg vorbei - Ein neues Auto wird von jedem Vollkasko versichert. Aber längst nicht jeder hat den gleichen Schutz für seine Arbeitskraft: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist für jeden Berufstätigen ein Muss – außer Sie sind so reich, dass Sie eigentlich gar nicht arbeiten müssten. Nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung muss jeder vierte Arbeitnehmer seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aufgeben oder sogar ganz aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Berufsunfähig ist, wer seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit voraussichtlich für sechs Monate oder länger zu weniger als 50 Prozent wird ausüben können – so definieren es die Versicherer, die Schutz gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit verkaufen. Die mittlerweile häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit sind laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) psychische Leiden wie Depressionen oder Nervenerkrankungen. Worauf Sie bei der Auswahl der komplizierten BU-Tarife achten müssen und wie Sie an das optimale Angebot kommen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Tarifcheckliste BU: Habe ich den richtigen Tarif? - Leider birgt das komplexe Bedingungswerk der BU viele Fallstricke. Gerade ältere Policen sind nicht mehr zeitgemäß und sollten überprüft werden – eventuell kommt ein Wechsel in einen modernen Tarif infrage. Wie das funktioniert, lesen Sie in unserem Ratgeber. Unsere BU-Checkliste ermöglicht es Ihnen, einen Tarif, ob neu oder alt, auf Herz und Nieren zu überprüfen. Nehmen Sie sich genügend Zeit dafür, es geht um Ihre finanzielle Existenz!
Lange krank, aber noch nicht berufsunfähig: Krankentagegeld - Gerade bei gesetzlich Krankenversicherten wird diese „kleine“, aber wichtige Versicherung gerne übersehen: Wer selbstständig oder als Gutverdiener in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist, dem entstehen bei längerer Krankheit schnell bedeutende Verdienstlücken, die man über ein Krankentagegeld absichern sollte. Sie ist das Bindeglied zwischen der sechswöchigen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und der langfristigen Berufsunfähigkeit. In unserem Ratgeber lesen Sie, wie Sie die richtige Höhe des Krankentagegelds berechnen – und ob Sie als Selbstständiger besser ein privates Krankentagegeld oder das Krankengeld der GKV abschließen. Den passenden Tarif finden Sie auf versicherung-vergleiche.de*.
Die erste Alternative zur BU ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung - Am besten ist es natürlich, wenn der eigene Beruf versichert ist und damit sozusagen auch der Lebensstandard und die gesellschaftliche Stellung. Falls Sie aber überhaupt nicht mehr arbeiten können, schützt die Erwerbsunfähigkeitsversicherung zumindest gegen die finanziellen Folgen. Sie ist sozusagen die Basisversion der BU. Wer als Ingenieur tätig war, aber nicht einmal mehr als Pförtner arbeiten kann, findet so mindestens eine finanzielle Absicherung.
Dread Disease versichert schwere Krankheiten - Ein etwas anderes Absicherungskonzept ist die Dread Disease Versicherung, auch Schwere-Krankheiten-Vorsorge genannt. Diese zahlt in der Regel eine einmalige Versicherungssumme, wenn Sie eine gravierende Diagnose wie etwa Krebs, Schlaganfall oder Herzinfarkt erhalten. Über das Geld können Sie frei verfügen. Sie ist auch nicht daran geknüpft, ob Sie weiterarbeiten können oder nicht. Psychische Risiken oder chronische Skeletterkrankungen lassen sich aber nicht abdecken, obwohl diese häufig zu Berufsunfähigkeit führen.
Unfallversicherung kann immer nur Zusatz sein - Es gibt sie mehr als 25 Millionen Mal in Deutschland: Die Unfallversicherung ist eine der häufigsten privaten Absicherungen. Als Schutz vor dem Verlust der eigenen Arbeitskraft ist sie aber nicht geeignet: Sie ist in erster Linie nur für schwere Unfälle mit Behinderungsfolge gedacht – und solche sind nur selten die Ursache für eine Berufsunfähigkeit. Angesichts der geringen Schadenwahrscheinlichkeit sind Unfallversicherungen im Allgemeinen zu teuer und nur geeignet für Menschen mit riskanten Berufen oder Hobbys wie Motorradfahren oder Mountainbiken. Die beste Tarifauswahl bietet das Portal Mr-Money*. Wenn Sie bereits eine Unfallversicherung haben und diese auch behalten wollen, suchen Sie dort nach einem besseren Tarif im Vergleich zu Ihrem aktuellen.
Erwerbsminderungsrente: Wie viel bekomme ich eigentlich vom Staat? - Leider ist es nichts, worauf Sie bauen können: Die staatliche Erwerbsminderungsrente stellt insbesondere für ab 1961 Geborene nur einen allerletzten Fallschirm dar, der aber oft kaum zum Überleben reicht. Der Staat springt erst ein, wenn Sie weniger als sechs Stunden pro Tag in irgendeinem Beruf arbeiten können. Ob dieser Ihren Vorstellungen entspricht, spielt keine Rolle. Dabei können Sie im Schnitt nicht mit mehr als 17 Prozent Ihres letzten Bruttoeinkommens rechnen. Wenn Sie weniger als drei Stunden am Tag arbeiten können, mit nicht mehr als 34 Prozent.
ERSTSEMESTER SOLLTEN BESSER IN DIE GESETZLICHE KRANKENVERSICHERUNG

Vor Beginn Ihres Studiums haben Sie grundsätzlich die Wahl, ob Sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern. Wenn die Eltern privat versichert sind, macht sich kaum ein Erstsemester klar, dass ein Verbleib in der privaten Krankenversicherung (PKV) langfristige finanzielle Folgen für sein Leben haben kann. Tatsächlich sollten beispielsweise auch privat versicherte Beamtenkinder vor Studienbeginn zusammen mit den Eltern ernsthaft überlegen, ob sie nicht die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) wechseln. Denn wenn während des Studiums das Kindergeld wegfällt oder Sie nach dem Studium selbstständig sind, müssen Sie in der PKV bleiben und zukünftig einen hohen Beitrag schultern. In der GKV zahlen Sie als Student bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres maximal 78,50 Euro.
100 EURO PRÄMIE FÜR GIROKONTO BEI NETBANK

Wenn Sie gerade auf der Suche nach einem neuen Gehaltskonto sind, könnte das Angebot der Netbank* für Sie interessant sein. Sie bekommen 100 Euro Prämie, wenn Sie dort bis zum 30. September 2014 ein Girokonto eröffnen und Ihr Gehalt darauf überweisen lassen. Die Zinsen für den Dispokredit sind akzeptabel: Derzeit fallen 8,24 Prozent pro Jahr an.

Eine Kreditkarte zum Girokonto gibt es in zwei Varianten: Grundsätzlich erhalten Sie eine kostenlose Mastercard, mit der Sie weltweit fünf Mal pro Monat kostenlos Bargeld abheben können. Sie können aber auch für 100 Euro im Jahr die Netbank Mastercard Platinum beantragen. Wie in unserem Ratgeber beschrieben, lohnt sich diese Karte vor allem auf Reisen. Denn sie beinhaltet eine umfangreiche Reiserücktrittsversicherung und eine Vollkaskoversicherung für Mietwagen.
BEZAHLEN MIT DEM IPHONE 6

Diese Woche hat Apple das mobile Bezahlsystem „Apple Pay“ vorgestellt – neben zwei neuen iPhone-Modellen und der Datenuhr Apple Watch. Künftig sollen die Nutzer beispielsweise im Supermarkt zum Bezahlen einfach das iPhone oder die Apple Watch an die Kasse halten können. Dabei ist keine PIN oder Unterschrift nötig: Die Bestätigung der Zahlung erfolgt über den Fingerabdrucksensor des iPhones. Gesendet werden die Daten per Funk (NFC).

Apple verspricht, dass Sicherheit und Datenschutz im Mittelpunkt von Apple Pay stünden. So soll der Händler die Kreditkartendaten nicht sehen können, außerdem will Apple nach eigenen Angaben keine Daten über die Einkäufe der Nutzer speichern.

Apple Pay startet im Oktober in den USA. US-Nutzer können Kredit- und Bankkarten der drei größten Zahlungsorganisationen Visa, Mastercard und American Express verwenden. Bezahlen kann man mit Apple Pay anfangs zum Beispiel in den Apple- und Disney-Stores sowie bei McDonald’s und Subway. Wann der Dienst nach Deutschland kommt, konnte Apple auf Nachfrage von Finanztip noch nicht sagen.
ALLNET-FLAT IM TELEKOM-NETZ FÜR 20 EURO

Wenn Sie einen Handyvertrag bei der Telekom haben, können Sie Ihrem Partner oder Familienmitgliedern zu einer günstigen Handy-Flatrate verhelfen. Auf der gerade zu Ende gegangenen Internationalen Funkausstellung (Ifa) hat die Deutsche Telekom die neue Family Card vorgestellt. Die Variante mit dem Zusatz S kostet knapp 20 Euro im Monat. Das ist sehr günstig für einen Pauschaltarif im ausgezeichneten Telekom-Netz. Die Family Card S enthält neben unbegrenzten Telefonaten in alle Netze auch 500 Megabyte schnelles Datenvolumen zum mobilen Surfen – inklusive LTE mit bis zu 16 Megabit pro Sekunde. Lesen Sie hier, welche neuen Tarife die Telekom noch auf der Funkausstellung in Berlin präsentiert hat. Günstige Pauschaltarife für Kunden, die nicht bei der Telekom sind, finden Sie in unserem Ratgeber Allnet-Flats.

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RECHTSTIPP: KLAUSEL ZUR BERECHNUNG DER VORFÄLLIGKEITSENTSCHÄDIGUNG UNWIRKSAM

Wenn Sie Ihren Kredit vorzeitig zurückzahlen möchten, werfen Sie unbedingt einen Blick in die Vertragsbedingungen! Möglicherweise hat Ihre Bank eine unwirksame Klausel zur Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung verwendet. Dort darf nicht stehen, dass die Sondertilgungsrechte bei der Kalkulation unberücksichtigt bleiben. So hat das OLG Oldenburg (OLG Oldenburg, Urteil vom 04.07.2014, Az. 6 U 236/13 ) entschieden. Auch mithilfe unseres Ratgebers können Sie abschätzen, ob Ihre Bank richtig gerechnet hat oder nicht.
STEUERTIPP: LAPTOPS UND TABLETS ABSETZEN

Viele Arbeitnehmer sind heute immer und überall erreichbar. In manchen Firmen gehört es fast schon zum guten Ton, auch von zu Hause aus E-Mails zu beantworten. Darum gelten auch PC, Notebook und Tablet, die Sie für Ihre berufliche Tätigkeit einsetzen, als Arbeitsmittel. Das Geld, das Sie dafür ausgeben, können Sie teilweise als Werbungskosten von der Steuer absetzen, wie wir Ihnen hier im Detail zeigen.
AKTUELLE EMPFEHLUNGEN DER FINANZTIP-REDAKTION


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1,20 % pro Jahr 1,20 % pro Jahr 1,10 % pro Jahr


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bis 6 Monate bis 12 Monate bis 24 Monate bis 36 Monate
CA Consumer Finance* 1,40 % pro Jahr 1,60 % pro Jahr 1,86 % pro Jahr
Creditplus Bank* 1,35 % pro Jahr 1,50 % pro Jahr 1,60 % pro Jahr
Moneyou* 1,30 % pro Jahr 1,40 % pro Jahr

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