Ausgabe 21/2014 vom 06. November 2014
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Liebe Leserinnen und Leser,


das war eine klare Ansage des Bundesgerichtshofes: Bearbeitungsgebühren sind für die allermeisten Kredite nicht statthaft und noch auf zehn Jahre zurückzuerstatten, urteilten die Richter. Doch viele Banken mauern: Sie wollen nur zurückzahlen, wenn sich die Kunden bei ihnen beschweren. Wir zeigen Ihnen hier bei Finanztip, was Sie tun müssen, um hunderte oder tausende Euro Gebühren erfolgreich zurückzufordern. Unser Musterbrief wurde schon von über 250.000 Lesern abgerufen.

Wer jetzt eine Baufinanzierung abschließt, kann froh sein, denn er hat Aussicht auf eine Finanzierung mit Zinsen um 1 Prozent. Planen Sie Ihre Finanzierung richtig: Wir warnen Sie vor den überraschenden Fußangeln, die solch niedrige Zinsen mit sich bringen können.

Steuern sparen ganz ohne Fußangeln ist unser dritter Schwerpunkt in diesem Newsletter. Mit wenigen Entscheidungen können Sie vor dem Jahresende noch viel Geld vor dem Fiskus retten. Nur zwei Stichworte: Handwerkerkosten und Heiraten. Dann bleibt auch genug Geld für die Weihnachtsgeschenke übrig.

Herzlichen Gruß,

In dieser Ausgabe:

KREDITGEBÜHREN:
AUCH NACH ZEHN JAHREN GELD ZURÜCK
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Der Bundesgerichtshof (BGH) hat vergangene Woche zur Verjährung bei Kreditgebühren zugunsten der Verbraucher entschieden. Sie können nunmehr Gebühren für Kredite aus den letzten zehn Jahren zurückfordern. Es geht dabei oft um hunderte, manchmal tausende Euro. Die dreijährige Verjährungsfrist hat nämlich auch bei älteren Krediten erst am 1. Januar 2012 begonnen. Die Rechtslage war laut BGH bis 2011 so unsicher, dass man von den Kreditnehmern nicht erwarten konnte, sich auf das Risiko einer Klage einzulassen.

Das bedeutet für Sie: Haben Sie in den vergangenen zehn Jahren ein Kreditbearbeitungsentgelt gezahlt, müssen Sie schnell handeln und die Gebühren einfordern. Ihre Bank wird Sie nämlich nicht von sich aus über die neue Rechtslage nach dem Urteil informieren, das ergab eine Blitzumfrage von Finanztip. Die Verjährungsuhr tickt zugunsten der Kreditgeber! Bis zum 31. Dezember 2014 haben Sie noch Zeit, um Ihre 2005 bis 2011 gezahlten Kreditgebühren zurückzufordern. Welche Kredite von dem Urteil betroffen sind und wie Sie bei der Rückforderung unseren Musterbrief optimal einsetzen, lesen Sie in unserem Ratgeber.

Werden Sie Ihre Kreditgebühren zurückfordern? Wie hat Ihre Bank darauf reagiert? Tauschen Sie sich mit anderen Betroffenen aus in der Finanztip-Community.
BAUFINANZIERUNG:
KLEINE ZINSEN, GROSSE TÜCKEN
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Wer der Werbung der Baufinanzierer glaubt, kann nur eine Schlussfolgerung ziehen: Ein Haus zu finanzieren, ist ziemlich preiswert. Preiswert genug, dass es sich jeder leisten kann, ohne groß über die Kosten nachdenken zu müssen. Grund dafür sind die niedrigen Zinsen – bei der Hypovereinsbank beispielsweise sind sie auf bis zu 0,89 Prozent im Jahr geschrumpft. Das kann Ihnen für den Kredit sensationell niedrige Monatsraten bescheren.

Viele Bauwillige können diesen Niedrigzins auch gut gebrauchen. Denn gerade in den Metropolen sind die Immobilienpreise zuletzt in die Höhe geschossen.

Doch das Leben ist kein Hochglanzprospekt. Für den Hauskäufer birgt diese Zins- und Preisentwicklung einige Tücken. Die Darlehen mit den extrem niedrigen Zinsen vergeben die Banken meist nur mit einer kurzen Zinsbindung von fünf Jahren. Ist die Monatsrate auf Kante genäht, wird ein solcher Kredit danach zum Risiko. Denn in fünf Jahren kann sich der Marktzins erheblich geändert haben, etwa auf 5 Prozent, wie es zuletzt 2008 der Fall war.

Nehmen wir als Beispiel einen Kredit über 200.000 Euro und 25 Jahren Laufzeit. Wenn die Zinsbindung auf 1 Prozent dann also nach fünf Jahren abläuft, erhöht sich die monatliche Rate von 753 auf 1.080 Euro. Das gilt jedenfalls, wenn Sie weiterhin in 25 Jahren mit der Finanzierung fertig sein müssen, etwa weil Sie dann in Rente gehen.

Eine Viertelmillion Euro mehr abstottern

Nicht jeder, der sich zurzeit auf eine Finanzierung mit kurzer Zinsbindung einlässt, kann diese höheren Raten zahlen. Plötzlich ist das Haus nicht mehr so billig, wie es heute noch erscheint. Wenn Sie die Raten jedoch nicht erhöhen, also bei 753 Euro bleiben, tilgen Sie Ihren Kredit praktisch nicht mehr. Hätten Sie mit 40 Jahren das Haus gekauft, hätten Sie es erst mit 93 abbezahlt. Damit nicht genug: Es würde Sie 248.700 Euro mehr kosten als ursprünglich kalkuliert. Setzen Sie also trotz der verlockenden Angebote der Banken auf etwas höhere Zinsen mit langer Bindung. Unsere Analyse zu Baufinanzierung bei Niedrigzinsen beschreibt dieses Problem im Detail und zeigt Lösungen auf.

Starten Sie mit höherer Tilgung

Es gibt noch eine zweite Sache zu bedenken: In Zeiten hoher Zinsen ist zu Anfang der Zinsanteil der festen monatlichen Raten höher als die Tilgung. Weil der Kredit aber jeden Monat kleiner wird – Sie zahlen den Kredit ja ab –, fallen die Zinszahlungen, und somit erhöht sich automatisch der Tilgungsanteil in Ihrer Monatsrate. Wenn aber der Zinssatz besonders niedrig ist, ist auch der Zinsanteil der Rate von Anfang an niedriger und dieser Effekt ist viel kleiner. Ihre kleine Tilgung wird nicht schnell größer, Sie stottern den Kredit über viele Jahre länger ab. Deshalb sollten Sie bei niedrigen Zinsen eine Anfangstilgung von 2,5 Prozent pro Jahr oder höher wählen, nicht von 1 oder 1,5 Prozent, wie manche Banken empfehlen und wie es bei hohen Zinsen üblich ist. Entsprechende Finanzierungsmodelle können Sie sich bei Interhyp* und Dr. Klein* bauen und dann die Angebote vergleichen.



Lassen Sie sich nicht verführen: Auch bei niedrigem Zins müssen Sie Ihre Baufinanzierung genau durchdenken. Wer das tut, kann an den günstigen Krediten derzeit tatsächlich viel Freude haben. Und für diejenigen, die bereits ein Baudarlehen haben, gibt es möglicherweise Wege, auf die eine oder andere Weise davon zu profitieren. Darüber berichten wir im nächsten Newsletter.
MIETRECHT:
WIE SIE UM SCHÖNHEITSREPARATUREN HERUMKOMMEN
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Auch Ihr Mietvertrag enthält wahrscheinlich Klauseln, die Ihnen vorschreiben, wann Sie was in der Wohnung zu renovieren haben. Viele dieser Regelungen sind allerdings von den Gerichten für unwirksam erklärt worden. Spätestens beim Auszug kommt es daher oft zum Streit. Ob und wie Sie renovieren müssen, hängt davon ab, was im Vertrag geregelt ist. Ist die entsprechende Klausel nämlich ungültig, muss der Vermieter die gesamten sogenannten Schönheitsreparaturen auf seine Kappe nehmen. Es lohnt sich also, anhand unserer Checkliste Ihre Klauseln zu überprüfen.
KRANKENVERSICHERUNG:
ZURÜCK IN DIE GESETZLICHE KASSE
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Wer nicht üppig verdient und schon lange nach einer Möglichkeit sucht, seine private Krankenversicherung loszuwerden, der hat am 1. Januar eventuell Glück: Die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze steigt von 53.550 auf 54.900 Euro. Wenn Ihr Jahresgehalt beispielsweise bei 54.000 Euro liegt, rutschen Sie ganz automatisch und sofort in die gesetzliche Krankenversicherung. Solange Sie also nicht aktiv ablehnen, können Sie sich eine gesetzliche Krankenkasse aussuchen. Falls Sie etwas mehr als 54.900 Euro verdienen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Ihr Gehalt unter diese Grenze zu drücken.
HEIZÖL:
74 CENT PRO LITER – ODER GEHT ES NOCH GÜNSTIGER?
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Derzeit ist Heizöl so günstig wie seit Jahren nicht mehr: Ein Liter der Standardsorte kostet aktuell etwa 74 Cent bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern. Zum Vergleich: Vor einem Jahr kostete der Liter mehr als 80 Cent, vor zwei Jahren lag der Preis sogar über 90 Cent. Wenn Sie Ihren Tank also noch nicht gefüllt haben, könnte jetzt ein geeigneter Zeitpunkt sein. Doch die Preise unterscheiden sich von Händler zu Händler oft deutlich. Den günstigsten Lieferanten finden Sie mit den Vergleichsrechnern Heizoel24* und Esyoil. Was Sie dabei beachten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Finanztip-Community: Geld zurück nach dem Bahnstreik


Vor gut zwei Wochen waren Urlauber und Pendler zuletzt von Streiks der Lokführer betroffen, nun hat die Gewerkschaft GDL für Donnerstag bis Sonntag einen erneuten Streik angekündigt und wieder wird es nur einen Notfahrplan geben. Schon zu normalen Zeiten kann es lange dauern, bis die Bahn eine Entschädigung zahlt. Aller Erfahrung nach aber nehmen Ärger und Bearbeitungsdauer noch zu, wenn durch Streiks viele Züge ausfallen. Der Zugbegleiter hat möglicherweise keine Zeit für die Bestätigung der Verspätung oder das Kundenzentrum kommt mit den Anträgen nicht hinterher.

Liebe Leserinnen und Leser, welche Erfahrungen haben Sie bisher gemacht? Wie war die Abwicklung vor Ort? Warten Sie noch immer auf Ihr Geld?
Teilen Sie Ihre Erfahrung mit anderen Lesern in der Finanztip Community!
HANDYKOSTEN:
BILLIG IN DIE UND AUS DER TÜRKEI TELEFONIEREN
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Wenn Sie gelegentlich mit Ihrem Handy mit Verwandten oder Freunden in der Türkei telefonieren wollen, kennen Sie wahrscheinlich das Problem: Entspanntes Plaudern fällt schwer, weil sich hohe Kosten ansammeln. Wer das Mobiltelefon dazu noch vereinzelt in der Türkei nutzen möchte, kann sich wegen hoher Roaming-Gebühren auf eine gepfefferte Rechnung einstellen. Abhilfe versprechen sogenannte Ethno-Tarife, die sich an türkischstämmige Bürger richten. Um zwei Drittel können Ethno-Tarife die Handyrechnung senken: durch günstige Konditionen für Gespräche in die Türkei und niedrigere Roaming-Gebühren. Welche Tarife wir für wen empfehlen können, lesen Sie hier.
BANKEINLAGEN:
GUTE TAGESGELDRENDITE TROTZ STRAFZINS
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Als die Deutsche Skatbank vergangene Woche erklärte, Tagesgeld-Einlagen ab 500.000 Euro künftig mit einem negativen Zins von 0,25 Prozent zu belegen, da ging ein Aufschrei durch die Republik. Vermögende Kunden müssen für die Aufbewahrung ihres Geldes nun bezahlen. Inzwischen ruderte die Skatbank etwas zurück und verlangt den Strafzins erst ab 3 Millionen Euro Einlage.

Manchen Banken kommt die verkehrte Zinswelt nicht ungelegen. Sie schüren die Verunsicherung der Sparer sogar: So prophezeite ein Deutsche-Bank-Manager, dass der negative Zins bald auch andere Privatkunden treffen werde. Das werde Sparern klarmachen, dass es sich nicht lohne, „immer mehr Geld auf Sparkonten herumliegen zu lassen“.

Der Grund für die Panikmache: Viele Banken benötigen wegen der lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank keine Kundengelder. Doch wenn Sparer in Aktienfonds oder komplexe Zinsprodukte investieren, verdienen die Institute gutes Geld. Finanztip rät, sich nicht irre machen zu lassen. Nach wie vor gibt es akzeptable Tagesgeldangebote etwa von Cortal Consors* für zwölf Monate – mehr in unserem Tagesgeldratgeber. Gute Angebote für dreijähriges Festgeld macht CA Consumer Finance* – mehr hierzu in unserem Festgeldvergleich.
BEWERTUNGSRESERVEN:
LETZTE CHANCE, UM IHR GELD ZU SICHERN
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Durch die Reform der Gesetzgebung zu Lebensversicherungen im vergangenen August wurden die Beteiligungen an Bewertungsreserven stark gekürzt. Nur wer eine hohe Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven für dieses Jahr zugesagt bekommen hat, kann die Reserven noch bis zum 1. Dezember 2014 durch eine Kündigung sichern. Aber Achtung! Zuerst müssen Sie genau prüfen, ob sich eine Kündigung in Ihrem Fall überhaupt lohnt. Wie Sie dabei vorgehen und wer überhaupt zum 1. Dezember kündigen kann, lesen Sie hier.
BUNDESLIGA:
EINZELNE LIVESPIELE BUCHEN BEI SKY ONLINE
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Keine lange Abo-Laufzeit und teilweise niedrigere Preise – dadurch unterscheiden sich die „Sky Online“ genannten Tarife vom klassischen Sky-Abonnement. Die neuen Streaming-Angebote hat der Bezahlsender Ende Oktober eingeführt. Neben zwei Tarifen für 10 beziehungsweise 20 Euro mit Filmen und Serien können Nutzer erstmals die Bundesliga und andere Sport-Events tageweise flexibel hinzubuchen. Der Aufpreis für das „Supersport-Tagesticket“ ist mit fast 20 Euro allerdings alles andere als billig! Welche Möglichkeiten es noch gibt, Fußball live im TV zu verfolgen, steht in unserem Bundesliga-Ratgeber. Die besten Wege zum Livestreaming auf dem Computer finden Sie hier.
STROM UND GAS:
PREISERHÖHUNGEN UNWIRKSAM
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Gas- und Stromanbieter haben in der Vergangenheit auf der Grundlage von ungültigen Regelungen im Grundtarif die Preise erhöht und die Verbraucher darüber meist nur unzureichend informiert. Das hat der Europäische Gerichtshof am 23. Oktober 2014 entschieden. Folge: Preiserhöhungen in Anwendung der unwirksamen Regelungen sind ebenfalls unwirksam und wurden deshalb ohne Rechtsgrund gefordert. Es kann sich also für Sie lohnen, Ihre Ansprüche gegenüber Ihrem Grundversorger geltend zu machen. Das geht bis zu drei Jahre rückwirkend! Weitere Informationen zu dem Urteil und ein Musterschreiben finden Sie hier.
STEUERVORTEILE:
ZEHN TIPPS ZUM JAHRESENDE
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Die Zahnarztrechnung noch bis Jahresende zahlen oder lieber erst 2015? Haben Sie Ihre Freistellungaufträge und Riester-Beiträge im Blick? Wer sich irgendwann im Frühjahr an die Steuererklärung setzt, merkt oft zu spät, dass er auf das eine oder andere besser früher hätte achten sollen. Vieles entscheidet sich vor dem Jahreswechsel, was Sie später bei der Steuererklärung nicht mehr gutmachen können: Wir zeigen Ihnen in zehn Tipps, auf was Sie jetzt achten müssen, um möglichst viel Steuerersparnis herauszuholen – und schon früh im Jahr davon zu profitieren.

1. Handwerkerlohn sofort oder später zahlen? - Ein Fünftel der Lohnkosten aus Ihren Handwerkerrechnungen bis 6.000 Euro können Sie direkt von Ihrer Steuerschuld abziehen, also maximal 1.200 Euro. Wenn Sie einen Handwerker am Jahresende beauftragen, prüfen Sie, wieweit Sie den Steuerabzug bereits ausgeschöpft haben. Es zählt das Datum der Zahlung. Je nachdem kann es sich lohnen, sofort zu zahlen oder erst im Januar.

2. Haushaltsnahe Dienstleistungen günstig verteilen - Ebenfalls ein Fünftel der Lohnkosten für haushaltsnahe Dienstleistungen wie Kinderbetreuung oder Reinigungsarbeiten bis maximal 20.000 Euro können Sie in der Steuererklärung geltend machen – das sind bis zu 4.000 Euro. Je nachdem, ob Sie den Höchstbetrag schon erreicht haben oder noch nicht, sollten Sie entscheiden, ob Sie eine aktuelle Rechnung noch 2014 begleichen oder erst im Januar.

3. Krankheitskosten bündeln - Eine neue Brille oder Zahnersatz können Sie als außergewöhnliche Belastungen von der Steuer absetzen. Allerdings erst, wenn diese Ausgaben eine laut Gesetzgeber zumutbare Belastung überschreiten. Wenn Sie Rechnungen sammeln und gesundheitsbedingte Ausgaben am Jahresende geschickt bündeln, können Sie unter Umständen die steuerlich absetzbare Höhe erreichen.

4. Werbungskosten richtig einsetzen - Auch bei den berufsbedingten Ausgaben können Sie die Zahlungen geschickt über den Jahreswechsel verteilen. 1.000 Euro werden jedem Arbeitnehmer pauschal als Werbungskosten vom zu versteuernden Einkommen abgezogen, alles darüber macht sich richtig bezahlt. Planen Sie deshalb Ihre beruflichen Kosten so, dass Sie noch in diesem Jahr über den Pauschbetrag kommen oder zahlen Sie erst im Januar, wenn für 2015 weitere Werbungskosten anstehen.

5. Riester-Zulage: Prüfen Sie Ihr Gehalt - Haben Sie im vergangenen Jahr eine Gehaltserhöhung bekommen? Dann sollten Sie eventuell Ihre Riester-Beiträge anpassen, denn die errechnen sich aus dem Gehalt des Vorjahres. Ist der Eigenbeitrag zu gering, werden die Zulagen gestrichen oder gekürzt. Für 2014 können Sie die fehlenden Beiträge noch im Dezember nachzahlen.

6. Wohnungsbauprämie nicht verpassen - Als Bausparer können Sie jährlich die Wohnungsbauprämie beantragen. Voraussetzung ist, dass Sie die Bausparsumme für wohnwirtschaftliche Zwecke verwenden und Ihr Einkommen nicht zu hoch ist. Sie können einen Antrag auf Wohnungsbauprämie bis zu zwei Jahren rückwirkend bei Ihrer Bausparkasse stellen. Also jetzt noch schnell die Prämien ab 2012 sichern!

7. Freistellungsaufträge prüfen - Wenn Sie einen Freistellungsauftrag erteilen, sind Einnahmen aus Zinsen bis rund 800 Euro für Ledige und rund 1.600 Euro für Verheiratete steuerfrei. Haben Sie Konten bei verschiedenen Banken mit unterschiedlichen Freistellungsaufträgen, sollten Sie prüfen, ob die erwarteten Kapitalerträge noch unter den Freibeträgen liegen. Einen Freistellungsauftrag können Sie bis Ende Dezember ändern.

8. Verlustbescheinigung ausstellen lassen - Erzielen Sie Gewinne über dem Sparerpauschbetrag, müssen Sie diese versteuern. Mit Verlusten des einen Wertpapiergeschäfts können Sie Gewinne eines anderen „ausgleichen“ und dadurch weniger Steuern zahlen. Wenn Sie Depots oder Konten bei verschiedenen Geldinstituten haben, brauchen Sie hierzu eine Verlustbescheinigung, die können Sie bis zum 15. Dezember beantragen.

9. Steuerliche Freibeträge frühzeitig nutzen - Wer übers Jahr weniger Steuern zahlen will, kann sich bestimmte laufende Belastungen wie Unterhaltszahlungen oder Betreuungskosten als Freibeträge auf der elektronischen Lohnsteuerkarte eintragen lassen. Ein Antrag ist noch bis 30. November möglich. Dann würde der komplette Freibetrag für 2014 auf den verbleibenden Zeitraum des Jahres aufgeteilt und Sie hätten im Dezember besonders viel Netto für Weihnachtsgeschenke.

10. Hochzeit: Schnell noch „Ja“ sagen - Der schönste Tipp zum Abschluss: Wer bis zum 31. Dezember noch standesamtlich heiratet, kann die gemeinsame Veranlagung für das ganze Jahr 2014 in Anspruch nehmen – und so noch rückwirkend vom Ehegattensplitting profitieren. Durch eine geschickte Steuerklassenkombination können Ehepaare ihr Nettoeinkommen steigern und so später mehr Elterngeld, Arbeitslosengeld oder Krankengeld erhalten.
AUSBLICK:
KFZ-WECHSELSAISON STEHT KURZ BEVOR
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Es ist November, und wie jedes Jahr lohnt es sich, Ihre Autoversicherung mit der Konkurrenz zu vergleichen und gegebenenfalls zu wechseln. Finanztip beobachtet weiterhin die Entwicklung der Preise und wird Sie in den kommenden Tagen mit einem Sondernewsletter informieren, wie Sie zum besten Angebot kommen – und wann Sie zuschlagen sollten.
DAS BESTE AUF FINANZTIP

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CA Consumer Finance* 1,40 % pro Jahr 1,60 % pro Jahr 1,86 % pro Jahr
Creditplus Bank* 1,20 % pro Jahr 1,35 % pro Jahr 1,50 % pro Jahr
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