Ausgabe 22/2014 vom 11. November 2014
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Liebe Leserinnen und Leser,


vergangenen Freitag hat mein Autoversicherer mir die Jahresrechnung für 2015 geschickt. Sofort habe ich – wie von unseren Experten empfohlen – bei Verivox und Check24* geprüft, ob meine Rechnung zu hoch ist. Das interessante Ergebnis: Auf beiden Portalen fand ich Angebote, die günstiger waren, aber es waren Offerten völlig unterschiedlicher Versicherer.

Ich bin kein Einzelfall: Auch unser Test ergab, nur wenn Sie mehrere Portale nutzen, finden Sie tatsächlich die preiswertesten Versicherer. Die Unterschiede können riesig sein. In einem Fall war das beste Angebot bei Check24* knapp 30 Prozent billiger als bei Verivox, in einem anderen war es genau umgekehrt.

Wir hatten Anfang Oktober untersucht, wie viele Anbieter tatsächlich bereits auf den Vergleichsportalen gelistet waren, und kamen zum Ergebnis, dass es „nur eine magere Auswahl“ war. Die ist nun etwas besser: Auf Check24* sind seit Anfang Oktober zehn Anbieter dazugekommen. Die Preise sind leider etwa gleich geblieben.

Sie sollten jetzt zuschlagen. Denn dann haben Sie hinreichend Zeit, neu abzuschließen und die Kündigung Ihres alten Vertrages noch rechtzeitig vor dem 30. November abzuschicken.

Investieren Sie die halbe Stunde für den Vergleich auf beiden Portalen. Das ist gut angelegte Zeit. Bei einem vollkaskoversicherten fünf Jahre alten Golf zum Beispiel können Sie im Vergleich zu den zehn größten Versicherern im Schnitt gut 260 Euro sparen. Worauf Sie achten sollten, verraten wir Ihnen in diesem Sonder-Newsletter.

Herzlichen Gruß, Ihr

SO KOMMEN SIE AN DIE GÜNSTIGSTE KFZ-VERSICHERUNG
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Sich im Dschungel der unzähligen Angebote an Autoversicherungen zurechtzufinden, ist eine heikle Sache. Selbst den populären Vergleichsportalen können Sie nicht blind vertrauen. Da diese sich aus Provisionszahlungen der Versicherer finanzieren, dürfen Sie keine neutrale Bewertung erwarten. Und doch bieten Vergleichsportale die komfortabelste Möglichkeit, um einen guten Überblick über das Angebot zu bekommen. Wir helfen Ihnen, die Portale richtig zu benutzen, damit Sie nicht nur eine günstige, sondern auch die optimale Police bekommen.

Finanztip hat einen umfangreichen Test auf den drei kostenlosen Vergleichsportalen Check24*, Verivox und Nafi-Auto durchgeführt. Unser Ergebnis: Das beste Portal gibt es nicht. Für einen soliden Vergleich sollte man mindestens auf Check24* und Verivox seine Daten eingeben.

Sparfüchse nutzen ein drittes Portal

Wer auf jeden Fall das allerbilligste Angebot ergattern will, kann danach zusätzlich Nafi-Auto zurate ziehen. Dann finden Sie unter Umständen noch ein preiswerteres Angebot. In unserer Studie war das in 5 von 32 Testprofilen der Fall. Allerdings war im Schnitt nicht mehr als 20 Euro Extra-Ersparnis pro Jahr herauszuholen. Nafi verlangt vom Benutzer mit Abstand die meisten und genauesten Eingaben – und ist daher etwas mühsam zu bedienen. Zudem können Sie auf Nafi nur selten einen Tarif direkt online abschließn.

Am besten bis zum 20. November entscheiden

Was die Preise der besten Angebote angeht, ist bislang nicht viel Bewegung im Markt, wie unsere Tests ergaben. Aber insbesondere, wenn Sie eine Teilkasko- oder eine Vollkaskoversicherung haben möchten, bleibt nicht mehr viel Zeit, um vor der Kündigung Ihres alten Vertrags einen neuen auszusuchen und abzuschließen. Wir raten, das Ganze bis etwa zum 20. November über die Bühne zu bringen. Bitte nehmen Sie nicht den erstbesten Billigtarif: Unser Ratgeber informiert Sie genau, worauf es bei der Tarifauswahl ankommt und wie Sie sich trotzdem günstig versichern.

Viele Versicherer erhöhen die Preise

Es könnte allerdings sein, dass Sie noch etwas länger Zeit haben. Der Grund dafür ist dann unerfreulich: Viele Autoversicherungen werden 2015 teurer. Das rührt unter anderem her aus der Unfallstatistik des vergangenen Jahres, durch die Ihr Autotyp oder Ihre Region in eine teurere Versicherungsklasse rutschen kann. Wenn bei Ihnen der Beitrag steigt, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht von einem Monat ab Erhalt der Jahresrechnung. Das entsprechende Schreiben erhalten Sie in diesen Wochen. Lesen Sie es aufmerksam durch, denn oft ist der Hinweis auf die Preiserhöhung nicht leicht zu erkennen! Der Grund: Wenn Sie 2014 schadenfrei waren, sinkt wegen eines besseren Schadenfreiheitsrabatts zunächst der Preis Ihrer Police. Dieser Effekt kann die Preiserhöhung verschleiern, wenn der Versicherer diese nicht transparent darstellt.

Finanztip-Community: Versteckte Preiserhöhungen


Wir bitten Sie um Ihre Unterstützung: Posten Sie in unserer Community, ob Sie eine Preiserhöhung erhalten haben und wie die Jahresrechnung gestaltet ist. Wir möchten wissen, wie transparent die Versicherer dabei agieren. Vielen Dank!
Das müssen Sie bei der Kündigung beachten

Für den Wechsel der Kfz-Versicherung muss die Kündigung Ihres alten Vertrages im Normalfall bis zum 30. November beim Versicherer eingegangen sein. Sie sollten aber vorher einen Vergleich gemacht und einen neuen Vertrag abgeschlossen haben. Das ist besonders wichtig, wenn Sie einen Voll- oder Teilkaskoschutz vereinbaren möchten: Denn wenn Sie in der Vergangenheit Schäden am Auto hatten, kann es schwer für Sie sein, überhaupt eine neue Kaskoversicherung zu bekommen. Im Anschluss müssen Sie Ihre alte Versicherung mit einem formlosen Schreiben zum 1. Januar 2015 kündigen – ein Fax genügt (am besten mit Sendebericht), ein Einschreiben ist aber sicherer.

Ein Rabattschutz ist oft sinnvoll

Wenn Sie einen Unfall haben, sind Sie wahrscheinlich froh, wenn die Versicherung zahlt. Oft kommt Sie das aber teuer zu stehen: Denn nach einem Haftpflicht- oder Vollkaskoschaden verlieren Sie Schadenfreiheitsklassen, wodurch Ihr Beitrag steigt. Um das zu verhindern, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder zahlen Sie konsequent Schäden selbst. Oft lohnt sich das bei einem Haftpflichtfall bis zu einer Höhe von 1.500 Euro und in einem Vollkaskofall bis etwa 1.300 Euro. Dies ist aber nur eine Faustregel. Fragen Sie am besten bei jedem Schaden konkret bei Ihrem Versicherer nach, ob sich ein Selbstzahlen des Schadens für Sie lohnt.

Wenn Ihnen das zu kompliziert ist, können Sie alternativ beim Wechsel Ihrer Kfz-Versicherung einen Rabattschutz in Ihren Vertrag einschließen. Damit haben Sie mindestens einen Unfall im Jahr frei. Auch wenn der Rabattschutz nicht ganz billig ist – wir haben berechnet, dass er sich oft lohnt. Wann das der Fall ist, und welche Fallstricke es zu beachten gilt, lesen Sie hier.

Vollkasko ist manchmal billiger als Teilkasko

Üblicherweise sollte man neuere Fahrzeuge bis zu einem Alter von maximal fünf Jahren vollkaskoversichern. Dies ist aber nur eine Faustregel, bei teuren Autos kann die Vollkasko wesentlich länger sinnvoll bleiben. Die Teilkasko sollte in der Regel bei mittelalten Autos bis zu einem Zeitwert von etwa 4.000 Euro gewählt werden. Aber Achtung: Wer eine hohe Schadenfreiheitsklasse hat, für den ist eine Vollkasko oft nur unwesentlich teurer oder im Extremfall sogar billiger als eine Teilkasko.

Fahranfänger können besonders hohe Beiträge vermeiden

Um als Fahranfänger nicht so viel für die Versicherung für das erste eigene Auto zu zahlen, melden es viele als Zweitwagen auf die Eltern an. Oft lässt sich noch mehr sparen, wenn Mutter oder Vater auch Halter des Fahrzeugs sind. Doch früher oder später muss man eine eigene Autoversicherung anmelden – wie lässt sich dann vermeiden, dass es doch wieder teuer wird? Die Antwort: Man lässt sich die Schadenfreiheitsklasse von den Eltern übertragen!

Eltern können den Schadenfreiheitsrabatt übertragen

Nur wenige wissen, dass es möglich ist, sich den Schadenfreiheitsrabatt der Oma oder vom Zweitwagen des Vaters übertragen zu lassen. Doch wann sollten Sie den Rabatt auf sich überschreiben lassen?

Am besten sehr lange nicht, vor allem nicht als Fahranfänger. Denn Sie können nur maximal so viele schadensfreie Jahre übernehmen, wie Sie selbst schon Auto fahren. Deshalb sollten Sie den Übertrag tatsächlich erst machen, wenn Ihnen die Eltern oder die Großeltern ihren eigenen hohen Schadenfreiheitsrabatt endgültig abtreten können, weil sie selbst nicht mehr fahren. Es ist also weder ein Problem noch eine Schande, wenn Sie mit 30 noch keine eigene Autoversicherung haben. Ein Übertrag ist sogar noch bis zu sechs Monaten möglich, nachdem der Angehörige verstorben ist.

Mallorca-Police sichert Mietwagen im Ausland ab

Wer sich im Urlaub einen Mietwagen gönnt, sollte darauf achten, dass die eigene Autoversicherung eine sogenannte Mallorca-Police enthält. Diese hebt die Deckung von Schadensfällen mit dem Mietwagen auf deutsches Standardniveau. Das ist sinnvoll, weil im Ausland die Versicherungssummen meist so niedrig sind, dass ein Personenschaden Sie ruinieren kann. In der Regel kostet die Mallorca-Police heutzutage nur einen geringen oder gar keinen Preisaufschlag mehr.

Unser Ratgeber Kfz-Versicherung führt Sie im Detail Schritt für Schritt zur günstigsten Police.
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