Ausgabe 27/2014 vom 27. Dezember 2014

Liebe Leserinnen und Leser,


Die Top 10 der Woche:

in ein paar Tagen ist das Jahr 2014 vorüber. Eine gute Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und die eine oder andere grundsätzliche Entscheidung zu treffen.

Finanztip ist dieses Jahr rasant gewachsen. In den vergangenen vier Wochen haben wir erstmals mehr als drei Millionen Besuche auf unseren Seiten gezählt. Mehr als 40.000 Menschen abonnieren inzwischen diesen Newsletter. Unser Musterbrief, mit dem man die zu Unrecht erhobenen Kreditgebühren von seiner Bank zurückbekommt, ist mehr als 1 Million Mal heruntergeladen worden. Nehmen wir einmal vorsichtig an, dass es im Schnitt um rund 200 Euro illegale Gebühren ging, läge der Wert unserer Hinweise und Musterbriefe zusammengerechnet bei 200 Millionen Euro für Sie als Verbraucher. Das freut uns sehr.

Die Krankenkasse überprüfen

Der Jahreswechsel ist der richtige Zeitpunkt, den Vertrag mit der eigenen Krankenkasse auf den Prüfstand zu stellen. Ab 2015 gilt für alle gesetzlich Versicherten: Erhoben wird ein Mindestbeitrag von 14,6 Prozent des Gehalts, Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlen ihn je zur Hälfte. Darüber hinaus werden die meisten Krankenkassen einen Zusatzbeitrag verlangen, den Sie als Kassenmitglied ganz alleine tragen müssen.

Falls Sie im Januar die Kasse wechseln, können Sie den Zusatzbeitrag erheblich drücken – in manchen Fällen sogar komplett einsparen. Bei der Betriebskrankenkasse im schwäbischen Metzingen (BKK Metzingen) liegt er praktischerweise bereits bei 0 Euro, ist aber nur für Leute zugänglich, die in Baden-Württemberg leben oder arbeiten. Die AOK Sachsen-Anhalt verlangt 0,3 Prozent Zusatzbeitrag, das macht bei einem Monatsbrutto von 2.500 Euro monatlich 7,50 Euro. Die Techniker Krankenkasse erhebt in diesem Fall 20 Euro, Siemens BKK*, DAK und Barmer GEK sogar 22,50 Euro im Monat. Schauen Sie aber nicht allein aufs Geld: Wenn Sie mit dem Service Ihrer Kasse zufrieden sind, dann überlegen Sie genau, ob sich der Kassenwechsel für Sie lohnt.

TIPP: Mit einem Wechsel in eine günstigere Kasse können Sie aufs Jahr gerechnet je nach Gehalt bis zu 450 Euro sparen.  Zum Ratgeber 
Auf gute Verzinsung achten

Die letzten Wochen des Jahres waren unruhig für Geldanleger, und das ganze Jahr war eine Enttäuschung für Sparer. Stichworte wie Negativzinsen und Ukraine-Krise fallen mir ein. Aber Sie müssen sich nicht mit allem abfinden. Jetzt ist es besonders wichtig, gute Angebote zu nutzen. Ihr Tagesgeld gehört auf ein Konto, das auch in einer Niedrigzinsphase mindestens 1 Prozent Zinsen abwirft. Wir empfehlen für kurzfristig hohe Verzinsung das Tagesgeldkonto der ING-Diba* mit 1,25 Prozent Zinsen oder für langfristige gute Zinsen die niederländische Bank Moneyou* mit 1,05 Prozent.

TIPP: Mit einem ordentlich gefüllten Tagesgeldkonto müssen Sie nie wieder die überteuerten Dispokredite Ihrer Hausbank beanspruchen.  Zum Ratgeber 
Auch an die Altersvorsorge denken

Für die Altersvorsorge gilt aller Kritik zum Trotz: Ein ordentlicher Riester-Vertrag ist eine gute Wahl. Sie können mit staatlicher Förderung eine Riester-Rentenversicherung abschließen, zum Beispiel bei der Hannoverschen*, oder über wohn-riester-vergleich.de* Ihre Baufinanzierung optimieren. Für einen Riester-Fondssparplan eignet sich die Bonus-Rente der Deka Bank oder die Unionprofi-Rente 4P von Union Investment. Einige Volksbanken im Münsterland wie die Volksbank Gronau-Ahaus machen sehr ordentliche Angebote für einen Riester-Banksparplan.

TIPP: Wenn der Chef etwas dazutut, kann eine betriebliche Altersvorsorge sogar noch mehr Rente fürs Alter bringen.
Falls noch Geld übrig ist

Wenn Sie auf Ihr Geld zehn Jahre und länger verzichten können, sind Aktien die erste Wahl. Wir empfehlen Ihnen kostengünstige Indexfonds auf den breit gestreuten MSCI-World-Index. Am günstigsten kaufen Sie Fonds über eine Depotbank im Internet. Wir empfehlen derzeit die Aktionärsbank* und Flatex*. Wenn Sie ausschließlich auf Indexfonds setzen, ist auch das Angebot der Comdirect* interessant.

Lassen Sie sich bei Ihrem Fondsengagement aber nicht von den Zahlen der vergangenen fünf Jahre blenden. Unsere Analyse zeigt: Langfristig ging es zwar für Aktienanleger immer bergauf, so steil wie in den vergangenen fünf Jahren, in denen sich die Börsen von der Finanzkrise erholten, ist aber die große Ausnahme und nicht die Regel.

TIPP: Für Ihr Engagement am Aktienmarkt sollten Sie mindestens zehn Jahre Zeit und entspannte Nerven mitbringen.  Zum Ratgeber 
Ihre aktuelle Finanzlage können Sie übrigens entspannen, indem Sie aus dem Grundtarif Ihres Stromanbieters zu einem anderen Tarif wechseln. Im folgenden Schwerpunkt-Text erfahren Sie, wie einfach das ist. Darunter finden Sie wie üblich weitere Tipps und unsere beliebtesten Empfehlungen.

Das Finanztip-Team wünscht Ihnen noch ein paar ruhige Tage und ein frohes und erfolgreiches neues Jahr 2015. Am 2. Januar hören Sie wieder von uns, denn künftig versorgen wir Sie immer freitags mit unserem Newsletter.

Herzlichen Gruß, Ihr

STROMANBIETER WECHSELN UND 250 EURO SPAREN
Zum Jahreswechsel senken viele Stromversorger den Preis für den sogenannten Grundtarif. Das ist aber eigentlich keine gute Nachricht für Sie, wenn Sie noch im Grundtarif sind. Denn dann zahlen Sie grundsätzlich viel zu viel für Ihren Strom.

Der Anbieter-Wechsel ist ganz einfach

Ein Wechsel aus dem Grundtarif kann noch immer mehrere Hundert Euro Ersparnis im Jahr einbringen – trotz der Preissenkungen. So spart eine vierköpfige Familie in Hamburg beispielsweise 250 Euro im Jahr, wenn sie den Grundversorger Vattenfall verlässt und zum derzeit günstigsten empfehlenswerten Tarif "Grünstrom pur 12" wechselt. Der Wechsel geht ganz leicht. Machen Sie sich bitte keine Sorgen, dass Ihre Lichter ausgehen könnten. Sie bekommen genau denselben Strom, Sie zahlen nur an jemand anderen. Sie müssen Ihren Vertrag nicht einmal selbst kündigen, das erledigt der neue Stromanbieter gleich mit.

Den besten Tarif finden Sie mit Vergleichsrechnern

Um den passenden Stromtarif in Ihrer Region zu finden, empfehlen wir die Vergleichsrechner Verivox* oder Check24*. Es gibt dabei eine ganz wichtige Sache zu beachten: Damit Ihnen keine unseriösen Angebote präsentiert werden, sollten Sie die Voreinstellungen der Portale anpassen. Die Vertragsverlängerung nach der Mindestlaufzeit sollten Sie auf einen Monat begrenzen, um schnell und unkompliziert erneut wechseln zu können – zum Beispiel falls der Service nicht stimmt oder der Anbieter die Preise plötzlich erhöht.

Außerdem empfiehlt es sich, den Vergleichsrechner so einzustellen, dass der Neukundenbonus nicht in den Tarif einberechnet wird. Ansonsten könnten Lockangebote oben in der Ergebnisliste auftauchen, die durch den Bonus günstig erscheinen, ab dem zweiten Vertragsjahr aber sehr teuer werden. Achten Sie auch darauf, dass der Anbieter den Preis lange genug garantiert, zum Beispiel zwölf Monate. Worauf es beim Stromanbieterwechsel noch ankommt, lesen Sie in unserem Ratgeber.

Echten Ökostrom gibt es nur bei wenigen Anbietern

Wenn Sie die umweltfreundliche Stromerzeugung unterstützen möchten, lassen Sie sich auf Verivox* und Check24* die Ökotarife anzeigen. Sie kosten oft kaum mehr als herkömmlich erzeugte Elektrizität. Achten Sie dabei auf Qualitätssiegel wie das Grüner-Strom-Label oder das Zeichen von Ok-Power. Die Siegel stellen sicher, dass die Anbieter den Bau zusätzlicher Kraftwerke für erneuerbare Energien vorantreiben.

Noch weiter gehen reine Ökostromanbieter, von denen es in Deutschland kaum mehr als eine Handvoll gibt. Sie engagieren sich für eine atom- und kohlefreie Stromerzeugung. Empfehlenswerte Versorger sind zum Beispiel die Elektrizitätswerke Schönau und das Münchner Unternehmen Polarstern*. Welche Anbieter wir noch empfehlen und wie viel der grüne Strom kostet, erfahren Sie hier.

WEITERE TIPPS DER REDAKTION:
Verlangt Ihr Reiseveranstalter als Anzahlung mehr als 20 Prozent des Gesamtpreises direkt nach Rechnungserhalt, ist das in der Regel zu viel. Zahlen Sie den überhöhten Betrag nicht, sondern weisen Sie ihn auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom Dezember 2014 hin. Den vollen Preis darf er außerdem erst frühestens 30 Tage vor Abreise fordern. mehr...
Wer in einer großen Stadt wohnt und nicht täglich ein Auto braucht, ist mit Carsharing gut beraten. Sogenannte Free-Floating-Autos von car2go und Drivenow* bieten sich für spontane Fahrten und kurze Strecken an. Für Hin- und Rückfahrten mit Aufenthaltszeit eignen sich stationsgebundene Carsharing-Anbieter wie Citeecar*. Die meisten Stationen in Deutschland bietet Flinkster. mehr...

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GESCHENKE VOM CHEF VERSTEUERN
Geschenke vom Chef sind nur steuerfrei, solange der Kaufpreis inklusive Mehrwertsteuer unterhalb einer Grenze von 40 Euro bleibt. Ansonsten müssen Mitarbeiter sie komplett als Arbeitslohn versteuern. Achtung: Ab 2015 wird die Freigrenze angehoben. Arbeitnehmer müssen dann erst Aufmerksamkeiten versteuern, die einen Wert von 60 Euro übersteigen. Geldgeschenke sind immer steuerpflichtig. mehr...
Bei Beamten ist die Sache klar: Sie dürfen sich privat krankenversichern. Aber auch Angestellte können in die Private, wenn sie mehr als 54.900 Euro (ab 2015) im Jahr verdienen. Das sollten Sie jedoch gründlich abwägen. Voraussetzung unter anderem: Sie sind jünger als 40, weitgehend gesund und haben monatlich genug für hohe Beiträge übrig. mehr...
Eigentlich ist ein Fondsparplan ein ordentliches Produkt. Doch viele Bankberater reden ihren Kunden ein, es handele sich dabei um eine überlegene Anlagestrategie, mit der man grundsätzlich besser fährt. Der sogenannte "Durchschnittskosten-Effekt", von dem viele Berater Ihnen vorschwärmen, ist aber nur vorteilhaft bei bestimmten Kursverläufen. Lassen Sie sich also nichts vormachen. mehr...
DIE BESTEN RATGEBER AUF FINANZTIP

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EMPFOHLENE ANBIETER AUF FINANZTIP

Tagesgeld-Angebote   Zum Ratgeber
Moneyou* Cosmos Direkt Rabodirect
1,05 % pro Jahr 1,05 % pro Jahr 1,01 % pro Jahr
Angebote für Neukunden
ING-Diba* Consorsbank*
1,25 % pro Jahr
(für 4 Monate)
1,2 % pro Jahr
(für 12 Monate)
Festgeld-Angebote   Zum Ratgeber
bis 6 Monate bis 12 Monate bis 24 Monate bis 36 Monate
CA Consumer Finance* 1,40 % pro Jahr 1,60 % pro Jahr 1,86 % pro Jahr
Creditplus Bank* 1,10 % pro Jahr 1,35 % pro Jahr 1,50 % pro Jahr
Moneyou* 1,15 % pro Jahr 1,25 % pro Jahr
Baufinanzierung   Zum Ratgeber
Interhyp* Dr. Klein*
Ratenkredit   Zum Ratgeber
Check24* Smava*
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