Ausgabe 04/2015 vom 23. Januar 2015

Liebe Leserinnen und Leser,


Die Top 10 der Woche:

brrrrr. Anfang der Woche hat die Wetterfee im Fernsehen das erste Mal minus 15 Grad für eine Nacht versprochen. Der Winter ist also endlich da. Zeit, übers Sparen beim Heizen nicht nur nachzudenken, sondern zu handeln. Heizkosten machen Dreiviertel aller Energiekosten im normalen Haushalt aus.

Das Sparen geht in diesem Jahr ganz ohne Stirnrunzeln. Die Rechnung können Sie nämlich deutlich reduzieren – und das ohne Komfortverlust.

Tarifwechsel macht Gas günstiger

Wichtigste Maßnahme: Prüfen Sie Ihren Anbieter. Beim Wechsel des Gasanbieters zum Beispiel sind schnell einige Hundert Euro im Jahr drin. Die besten Angebote für Ihre Stadt finden Sie auf den Vergleichsportalen Verivox* und Check24*, indem Sie die Voreinstellungen nach unseren Empfehlungen anpassen. Bei mir blieben so nur solide 11 von fast 300 Angeboten übrig, die Ersparnis lag trotzdem bei 250 Euro.

TIPP: Nutzen Sie unseren Ratgeber, um die Voreinstellungen verbraucher-freundlich zu machen.  Zum Ratgeber 
300 Euro beim Heizöl sparen

Familien, die mit Öl heizen, können mit Webportalen wie Esyoil oder Heizoel24* den Preis senken. Der Unterschied beim Ölpreis vor Ort beträgt oft bis zu 10 Cent pro Liter. Füllen Sie 3.000 Liter in den Tank, macht der Preisunterschied zwischen einem preiswerten und einem teuren Heizölhändler für diese Menge 300 Euro aus.

Der fallende Ölpreis wird vielleicht ein zusätzliches Lächeln auf Ihr Gesicht zaubern. Je nach Größe der Bestellung zahlen Sie derzeit nur 55 Cent je Liter oder weniger. Wenn Sie jetzt 30 Cent pro Liter weniger zahlen, bringt das rund 900 Euro Ersparnis im Vergleich zum letzten Auftrag für den Heizölhändler.

TIPP: Bestellen Sie gemeinsam mit Ihren Nachbarn, das belohnen viele Händler gerade auf dem Land mit Preisabschlägen.  Zum Ratgeber 
Heizkosten in der Mietwohnung senken

Auch wer sich nicht selbst um Gas oder Öl kümmern muss, etwa weil er in einer Mietwohnung mit Zentralheizung lebt, kann beim Heizen sparen. Denn mit einigen Tricks lässt sich der Energieverbrauch in der Wohnung deutlich reduzieren – ohne Verlust an Behaglichkeit. Tauschen Sie beispielsweise alte Thermostate gegen elektronische aus. Gute, programmierbare Modelle kosten weniger als 25 Euro und machen sich schnell bezahlt.

Wenn Sie etwa das Thermostat im Wohnzimmer so programmieren, dass es eine Stunde vor Ihrer Rückkehr von der Arbeit die Temperatur hochregelt, kommen Sie in eine gut geheizte Wohnung zurück. In Ihrer Abwesenheit sparen Sie Heizkosten – bis zu 10 Prozent Ersparnis bringt der Einsatz in der ganzen Wohnung.

TIPP: Auch unterschiedliche Temperaturen für verschiedene Wohnräume und Stoßlüften statt Kipplüften senken die Kosten.  Zum Ratgeber 
Bei Nachtspeicherheizung Stromanbieter wechseln

Wenn Sie noch eine alte Nachtspeicherheizung haben, geht das ganz schön ins Geld. Aber auch für diese großen Stromverbräuche gibt es inzwischen oft preiswertere Alternativen zum örtlichen Versorger. Der Wechsel ist unkompliziert und lässt sich bequem online abwickeln.

TIPP: Die Strom-Vergleichsportale Verivox* und Check24* zeigen den Weg zum günstigsten Anbieter.  Zum Ratgeber 
Nebenkosten fallen niedriger aus

Mieter, die an einer Zentralheizung hängen, können damit rechnen, dass für 2014 die Nebenkostenabrechnung bei Heizung und Warmwasser niedriger ausfällt. Denn dabei ergänzen sich zwei Trends: Zum einen war 2014 ein warmes Jahr, es musste weniger geheizt werden. Zum anderen ist der Preis von Gas und Heizöl gefallen. Abrechnungen für 2014 müssen zwar erst bis spätestens Ende 2015 fertig sein, aber viele Vermieter und Hausverwaltungen sind deutlich schneller. Vermieter können 50 oder 70 Prozent der Heizkosten verbrauchsabhängig abrechnen. Für energiebewusste Haushalte ist die 70-Prozent-Abrechnung günstiger. Reden Sie mit Ihrem Vermieter.

TIPP: Fehlt der tatsächliche Verbrauch in der Abrechnung, dürfen Mieter die Heiz- und Warmwasserkosten um 15 Prozent kürzen.  Zum Ratgeber 
Herzlichen Gruß, Ihr



P.S.: Diesen Donnerstag hat die Europäische Zentralbank wichtige Entscheidungen für die Entwicklung der Zinsen getroffen. Wie sich das auf Verbraucher auswirkt, lesen Sie im Anschluss. Ab der kommenden Woche finden Sie auf der Homepage von Finanztip in unserem neuen Kapitel Geldanlage die wichtigsten Tipps für Sparer und Anleger – und natürlich im kommenden Newsletter.

IM FOKUS:
WAS BEDEUTET DER EZB-ANLEIHEKAUF FÜR VERBRAUCHER?
Mario Draghi hat gesprochen. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) verkündete gestern, dass die EZB ein massives Aufkaufprogramm von Staatsanleihen und anderen Anleihen auflegt. Die EZB will die Märkte mit Geld fluten, um so die Kreditvergabe in der Eurozone anzukurbeln und das Wirtschaftswachstum zu fördern. Die Inflation soll in die Nähe der offiziellen Richtmarke von knapp unter 2 Prozent pro Jahr gebracht werden – derzeit beträgt sie in der Eurozone nur minus 0,2 Prozent pro Jahr. Die Höhe des Ankaufprogramms soll bei 60 Milliarden Euro pro Monat liegen.

Die EZB hat sich mit dieser Maßnahme wohl die amerikanische Notenbank Fed zum Vorbild genommen, die mit einem ähnlichen Ankaufprogramm von Staatsanleihen Ende 2010 bis Ende 2013 die amerikanische Konjunktur und die Aktienmärkte kräftig belebt hat. Der US-Leitindex S&P 500 stieg in der Zeit um durchschnittlich 17,4 Prozent pro Jahr an. Die Arbeitslosenquote sank zugleich von 9,8 Prozent auf 6,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote in der Eurozone liegt derzeit bei 11,5 Prozent.

Für europäische Aktien dürfte die EZB-Entscheidung also ein positives Umfeld bereiten. Ob sich eine derartige Kursexplosion hierzulande wiederholen kann, wird letztlich davon abhängen, inwieweit das Wirtschaftswachstum zurückkehrt. Am einfachsten können Verbraucher in Aktien mit breit gestreuten Indexfonds auf einen europäischen Index wie den Euro Stoxx 50 investieren. Das ist die preiswerteste Möglichkeit, solide in Aktien anzulegen. Günstige Wertpapierdepotbanken im Internet sind die Aktionärsbank* und Flatex*.

Ähnlich stellt sich die Lage an den Anleihemärkten dar. Durch den direkten EZB-Eingriff in diese Märkte wird das langfristige Zinsniveau wohl auf einem sehr niedrigen Niveau verharren oder gar weiter sinken. Das freut vor allem diejenigen, die sich über eine Baufinanzierung Gedanken machen. Sie können sich Zeit nehmen, in Ruhe ein geeignetes Objekt aussuchen und Ihre Baufinanzierung optimieren. Heute zahlen Sie für 100.000 Euro Darlehen 1.500 Euro Zinsen im Jahr, 2009 waren es bis zu 5.000 Euro. Bei der Suche nach dem günstigsten Anbieter helfen professionelle Vermittler wie Dr. Klein* und Interhyp*.

Aber auch, wenn das Traumhaus nun in greifbare Nähe zu rücken scheint, gibt es einige Punkte, die Sie auf jeden Fall beachten sollten, wenn Sie in Zeiten von Rekordniedrigzinsen einen Immobilienkredit aufnehmen. Dazu gehören vor allem eine lange Zinsbindung von 15 Jahren oder länger und eine Tilgungsrate von 2,5 Prozent oder höher.

Wer schon vor längerer Zeit ein Darlehen aufgenommen hat und sich jetzt über seine schlechten Konditionen ärgert, sollte versuchen, auf einen preiswerteren Kredit umzuschulden. Viele Verträge enthalten eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung. Eine Kündigung und ein preiswerterer Neuvertrag bringen oft fünfstellige Zinsersparnisse.

WEITERE TIPPS DER REDAKTION:
Die Zinsen beim Tagesgeld erscheinen aktuell recht niedrig. Aber die Inflationsrate haben sie 2014 mehr als ausgeglichen: Diese lag nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2014 bei nur 0,2 Prozent. Bleibt sie so niedrig, lohnt sich weiterhin ein Tagesgeld-Konto: Bei der ING-Diba* und der Wüstenrot Bank* etwa bekommen Sie als Neukunde derzeit 1,25 Prozent für vier Monate. Dauerhaft gut sind Moneyou* und Cosmosdirekt mit 1,05 Prozent pro Jahr. mehr...
Eine Anti-Viren-Software auf Ihrem PC schützt Sie davor, dass Kriminelle Sie zum Beispiel beim Online-Banking oder beim Einkauf im Netz ausspähen. Für die meisten Virenscanner verlangen die Hersteller Abo-Gebühren, die 30 Euro und mehr pro Jahr betragen können. Aber es gibt auch gute kostenlose Programme. Dazu gehören Avira Free Antivirus*, Avast Free Antivirus, AVG Antivirus Free oder Microsoft Security Essentials. mehr...

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WINTERDIENST VON DER STEUER ABSETZEN
Bei Eis und Schnee müssen Immobilienbesitzer und manchmal laut Mietvertrag auch die Mieter selbst dafür sorgen, dass vor dem Haus niemand ausrutscht. Wer einen Winterdienst beauftragt, kann die Kosten teilweise als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen. 400 Euro Lohnkosten bringen 80 Euro Steuerersparnis. Auch Mieter können diesen Posten aus der Nebenkostenabrechnung in ihrer Steuererklärung angeben. mehr...
Hochwertiger Zahnersatz kann ganz schön ins Geld gehen, weil die gesetzliche Krankenkasse nur die sogenannte Regelversorgung zahlt. Eine Zahnzusatzversicherung ist daher nützlich, um das 3.000-Euro-Implantat zu finanzieren. Sie sollten diese allerdings schon drei bis fünf Jahre vorher abschließen, bevor klar ist, dass Sie eine teure Behandlung brauchen – sonst kommt auch die Zusatzversicherung nicht auf. mehr...
Egal, ob es um Ihre Scheidung geht oder Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber wegen einer Abmahnung streiten: Es gibt Situationen, in denen Sie einen Anwalt brauchen. Lassen Sie sich am besten von einem Juristen vertreten, der sich „Fachanwalt“ nennen darf. Er ist Experte für ein spezielles Rechtsgebiet, etwa Familien- oder Arbeitsrecht. Ein Erstgespräch darf maximal 190 Euro plus Mehrwertsteuer kosten. mehr...
DIE BESTEN RATGEBER AUF FINANZTIP

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EMPFOHLENE ANLAGEN AUF FINANZTIP

Tagesgeld-Angebote   Zum Ratgeber
Moneyou* Cosmosdirekt Rabodirect
1,05 % pro Jahr 1,05 % pro Jahr 1,01 % pro Jahr
Angebote für Neukunden
ING-Diba* Wüstenrot Bank* Consorsbank*
1,25 % pro Jahr
(für 4 Monate)
1,25 % pro Jahr
(für 4 Monate)
1,2 % pro Jahr
(für 12 Monate)
Festgeld-Angebote   Zum Ratgeber
bis 6 Monate bis 12 Monate bis 24 Monate bis 36 Monate
CA Consumer Finance* 1,40 % pro Jahr 1,60 % pro Jahr 1,86 % pro Jahr
Creditplus Bank* 1,10 % pro Jahr 1,35 % pro Jahr 1,50 % pro Jahr
Moneyou* 1,15 % pro Jahr 1,25 % pro Jahr
EMPFOHLENE KONTEN AUF FINANZTIP

Girokonten   Zum Ratgeber
Consorsbank* Deutsche Kreditbank (DKB)* DAB Bank*
Wertpapierdepots   Zum Ratgeber
Aktionärsbank* Flatex* DAB Bank*
EMPFOHLENE KREDITVERGLEICHE AUF FINANZTIP

Baufinanzierung   Zum Ratgeber
Interhyp* Dr. Klein*
Ratenkredite   Zum Ratgeber
Check24* Smava* Vergleich.de*
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