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Ausgabe 08/2015 vom 20. Februar 2015

Liebe Leserinnen und Leser,


Die Top 10 der Woche:


wenn Sie zu den fleißigen Steuerzahlern im Land gehören, ist Ihre Zeit jetzt gekommen. Mit ein paar Stunden Arbeit, die Sie an einem Wochenende ins Ausfüllen Ihrer Steuererklärung stecken, können Sie im Schnitt 800 Euro von der Finanzverwaltung zurückholen. Sie holen sich dabei sozusagen den zinslosen Kredit zurück, den Sie dem Staat gegeben haben, indem Sie 2014 zu viel Steuern gezahlt haben. Also besser jetzt als später.

Die Zahl 800 Euro stammt vom Bund der Steuerzahler. Manche Lohnsteuerhilfevereine sagen sogar, dass es bei ihren Mitgliedern inzwischen weit mehr als 1.000 Euro sind, die Jahr für Jahr vom Staat zurückfließen.

Nutzen Sie eine Steuersoftware

Wie aufwendig ist die Steuererklärung eigentlich? Unsere Antwort: Sie macht schon Arbeit, aber nicht allzu viel. Wer sich einigermaßen auskennt, kann seine Steuererklärung heute mit der vom Staat kostenlos bereitgestellten Elster-Software selbst erledigen.

Steuerunkundige wie einfache Steuerbürger können für 10 bis 15 Euro eine Steuersoftware wie Quicksteuer*, Steuereasy oder tax kaufen und damit die Steuererklärung für 2014 erledigen. Arbeitnehmer mit Nebenjob, kleine Selbstständige, Vermieter von Eigentumswohnungen und Arbeitnehmer mit doppelter Haushaltsführung sollten sich dafür ein teureres Programm wie Steuersparerklärung, Taxman* oder Wiso Steuer-Sparbuch ab 30 Euro zulegen. Apple-Nutzer können in Deutschland leider nur teure Varianten kaufen.

TIPP: Achten Sie darauf, dass es beim Programm schon heißt „Steuersoftware 2015“, sonst kaufen Sie ein altes Programm.   Zum Ratgeber 

Holen Sie sich Hilfe vom Profi

Wer keine Lust hat, die Arbeit selbst zu machen, kann als Arbeitnehmer, Azubi, Beamter, Rentner oder Student seine im Schuhkarton gesammelten Unterlagen wie Zuzahlungsbelege für Medikamente, Spendenbescheinigungen und gezahlte Versicherungsbeiträge zum Lohnsteuerhilfeverein tragen. Die Mitgliedschaft kostet je nach Einkommen von unter 50 bis rund 300 Euro, Ausfüllen der Steuererklärung inbegriffen. Oder Sie gehen mit Ihrem etwas komplizierteren Steuerfall und zwei Kartons Unterlagen zum Steuerberater.

TIPP: Beruflich veranlasste Kosten für Steuerberatung oder Lohnsteuerhilfeverein können Sie in der nächsten Steuererklärung geltend machen.   Zum Ratgeber 
Sechs Ratschläge für die Steuer-Rückerstattung

Mit den folgenden Tipps können Sie in der Steuererklärung für 2014 viel herausholen:

• Wer geheiratet hat, kann das Ehegattensplitting nutzen. Das bringt etliche Tausend Euro im Jahr. Alleinverdiener-Paare mit hohem Einkommen sparen mehr als 10.000 Euro.

• Wenn Sie mehr als 1.000 Euro für den Weg zur Arbeit und andere Arbeitskosten ausgegeben haben, können Sie mit jedem weiteren Euro für den Job viel Steuern sparen. Jeder Bleistift zählt dann. Der Fachbegriff heißt Werbungskosten. Ein Arbeitsweg von 15 Kilometern an 228 Arbeitstagen reicht allein schon aus, um mehr als 1.000 Euro Werbungkosten zu haben.

• Wer Haushaltshilfen beschäftigt hat, kann ein Fünftel der Kosten direkt von der zu zahlenden Steuer abziehen. Bis zu 4.000 Euro sind möglich. Voraussetzung: Für die Kosten gibt es eine entsprechende Rechnung, und sie wurden überwiesen.

• Wenn Sie Kinder unter 14 Jahre betreuen lassen, können Sie zwei Drittel der Kosten bis zu 4.000 Euro als Sonderausgaben vom zu versteuernden Einkommen absetzen: Kita-Gebühren, Tagesmutter, Babysitter, Hausaufgabenbetreuung und Ähnliches zählen mit.

• Falls Sie nach dem 1. März 2014 umgezogen sind, können Sie als Ehepaar genau 1.429 Euro Umzugskosten pauschal von Ihrem zu versteuernden Einkommen abziehen. Weitere Ausgaben können Sie zusätzlich geltend machen, Sie müssen sie aber belegen können.

Viel Erfolg beim Geldzurückholen!

Übrigens, wenn Sie wie ich gerade dabei sind, günstige Bahntickets für Ostern zu buchen und sich Sorgen wegen des angedrohten Lokführerstreiks machen: Bei uns lesen Sie auch, wie Sie beim Streik trotzdem ankommen.  Zum Ratgeber 
Herzlichen Gruß, Ihr




P.S.: Im vergangenen Newsletter haben wir für das Bausparen als Kapitalanlage die Bausparkasse Mainz empfohlen. Das ist völlig richtig. Nicht richtig war hingegen die Rendite, die wir für einen Sieben-Jahres-Vertrag ausgerechnet haben. Sie beträgt 2,21 Prozent, nicht 2,88 Prozent wie angegeben. Wir entschuldigen uns für diesen Fehler.

IM FOKUS:
INDEXFONDS MISCHEN STATT MISCHFONDS KAUFEN
Wer 2010 einen Mischfonds kaufte, konnte sich über ansehnliche Renditen freuen. Gute Mischfonds schafften seitdem deutlich mehr als 6 Prozent Rendite pro Jahr. Gleichzeitig waren die Wertschwankungen gering.

Besonders hoch fielen die Wertzuwächse in den vergangenen drei Jahren aus. Das gab den Banken Rückenwind beim Verkauf und lockte immer mehr Anleger in diese Fonds-Kategorie, wie die Jahresstatistik des Fondsverbandes BVI zeigt. Danach flossen fast 23 Milliarden Euro in Mischfonds, die sowohl in Anleihen als auch in Aktien investieren. Aus Aktienfonds zogen Anleger dagegen rund 10 Milliarden Euro ab.

Banken preisen Mischfonds gerne als Anlage an, die Sicherheit verspricht und dennoch gute Rendite-Aussichten bietet. Das war in der Vergangenheit auch grundsätzlich richtig. Doch die guten Ergebnisse der zurückliegenden Jahre lassen sich nicht in die Zukunft fortschreiben. Wir raten deshalb aktuell von Mischfonds ab.

Kaufen Sie lieber keine Mischfonds

Ein Grund sind die schlechten Ertragsaussichten von Anleihen, die diese Fonds enthalten. Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, deren Renditen sich auf historischen Tiefständen bewegen. Modellrechnungen von Finanztip zeigen, dass Anleihen in den kommenden Jahren kaum etwas abwerfen werden, unabhängig davon, wie sich die Zinsen entwickeln.

Das schmälert die Gewinnaussichten von Mischfonds deutlich. Hinzu kommt: Die meisten Mischfonds-Manager sind ihr Geld nicht wert. Sie verlangen im Schnitt 1,5 Prozent der Anlagesumme pro Jahr für die Verwaltung, schneiden aber schlechter ab als der Index.

Bauen Sie Ihren eigenen Mischfonds zusammen

Anleger fahren auch deshalb in den nächsten Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit besser, wenn sie sich eine eigene Mischung aus sicherem Festgeld und einem kostengünstigen Aktien-Indexfonds auf den Weltaktienindex MSCI World zusammenstellen. Eine Liste geeigneter Indexfonds finden Sie in unserem Ratgeber.

Der Fondskauf lässt sich am günstigsten über eine Onlinebank abwickeln. Das ist gar nicht so schwierig, wenn Sie unserer Kaufanleitung folgen.

Wir empfehlen Ihnen als besonders preiswerte Depotbanken für Ihre Wertpapiere die Aktionärsbank* und Flatex*. Je nach Situation bieten sich auch die DAB Bank*, Maxblue* oder die Postbank an. Spezielle Aktionen für Neukunden hat Comdirect* beim Handel von ETFs, die DAB Bank* ist besonders günstig im ersten Jahr, und die Consorsbank* bietet hohe Zinsen aufs Tagesgeld, wenn Sie Ihr Depot von einer anderen Bank dorthin übertragen.

Unser Rat: Handeln Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt

Und noch ein Tipp: Geben Sie Ihre Order für den Kauf eines MSCI-World-Indexfonds zwischen 15:30 und 17:00 Uhr auf. In dieser Zeit sind die Leitbörsen in New York und Frankfurt geöffnet. So stellen Sie sicher, einen vernünftigen Marktpreis zu bekommen. Im späteren Abendhandel, wenn nur noch wenige Käufer und Verkäufer auf dem Markt sind, können die Preise dagegen deutlich höher sein.

WEITERE TIPPS DER REDAKTION:
Wenn Sie neue Reifen für Ihr Auto brauchen, vergleichen Sie die Preise am besten online bei Plattformen wie reifen.com*, tirendo.de* oder reifendirekt.de*. Dort finden Sie viele gängige Markenhersteller sowie Montagepartner in Ihrer Nähe. Der Online-Kauf ist meist günstiger als beim Händler vor Ort. Oder Sie nutzen den Internet-Preis als Basis für das Gespräch mit Ihrem lokalen Anbieter. mehr...

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Die Krankenversicherung der Rentner (KVdR) ist ein vorteilhafter Status für gesetzlich Krankenversicherte. Wer in der KVdR ist, muss keine Krankenversicherungsbeiträge auf private Einnahmen wie Zinsen oder Mieteinnahmen zahlen. Wenn Sie überlegen, aus der privaten zurück in die gesetzliche Kasse zu wechseln: Achten Sie darauf, dass Sie vor der Rente noch lang genug gesetzlich versichert sind, um später von der KVdR profitieren zu können. mehr...
Laut dem Ostdeutschen Sparkassenverband liegen auf Spar-, Tages- und Festgeldkonten der Kunden rund 84 Milliarden Euro. Große Institute wie die Mittelbrandenburgische Sparkasse zahlen 0,4 Prozent Zinsen auf solche Anlagen. Die sicheren, von Finanztip empfohlenen, langfristigen Spitzenangebote bringen mehr: Moneyou* und Cosmosdirekt derzeit 1,05 Prozent für Bestandskunden, Rabodirect* 1,01. Ostdeutsche Sparkassenkunden verzichten also aktuell auf rund 500 Millionen Euro Zinsen. mehr...
Manchmal gibt es gute Gründe, Kollegen zu beschenken. An den Kosten lässt sich der Fiskus beteiligen. Wer etwa als leitender Angestellter seinen Mitarbeitern als Anerkennung für besondere Leistungen und Erfolge etwas schenkt, kann das in Anlage N in seiner Steuererklärung als Werbungskosten eintragen. Denn laut Gesetz sind das Ausgaben, die entstehen, um die eigenen Einnahmen zu sichern und zu erhalten. mehr...
Telefonate aus dem Festnetz ins Ausland gehen häufig richtig ins Geld. Günstiger wird es, wenn Sie eine Sparvorwahl (Call-by-Call) nehmen, die Sie auf billiger-telefonieren.de heraussuchen können. Um die Nummern zu nutzen, müssen Sie allerdings Kunde der Deutschen Telekom* sein. Sind Sie das nicht, empfehlen sich unter anderem sogenannte Callthrough-Nummern, die Sie ebenfalls auf billiger-telefonieren.de finden. mehr...
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