Ausgabe 15/2015 vom 10. April 2015
Konto Anlegen Kredit Bauen Versicherung Energie Medien Auto Reise Recht Steuern

Liebe Leserinnen und Leser,


Die Top 10 der Woche:

manch neuer Kleinwagen ähnelt einem verspäteten Osterei. Je kleiner die Autos, desto runder und bunter sind sie. Weil die Preise zudem sehr niedrig erscheinen, fragen sich Kunden jedes Frühjahr wieder, ob es nicht doch sinnvoll wäre, sich dieses Mal einen Neuwagen zu gönnen.

Früher galt das neue Auto als Statussymbol, aber wirtschaftlich als Unfug. Ein neues Auto kaufte man zum Angeben. An betriebswirtschaftlichen Lehrstühlen in Berlin galt der Kauf eines Neuwagens sogar als Todsünde, die den Täter beruflich disqualifizierte.

Mit dem ersten Anlassen wird aus einem Neuwagen schließlich ein Gebrauchter, der ein Viertel weniger wert ist. Bei 24.000 Euro Neuwert hat man mit einmal Schlüssel-Drehen also 6.000 Euro vernichtet.

Neuwagenkauf kann sich lohnen


Doch die Zeiten haben sich geändert. Ein Neuwagen lohnt sich inzwischen manchmal. Das liegt zum einen daran, dass die Autoindustrie seit der Finanzkrise 2008 in Europa ganz schön unter Druck steht. Hohe Nachlässe auf die Listenpreise von A wie Audi bis V wie Volvo sind nun gang und gäbe.

TIPP: Mehr als 10 Prozent Rabatt sind heute sogar beim Autohändler an der Ecke drin.

Zum zweiten gibt es inzwischen eine Reihe von Neuwagenvermittlern, die wie die Hersteller Autos ganz nach Wunsch mit Sport-Lenkrad, Ledersitzen und extra-großem Getränkehalter für den XXL-Coffee to go liefern. Und die trotzdem hohe Rabatte auf den Listenpreis geben. Gut 5.000 Euro Preisnachlass oder 16 Prozent haben wir beim Audi A4 als 1,8-Liter-Benziner auf den einschlägigen Portalen entdeckt. Beim Bestseller VW Golf in der 1,2-Liter-TSI-Variante waren 23 Prozent Nachlass drin, bei einem Ford Focus sogar 24 Prozent.

TIPP: Unser Vergleich von Online-Portalen ergab, dass apl.de bei vielen Marken besonders günstige Preise bietet.  Zum Ratgeber  

Die Autovermittler carneoo.de und meinauto.de* waren zwar nicht so häufig die billigsten, aber im Durchschnitt unserer Testanfragen ähnlich günstig wie apl.de – im Schnitt lagen die Rabatte bei den Dreien nah beieinander bei 16,5 bis 16,7 Prozent. Wir empfehlen Ihnen daher, sich auf allen drei Websites umzuschauen.

Nicht alle Marken sind auf allen Portalen zu finden. Mercedes, Smart oder Ford-Modelle etwa gab es bei apl.de nicht, obwohl wir nur nach gängigen Modellen gefahndet haben. Auch carneoo.de führte keinen Smart. Bei meinauto.de fanden wir dagegen alle Testfahrzeuge.

TIPP: Nicht nur Autos sind im Internet preiswert zu haben, sondern auch Autokredite bekommen Sie online günstig.  Zum Ratgeber  

Anbieter wie die ING-Diba bieten Autokredite für 3,33 Prozent effektiv pro Jahr an und erreichen damit fast die Kreditkonditionen der Autobanken. Aber anders als der Kredit einer Autobank von VW, Opel, Ford oder BMW, den ein Vertragshändler vermittelt, ist das Kreditangebot einer normalen Bank nicht an die Händlerpreise gebunden. Welche Variante günstiger für Sie ist, können Sie mit unserem Autokredit-Rechner ermitteln.

Wenn Sie den Kredit selbst bei einer Bank aufnehmen, sind Sie für den Händler praktisch ein Barzahler – und damit automatisch in einer viel besseren Verhandlungsposition. Sie können in der Regel einige Prozentpunkte an Rabatt mehr herausschlagen. Vergleichsportale wie Smava* und Check24* helfen bei der Suche nach einem geeigneten Kredit.

Die passende Versicherung zum Neuwagen

Dringend berücksichtigen sollte man beim Kauf eines Neuwagens auch die Autoversicherung. Bei der Versicherung neuer Fahrzeuge gibt es tatsächlich erhebliche Qualitätsunterschiede. Der eine Versicherer bezahlt sechs Monate den Neupreis, wenn man mit dem Wagen einen großen Unfall hat. Der andere zahlt den Neupreis auch noch nach 23 Monaten.

Solche Leistungsunterschiede machen sich natürlich auch im Preis bemerkbar. Die preiswertesten leistungsstarken Vollkaskoversicherungen für Ihren Neuwagen finden Sie, wenn Sie sowohl das Portal Verivox* als auch das Portal Check24* für einen Vergleich nutzen.

TIPP: Als Fahranfänger lohnt es sich oft, ein günstiges Komplettangebot des Autohauses für die Vollkaskoversicherung einzugehen.  Zum Ratgeber 

Denn junge Fahrer haben naturgemäß keinen hohen Schadenfreiheitsrabatt. Langjährige Autofahrer dagegen finden mit der Suche auf den Portalen meistens einen günstigeren Versicherer. Achten Sie aber darauf, dass Sie die integrierten Werbeangebote auf den Portalen von den wirklich besten Tarifen unterscheiden.

Herzlichen Gruß, Ihr

Hermann-Josef Tenhagen

P.S.: Mit einem Super-Internet-Angebot in der Tasche können Sie natürlich auch noch mal zum örtlichen Händler gehen und feilschen. Oft sind auch vor Ort ordentliche Preisnachlässe drin – und noch ein Satz Winterreifen oben drauf.
IM FOKUS:

DAMIT EIN RECHTSSTREIT SIE NICHT RUINIERT

Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Stiefel. Falls der Vermieter oder der Chef ihnen kündigt, wären die meisten sicher froh über die Unterstützung durch einen Rechtsanwalt. Doch viele scheuen die Kosten. Tatsächlich kostet ein typischer Prozess wegen einer Eigenbedarfsklage laut dem Versicherungsverband GDV etwa 3.700 Euro. Eine typische Kündigungsschutzklage gegen den Arbeitgeber über zwei Instanzen schlägt mit rund 6.700 Euro zu Buche. Und richtig teuer wird es, wenn Sie einen Arzt wegen Fehlbehandlung verklagen.

Vor diesen hohen Kosten schützt eine Rechtsschutzversicherung. Doch leider gehört sie zu den kompliziertesten Versicherungen: Der Kunde muss sich vorher festlegen, für welche Fälle genau er den Rechtsschutz haben will. Und die Verträge sind voller Fallstricke und Ausschlüsse.

So viel kostet eine Rechtsschutzversicherung

Die Anbieter unterscheiden im Wesentlichen die Rechtsschutzbereiche Privat, Beruf, Verkehr, Wohnen und Vermieten. Eine gute Police für Familien, die die ersten vier dieser Bereiche abdeckt, kostet auf dem empfehlenswerten Vergleichsportal Mr-Money* etwa 200 Euro im Jahr. Angestellte im öffentlichen Dienst und Beamte bekommen meistens einen Rabatt von 10 bis 20 Prozent. Wenn Sie beispielsweise nur den Bereich Verkehr abdecken wollen, kostet Sie das bei der HUK24* maximal unschlagbare 42 Euro jährlich.

Grundsätzlich sollte die Leistung einer Police im Vordergrund stehen und nicht der Preis. Wenn Sie aber einen möglichst billigen Rechtsschutz haben wollen, der nur eine Basisabsicherung bietet, finden Sie auf Comfortplan* günstige Tarife. Basisabsicherung kann beispielsweise bedeuten, dass reine Beratung durch den Anwalt oder eine Mediation nur eingeschränkt bezahlt wird oder dass im Extremfall nur die Prozesskosten versichert sind.

Achten Sie auf mögliche Ausschlüsse und Fristen 

Machen Sie sich vor einem Abschluss klar, dass die Versicherungen viele teure Rechtsstreitigkeiten grundsätzlich nicht bezahlen: Dazu zählen vor allem der Bau oder Kauf einer Neubauimmobilie sowie Scheidungs- und Unterhaltsprozesse. Auch der Streit um Kapitalanlagen ist in vielen Verträgen nicht versichert.

Auch bei langlaufenden Verträgen wie Versicherungen oder Krediten gibt es oft Probleme. Liegt deren Beginn vor dem Abschluss der Rechtsschutzversicherung, verweigern die Versicherer im Streitfall manchmal die Zahlung.

Eine Police ist sinnvoll, aber nicht zwingend

Die Rechtsschutzversicherung zählt zu den sinnvollen, aber keineswegs zu den Muss-man-haben-Versicherungen. Überlegen Sie bei Ihrer Entscheidung über den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung auch: Würden Sie im Streitfall den zeitlichen und nervlichen Aufwand eines Prozesses auf sich nehmen?

WEITERE TIPPS DER REDAKTION:
Wer nicht täglich auf ein Auto angewiesen ist, kann sich die Ausgaben dafür oft sparen. In vielen Städten ist Carsharing eine praktische Alternative. Autos ohne feste Stationen von Car2go, Drivenow*, Multicity und Spotcar bieten sich für spontane kurze Trips an. Meistens finden Sie nur wenige Gehminuten entfernt einen Wagen. Für längere Fahrten günstiger sind stationsgebundene Fahrzeuge von Citeecar* oder Flinkster. Die Seite carsharing-vergleich.de hilft bei der Suche nach einem passenden Anbieter. mehr...
Online-Girokonten sind praktisch für alle, die ihre Bankgeschäfte gern Zuhause am PC erledigen. Bei den von uns empfohlenen Geldinstituten Consorsbank*, DKB* und DAB Bank* zahlen Sie keine Jahresgebühren und können an vielen Automaten im In- und Ausland mit der Kreditkarte kostenlos Bargeld abheben. Wer nicht ganz auf den Service einer Bankfiliale verzichten will, etwa um öfter mal Bargeld einzuzahlen, ist mit einem Online-Konto der Comdirect* gut beraten. mehr...
Viele Versicherte haben im Januar die Gelegenheit genutzt, sich eine neue Krankenkasse zu suchen. Denn etliche Kassen haben zum Jahreswechsel ihre Beiträgssätze geändert. Wenn Sie diesen Termin verpasst haben, aber schon 18 Monate Mitglied Ihrer bisherigen Kasse sind, dürfen Sie jederzeit mit zwei Monaten Kündigungsfrist wechseln. Auf dem Portal krankenkasseninfo.de* finden Sie die passende Kasse und können bis zu 445 Euro sparen. mehr...
Mit Beginn des Sommersemesters pendeln viele Studenten wieder zur Uni. Diese und andere Ausgaben für die Bildung können sie bei einem Vollzeitstudium von der Steuer absetzen. Seit vorigem Jahr dürfen Studierende ihre Fahrtkosten aber nicht mehr wie Dienstreisen mit Hin- und Rückweg veranschlagen. Nur noch die einfache Strecke lässt sich über die Entfernungspauschale mit 30 Cent je Kilometer abrechnen. Das lohnt sich trotzdem. mehr...
Europäische Aktien sind seit Jahresbeginn stark gestiegen – in Deutschland, Frankreich und Italien zum Beispiel um mehr als 20 Prozent. In der Folge sind auch die Marktbewertungen deutlich höher. Dennoch kosten europäische Aktien gemessen am Shiller-Kurs-Gewinn-Verhältnis nicht zu viel. Anfängern raten wir, nicht in einzelne Länder, sondern in breit streuende Indexfonds (ETF) zu investieren. Mit börsengehandelten ETF können Sie einfach und günstig in Aktien anlegen. mehr...
DIE BESTEN RATGEBER AUF FINANZTIP

Von unseren Lesern empfohlen Von der Redaktion empfohlen
1. Kreditgebühren zurückfordern
Aktien-Dividenden sind keine Zinsen
2. Muster für privaten Darlehensvertrag Restschuld lieber nicht versichern
3. Zurück in die gesetzliche Kasse Tipps für die Steuererklärung 2014
4. Schönheitsreparaturen im Mietvertrag Finanztip-Baufinanzierungsrechner
5. Mit Indexfonds in Aktien anlegen Verträge mit wenigen Klicks beenden

EMPFOHLENE ANLAGEN AUF FINANZTIP

Tagesgeld-Angebote   Zum Ratgeber
Moneyou* Cosmosdirekt DKB*
1,05 % pro Jahr 1,05 % pro Jahr 0,9 % pro Jahr
Angebote für Neukunden
Consorsbank* Audi Bank*
Volkswagen Bank*
1,1 % pro Jahr
(für 12 Monate)

1,1 % pro Jahr
(für 4 Monate)

1,1 % pro Jahr
(für 4 Monate)
1822direkt*

1,1 % pro Jahr
(bis 4. August 2015)


Festgeld-Angebote   Zum Ratgeber

bis 6 Monate bis 12 Monate bis 24 Monate bis 36 Monate
CA Consumer Finance*
1,2 % pro Jahr 1,31 % pro Jahr 1,5 % pro Jahr
Creditplus Bank* 1,1 % pro Jahr 1,2 % pro Jahr
1,3 % pro Jahr 1,4 % pro Jahr
Moneyou* 1,15 % pro Jahr 1,25 % pro Jahr

PBB Direkt*


1,5 % pro Jahr

EMPFOHLENE KONTEN AUF FINANZTIP

Die besten Girokonten   Zum Ratgeber
Consorsbank* Deutsche Kreditbank (DKB)* DAB Bank*
Die günstigsten Wertpapierdepots   Zum Ratgeber
Aktionärsbank Flatex* DAB Bank*
GUTE VERSICHERER ODER BERATER AUF FINANZTIP

Berufsunfähigkeitsversicherung   Zum Ratgeber
Anbieter Cosmos Direkt* Hannoversche*
Versicherungsmakler Hoesch & Partner*

Tarif der privaten Krankenkasse wechseln und sparen   Zum Ratgeber
Versicherungsberater
Minerva*
Versicherungsberater Verssulting
AKTUELLE THEMEN AUS DER COMMUNITY

Steuerberater wechseln oder Erklärung lieber selber machen?
Zur Diskussion
Wissen über den Handel mit binären Optionen
Zur Diskussion

WAS DAS * NEBEN LINKS BEDEUTET
Wenn Sie neben einem Link ein * sehen, handelt es sich dabei um einen sogenannten Affiliate-Link. Mit diesen Affiliate-Links stellen wir sicher, dass Sie unsere Inhalte kostenlos lesen können. Denn wenn Sie auf einen dieser Links klicken, kann es sein, dass Finanztip dafür eine Vergütung bekommt. Wofür genau, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden: Manchmal wird allein der Klick auf die Seite vergütet, meistens ist die Vergütung aber daran gekoppelt, dass es zu einem konkreten Angebot oder Abschluss kommt. Diese Vergütung, die Finanztip eventuell von einem Anbieter erhält, hat für Sie keine Bedeutung. Denn sie wirkt sich NICHT auf den Preis aus, den Sie beim jeweiligen Anbieter bezahlen. Und sie beeinflusst NIE unsere Empfehlung für oder gegen einen Anbieter oder ein Produkt. Denn ob ein Anbieter überhaupt ein Affiliate-Programm anbietet und wie die Vergütung aussieht, wissen unsere Experten und Redakteure nicht, wenn sie den jeweiligen Artikel oder Ratgeber erstellen. Die Affiliate-Links werden erst nach Fertigstellung des Artikels durch eine separate Abteilung gesetzt, die keinen Einfluss auf die Recherchearbeit unserer Redakteure und Experten hat. Unsere Redakteure und Experten werden auch nicht danach bezahlt, wie viel Erlös Finanztip mit den Klicks aus ihren Ratgebern oder Artikeln erzielt. Sie arbeiten also völlig unabhängig und haben nur ein Ziel: Das Beste für Sie heraussuchen. Unsere Bitte an Sie: Unterstützen Sie Finanztip, indem Sie über die jeweiligen Affiliate-Links auf die Seiten der Anbieter klicken. Nur so können wir unsere aufwendige redaktionelle Arbeit finanzieren.

Bildrechte: Finanztip, Dmitry Kalinovsky/shutterstock, helmutvogler – Fotolia.com, Ingo Bartussek  – Fotolia.com, milosducati – Fotolia.com, olly – Fotolia.com,  TSUNG-LIN WU – Fotolia.com, Zerbor – Fotolia.com


FINANZTIP FOLGEN AUF
DIREKT ZU FINANZTIP
Finanztip Startseite
Was ist Finanztip?
Unser Redaktionskodex
Finanztip in den Medien
IMPRESSUM DATENSCHUTZ JOBS