Ausgabe 20/2015 vom 15. Mai 2015
Konto Anlegen Kredit Bauen Versicherung Energie Medien Auto Reise Recht Steuern

Themen dieser Ausgabe:

Haftpflicht: Neue Verträge sichern viel besser ab
Im Fokus: Sparen beim Filial-Girokonto
Flüge günstig buchen
Mietpreisbremse in Gefahr?
Bausparvertrag gekündigt
Unseriöse Kreditvermittler
Pakete preiswert versenden

Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt diese eine Versicherung, die jeder haben muss: die private Haftpflicht. Aber auch wer schon eine abgeschlossen hat, sollte sie nochmal genau unter die Lupe nehmen. Denn welche Schäden wie gut versichert sind, unterscheidet sich von Police zu Police erheblich.

Die Haftpflicht ist eine existenzielle Versicherung, die uns davor schützt, mehr zu verlieren, als wir besitzen. Wie leicht kann es passieren, dass man unaufmerksam auf die Straße tritt, ein Radler ausweichen muss und vom Auto erfasst wird. Wenn Menschen verletzt werden, können die Haftungssummen schnell in die Zehntausende Euro gehen. Möglicherweise müssen Sie Ihr Leben lang abzahlen und kommen nie mehr über Hartz-IV-Niveau hinaus. Solche Fälle sind natürlich unwahrscheinlich. Sie passieren aber Tag für Tag.

Alte Policen sind viel schlechter als neue

In den vergangenen Jahren sind die Versicherungsbedingungen im Konkurrenzkampf der Anbieter immer besser geworden. Ein Beispiel: Sie helfen Ihren Freunden beim Umzug und lassen beim Verladen den Kühlschrank umkippen. So einen „Gefälligkeitsschaden“ schließen viele ältere Policen nicht ein, neuere schon. Auch gemietete Ferienhäuser oder verlorene Schlüssel sind manchmal versichert, manchmal nicht. Preislich sind die guten Policen kaum teurer als die schlechten. Und manchmal sind sie sogar günstiger.

TIPP: Nehmen Sie lieber eine gute Haftpflicht als eine billige. Sehr gute gibt es schon für 5 Euro im Monat.  Zum Ratgeber  


Neue Zeiten, neue Schäden

Hinzu kommen einige Probleme, die es früher nicht gab. Ihre Tochter lädt Musik aus dem Netz und wird teuer abgemahnt. Oder Sie reichen Daten an Bekannte weiter – zusammen mit einem Computervirus. Auch hier fahren Sie mit einer neuen Police womöglich besser. Einen besonderen Service bieten zum Beispiel die Haftpflichtkasse Darmstadt und die Bayerische: Haben Sie irgendwann einen Schaden, der in den AGBs nicht genannt wird, können Sie prüfen, ob es zu diesem Zeitpunkt eine andere Haftpflichtversicherung gibt, die diesen Schaden abdeckt. Dann bezahlen auch diese beiden.

TIPP: Prüfen Sie auch die Versicherungssumme Ihres alten Vertrages: Sie sollte mindestens 5 Millionen Euro betragen, besser mehr.  Zum Ratgeber  


Rechtsschutz inbegriffen

Was vielen nicht klar ist: Eine Privathaftpflicht schützt Sie auch rechtlich. Sie stellt sich zwischen Sie und den Geschädigten, wehrt unberechtigte Ansprüche ab. Das kann im Einzelfall sehr hilfreich sein, falls die Rechtslage schwierig ist: wenn zum Beispiel ein sechsjähriges Kind einmal mit der Schaufel an einem Neuwagen entlang schrammt. Dann haften die Eltern nur, falls sie die Aufsichtspflicht verletzt haben. Die Versicherung klärt solche Fälle für Sie.

TIPP: Gute Policen sichern Sie auch gegen Schäden Ihrer Kleinkinder ab, selbst wenn Sie rechtlich nicht verantwortlich sind.  Zum Ratgeber  


Falls Sie selbst den Schaden haben

Obwohl die Privathaftpflicht so wichtig ist, ist noch immer jeder siebte Haushalt nicht versichert. Das heißt auch: Sofern Sie selbst geschädigt sind, kann es passieren, dass der Verursacher Ihren Schaden gar nicht zahlen kann. Für solche Fälle lohnen sich Policen, die eine „Ausfalldeckung“ enthalten. Das heißt: Kann ein Verursacher nicht zahlen, tritt Ihre Versicherung für den Schaden ein. Klar aber ist: Damit Sie als Geschädigter Ihren Schadenersatzanspruch überhaupt geltend machen können, benötigen Sie einen eigenen Anwalt.

TIPP: Einen umfassenden Rechtsschutz finden Sie mit dem Punktesystem von Mr-Money*, eine günstige eher bei Comfortplan*.  Zum Ratgeber  


Was die Privathaftpflicht auf keinen Fall zahlt

Es gibt ein paar Dinge, gegen die sichert Sie auch die beste Haftpflicht nicht ab. Das sind zum einen Schäden, die ein eigener Hund oder ein eigenes Pferd anrichten kann. Dazu brauchen Sie eine extra Tierhalterhaftpflicht. Oder falls Sie ein Haus bauen lassen und auf Ihrer Baustelle jemand Drittes zu Schaden kommt: Dafür gibt es die spezielle Bauherrenhaftpflicht.

Unsere Empfehlung

Von diesen beiden Aspekten abgesehen, haben wir für Sie die besten Anbieter herausgesucht, die die oben genannten Fälle abdecken.

DIE BESTEN HAFTPFLICHT-POLICEN
Interrisk XXL HK Darmstadt Vario Komfort Plus Bayerische Prestige 
Singles 73 € 98 € 58 €
Familien 96 € 70 € 78 €


Dabei haben wir Tarife mit 150 Euro Selbstbeteiligung gewählt 
 was vernünftig ist  und einer Haftungssumme von 50 Millionen Euro (Interrisk/Haftpflichtkasse Darmstadt) beziehungsweise 20 Millionen (Bayerische). Die Interrisk ist in vielen Details noch einen Tick besser als die beiden anderen – und deshalb unsere Hauptempfehlung. Sie können die Policen über die Websites der Anbieter abschließen.

Anders als bei der Autohaftpflicht gibt es keine Wechselsaison bei der Privathaftpflicht: Die Laufzeit ist in der Regel zwar auch ein Jahr, der Ablauftermin ist aber oft unterjährig und nicht am 1. Januar. Falls Sie nicht drei Monate vor Ablauf kündigen, verlängert sich die Versicherung automatisch ein weiteres Jahr.

TIPP: Lassen Sie sich von Aboalarm* oder Vertragslotse* daran erinnern.  Zum Ratgeber   

Bei der privaten Haftpflicht gilt noch am ehesten der alte Spruch der Versicherungsvertreter: „Sind Sie wirklich ausreichend versichert?“


Herzlichen Gruß, Ihr

Hermann-Josef Tenhagen

IM FOKUS:

AUCH AM FILIAL-GIROKONTO KÖNNEN SIE SPAREN

Wer seine Bankgeschäfte mit einem klassischen Filialkonto erledigt, kommt schnell auf Summen von mehr als 200 Euro pro Jahr für seine Kontoführung. Bei Direktbanken entstehen dagegen fast keine Kosten.

Doch auch diejenigen, denen Onlinebanking nicht geheuer ist, können oft noch viel Geld sparen, wenn sie das Kontomodell wechseln – oder die Filialbank. Die meisten Geldinstitute bieten in ihren Zweigstellen Kontomodelle mit unterschiedlichen Preisen an. Fragen Sie einfach danach. Und wechseln Sie zum günstigsten Angebot. Das kann sich durchaus lohnen.

Finanztip hat das am Beispiel von mehreren zufällig ausgewählten, regionalen Sparkassen und Volksbanken durchgerechnet. Ein Großteil der Filialkunden in Deutschland führt ihr Girokonto bei einer dieser beiden Bankengruppen, allerdings hat jede regionale Volksbank oder Sparkasse etwas andere Kontobedingungen.

Mehr als 50 Prozent Ersparnis ohne Internet möglich

Anhand eines typischen Modellkunden haben wir die Kontomodelle verglichen. Bei der großen Hamburger Sparkasse (Haspa) zum Beispiel kommt er auf jährliche Kosten von rund 175 Euro, wenn er sich für das klassische Konto entschieden hat – eingerechnet sind Gebühren für Kontoführung, Überweisungen und diverse Abhebungen. Wechselt er zum Kontomodell „Haspajoker Smart“, zahlt er nur noch rund 116 Euro. Das ist ein Drittel weniger

Noch teurer sind die Volksbank in Paderborn und die Ostseesparkasse: Für das Konto „Individuell“ zahlt der Finanztip-Modellkunde bei der Bank in Westfalen 213 Euro im Jahr, bei der Sparkasse an der Küste 216 Euro. Steigt er auf das Modell „Pauschal“ beziehungsweise „Inklusiv“ um, sinkt der Preis auf 138 Euro und 101 Euro. Das heißt: Bei der Volksbank ist wieder eine Ersparnis von einem Drittel möglich, bei der Sparkasse sogar um die Hälfte.

Der Wechsel der Filialbank könnte weitere Ersparnis bringen: Bei den vier verglichenen überregionalen Banken zahlt unser Modellkunde nirgendwo mehr als 79 Euro. Allerdings: Einem Online-Nutzer bei der von uns empfohlenen Direktbank Consorsbank* entstehen für vergleichbare Aktivitäten gar keine, und wesentlich weniger Kosten bei der DAB Bank* oder DKB*.

Onlinebanking auch bei der Hausbank

Auch Filialbanken bieten inzwischen oft einen Zugang zum Konto übers Internet an – eine einfache Möglichkeit, ins Onlinebanking hineinzuschnuppern. In der Regel entfallen dann die Kosten für beleghafte Überweisungen und manchmal auch die Kontoführungsgebühren, was die Filialkonten teilweise um mehr als die Hälfte billiger macht. Was Sie beachten müssen, damit Ihr Computer sicher vor Kriminellen ist, haben wir in einem Ratgeber zusammengefasst. Falls Sie dann merken, dass Sie gar nicht mehr in die Filiale gehen möchten, sondern lieber vom Sofa aus Überweisungen machen, sind Sie reif für den Wechsel zur Direktbank.

WEITERE TIPPS DER REDAKTION:
Flugpreisportale wie Kayak, Skyscanner* oder Swoodoo suchen nach günstigen Flügen. Wenn es schnell gehen soll, klicken Sie in der Ergebnisliste den Link zur Airline mit dem günstigsten Preis an und buchen dort. Wenn Sie es nicht eilig haben, klicken Sie die angezeigten Flugvermittler an. Prüfen Sie, wie viel der Flug dort wirklich kostet und buchen Sie, wenn das Angebot deutlich günstiger als bei der Airline ist. mehr...
Am 1. Juni tritt die Mietpreisbremse in Kraft. Bei Neuvermietungen dürfen von da an höchstens 10 Prozent mehr verlangt werden als die ortsübliche Vergleichsmiete. Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hat diese Woche allerdings in einem noch nicht rechtskräftigen Urteil den Mietspiegel 2013 der Hauptstadt für unwirksam erklärt. Das könnte sich auf die Mietpreisbremse auswirken, weil so die Vergleichsgrundlage entfallen würde. mehr...
Die Kündigungswelle der Bausparkassen erfasst nun auch rund 50.000 Altverträge der Schwäbisch Hall. Die seit mindestens zehn Jahren zuteilungsreifen und hochverzinsten Verträge belasten heute deren Bilanz. Viele Finanztip-Leser wollen ihre Erträge behalten, und beraten in unserer Community, wie man sich am besten wehren kann. Ist die Bausparsumme nicht erreicht, können Sie Widerspruch einlegen oder den Ombudsmann einschalten. mehr...
Manche Anbieter werben damit, ohne Anfrage bei der Schufa Kredite zu vermitteln. Kunden erkennen unseriöse Vermittler zum Beispiel daran, dass sie Vorabgebühren verlangen, pauschale Auslagen in Rechnung stellen oder Lebensversicherungen verkaufen wollen. Wer von seiner Hausbank keinen Kredit bekommt, sucht besser über Portale wie Check24*, Smava* oder vergleich.de* nach anderen, seriösen Angeboten. mehr...
Vergleichen lohnt sich auch beim Paketporto. Wenn Sie Ihr Paket online bezahlen, bevor Sie es in der Filiale abgeben, verlangen DHL, DPD, GLS und Hermes weniger. Allgemein günstig sind bei kleinen Paketen DPD und GLS, bei großen Paketen DHL*. Nicht alle Paketdienste versenden Wertsachen oder versichern sie ausreichend. Verschicken Sie diese lieber als „Wertversand“, etwa mit Iloxx oder Intex. mehr...
DIE BESTEN RATGEBER AUF FINANZTIP

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