Sonder-Newsletter vom 29. Juni 2015
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Liebe Leserinnen und Leser,

heute zeigen Ihnen die Märkte, wie nervös sie sind, wenn mal etwas nicht nach Plan läuft. Am Wochenende platzten die Verhandlungen zwischen Griechenland und den anderen Eurostaaten und prompt erlebte der Dax zum Handelsstart den größten Kursrutsch seit mehr als drei Jahren. Und die Wirtschaftsnachrichten kannten nur ein Thema: Wird Griechenland diese Woche pleite gehen? Egal was passiert, entspannen Sie sich.

Mit unseren 10 Tipps kommen Sie gut durch die Krisenwochen – ganz gleich, ob Sie sich um Ihr Geld oder um Ihren Urlaub Sorgen machen. Und wenn Sie nach diesem Newsletter das Thema noch vertiefen wollen, dann schalten Sie heute Abend um 21.15 Uhr das Erste ein: Bei hart aber fair diskutiere ich mit anderen Journalisten und Politikern über die Lehren aus der griechischen Krise.

1
Bewahren Sie Ruhe
Für Sie als Sparer, Anleger, Kreditnehmer und auch als Urlauber ist diese Krise kein Grund, nervös zu werden. Griechenland ist ein schönes Urlaubsland mit liebenswerten Gastgebern, spielt aber wirtschaftlich für den Euroraum oder die EU kaum eine Rolle. Die griechische Wirtschaftsleistung macht gerade mal 1 Prozent der Wirtschaftskraft der EU aus. Die Gefahr, dass durch die Probleme in Griechenland auch andere Euro-Staaten wie Spanien oder Italien ins Schlingern geraten, ist derzeit gering.

2
Solide Zinsen bei soliden Banken
Clevere Sparer haben zwei Monatseinkommen als Tagesgeld bei einer Bank deponiert, schon um nicht in den Dispo zu rutschen, Griechenland hin oder her. Mit einer wirklich sicheren Bank schlafen Sie aber schon besser, das zeigte sich zuletzt bei der Unruhe um russische Banken in der EU. Vielleicht haben Sie zusätzlich noch größere Summen in Form von Festgeld bei einer sicheren Bank, die halbwegs ordentliche Zinsen zahlt. Mit beidem liegen Sie in unruhigen Zeiten goldrichtig. Auf mögliche Zinsen verzichten sollten Sie trotzdem nicht. Bei Moneyou* bekommen Sie gut 1 Prozent für bestehendes Tagesgeld, bei der Deutschen Bank oder der Leipziger Sparkasse gibt es davon nicht einmal ein Zehntel. Fürs dreijährige Festgeld zahlt die französische Großbank Crédit Agricole* 1,5 Prozent pro Jahr – auch hier zehnmal so viel wie einige Konkurrenten.  Zum Ratgeber

3
Kaufkurse in Sicht
Um die Rendite hoch zu halten, investieren umsichtige Sparer in Aktien-Indexfonds, sogenannte ETF. Voraussetzung ist, Sie haben zehn oder mehr Jahre Zeit für Ihr Investment. Grundsätzlich empfehlen wir einen weltweit orientierten Index. Alternativ haben wir europäische Indexfonds analysiert und die besten Angebote zusammengestellt. Für langfristig denkende Anleger bringt eine Woche wie diese möglicherweise niedrige Preise zum Einstieg und deshalb vielleicht sogar ein bisschen mehr Rendite. Wer 2011/12 nach den letzten Unruhen um Griechenland auf dem Finanzmarkt eingestiegen ist, dessen Anlage hat sich seither nahezu verdoppelt.  Zum Ratgeber

4
Frühzeitig umschichten
Wer kurzfristig denkt oder wer eingrenzen kann, wann er das Geld zum Beispiel für ein Auto braucht, sollte jetzt so viel in Bargeld umwandeln, wie er in den kommenden Monaten unbedingt benötigt. Generell empfehlen wir, langfristige Anlagen schrittweise umzuschichten. Beispielsweise können Sie bereits jetzt damit anfangen, wenn Sie in vier bis fünf Jahren in Rente gehen wollen. So stellen Sie sicher, dass sich eine kurzfristige Krise auf Ihrem Konto nicht allzu negativ bemerkbar macht. Die besten Strategien dafür haben wir in unserem Ratgeber Geldanlage beschrieben.  Zum Ratgeber

5
Keine Sorge um Ihre Lebensversicherung
Millionen Deutsche haben wesentliche Teile ihres Ersparten in Lebens- oder Rentenversicherungen. Gehören Sie auch dazu? Dann können Sie trotz der Turbulenzen in Athen und Brüssel ganz ruhig bleiben. Die Lebensversicherer investieren zwar große Summen in Staatsanleihen, aber schon lange nicht mehr in griechische. Nehmen Sie also weiter die hohen Garantiezinsen Ihrer alten Lebensversicherung mit – von 4 oder 3,25 Prozent auf das Ersparte. Falls allerdings die Krise in den kommenden Monaten auf Spanien oder Italien übergreift, sollten Sie aufmerksam werden: Hier haben Lebensversicherer viel Geld angelegt, weil die Südeuropäer traditionell mehr Zinsen zahlen als Deutschland.  Zum Ratgeber

6
Finger weg von Fremdwährungen
Viele Börsianer haben geunkt, jetzt werde der Euro noch schwächer gegenüber dem Dollar. Davon war am Montag nichts zu sehen. Die Idee, einen Teil Ihres Geldes kurzfristig in eine andere Währung umzutauschen, sollten Sie als das betrachten, was sie ist: pure Spekulation. Der Euro könnte im Gegenteil stabiler bleiben, als viele glauben.

7
Gold glänzt nicht
In Krisenzeiten ertönt oft der Ruf nach einem Investment in Gold. Außerhalb der EU wird die Krise um Griechenland aber nicht für so groß erachtet wie in unseren Nachrichten. Der Goldkurs dümpelt bei 1.200 Dollar je Feinunze. Aus chinesischer Sicht ist Griechenland zwar ein Land mit großer Tradition, allerdings mit gerade mal drei Prozent der Einwohner, die der Euroraum hat. Global gesehen wird in Griechenland eben ein kleines europäisches Problem verhandelt.  Zum Ratgeber

Kommen wir zur schönsten Zeit des Jahres: Urlaub.

1
Machen Sie Urlaub auf den griechischen Inseln
Wenn Sie Griechenland helfen wollen, treten Sie Ihren geplanten Urlaub an – oder buchen Sie schnell noch eine Reise dorthin. Selbst wenn die soziale Situation angespannt ist – als Tourist sind Sie in Griechenland sicher und willkommen. Insbesondere auf den griechischen Inseln spüren Sie von den Problemen deutlich weniger als in Athen. Von einer Reise ohne Kosten zurücktreten können Sie ohnehin nur, sofern das Auswärtige Amt eine Reisewarnung ausspricht. Damit ist nicht zu rechnen. Auch Reiseveranstalter haben nicht den geringsten Grund, eine kostenlose Stornierung anzubieten.

2
Bargeld und Karten mitnehmen
Für Ausländer gilt die Grenze von 60 Euro pro Tag nicht, bis zu der man zurzeit in Griechenland Bargeld am Automaten abheben kann. In der Praxis kann es Ihnen aber trotzdem passieren, dass der EC-Automat leer ist. Deshalb empfehlen wir Ihnen, etwas mehr Bargeld in kleinen Scheinen mitzunehmen – aber auch nicht so viel, dass ein Diebstahl ein herber Schlag wäre. Bargeld wird in Griechenland ohnehin gerne angenommen, insbesondere von Wirten. Zusätzlich sollten Sie aber auch eine EC-Karte und mindestens eine Kreditkarte mit sich führen, um in jedem Fall zahlungsfähig zu sein.  Zum Ratgeber

3
Gut krankenversichert
Egal ob Sie nach Griechenland oder in ein anderes Land reisen, eine Auslandskrankenversicherung ist sehr empfehlenswert. Angesichts der klammen Finanzlage der griechischen Krankenhäuser ist es gut, wenn es an Ihrer Zahlungsfähigkeit keinen Zweifel gibt. Die Versicherung ist günstig: Als Single müssen Sie nicht mehr als 10 Euro im Jahr ausgeben, für Ihre Familie maximal 33 Euro. Grundsätzlich empfehlen wir für Einzelpersonen und Familien mit Kindern unter 18 die Ergo Direkt (Tarif RD) und für Familien mit mindestens zwei Kindern von 18 bis 25 die Würzburger (Tarif Travelsecure AR ohne Selbstbeteiligung)*.
Zum Ratgeber

Herzlichen Gruß, Ihr

Hermann-Josef Tenhagen

P.S.: Der nächste Newsletter kommt wieder regulär am Freitag.


Die besten Empfehlungen auf Finanztip:

EMPFOHLENE ANLAGEN

Tagesgeld-Angebote   Zum Ratgeber
Moneyou* Cosmosdirekt RaboDirect*
1,05 % pro Jahr 1,05 % pro Jahr
(bis 30. Juni 2015)
0,85 % pro Jahr
PBB Direkt*

0,8 % pro Jahr

Angebote für Neukunden
Audi Bank* Volkswagen Bank*
Consorsbank*
1,1 % pro Jahr
(für 4 Monate)

1,1 % pro Jahr
(für 4 Monate)

1,0 % pro Jahr
(für 12 Monate)

Festgeld-Angebote   Zum Ratgeber

bis 6 Monate bis 12 Monate bis 24 Monate bis 36 Monate
CA Consumer Finance*
1,05 % pro Jahr 1,31 % pro Jahr 1,5 % pro Jahr
Moneyou* 1,15 % pro Jahr 1,25 % pro Jahr

PBB Direkt* 0,9 % pro Jahr 1,0 % pro Jahr 1,2 % pro Jahr 1,5 % pro Jahr
Creditplus* 1,05 % pro Jahr 1,1 % pro Jahr 1,2 % pro Jahr 1,3 % pro Jahr

EMPFOHLENE KONTEN

Die besten Girokonten   Zum Ratgeber
Consorsbank* Deutsche Kreditbank (DKB)* DAB Bank*
Die günstigsten Wertpapierdepots   Zum Ratgeber
Aktionärsbank Flatex* DAB Bank*

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