Außerdem: Vorsorge, Playstation 4 günstiger, Video: überflüssige Versicherungen, Musterklagen gegen VW und VW Bank, Preisanstieg bei Strom und Gas vermeiden -- -- -- -- --

 
 
Nr. 50 / 2018 – 14. Dezember
 
 
 
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Wie Bank und Finanzamt unserer Leserin 13.000 Euro vorenthalten wollten – und scheiterten
 
 
Rückabwicklung der Baufinanzierung: Finanztip-Leserin holt sich Kapitalertragsteuer zurück

Finanztip-Leserin Mona Bahnassawy aus Köln wollte ihre Baufinanzierung rückabwickeln . Doch ihre Bank und das Finanzamt warfen ihr dicke Steine in den Weg. Bahnassawy ließ sich nicht aufhalten und stand am Ende mit 13.000 Euro mehr da.

Und so kam es dazu: Ihre Immobilienfinanzierung aus dem Jahr 2005 bei der DSL-Bank hat unsere Leserin 2014 widerrufen, weil das Geldinstitut sie ihrer Einschätzung nach nicht korrekt über ihr Widerrufsrecht aufgeklärt hatte. Zunächst weigerte sich die DSL-Bank, Bahnassawy ein Jahr früher aus dem Vertrag zu entlassen. In so einem Fall steht dem Kunden ein Nutzungsersatz zu, weil die Bank mit den Kreditzinsen wirtschaften kann. Vor dem Landgericht Köln einigten sich die Parteien auf einen Vergleich in Höhe von 13.000 Euro.

Doch statt der vereinbarten Summe überwies die DSL-Bank rund ein Viertel weniger, also nur etwa 9.750 Euro. Die Differenz überwies das Geldhaus ans Finanzamt – als Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag.

Dagegen erhob unsere Leserin Einspruch, das Finanzamt Köln-Süd lehnte ihn ab. Das ließen Mona Bahnassawy und ihre Familie nicht auf sich sitzen. Mit ihrem Rechtsanwalt Kay Hübner reichten sie Klage beim Finanzgericht Köln ein. Und auf einmal änderte das Finanzamt den Bescheid. Offensichtlich, weil die Finanzverwaltung kein Urteil wollte.

Letzte Woche hat unsere Leserin endlich die einbehaltene Steuer samt Soli in Höhe von rund 3.250 Euro zurückerhalten. Die zwei Jahre Kampf haben sich gelohnt. „Viele, die nicht rechtsschutzversichert sind, gehen vielleicht nicht so weit, es vor Gericht mit dem Finanzamt aufzunehmen“, sagt Mona Bahnassawy. „Wie der Staat hier versucht hat, sich zu bereichern, sollte publik werden.“ Das finden wir auch.

Nach Einschätzung ihres Rechtsanwalts ist das der erste Fall, in dem ein Steuerzahler seine Kapitalertragsteuer zurückbekommen hat. Kay Hübner, Fachanwalt für Banken und Steuern, ist überzeugt, dass bei so einer Rückabwicklung diese Steuer nicht erhoben werden darf.

Wir haben in diesem Newsletter immer wieder auf den möglichen Widerruf von Baufinanzierungen hingewiesen. Haben Sie das gemacht und dann Kapitalertragsteuer ans Finanzamt abgeführt, sollten Sie formlos eine Änderung des betreffenden Einkommensteuerbescheids verlangen, sofern er noch unter dem Vorbehalt der Nachprüfung steht. Das ist bei den allermeisten Bescheiden der Fall.

Sie müssen sich allerdings auf eine Klage einstellen, da die Finanzämter einem BMF-Schreiben Folge leisten und erstmal die Erstattung ablehnen werden. Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, haben Sie kein Risiko. Und gewinnen können Sie ein paar Tausend Euro. Der Fall unserer Leserin Mona Bahnassawy macht Mut!

Tauschen Sie sich dazu auch gerne mit anderen Finanztip-Lesern aus.
 
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Vodafone: Allnet-Flat mit LTE zum Hammerpreis

Einen preiswerten Handytarif für Vieltelefonierer bietet Vodafone derzeit an: „Vodafone IN“ enthält eine Flatrate in alle Netze und 1 GB Datenvolumen im LTE-Netz für sehr günstige 15 Euro im Monat. Wer mehr surft, zahlt einen fairen Preis von 1 Euro je angefangene 0,5 GB. So lässt sich das Surfvolumen auf bis zu 10 GB aufstocken. Vorsicht: Der Aufpreis entsteht automatisch, wenn Sie das Internet viel nutzen. Wollen Sie, dass stattdessen die Surfgeschwindigkeit ohne Mehrkosten gedrosselt wird, können Sie ein Limit festlegen, beispielsweise 2 GB für insgesamt 17 Euro im Monat. Die Grenze können Sie jeden Monat neu bestimmen. 

Die Nachteile des Tarifs: Der Anschlusspreis beträgt 40 Euro, die Mindestvertragslaufzeit 24 Monate, und das Angebot ist auf 5.000 Kunden begrenzt.
 
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Das Lustige Taschenbuch im 6-Monats-Abo für 10 Euro

Ja, das monatlich erscheinende „Lustige Taschenbuch“ aus Ihrer Kindheit gibt es noch. Es enthält Geschichten von Micky Maus und Donald Duck und wird von Liebhabern bloß LTB genannt. Inzwischen ist der Verlag bei Ausgabe 514, alle Seiten sind bunt, und man kann es auch abonnieren. Das Halbjahresabo gibt es derzeit bei Zeitschriften & Co für effektiv 12 Euro, also 2 Euro pro Ausgabe.

Sie müssen zunächst 42 Euro zahlen. 30 Euro gibt es dann vier Wochen nach Erhalt des ersten Taschenbuchs als Barüberweisung zurück. Das ist etwas kompliziert, aber das LTB gibt es auch nicht oft rabattiert. Achtung: Sie müssen sechs Wochen vor Ablauf kündigen, damit sich das Abo nicht automatisch verlängert. Beim Verlag Ehapa kostet das Jahresabo mit 13 Ausgaben knapp 80 Euro.
 
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Playstation 4 Slim und Pro je 100 Euro günstiger

Die Playstation 4 Pro rechnet dank stärkerer Hardware Spiele in 4K-Auflösung hoch. Wer einen entsprechenden Fernseher hat, kann sich über ein schärferes Bild freuen. Aktuell bieten Media Markt und Saturn die Playstation 4 Pro knapp 100 Euro günstiger an als fast alle anderen Anbieter, nämlich für 297 Euro. Auch bei der normalen Playstation 4 mit dem Beinamen Slim sind Media Markt und Saturn mit 197 Euro die günstigsten Anbieter. Jedenfalls zum Zeitpunkt, als wir die Preise abgefragt haben. 

Falls Sie die Playstation zu Weihnachten verschenken wollen, kaufen Sie sie am besten in einer der zahlreichen Filialen. Sie können auf der Website die „Marktabholung prüfen“, um den Lagerbestand in Ihrer Nähe abzufragen. Das Angebot gilt bis Montag.
 
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1. Krankenkassen werden günstiger
 
Zum neuen Jahr ändern viele Krankenkassen wieder ihre Zusatzbeiträge. Die gute Nachricht: Es geht nach unten, im Schnitt um etwa einen Zehntel-Prozentpunkt. Die HKK*, die günstigste bundesweit geöffnete Kasse, die auch eine Empfehlung von Finanztip ist, hat angekündigt, ihren Beitrag weiter zu senken. Um wie viel genau, entscheidet sich kurz vor Weihnachten. Aktuell nimmt die HKK 0,59 Prozent Zusatzbeitrag. Unsere Empfehlungen Energie BKK (1,1 Prozent) und HEK* (1 Prozent) halten ihre Beitragssätze stabil, die BKK24* senkt ihn von 1,1 auf 1 Prozent. 

Noch wichtiger aber: Ab 2019 müssen gesetzlich Versicherte den Zusatzbeitrag nicht mehr alleine zahlen, der Arbeitgeber gibt künftig die Hälfte dazu (wir berichteten). Wer mit 3.000 Euro nahe am Durchschnitt der Deutschen verdient, spart bei einem durchschnittlichem Zusatzbeitrag (0,9 Prozent) allein dadurch 162 Euro im kommenden Jahr. 

Damit sinkt etwas der Anreiz, die Krankenkasse wegen des Zusatzbeitrages zu wechseln. Wer mit 3.000 Euro brutto zum Beispiel bei der aktuell recht teuren DAK war, hätte mit einem Wechsel zur HKK dieses Jahr 328 Euro gespart. Wenn der Arbeitgeber künftig wieder voll mitzahlt, nur noch 164 Euro. 

Umso wichtiger wird es, auch einen Blick auf Service und Zusatz-Leistungen der Krankenkassen zu werfen – wie Impfungen für den Urlaub, Vorsorge und Zahnreinigung, wo sich die Kassen deutlich unterscheiden. 

Finanztip untersucht deshalb jedes Jahr im Januar die neuen Preise und veränderten Zusatzleistungen der Krankenkassen. Warten Sie am besten bis zu unserem Ergebnis Ende Januar, bevor Sie Ihre Kasse wechseln.
 
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2. Vorsorge: Wer kümmert sich, wenn Sie es nicht mehr können?
 
Haben Sie schon für den Notfall vorgesorgt, falls Ihnen etwas zustößt? Niemand denkt gerne über solche Fragen nach, aber Sie sollten es tun. Und zu Weihnachten, wenn die Familie zusammenkommt, ist das eine gute Gelegenheit.  

Wir meinen das ausnahmsweise einmal nicht finanziell. Vielmehr geht es um folgende Fragen: Wie stellen Sie sich die ärztliche Behandlung vor, falls Sie einmal ernsthaft krank sind? Wer soll für Sie entscheiden, wenn Sie das nicht mehr können? Und wer erbt eigentlich? Weihnachten ist ein guter Zeitpunkt, mal mit Eltern, Geschwistern oder Kindern eine Runde spazieren zu gehen und Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament zu besprechen. 

Nehmen wir an, Sie werden vom Auto angefahren und fallen ins Koma. Viele glauben, dass Ehegatten oder Kinder automatisch befugt sind, in ihrem Interesse zu entscheiden. Das ist nicht so. Und das, obwohl viele dringende Dinge zu erledigen sind: Die richtige Behandlung auswählen, eine Reha beantragen, Verträge schließen oder kündigen.

Dafür muss ein Gericht einen Betreuer festlegen. Die Behörden würden eine geeignete Person auch in der Familie suchen. Aber das kostet Zeit und Geld. 

Lesen Sie unsere sieben Tipps für Vorsorge, Patientenverfügung und Testament. Und falls Sie sich schon vergangenes Jahr mit unseren Ratschlägen auseinandergesetzt haben, dann prüfen Sie kurz, ob alles noch sinnvoll ist. Und aktualisieren Sie Datum und Unterschrift. 
 
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3. Online-Banking: Das sind die sichersten Konten
 
Nur gut jeder zweite Deutsche nutzt Online-Banking. Größter Hemmschuh sind Sicherheitsbedenken. Auch 17 Prozent unserer Leser haben in unserer Umfrage angegeben, dass sie befürchten, beim Online-Banking irgendwann durch einen Betrug viel Geld zu verlieren. Fast jeder zehnte Finanztip-Leser verzichtet sogar ganz auf Bankgeschäfte übers Internet. Grund genug, einmal einen Blick auf die Sicherheit verschiedener Banken zu verwerfen. 

Die IT-Spezialisten der Fachzeitschrift „Chip“ haben in ihrem Girokonto-Test der DKB die volle Punktzahl von 100 in puncto Sicherheit gegeben. Die DKB* gehört zu den Finanztip-Empfehlungen für kostenlose Girokonten. Eine weitere Empfehlung von uns, die ING*, erreichte mit 82 Punkten den dritten Platz im Test von Chip. Ist für Sie die Sicherheit das Wichtigste bei einem Online-Konto, dann sind DKB und ING also eine gute Wahl. 

Bei fast allen Banken können Sie zwischen mehreren TAN-Verfahren wählen. Davon hängt ganz entscheidend ab, wie sicher Sie Ihre Bankgeschäfte im Netz abwickeln. Besonders sicher sind Verfahren, für die Sie ein spezielles Lesegerät an Ihren Computer anschließen müssen, zum Beispiel Chip-TAN und Photo-TAN. Wem das zu umständlich ist, der kann seine Bankgeschäfte relativ sicher auch mit dem Handy freigeben, beispielsweise per App-TAN oder mit der Smartphone-Variante von Photo-TAN. 
 
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4. Strom und Gas teurer: So beugen Sie hohen Kosten vor
 
Zum Jahreswechsel wird für viele Kunden Strom und Gas teurer: Jeder zweite Stromversorger erhöht den Preis für die sogenannte Grundversorgung, unter den Gasversorgern ist es etwa jeder Dritte. Aber auch viele Strom- und Gas-Verträge außerhalb der Grundversorgung werden im neuen Jahr teurer. 

Erhöht der Versorger Ihren Strompreis, können Sie den Vertrag kündigen und sich einen günstigeren Anbieter suchen. Falls Sie noch in der Grundversorgung sind, zahlen Sie die höchsten Strompreise. Ein Wechsel in einen anderen Vertrag bringt schnell mehr als 100 Euro ein – pro Jahr. Einen günstigen Tarif finden Sie mit unserem Stromrechner

Vielleicht haben Sie schon einen günstigen Tarif. Dann überprüfen Sie doch mal den Stromverbrauch Ihrer Haushaltsgeräte. Immerhin kostet eine Kilowattstunde im Schnitt 30 Cent. Haben Sie einmal einen Stromfresser, zum Beispiel einen alten Kühlschrank, durch ein effizientes Gerät ersetzt, entlastet das Ihre Rechnung auf Jahre. 

Der Gasverbrauch hängt entscheidend davon ab, wie der Winter verläuft, welche Heizanlage installiert und wie Ihr Haus gedämmt ist. Dafür lohnt sich der Wechsel des Anbieters in der Regel stärker – 100 bis 300 Euro Ersparnis pro Jahr sind drin. Dabei hilft Ihnen unser Gasrechner.
 
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5. Auch wichtig: Apple Pay gestartet, Musterklagen gegen VW und VW Bank
 
+++ Seit Dienstag ist die Handy-Zahlmethode Apple Pay in Deutschland verfügbar: Damit können Sie mit Ihrem iPhone oder der Apple Watch in den meisten größeren Geschäften bezahlen, ohne Ihre Kartendaten preiszugeben oder eine PIN einzutippen. Wenn Sie Apple Pay ausprobieren möchten, lesen Sie hier, wie das geht. Wie Android-Nutzer mit dem Handy zahlen, haben wir ebenfalls für Sie aufgeschrieben. +++ 

+++ Gut 18 Prozent Sozialabgaben auf die Betriebsrente sind zu viel – sagt nun auch die CDU. Auf ihrem Parteitag vergangenes Wochenende hat sie für deutliche Entlastungen gestimmt. Sie folgt damit der SPD, die seit Monaten trommelt (wir berichteten). Experten sehen Gesundheitsminister Spahn (CDU) nun stärker als zuvor unter Zugzwang. Wünschenswert wäre, dass er bald konkrete Vorschläge auf den Tisch legt. +++   

+++ Der Rechtsdienstleister Myright hat beim Landgericht Braunschweig gut 18.700 weitere Klagen gegen den VW-Konzern eingereicht. Dabei geht es um Schadensersatz für Besitzer manipulierter Diesel. Bereits November 2017 hatte Myright gut 15.000 Klagen eingereicht. Damit beträgt der Streitwert aller Myright-Prozesse gegen Volkswagen inzwischen 850 Millionen Euro. Bis zur großen Musterklage der Verbraucherzentralen gegen Volkswagen gehörte das Angebot von Myright zu den von uns empfohlenen Möglichkeiten, ohne Prozesskosten-Risiko gegen VW zu klagen. +++  

+++ Das Oberlandesgericht Braunschweig hat die Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen Bank abgelehnt. Der Grund: Der Kläger, die Schutzgemeinschaft für Bankkunden, habe nicht ausreichend dargelegt, dass sie klageberechtigt sei. Es fehle der Nachweis über die Mindestzahl an Mitgliedern (mindestens 350 Personen oder 10 Verbände). Die Schutzgemeinschaft hatte bereits gegen die Mercedes Bank erfolgreich eine Musterklage eingereicht. Das Oberlandesgericht Stuttgart hatte offenbar keine Bedenken. Die Schutzgemeinschaft kann die Entscheidung vor dem BGH anfechten. +++
 
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Einkommen gut, Rentenaussicht mau – nicht erschrecken, handeln!
 
Stellen Sie sich vor, Sie bekommen Ihre Renteninformation und sind jenseits der Fünfzig. Die Gesetzliche Rentenversicherung teilt Ihnen mit, dass Sie aktuell Anspruch auf 800 Euro Rente haben und dass es 1.500 Euro werden könnten, wenn Sie bis 67 voll durcharbeiten. Sie bekommen jedes Jahr eine solche Information.  

Aber 1.500 Euro ist viel weniger, als Sie aktuell netto verdienen: 2.600 Euro. Und Steuern und Krankenkasse müssen Sie aus der künftigen Rente auch noch bezahlen. Das geht doch nicht? Den Lebensstandard werden Sie so tatsächlich nicht komplett halten können. Nehmen wir mal an, Sie haben bis jetzt nur in die gesetzliche Rente eingezahlt. Aber zahlen vielleicht schon eine eigene Wohnung ab. Das sind Ihre Optionen: 

1. Was Sie brauchen

Wie viel vom aktuellen Netto brauchen Sie wirklich in der Rente? Kosten, die mit Ihrem Arbeitsplatz zu tun haben, fallen weg. Die Kinder sind aus dem Haus, ihre Ausbildung finanziert. Und wenn Sie eine Immobilie abbezahlen, sollte das bis 67 passiert sein. Sie brauchen also netto viel weniger. Sagen wir 70 Prozent. Das wären bei Ihnen gut 1.800 Euro nach Steuer und Krankenkasse.

Unsere Empfehlung: Setzen Sie frei werdendes Einkommen (Kinder) und etwaige Einkommenssteigerungen, die nicht in die Tilgung fließen, konsequent für die Altersvorsorge ein. Nehmen Sie dabei auch die staatliche Förderung
mit.
 
 
 
2. Jetzt noch riestern

Bei einem guten Riester-Vertrag mit höchstmöglicher Einzahlung von 2.100 Euro gibt es 175 Euro direkte Förderung und mit dem Beispiel-Einkommen einige hundert Euro Steuervorteil. Kostet Sie 160 Euro im Monat. Wenn Sie ein Haus abbezahlen, nutzen Sie den Riester-Vertrag für regelmäßige Tilgung, um schon vor der Rente fertig zu sein. 

3. Die Betriebsrente mitnehmen

Angenommen, Ihre Firma bietet eine betriebliche Altersvorsorge neu an. Erstmals beteiligt sich das Unternehmen mit einem 20-Prozent-Zuschuss, wenn Sie Gehalt umwandeln. Wenn Sie etwa 2.400 Euro im Jahr umwandeln, landen 2.880 Euro auf Ihrem Altersvorsorgekonto. Wegen der Steuer- und Sozialversicherungsvorteile schrumpft Ihr Monatsnetto meist nur um gut 100 Euro. 

4. Ein wenig in Aktien anlegen

Nun gehen schon mindestens 260 Euro weg von Ihrem aktuellen Nettoeinkommen. Wollen Sie die Chance auf etwas mehr Rendite haben, dann sparen Sie sich eins von beiden, Riester oder Betriebsrente – und zahlen in Aktien ein. Das erhöht allerdings auch Ihr Verlustrisiko. An der Börse geht es zwar kurzfristig auf und ab, aber über 15 Jahre gab es mit solchen Produkten noch nie Verluste und im Schnitt der vergangenen Jahrzehnte knapp 8 Prozent Rendite.

Zahlen Sie am besten in einen weltweit aufgestellten Aktien-Index-Fondssparplan ein. Zum Rentenstart müssen Sie auch nicht zwingend gleich alle Aktien in Rente umwandeln. Zehren Sie besser nach und nach Ihr Aktiendepot auf – auch das verringert Ihr Börsenrisiko.
 
 
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5. Länger arbeiten

Das genügt noch nicht? Eine Möglichkeit haben Sie noch: Später in Rente gehen. Dadurch erhöht sich automatisch die Rente. Zusätzlich können Sie weiter freiwillig einzahlen

6. In der Rente jobben

Wenn es gar nicht anders geht, werden Sie Altersvorsorgetrainer in der Volkshochschule. Sie kennen sich aus. Und 2.400 Euro im Jahr können Sie dort steuerfrei hinzuverdienen. Kein Schrecken – es geht. Und macht wahrscheinlich auch noch Spaß.
 
 
 
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Freitag, 21. Dezember, Hermann-Josef Tenhagen gegen 7:20 Uhr bei Radioeins
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Angebote mit Zinsgarantie (nur für neue Kunden)
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für 4 Monate bis 50.000 €
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Cosmosdirekt
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0,35 % p.a.

0,3 % p.a.

0,3 % p.a.

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Leaseplan Bank

0,65 % p.a.

 
bis 24 Monate
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1,00 % p.a.
 
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