Außerdem: Steuer-Serie, Second-Hand-Kleidung, Europawahl, Versicherungen fĂŒr Immobilien, Video: VertrĂ€ge optimieren, 50 € bei Onvista, Thalia-Rabatt -- -- --

Nr. 18 / 2019 vom 3. Mai

Altes Haus verkaufen: So erzielen Sie den besten Preis fĂŒr Ihre Immobilie

So verkaufen Sie Ihre Immobilie mit Erfolg

Denken Sie gerade darĂŒber nach, Ihr Haus oder Ihre Wohnung zu verkaufen? Ungewöhnlich wĂ€re das nicht. Schließlich kennen die Immobilienpreise in Deutschland seit Jahren nur eine Richtung: nach oben.

Laut Bundesbank haben sich die Preise fĂŒr Wohnimmobilien in den GroßstĂ€dten seit 2010 fast verdoppelt. Auf dem Land liegt der Anstieg immerhin bei fast 50 Prozent. Sprich: Ein freistehendes Einfamilienhaus, das vor knapp 10 Jahren noch fĂŒr 200.000 Euro zu haben war, kostet jetzt 300.000 Euro. Diesen Gewinn machen Sie als EigentĂŒmer natĂŒrlich erst, wenn Sie das Haus auch verkaufen.

In Wahrheit ist der Preis meist gar nicht der ausschlaggebende Grund fĂŒr einen Verkauf. Es sind eher die UmstĂ€nde: Die Singlebude reicht nicht mehr aus, weil Nachwuchs kommt. Manchmal ist es der neue Job, der einen Umzug nach sich zieht. Ehen zerbrechen. Wie das Leben so spielt. Irgendwann sind die Kinder aus dem Haus und die Wohnung zu groß. Oder nicht altersgerecht. Oder das Haus ist geerbt. Was also tun, wenn der Entschluss zum Verkauf gefallen ist?

Makler oder nicht?

Als Erstes sollten Sie entscheiden, ob Sie sich den Verkauf selbst zutrauen. Dann können Sie viel Geld sparen. Andererseits kann Ihnen ein Makler viel Arbeit abnehmen und vielleicht einen besseren Preis aushandeln.

Zu tun gibt es nĂ€mlich genug: Bevor Sie mit der Vermarktung starten, benötigen Sie Grundrisse, GrundbuchauszĂŒge, einen Energieausweis und einiges mehr. Außerdem sollten Sie wissen, was die Immobilie wert ist und mit welchem Angebotspreis Sie an den Markt gehen. Sollen sich Interessenten direkt bei Ihnen melden? Und: Wer organisiert die Besichtigungen und verhandelt ĂŒber den Preis?

Wenn Sie sich das alles vom Hals halten möchten oder weit entfernt von der Immobilie wohnen, werden Sie sich wahrscheinlich dafĂŒr entscheiden, einen Immobilienmakler einzuschalten.


Über die Maklercourtage verhandeln

Ob der Makler seine Provision wert ist, darĂŒber lĂ€sst sich trefflich streiten. Mit den Immobilienpreisen ist auch die VergĂŒtung der Makler zuletzt immer weiter gestiegen. Denn deren SalĂ€r bemisst sich am Kaufpreis: bis zu 7,14 Prozent werden fĂ€llig! In vielen BundeslĂ€ndern verlangt der Makler die HĂ€lfte dieser Provision vom VerkĂ€ufer, in einigen wenigen (wie Berlin) muss der KĂ€ufer diese Kosten allein schultern.

Als VerkĂ€ufer haben Sie gute Karten, zumindest ĂŒber Ihren Teil der MaklervergĂŒtung zu verhandeln. Gute Objekte sind vielerorts rar. Machen Sie Ihren Teil der VergĂŒtung also zum Thema, bevor Sie einen Makler beauftragen. Einen hohen Preis wird der ohnehin erzielen wollen. Schließlich steigt mit dem Verkaufspreis seine Provision.

Aber auch ein Privatverkauf ist grundsÀtzlich kein Hexenwerk. Wenn Sie den Kauf ohne Makler stemmen, dann könnte am Ende ein etwas höherer Verkaufspreis drin sein.

Worauf es beim Hausverkauf noch ankommt, haben wir Schritt fĂŒr Schritt in unserem Ratgeber zusammengefasst. Viel Erfolg dabei!

Weitersagen
Email Zum Ratgeber
 
SchnÀppchen der Woche

13 Ausgaben „Die Zeit“ fĂŒr 5 Euro

Ein Probeabo ĂŒber drei Monate (13 Ausgaben) der Wochenzeitung „Die Zeit“ können Sie aktuell fĂŒr knapp 5 Euro bekommen – beim Anbieter „Exclusiv-Marketing“. Wichtig: KĂŒndigen Sie das Abo, zum Beispiel per Mail, spĂ€testens sechs Wochen vor Ablauf, sonst verlĂ€ngert es sich automatisch um ein Jahr fĂŒr 270 Euro.

Weitersagen
Email Zum SchnÀpchen
 

Onvista Bank: Depot mit 50 Euro Guthaben

FĂŒr das Festpreis-Depot der Onvista Bank werden kĂŒnftig GebĂŒhren fĂ€llig: Jede Sparplan-AusfĂŒhrung kostet ab Juni 1 Euro. Trotz der GebĂŒhren gehört das Angebot weiter zu den gĂŒnstigsten Depots und bleibt Finanztip-Empfehlung. Bis Ende des Monats bekommen Sie 50 Euro Guthaben zum Kaufen von Wertpapieren, wenn Sie bislang noch kein Kunde waren und ein Depot neu eröffnen.

Weitersagen
Email Zum SchnÀpchen
 

Thalia: 17 Prozent auf fremdsprachige BĂŒcher

Parlez-vous français? Or English? Dann können Sie noch am Wochenende 17 Prozent bei Thalia sparen. Der BuchhĂ€ndler gibt diesen Rabatt – ausschließlich online – auf „alle nicht preisgebundenen fremdsprachigen BĂŒcher“. Dazu zĂ€hlen die New-York-Times-Bestseller sowie Harry Potter, Game of Thrones oder die Biographie von Michelle Obama, „Becoming“. Geben Sie im Warenkorb den Gutscheincode MAY17 ein.

Weitersagen
Email Zum SchnÀpchen
 

1. Steuer-Serie, Teil II: So setzen Sie Arbeitskosten ab

Heute geht es um die sogenannten Werbungskosten. Die haben nichts mit Reklame zu tun. Der Gesetzgeber definiert sie als „Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen“. FĂŒr Arbeitnehmer ist das alles, was sie selbst fĂŒr den Job gezahlt haben.

1.000 Euro sind immer drin. Auch wenn Sie im vergangenen Jahr nur kurze Zeit angestellt waren, steht Ihnen die komplette Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro zu. Bei der monatlichen Gehaltsabrechnung berĂŒcksichtigt der Arbeitgeber jeweils ein Zwölftel der Pauschale. Waren Sie also zum Beispiel nur drei Monate beschĂ€ftigt, hat Ihr Arbeitgeber nur 250 Euro berĂŒcksichtigt. Sobald Sie daher in Ihrer SteuererklĂ€rung die Anlage N ausfĂŒllen, werden die kompletten 1.000 Euro von Ihrem Steuerbrutto abgezogen. Praktisch: Sie benötigen fĂŒr die Pauschale keine Belege.

Sammeln Sie dennoch alle Quittungen. Denn sobald Sie die 1.000-Euro-Schwelle ĂŒberschreiten, können Sie Ihr Steuerbrutto weiter reduzieren. Jeder einzelne ausgegebene Euro zĂ€hlt und kann Steuern sparen. Dann mĂŒssen Sie jedoch alle Ausgaben belegen können, auch den Teil unterhalb der 1.000-Euro-Pauschale.
Einen großen Anteil hat meistens die tĂ€gliche Pendelstrecke zum Arbeitsplatz. DafĂŒr dĂŒrfen Sie fĂŒr jeden Entfernungskilometer 30 Cent als Fahrtkosten geltend machen.

Weitere Posten, die Sie als Werbungskosten absetzen können, lesen Sie im vollstĂ€ndigen Teil 2 unserer großen Steuer-Serie.


1. Auftakt: Steuern leicht gemacht
2. Werbungskosten – absetzen, was Sie zur Arbeit brauchen
3. Haushaltsnahe Dienste und Handwerker
4. Sonderausgaben wie Kinderbetreuung geltend machen
5. Außergewöhnliche Belastungen wie Krankheit absetzen
6. KapitaleinkĂŒnfte richtig angeben und Pauschalbetrag nutzen (folgt)

Weitersagen
Email Mehr dazu
 

2. Wie Sie die eigenen vier WĂ€nde sinnvoll absichern

Wer sich den Traum vom Eigenheim erfĂŒllt hat, möchte seine Immobilie gegen SchĂ€den schĂŒtzen. Findige Makler schlagen aus den Sorgen der HĂ€uslebauer schon mal Profit und raten zu Versicherungen, die nicht sinnvoll sind. Es ist also gut möglich, dass Sie in Ihrem Aktenordner so manchen Vertrag finden, auf den Sie getrost verzichten können.

Zu den ĂŒberflĂŒssigen Absicherungen gehört zum Beispiel der Haus- und Wohnungsschutzbrief. Die Idee dahinter klingt gut: Die Versicherung kĂŒmmert sich um SchadensfĂ€lle rund um das Haus und beauftragt dafĂŒr die entsprechenden Dienstleister. Dumm nur, dass die meisten Versicherungen kaum die Kosten fĂŒr die Reparaturen ĂŒbernehmen. Bevor Sie sich Ă€rgern, sollten Sie sich lieber selbst um einen Handwerker kĂŒmmern.

NĂ€chster Kandidat zum Ausmisten: Die Glasbruchversicherung. Wer nicht gerade wortwörtlich im Glashaus sitzt, kann sich diese sparen. Denn eine zerbrochene Fensterscheibe ist in der Regel schnell selbst bezahlt – das ist auf Dauer billiger, als jahrelang fĂŒr die Versicherung zu löhnen.

Welche Versicherungen sollten Hausbesitzer denn unbedingt abschließen? Ein Muss fĂŒr jeden EigentĂŒmer ist die WohngebĂ€udeversicherung. Sie ĂŒbernimmt die Kosten fĂŒr SchĂ€den, die durch Sturm, Hagel, Feuer oder Leitungswasser entstehen. Allein Sturm und Hagel richteten hierzulande im vergangenen Jahr versicherte SchĂ€den in Höhe von 2,1 Milliarden Euro an. Wie Sie den besten Vertrag fĂŒr sich finden, steht in unserem Ratgeber.

Wenn Ihr Haus an GewĂ€ssern oder am Hang steht, sollten Sie sich zusĂ€tzlich gegen einen sogenannten Elementarschaden absichern: Dann zahlt Ihr Versicherer auch, wenn Überschwemmungen oder Erdrutsche Ihrem Haus zusetzen. Welche Versicherungen Sie zusĂ€tzlich als Vermieter oder Öltankbesitzer brauchen, lesen Sie im Blog.

Weitersagen
Email Zum Ratgeber
 
Video der Woche

Girokonto, Kreditkarte, Riester und mehr: Mit unseren Top-8-Spartipps können Sie Ihre Haushaltskasse auffĂŒllen! Das geht schneller, als Sie denken.

 

3. Fluch und Segen der RĂŒckgabe beim Onlinekauf

Wir weisen regelmĂ€ĂŸig auf Ihr Recht hin, online Gekauftes einfach zurĂŒckzuschicken. Allerdings geht inzwischen jeder sechste Einkauf retour, bei Mode sogar jeder zweite. Fast eine halbe Milliarde Artikel wurden vergangenes Jahr zurĂŒckgeschickt – in 280 Millionen Paketen. Das haben Forscher der UniversitĂ€t Bamberg ermittelt.

Vielleicht sollten wir als Kunden manchmal genauer ĂŒberlegen, was wir wirklich brauchen. Denn jede Retoure verursacht beim HĂ€ndler Kosten von durchschnittlich fast 20 Euro. Die versucht der Handel ĂŒber die Preise wieder reinzuholen. Am Ende zahlen wir Verbraucher also doch fĂŒr das RĂŒckgaberecht.

ZurĂŒckgeschickte Ware wird zum GlĂŒck nicht massenhaft vernichtet – laut den Bamberger Forschern passiert das nur bei knapp 4 Prozent der Retouren. Der Großteil landet wieder im Verkauf, vier von fĂŒnf Artikeln sogar unverĂ€ndert als Neuware. Trotzdem sind Retouren fĂŒr die Umwelt problematisch: Durch den Transport entsteht ein gewisser CO2-Ausstoß (der allerdings nicht mal ein Promille des gesamten deutschen CO2-Ausstoßes ausmacht).

Wie also Retouren vermeiden? Man muss ein KleidungsstĂŒck nicht unbedingt in mehreren GrĂ¶ĂŸen bestellen. Wenn die ĂŒbliche GrĂ¶ĂŸe nicht passt, kann ja nachbestellt werden. Und Produkte von geringem Wert kann man auch verschenken – so machen es bereits einige Finanztip-Mitarbeiter. Ein Tipp an die HĂ€ndler: Liegt die freiwillig eingerĂ€umte RĂŒckgabefrist ĂŒber den gesetzlich vorgeschriebenen 14 Tagen, sinkt die Retourenquote! So haben alle was davon.

Weitersagen
Email Zum Ratgeber
 

4. Spartrick: Vernetzen Sie Ihren Kleiderschrank!

„Second Hand“-Klamotten sind Ramsch und Trödel? Nicht unbedingt. Wir haben uns auf speziellen Online-Plattformen jenseits von Ebay umgeschaut, auf denen Nutzer gebrauchte Kleidung kaufen und verkaufen können. Die Anbieter wollen unsere „KleiderschrĂ€nke vernetzen“ – und dabei landen auch viele hochwertige StĂŒcke auf den Plattformen. Wir fanden zum Beispiel nur einmal anprobierte Schuhe („Fehlkauf“) oder kaum getragene Kleider zu sehr guten Preisen.

Einer der grĂ¶ĂŸten MarktplĂ€tze fĂŒr Second-Hand-Bekleidung ist Kleiderkreisel. Kauf und Verkauf sind grundsĂ€tzlich gebĂŒhrenfrei. Eine Absicherung gibt es dann allerdings nicht. Auf Nummer sicher gehen Sie mit dem optionalen KĂ€uferschutz. Er kostet 4 Prozent vom Artikelpreis (ohne Versandkosten) plus 70 Cent. Macht bei einem 150-Euro-Anzug zum Beispiel knapp 7 Euro.

Auch mit KĂ€uferschutz können Sie sich Ärger ersparen, indem Sie vor dem Kauf nachlesen, wie andere Nutzer den VerkĂ€ufer bewertet haben. Hat der VerkĂ€ufer schlechte Bewertungen, kaufen Sie besser nicht bei ihm.

Eine Ă€hnliche Plattform ausschließlich fĂŒr Frauen ist MĂ€dchenflohmarkt. Kaufen können Sie ohne Zusatzkosten; die VerkĂ€uferin zahlt allerdings 10 Prozent Provision. BeschĂ€digte oder falsch beschriebene Artikel können Sie zurĂŒckgeben, wenn Sie sich innerhalb von 72 Stunden nach Erhalt bei der Plattform beschweren.

Wie Sie beim Verkauf Ihrer gebrauchten Kleidung einen angemessenen Preis erzielen, lesen Sie im Blog.

Weitersagen
Email Mehr dazu
 

5. Auch wichtig: Europawahl und Extrarente

+++ Die EU-Politik hat einen schlechten Ruf, dabei kamen zuletzt viele gute Regeln, die Verbrauchern etwas bringen, aus BrĂŒssel: Die Roaming-GebĂŒhren wurden abgeschafft, der KĂ€uferschutz verbessert – und wenn Bahn oder Flug stark verspĂ€tet sind, ist eine EntschĂ€digung fĂ€llig. Wir sind deshalb ĂŒberzeugt: Es lohnt sich, an der Europawahl teilzunehmen. Wenn Sie genau wissen wollen, wer dort Ihre Interessen gut vertritt, dann sollten Sie den Wahl-O-Mat ausprobieren. Der ermittelt anhand einfacher Fragen, welche Partei inhaltlich zu Ihnen passt. Schauen Sie sich auch die BegrĂŒndungen dazu an. Er geht heute hier online. +++

+++ Der Dachverband der Verbraucherzentralen VZBV hat diese Woche das Konzept einer staatlich organisierten Extrarente vorgelegt, das kĂŒnftig die Riester-Rente ersetzen soll. Die Idee: Alle Arbeitnehmer zahlen ĂŒber ihren Arbeitgeber automatisch ein, solange sie nicht explizit verzichten. Eine staatliche Agentur sammelt das Geld und legt es ĂŒber eine private Anlagegesellschaft vor allem in Aktien an. Die Hoffnung der VerbraucherschĂŒtzer: Ein solches System nach skandinavischem Muster wĂ€re preiswerter als Riester und Betriebsrenten – und bringt deshalb mehr Geld im Alter. Vor allem wĂŒrden die hohen Kosten fĂŒr Versicherer und Banken entfallen. +++

Weitersagen
Email
 

Jeder will sparen.

Finden Sie unseren Newsletter gut?

Dann empfehlen Sie ihn an Ihre Freunde weiter.

Weitersagen

 

Kaufen Sie online gebrauchte Kleidung?

  • Ja, das spart Geld und schont die Umwelt.
  • Noch nicht, aber ich denke darĂŒber nach.
  • Nicht online, aber im Laden oder auf FlohmĂ€rkten.
  • Nein, gebrauchte Kleidung ist nichts fĂŒr mich.
  • Nein, ist viel zu mĂŒhsam. Das zahlt sich nicht aus.

Zur Abstimmung klicken Sie bitte auf den grĂŒnen Button.

Weitersagen
Email Zum SchnÀpchen
 

Spar-WG, Folge 10: „Wenn ich schon das Wort ‚Aktien‘ höre, ist bei mir Schicht im Schacht“

Was bisher geschah: Lena, Jana, Sofie und Linus (im Bild von links) prĂŒfen ihre VertrĂ€ge. Aber wie kann man das gesparte Geld anlegen?



„Mein Opa hat 5.000 Euro fĂŒr mich in Aktien angelegt. Nach 15 Jahren musste meine Oma die HĂ€lfte drauflegen, damit es wieder 5.000 waren.“ Janas Meinung zu Aktien steht fest. „Wenn ich schon das Wort ‚Aktien‘ höre, ist bei mir Schicht im Schacht.“

Wir sitzen abends zusammen mit Sara Zinnecker in der KĂŒche der Spar-WG. Sara ist die Anlageexpertin von Finanztip und beschreibt, wie man am besten in Aktien anlegt. Aber nicht nur Jana ist skeptisch. „Die Eltern einer Freundin haben ihr Geld komplett verloren am Aktienmarkt“, erzĂ€hlt Lena, „mit Cargolifter“.

Cargolifter war ein frĂŒhes deutsches Start-up, das um die Jahrtausendwende Luftschiffe fĂŒr große Frachten bauen wollte. 2002 war es pleite, die Aktie wertlos. Noch mehr aus der Elterngeneration der vier dĂŒrften mit der „T-Aktie“ der Telekom und mit Nokia empfindliche Verluste gemacht haben.

Nicht nur auf eine Aktie setzen

Sara empfiehlt daher, nicht auf eine einzelne Aktie oder nur eine Handvoll davon zu setzen. Auch nicht auf die 30 Aktien im Dax – sondern besser seine Anlage weltweit zu streuen. Das geht ganz leicht mit Indexfonds, ETFs genannt, auf den Weltaktienindex MSCI World. Der fasst 1.600 Aktien zusammen aus 23 LĂ€ndern.

Besonders einfach geht das mit einem Sparplan. Wer jeden Monat eine kleinere Summe – sagen wir 50 Euro – zur Seite legt, muss sich nicht mal Gedanken machen, wann die richtige Zeit fĂŒr den Einstieg ist. Wer zum Beispiel 2002 angefangen hat, so mit einem ETF auf den MSCI World zu sparen, hatte 2017 rund 17.900 Euro zusammen. Der Gewinn lag bei 8.900 Euro, obwohl zwischendrin die Weltwirtschaft eine heftige Finanzkrise durchmachte.

Ein bisschen mehr Rendite aufs Ersparte wĂ€re schon schön. Auf Janas Postsparbuch gab es zuletzt nur 2 Cent im Jahr. Doch an den Aktien stören Jana und Lena nicht nur die Verlustrisiken. Sie wollen nicht an Unternehmen beteiligt sein – und damit fĂŒr deren Verhalten mitverantwortlich. „Ich frage mich, was ich damit unterstĂŒtze“, erklĂ€rt Jana. „Es geht nicht unbedingt darum, die Welt zu verbessern. Ich will mich halt nicht mit Unternehmen auseinandersetzen.“ Das geht auch Lena so.

Lieber in 400 nachhaltige Firmen investieren

Es gibt tatsĂ€chlich auch ETFs auf den ein oder anderen Index, der nur Unternehmen berĂŒcksichtigt, die nachhaltig wirtschaften. Der MSCI World Socially Responsible Index zum Beispiel, schließt Branchen wie Tabak, Waffen, Atomkraft oder Gentechnik von vornherein aus, erzĂ€hlt Finanztip-Expertin Sara Zinnecker. Nur in die 400 nachhaltigsten der ursprĂŒnglich 1.600 Unternehmen des MSCI World wird mit diesem Index investiert.

So oder so: Wer in Aktien investiert, sollte auf das Geld zehn bis fĂŒnfzehn Jahre verzichten können. Um zwischenzeitliche Verluste auszusitzen. Eine Aussicht, die Jana nicht behagt: „Ich wĂŒrde dann immer nachgucken und mir doch Gedanken machen.“

Einfach mal einen Sparplan machen

Sara schlĂ€gt vor, es einfach mal auszuprobieren, um ein GefĂŒhl dafĂŒr zu bekommen. Doch nur Linus ist nach diesem Abend interessiert. Vor der Uni hatte er in Bremen bei Daimler am Fließband gearbeitet – und 4.500 Euro auf die Seite gelegt. Einen Teil davon will er nun langfristig anlegen.

Linus hat sich im Anschluss die Finanztip-Ratgeber zu Aktienanlage und nachhaltigen Fonds angeschaut und sich angesehen, was da fĂŒr Firmen dabei sind und was die so machen. Aber obwohl er der Sache sehr aufgeschlossen gegenĂŒbersteht, schreckt er noch etwas davor zurĂŒck.

„Bei einem Sparplan wĂ€re es keine große Sache“, sagt er. Bei einer Einmalanlage kommt schon die Frage auf, wann der richtige Zeitpunkt ist. „Es fĂ€llt mir einfach schwer, 2.000 Euro in die Hand zu nehmen und jetzt anzulegen.“

NĂ€chste Woche: Wir machen Kassensturz

Protokoll: Matthias Urbach

Stand: eine Jahresersparnis von 438 Euro
Weitersagen
Email Mehr dazu
 
Zahl der Woche

... Pakete schicken die Deutschen beim Online-Shopping im Schnitt Tag fĂŒr Tag zurĂŒck.

Weitersagen
Twitter ButtonFacebook Button
Zum Ratgeber
Das Beste von Finanztip
Ratgeber-Empfehlungen der Redaktion
Ratgeber-Empfehlungen der Leser
aktuelle Diskussion aus der Community
Finanztip in den Medien
Jeden Freitag Hermann-Josef Tenhagen gegen 7:20 Uhr bei Radioeins
Tagesgeld
Angebote mit Zinsgarantie (nur fĂŒr neue Kunden)
1 % p.a.
fĂŒr 4 Monate bis 50.000 €
0,66 % p.a.
fĂŒr 4 Monate auf 75.000 €
die besten regulĂ€ren Angebote (fĂŒr alle Kunden)
Leaseplan Bank
0,5 % p.a.

Cosmosdirekt
0,4 % p.a.
bis 25.000 €
0,3 % p.a.

0,3 % p.a.
Akt. plus Bonus von 0,36 %
VR Bank Niederbayern-Oberpfalz
0,2 % p.a.
bis 10.000 €
dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
Leaseplan Bank
0,5 % p.a.

Cosmosdirekt
0,4 % p.a.
bis 25.000 €
0,3 % p.a.

0,3 % p.a.
Akt. plus Bonus von 0,36 %
Festgeld
bis 12 Monate
1,01 % p.a.
 
Leaseplan Bank

0,65 % p.a.

 
bis 24 Monate
1,21 % p.a.
 
Leaseplan Bank
0,75 % p.a.
 
bis 36 Monate
1,31 % p.a.
 
Girokonto
Santander
Consorsbank
Wertpapierdepot
 
Die gĂŒnstigsten Depots
 
Die besten Depots bei Onlinebanken
Baufinanzierungs-Vermittler
 
Stromtarif-Wechsel
Gastarif-Wechsel
Handytarife
Prepaid-Tarife
 
Allnet-Flat
Congstar Allnet Flat 4 GB* (Telekom-Netz)
FluggastentschÀdigung
 
Rechtshelfer

 
Sofort-EntschÀdigung
 
 
Riester-Fondssparplan
 
DWS Toprente (mit Rabatt)
Deka Zukunftsplan Classic
Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
 
 
Makler BU-Versicherung
 
Buforum 24
Zeroprov
Dr. Schlemann unabhÀngige Finanzberatung
Freche Versicherungsmakler
Lebensversicherung
 
beleihen
SWK Bank
 
verkaufen

Dieser Newsletter wurde gesendet an: [[EMAIL_TO]]


Newsletter abonnieren     Newsletter abbestellen


Impressum     Datenschutz     ©Finanztip 2019

Bildrechte:
Haus verkaufen: Meinzahn, iStock.com -- Steuerserie-Teil2: Sorbetto 5, iStock.com; marrishuanna, iStock.com (Montage) -- Gewitter: assalve, iStock.com -- Video der Woche: Finanztip -- Retouren: AndreyPopov, iStock.com -- Kleiderschrank: kupicoo, iStock.com -- EU-Flaggen: justhavealook, iStock.com -- Studenten-WG, beide Bilder: Piero Chiussi -- Grafiken: Patricja Jerdasik / kolibridesign.

* Was das Sternchen neben Links bedeutet:

Wir wollen mit unseren unabhĂ€ngig recherchierten Empfehlungen möglichst viele Menschen erreichen und ihnen mehr finanzielle Freiheit ermöglichen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Internet verfĂŒgbar. Unsere aufwendige redaktionelle Arbeit finanzieren wir so:

Unsere unabhĂ€ngigen Experten untersuchen regelmĂ€ĂŸig Produkte und Dienstleister. Nur wenn sie dann ein besonders verbraucherfreundliches Angebot empfehlen, kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Solche Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*). Geld erhalten wir, wenn Sie diesen Link z.B. klicken oder beim Anbieter dann einen Vertrag abschließen. Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergĂŒtet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Ihnen unsere Experten empfehlen, hĂ€ngt allein davon ab, ob ein Angebot gut fĂŒr Sie als Verbraucher ist.

In der Rubrik „SchnĂ€ppchen der Woche“ informieren wir Sie außerdem ĂŒber kurzfristige und besonders gute Sonderangebote. Hierbei prĂŒfen wir ausdrĂŒcklich nicht die QualitĂ€t, sondern nur den Preis. Wichtig ist: Die Auswahl trifft auch hier ganz allein unsere unabhĂ€ngige Redaktion.

Mehr zu unserer Arbeitsweise lesen Sie hier.

Finanztip ist gemeinnĂŒtzig.
Alle unsere ÜberschĂŒsse gehen in die Arbeit zur Information der Verbraucher. Die Arbeit unserer Experten und Redakteure unterliegt dem strengen Kodex des Deutschen Presserats.