Außerdem: gutes Festgeld, Steuer-Serie, Google Pay, Muttertags-Magazine, Spam-Mails, Deutsche Bank, EU-Telefonate, Studi-WG -- -- --

Nr. 19 / 2019 vom 10. Mai

KĂ€uferschutz bei Kreditkarten: So buchen Sie eine doppelte oder zu hohe Zahlung zurĂŒck

Falsche Kreditkarten-Abbuchung zurĂŒckholen mit „Chargeback“

Die Autovermietung belastet Ihre Kreditkarte nochmal, obwohl Sie den Wagen heil zurĂŒckgegeben haben. Die schicke Bar am Strand bucht die Rechnung zweimal ab. Die Airline geht pleite und der per Kreditkarte bezahlte Flug findet nie statt. In solchen FĂ€llen stehen die Chancen gut, dass Sie Ihr Geld zurĂŒckbekommen. Bei Paypal gibt es den KĂ€uferschutz. Ihre Kreditkarte hat das auch – und es nennt sich „Chargeback“.

Und so nutzen Sie es:

1. Rechtzeitig an Ihre Bank wenden

Sobald Ihnen eine fehlerhafte Kreditkartenabbuchung auffĂ€llt, sollten Sie sich an die Bank wenden, von der Sie Ihre Kreditkarte bekommen haben. Es bringt nichts, Visa oder Mastercard zu kontaktieren. Nur bei American Express mĂŒssen Sie sich an die Kreditkartenfirma direkt wenden. In der Regel haben Sie ab der Zahlung bis zu 120 Tage Zeit, das Chargeback-Verfahren anzustoßen.

2. HartnÀckig bleiben

Ihre Bank hat ein spezielles Formular, mit dem Sie eine Kreditkartenabbuchung reklamieren können. Sie finden es entweder online oder in der Filiale. Es kommt leider oft vor, dass Bank-Angestellte noch nie vom Chargeback-Verfahren gehört haben – uns liegen zahlreiche Beschwerden von Lesern vor. Bleiben Sie hartnĂ€ckig.

3. Formular ausfĂŒllen

In dem Formular mĂŒssen Sie angeben, was genau an der Buchung falsch ist. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, die wir alle in unserem großen Ratgeber aufgelistet haben. Meist werden auch die Nachweise genannt, die Sie erbringen mĂŒssen, damit Ihre Bank das Chargeback-Verfahren auslösen kann.

Wichtig: Versuchen Sie zunÀchst, die Sache mit dem HÀndler oder Dienstleister schriftlich zu klÀren (Post oder E-Mail). Gelingt das nicht, dient der Schriftwechsel als Nachweis im Chargeback-Verfahren. Im Fall einer Insolvenz kann ein Bildschirmfoto der Website reichen, auf der steht, dass die Firma keine Leistungen mehr erbringt.

Sonderfall: Über Reisevermittler Flugtickets gebucht

Probleme mit dem Chargeback kann es geben, wenn Sie ein Flugticket nicht direkt bei Air Berlin, Niki oder Germania gebucht hatten, sondern ĂŒber einen Vermittler wie Check24 oder Opodo. Das Chargeback richtet sich dann meist gegen den Vermittler und nicht gegen die insolvente Fluggesellschaft. Und die Vermittler wollen dafĂŒr nicht haften – das schließen sie oft schon in den AGBs aus.

Doch hĂ€ufig funktioniert das Chargeback trotzdem. Das haben uns Leser bestĂ€tigt – sowohl im Fall Air Berlin als auch bei Germania. Nur verlangen die Vermittler dann von Ihnen erneut das Geld. Die Rechtslage ist unklar, lassen Sie sich nicht verunsichern. Sie sind genauso wenig schuld an der Insolvenz wie der Vermittler. Wir haben noch von keinem Fall gehört, wo Kunden auf Zahlung verklagt wurden. Wir meinen: Die Vermittler sollten fĂŒr die vermittelte Leistung geradestehen.

Weitersagen
Email Zum Ratgeber
 
SchnÀppchen der Woche

Muttertag: Zwei Magazine zum Preis von einem

Momentan gibt es bei „Zeitschriften und Co“ zu einem vergĂŒnstigten Jahresabo einer Frauenzeitschrift mehrere Ausgaben einer weiteren Zeitschrift gratis dazu. Als Jahresabo zur Auswahl stehen „Bunte“ (24,90 Euro), „Brigitte“ (14,90 Euro) sowie „Cosmopolitan“ und „Freundin“ (je 9,90 Euro). Als Werbegeschenk gibt es dann entweder sechs Ausgaben „Grazia“, „Die Zeit“ oder „Auto Bild“ – oder drei Ausgaben vom „Manager-Magazin“. Wichtig: Wer nicht will, dass sich das Abo zum vollen Preis verlĂ€ngert, muss drei Monate vor Ablauf kĂŒndigen. Das Werbegeschenk endet automatisch.

Weitersagen
Email Zum SchnÀpchen
 

Festgeld-Aktion von Creditplus: 0,61 Prozent plus Bonus

Festgeldangebote mit einer Laufzeit von 18 Monaten gibt es nicht viele. Falls Sie etwas fĂŒr diesen Zeitraum suchen, lohnt sich die aktuelle Aktion der Tochter der französischen CrĂ©dit-Agricole-Gruppe. Zwar ist die Verzinsung von 0,61 Prozent eher mittelmĂ€ĂŸig. DafĂŒr gibt es schon ab einer Einlage von 500 Euro einen Bonus von 50 Euro fĂŒr Finanztip-Leser. Wer 7.500 Euro anlegt, bekommt zusĂ€tzlich einen Willkommensbonus von 25 Euro. Das Angebot lohnt sich also besonders, wenn man nicht viel mehr als 7.500 Euro anlegt. Bei deutlich höheren Summen sollten Sie eher ein Angebot der CA Consumer Finance aus derselben Bankgruppe erwĂ€gen – mehr dazu in unserem Festgeld-Ratgeber.

Weitersagen
Email Zum SchnÀpchen
 

DKB und Google Pay: 10 Euro geschenkt

Haben Sie ein Girokonto mit Visa-Karte bei unserer Empfehlung DKB und ein Android-Smartphone? Dann können Sie ab sofort Google Pay nutzen und mit dem Handy im Laden zahlen. Wenn Sie Google Pay bis zum 17. Mai einrichten, bekommen Sie 10 Euro gutgeschrieben. Wann die DKB auch Apple Pay anbieten wird, steht noch nicht fest. „Kommt bald“, heißt es bei der Bank.

Weitersagen
Email Zum SchnÀpchen
 

1. Telefonate ins EU-Ausland endlich gĂŒnstig

Zehn Minuten mit der Oma in Italien oder der Freundin in Österreich telefoniert und schon ist man 20 Euro Ă€rmer – und das mit einem ganz normalen Handytarif. Damit ist ab dem 15. Mai, also nĂ€chsten Mittwoch, grundsĂ€tzlich Schluss. Das EuropĂ€ische Parlament deckelt die Kosten fĂŒr Telefonate in andere EU-LĂ€nder auf 19 Cent pro Minute und fĂŒr SMS auf 6 Cent, jeweils plus Mehrwertsteuer. Egal ob vom Handy oder aus dem Festnetz.

Damit schloss das Parlament eine GesetzeslĂŒcke: Vor zwei Jahren hatte die EU bereits das Telefonieren und Surfen im Urlaub vergĂŒnstigt, vergaß aber Anrufe daheim aus dem eigenen Land in ein anderes EU-Land.

Wichtig: Haben Sie bei Ihrem Handy- oder Festnetz-Anbieter eine spezielle Option fĂŒr GesprĂ€che ins Ausland gebucht, greift die neue EU-Regel laut Bundesnetzagentur erst zwei Monate spĂ€ter, also ab dem 15. Juli. Wollen Sie den gedeckelten EU-Tarif schon zum 15. Mai, mĂŒssen Sie sich an Ihren Anbieter wenden. Dieser muss den Tarif fĂŒr Sie umstellen. Umgekehrt: Wenn Sie Ihre Auslandsoption behalten wollen, mĂŒssen Sie das ebenfalls Ihrem Anbieter mitteilen.

Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie eine Auslandsoption gebucht haben, dann fragen Sie Ihren Anbieter oder loggen sich in Ihren Account ein. GesprĂ€che in LĂ€nder außerhalb der EU bleiben grundsĂ€tzlich teuer; Tipps dazu gibt es in unserem Ratgeber.

Weitersagen
Email Zum Ratgeber
 

2. Deutsche-Bank-Festgeld: „Zugreif-Zins“ mit diversen Haken

Im TV-Spot hangelt sich die Vize-Europameisterin im Judo, Theresa Stoll, am Band bis unter die Turnhallendecke (siehe Bild oben). „Zugreif-Zinsen“ von 0,75 Prozent pro Jahr verspricht die Deutsche Bank in ihrer aktuellen Werbekampagne. So richtig zum Zugreifen ist das Angebot allerdings nicht: Den attraktiven Zinssatz gibt es nur bei einem einzigen Produkt, dem 6-Monats-Festgeld. Bei allen anderen Laufzeiten bis zu 5 Jahren zahlt die Deutsche Bank weiterhin nicht mehr als 0,05 Prozent.

Weitere EinschrĂ€nkung: Die Aktionszinsen gibt es nur fĂŒr Geld, das bisher nicht bei der Deutschen Bank lag. Treue Kunden, die nicht auch bei anderen Instituten Geld horten, gehen also leer aus. Empfehlenswert ist das Angebot allenfalls fĂŒr Kunden der Deutschen Bank, die schlecht verzinste Gelder bei anderen Instituten haben und keine weiteren Konten eröffnen wollen.

Allen anderen empfehlen wir das Festgeld der CA Consumer Finance*. Dort erhalten Sie ZinssĂ€tze von 0,91 Prozent pro Jahr fĂŒr das 6-Monats-Festgeld und 1,21 Prozent fĂŒr eine Laufzeit von zwei Jahren. Und fĂŒr die eher selten angebotene Laufzeit von 18 Monaten finden Sie oben in der Rubrik „SchnĂ€ppchen“ ein lohnendes Angebot.

Weitersagen
Email Zum Ratgeber
 
Video der Woche

Briefkurs? Total Expense Ratio? Direkthandel? Wenn Sie auch nur Bahnhof verstehen, ist dieses Video genau das Richtige! Saidi erklÀrt die wichtigsten Begriffe rund um ETFs.

 

3. Abzocke der Woche: Klicken Sie nicht auf diese Links!

Dass BetrĂŒger versuchen, uns mit gefĂ€lschten E-Mails hereinzulegen, ist nichts Neues. Meistens erkennt man den Betrugsversuch schon daran, dass die Kriminellen keine persönliche Anrede hinbekommen. Doch derzeit grassieren betrĂŒgerische E-Mails, die man auf den ersten Blick fĂŒr echt halten könnte – weil die EmpfĂ€nger mit korrektem Namen angesprochen werden.

Die Masche: Sie werden in der Mail darauf hingewiesen, dass Sie eine Rechnung nicht bezahlt hĂ€tten. Ein Link fĂŒhrt angeblich zum Warenkorb des Online-Shops oder zu Dokumenten, die die Rechnung erklĂ€ren sollen. Um Sie unter Druck zu setzen, werden „Vollstreckungsmaßnahmen“ angedroht. Klicken Sie nicht auf den Link! In Wirklichkeit fĂŒhrt er zu einer Schadsoftware, die Ihren PC infiziert.

Mit solchen Programmen können Kriminelle zum Beispiel Ihre Online-Banking-Daten stehlen. Sollten sie dann Ihr Konto leerrÀumen, könnte Ihre Bank das Anklicken des Links als grobe FahrlÀssigkeit werten und sich weigern, den Schaden zu ersetzen.

Falls Sie eine Zahlungsaufforderung bekommen, und Sie haben das GefĂŒhl, sie könnte tatsĂ€chlich berechtigt sein, dann rufen Sie bei der Firma an (und zwar nicht unter der Nummer in der Mail!). Welche Betrugs-Mails gerade herumgehen und wie diese ganz konkret aussehen, zeigt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in ihrem Phishing-Radar. Diesen Monat sind dort angebliche E-Mails von Volksbanken, Sparkassen und von Amazon vertreten.

Weitersagen
Email
 

4. Das bisschen Haushalt 
 kann vierstellig Steuern sparen

Ausgaben fĂŒr private Dinge haben eigentlich nichts in der SteuererklĂ€rung zu suchen. Doch es gibt Ausnahmen: Die Kosten fĂŒr Arbeiten rund um den Haushalt können Ihnen einen vierstelligen Steuerrabatt einbringen.

Den Koch fĂŒr Ihre Garten-Party oder den Gassi-geh-Service fĂŒr Ihre Hunde können Sie steuerlich absetzen – als haushaltsnahe Dienstleistungen. Haushaltsnah bedeutet: Die Arbeiten mĂŒssen in Ihrer Wohnung, im Haus oder auf dem dazu gehörenden GrundstĂŒck ausgefĂŒhrt werden. Weitere Beispiele, was Sie alles als haushaltsnahe Dienste von der Steuer absetzen können: Putzen, Laubblasen, Winterdienst, Gartenarbeiten, Kinderbetreuung und Pflegedienstleistungen. Absetzen können Sie Kosten bis zu 20.000 Euro, sodass ein Steuerrabatt bis 4.000 Euro drin ist. Tragen Sie die Kosten in Zeile 72 des Mantelbogens Ihrer SteuererklĂ€rung ein.

Sie wollen eine Haushaltshilfe beschĂ€ftigen? So geht’s steuersparend: Sie stellen die Haushaltshilfe als Minijobber an und zahlen ihr bis zu 450 Euro monatlich. Melden Sie die Person ĂŒber das „Haushaltsscheckverfahren“ bei der Minijob-Zentrale an und zahlen Sie die fĂ€llige Pauschalsteuer und die SozialversicherungsbeitrĂ€ge. Auf diese Weise können Sie 20 Prozent von maximal 2.550 Euro als SteuerermĂ€ĂŸigung bekommen – also bis zu 510 Euro. Tragen Sie den Lohn der Haushaltshilfe im Mantelbogen in Zeile 71 ein.

Wie Sie Handwerker-Rechnungen und die Nebenkosten Ihrer Wohnung von der Steuer absetzen, lesen Sie im Blog.

 

1. Auftakt: Steuern leicht gemacht
2. Werbungskosten – absetzen, was Sie zur Arbeit brauchen
3. Haushaltsnahe Dienste und Handwerker
4. Sonderausgaben wie Kinderbetreuung geltend machen
5. Außergewöhnliche Belastungen wie Krankheit absetzen
6. KapitaleinkĂŒnfte richtig angeben und Pauschalbetrag nutzen (folgt)

Weitersagen
Email Zum Ratgeber
 

5. Auch wichtig: Mehr Wohngeld und riskantes Immobilien-Sparen

+++ Geringverdiener dĂŒrfen sich auf ein höheres Wohngeld ab dem kommenden Jahr freuen. Die Bundesregierung will den monatlichen Zuschuss zur Miete steigern – zum Beispiel fĂŒr einen Zwei-Personen-Haushalt von 145 Euro auf 190 Euro. Der Gesetzentwurf von Bundesinnenminister Seehofer (CSU, siehe Foto oben) sieht außerdem die EinfĂŒhrung einer neuen Mietstufe vor, die Haushalte in besonders teuren StĂ€dten wie MĂŒnchen entlasten soll. KĂŒnftig soll das Wohngeld zudem alle zwei Jahre an die Miet- und Einkommensentwicklung angepasst werden. Bundestag und Bundesrat mĂŒssen allerdings noch zustimmen. +++

 

+++ Falls Sie als Anleger nach höheren Zinsen suchen, seien Sie auf der Hut: Denn die sind meist auch mit höheren Risiken verbunden. JĂŒngstes Beispiel: Immobilienprojekte mit sogenanntem Crowdinvesting, die in der Regel Zinsen von 5 bis 7 Prozent versprechen. Dieses Jahr sammelten Onlineportale wie Zinsland, Exporo oder Zinsbaustein bis April schon 100 Millionen Euro ein. Doch dabei handelt es sich um „Nachrangdarlehen“. Geht ein Projekt pleite, droht Sparern der Totalverlust. Gerade meldete Zinsland zwei FĂ€lle von Insolvenz: Bei den im Taunus gelegenen Projekten Nassauer Hof und Steinbacher Terrassen. +++

Weitersagen
Email
 

Jeder will sparen.

Finden Sie unseren Newsletter gut?

Dann empfehlen Sie ihn an Ihre Freunde weiter.

Weitersagen

 

Haben Sie Ihre Betriebsrente zu einem anderen Arbeitgeber mitgenommen?

  • Ja, ich habe schon einmal den Job gewechselt und meine Betriebsrente mitgenommen.
  • Nein, das ging leider nicht. Ich habe den Vertrag beitragsfrei gestellt.
  • Nein, aber ich bespare den Vertrag privat weiter.
  • Ich habe keine Betriebsrente.

Zur Abstimmung klicken Sie bitte auf den grĂŒnen Button.

Weitersagen
Email Zum SchnÀpchen
 

Das WG-Spar-Experiment, Folge 11: Kassensturz zum Monatsende – „ich war ĂŒberrascht“

Was bisher geschah: Lena, Jana, Linus und Sofie (von links im Bild) optimieren mit Finanztip ihre Fixkosten. Aber was ist mit allen anderen Ausgaben?


Am meisten spart, wer nichts ausgibt. Wie steuern die vier Studenten eigentlich ihren Konsum? Einhellige Antwort: „Nach GefĂŒhl.“ Das GefĂŒhl wird dann anhand des Kontostandes ĂŒberprĂŒft – in der Regel zum Monatsende.

Linus, Jana und Sofie haben jeweils an die 950 Euro im Monat zur VerfĂŒgung, nur Lena hat seit ihrem neuen Job deutlich mehr: rund 1.250 Euro. Interessant also mal nachzuprĂŒfen, wohin das Geld fließt. Und so beschließen wir, nach Ablauf eines Monats Kassensturz zu machen.

Die WG braucht zwei AnlÀufe: Als die vier das erste Mal versuchen, ihre Ausgaben zu protokollieren, ist gerade Semesterende. Nach kurzer Zeit wÀchst die Erkenntnis: Wenn wir das jetzt machen, ist es nicht sehr reprÀsentativ.

Anfang April dann der zweite Anlauf. Lena versucht, möglichst alles mit Karte zu zahlen, um auf dem Kontoauszug ihre Ausgaben genau nachvollziehen zu können. Ansonsten sammeln alle krÀftig Kassenzettel.

Worauf es ankommt

Wir einigen uns auf Kategorien: Es macht zum Beispiel wenig Sinn, alle Ausgaben fĂŒr Essen zusammenzufassen. Wer nicht unterscheidet zwischen Lebensmitteleinkauf, Mensa, mit Freunden ins CafĂ© oder abends schick essen gehen, kann nur schwer nachvollziehen, was verzichtbar ist – und was nicht.

Da wĂ€ren zunĂ€chst die Fixkosten: Miete, Strom, Gas, Internet, Handyvertrag und SemestergebĂŒhren. So sind bei den vieren schon mal Fixkosten zwischen 320 und 500 Euro geblockt.

FĂŒr Kleidung wird wenig ausgegeben. Jana zum Beispiel kriegt viel von Freundinnen. Wenn sie was kauft, dann secondhand. Sie geht auch wenig auswĂ€rts essen oder in die Mensa. Stattdessen kocht sie was vor und nimmt es mit. So sieht ihre Abrechnung entsprechend gut aus: Etwa 160 Euro blieben im Testmonat ĂŒbrig.

„Es gelingt nicht, etwas zur Seite zu legen“

Allerdings fielen da auch keine Kosten fĂŒr Urlaub und grĂ¶ĂŸere Anschaffungen an. Sobald Jana das grob mit einkalkuliert, bleibt im Monat doch nichts mehr ĂŒbrig. „Ich war ĂŒberrascht, dass es mir trotz bewusstem Lebensstil nicht gelingt, etwas zur Seite zu legen.“ Das wĂŒrde sie aber gerne, um spĂ€ter wĂ€hrend der Promotion nicht auf Nebenjobs angewiesen zu sein.

Die grĂ¶ĂŸten Posten bei Sofie, Jana und Linus sind „Lebensmittel und Mensa“ mit rund 115 bis 140 Euro. Bei Lena, die viel im Bioladen kauft, sind es sogar 250 Euro. Ähnlich groß ist „Freizeit und Nachtleben“ mit 100 bis 180 Euro. Hier war zum Beispiel Linus ĂŒberrascht, dass er im April deutlich mehr fĂŒrs abendliche Ausgehen gezahlt hatte als gedacht. Dann gibt es noch die vielen kleineren Posten wie Fitnessclub, Drogeriewaren oder Geschenke. Das lĂ€ppert sich.

Lena gibt nicht nur fĂŒr Lebensmittel, sondern auch fĂŒr Kleidung deutlich mehr aus als die anderen drei. Aber: „Wenn ich weiß, ich brauche Geld fĂŒr besondere Ausgaben, dann kaufe ich gĂŒnstiger ein.“ Durch den Kassensturz ist ihr aufgefallen – auch im Vergleich zu den anderen –, wie viel Einsparpotenzial sie hat. „Ich kann meine Ausgaben besser regulieren, als ich dachte.“

Fazit: Extra-Ausgaben wie FlĂŒge oder ein neues Notebook werden leicht unterschĂ€tzt. Wer nur auf den Girokonto-Stand am Monatsende schaut, den kann es nach dem Urlaub kalt erwischen.


In zwei Wochen: Der große Abschluss – wie viel wurde gespart?

Protokoll: Matthias Urbach

Weitersagen
Email Zum Ratgeber
 
Zahl der Woche

... pro Minute (inklusive Mehrwertsteuer) mĂŒssen Verbraucher fĂŒr Telefonate aus Deutschland in ein anderes EU-Land ab dem 15. Mai maximal noch bezahlen.

Weitersagen
Twitter Button Facebook Button
Zum Ratgeber
Das Beste von Finanztip
Ratgeber-Empfehlungen der Redaktion
Ratgeber-Empfehlungen der Leser
aktuelle Diskussion aus der Community
Finanztip in den Medien
Montag, 13. Mai, Hermann-Josef Tenhagen bei rbb zibb
Dienstag, 14. Mai, Hermann-Josef Tenhagen beim ARD Morgenmagazin
Mittwoch, 15. Mai, Hermann-Josef Tenhagen beim Deutschlandfunk
Freitag, 17. Mai, Hermann-Josef Tenhagen gegen 7:20 Uhr bei Radioeins
Freitag, 17. Mai, Hermann-Josef Tenhagen bei mdr Riverboat
Tagesgeld
Angebote mit Zinsgarantie (nur fĂŒr neue Kunden)
1 % p.a.
fĂŒr 4 Monate bis 50.000 €
0,66 % p.a.
fĂŒr 4 Monate auf 75.000 €
die besten regulĂ€ren Angebote (fĂŒr alle Kunden)
Leaseplan Bank
0,5 % p.a.

Cosmosdirekt
0,4 % p.a.
bis 25.000 €
0,3 % p.a.

0,3 % p.a.
Akt. plus Bonus von 0,36 %
VR Bank Niederbayern-Oberpfalz
0,2 % p.a.
bis 10.000 €
dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
Leaseplan Bank
0,5 % p.a.

Cosmosdirekt
0,4 % p.a.
bis 25.000 €
0,3 % p.a.

0,3 % p.a.
Akt. plus Bonus von 0,36 %
Festgeld
bis 12 Monate
1,01 % p.a.
 
Leaseplan Bank

0,65 % p.a.

 
bis 24 Monate
1,21 % p.a.
 
Leaseplan Bank
0,75 % p.a.
 
bis 36 Monate
1,31 % p.a.
 
Girokonto
Santander
Consorsbank
Wertpapierdepot
 
Die gĂŒnstigsten Depots
 
Die besten Depots bei Onlinebanken
Baufinanzierungs-Vermittler
 
Stromtarif-Wechsel
Gastarif-Wechsel
Handytarife
Prepaid-Tarife
 
Allnet-Flat
Congstar Allnet Flat 4 GB* (Telekom-Netz)
FluggastentschÀdigung
 
Rechtshelfer

 
Sofort-EntschÀdigung
 
 
Riester-Fondssparplan
 
DWS Toprente (mit Rabatt)
Deka Zukunftsplan Classic
Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
 
 
Makler BU-Versicherung
 
Buforum 24
Zeroprov
Dr. Schlemann unabhÀngige Finanzberatung
Lebensversicherung
 
beleihen
SWK Bank
 
verkaufen

Dieser Newsletter wurde gesendet an: [[EMAIL_TO]]


Newsletter abonnieren     Newsletter abbestellen


Impressum     Datenschutz     ©Finanztip 2019

Bildrechte:
Junge Frauen trinken Cocktails am Strand und bezahlen mit der Kreditkarte: valentinrussanov / iStock.com -- MĂ€dchen telefoniert: praetorianphoto / iStock.com -- Theresa Stoll: Screenshot Youtube.de (Channel der deutschen Bank) -- Video der Woche: Finanztip -- Soll ich das klicken?!: Xesai / iStock.com -- Steuer-Serie: Sorbetto 5, marrishuanna / iStock.com (Montage) -- Horst Seehofer: Bernd von Jutrczenka / dpa -- Spar-Experiment, beide Bilder: Piero Chiussi -- Grafiken: Patricja Jerdasik / kolibridesign.

* Was das Sternchen neben Links bedeutet:

Wir wollen mit unseren unabhĂ€ngig recherchierten Empfehlungen möglichst viele Menschen erreichen und ihnen mehr finanzielle Freiheit ermöglichen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos und werbefrei im Internet verfĂŒgbar. Unsere aufwendige redaktionelle Arbeit finanzieren wir so:

Unsere unabhĂ€ngigen Experten untersuchen regelmĂ€ĂŸig Produkte und Dienstleister. Nur wenn sie dann ein besonders verbraucherfreundliches Angebot empfehlen, kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Solche Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*). Geld erhalten wir, wenn Sie diesen Link z.B. klicken oder beim Anbieter dann einen Vertrag abschließen. Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergĂŒtet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Ihnen unsere Experten empfehlen, hĂ€ngt allein davon ab, ob ein Angebot gut fĂŒr Sie als Verbraucher ist.

In der Rubrik „SchnĂ€ppchen der Woche“ informieren wir Sie außerdem ĂŒber kurzfristige und besonders gute Sonderangebote. Hierbei prĂŒfen wir ausdrĂŒcklich nicht die QualitĂ€t, sondern nur den Preis. Wichtig ist: Die Auswahl trifft auch hier ganz allein unsere unabhĂ€ngige Redaktion.

Mehr zu unserer Arbeitsweise lesen Sie hier.

 

Finanztip ist gemeinnĂŒtzig.
Alle unsere ÜberschĂŒsse gehen in die Arbeit zur Information der Verbraucher. Die Arbeit unserer Experten und Redakteure unterliegt dem strengen Kodex des Deutschen Presserats.