Spar-WG: der große Abschluss, Huawei, Steuer-Serie, E-Scooter, Tief „Axel“, Auto-Zeitung, Drivenow, Nike und Adidas, Schwere Pakete, Eigenbedarf -- -- --

Nr. 21 / 2019 vom 24. Mai

Keine Updates mehr: Was ALLE Handynutzer wissen sollten nach dem Huawei-Desaster

Huawei bekommt bald keine Google-Updates mehr. Andere Marken sind schon von Haus aus faul bei Updates

Auf Geheiß der US-Regierung hat Google den chinesischen Smartphone-Hersteller Huawei vom Betriebssystem Android ausgeschlossen. Wer bereits ein Huawei-Smartphone besitzt, kann es weiter nutzen, wird aber in naher Zukunft langsamer mit Updates versorgt. Neue Handys bekommen gar keine Updates mehr.

Das Huawei-Desaster wirft allerdings Fragen auf, die KĂ€ufer aller Handymarken betreffen.


Was HandykÀufer jetzt beachten sollten

Wenn Sie aktuell ein Handy kaufen wollen, sollten Sie nicht zu einem Huawei oder Honor greifen – außer Sie sind ein risikofreudiger SchnĂ€ppchenjĂ€ger. Derzeit ist einfach schwer abzuschĂ€tzen, wie sich der Handelsstreit zwischen US-PrĂ€sident Donald Trump und Chinas PrĂ€sident Xi Jinping weiterentwickelt (im Bild oben). Es könnten demnĂ€chst auch Sanktionen fĂŒr andere chinesische Marken wie Oneplus, Xiaomi oder ZTE folgen.

Ganz losgelöst vom Handelsstreit sind Updates schon lange der wunde Punkt vieler Android-Handys. Die meisten Hersteller versorgen ihre Kunden nur langsam und lĂŒckenhaft mit Updates. Dabei hĂ€ngt es gerade von den Updates ab, wie lange Sie Ihr teures GerĂ€t ohne Sorge nutzen können. So streiken einige Apps auf veralteten Android-Versionen. Und beim Online-Banking können verspĂ€tete Sicherheitsupdates zum Risiko werden.


Updates sollten schneller und fĂŒr lĂ€ngere Zeit kommen

Gutes Vorbild ist Apple: Das Unternehmen versorgt seine iPhones vier bis fĂŒnf Jahre mit den neuesten Funktionen und Sicherheitsupdates. Bei Android-Handys kommt da nur Google mit seinen eigenen Smartphones knapp ran. Samsung bemĂŒht sich wenigstens noch bei seinen Oberklasse-Modellen der Galaxy-Reihe.

Alle anderen Hersteller sind deutlich nachlĂ€ssiger, wie ĂŒbrigens auch Samsung bei seinen gĂŒnstigen Handys. Die Stiftung Warentest testet regelmĂ€ĂŸig die Update-Moral der Branche (hier zu kaufen). Die Ironie dabei: Ausgerechnet Huawei kam bei diesen Tests nach Apple und Google noch am besten weg.

Achten Sie beim Kauf auf das PrĂ€dikat „Android One“. Dann erhalten Sie zumindest zwei Jahre lang neue Funktionen und drei Jahre Sicherheitsupdates.

Huawei verspricht, weiter Sicherheitsupdates auszuliefern

Huawei wird es in Zukunft schwer haben, neue Versionen von Android auf seine Smartphones zu spielen, da US-PrĂ€sident Donald Trump sie diese Woche auf eine schwarze Liste setzte. Er vermutet in Huawei-Technik Spionagevorrichtungen. Der Hersteller bestreitet die VorwĂŒrfe, die US-Regierung legte keine Beweise vor.

Reine Sicherheitsupdates fĂŒr bisherige Modelle soll es weiterhin geben, verspricht Huawei. Auch der App-Store von Google und die Schutzfunktion Play Protect sollen nach wie vor funktionieren, twitterte Google. Doch in welchem Umfang und wie schnell kĂŒnftig Sicherheitsupdates kommen, bleibt unklar. Bei Huawei-Handys sollten Sie daher in jedem Fall einen zusĂ€tzlichen Virenscanner installieren. Wie tendenziell bei allen Marken, die erst spĂ€t oder irgendwann gar nicht mehr updaten.

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SchnÀppchen der Woche

20 Prozent bei Nike, 33 Prozent bei Adidas

Im Online-Store von Nike gibt es derzeit 20 Prozent Rabatt auf nicht reduzierte Sportartikel. Adidas gewĂ€hrt sogar 33 Prozent Nachlass, die auch auf reduzierte Ware anwendbar sind. Das lohnt sich vor allem, wenn Sie sich fĂŒr die neuen Kollektionen interessieren. Der Adidas-Rabatt ist zwar etwas höher, allerdings gewĂ€hren hier die HĂ€ndler in der Regel auch höhere NachlĂ€sse auf den Herstellerpreis als bei Nike.

Vergleichen Sie in jedem Fall vor dem Kauf ĂŒber eine Preissuchmaschine wie Idealo. FĂŒr den Nike-Rabatt mĂŒssen Sie den Aktionscode „MAY2019“ an der Kasse eingeben, bei Adidas den Code „ADIDAS33“. Die Adidas-Aktion geht nur noch bis Sonntag, die von Nike eine Woche lĂ€nger.

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Drivenow-Registrierung fĂŒr 10 Euro

Mit Drivenow können Sie in fĂŒnf deutschen StĂ€dten per App am Straßenrand Leihautos mieten und innerhalb des GeschĂ€ftsgebiets irgendwo wieder abstellen. Drivenow ist einer der grĂ¶ĂŸeren Anbieter dieses Free-Floating-Konzepts. Normalerweise kostet die Anmeldung 29 Euro. Doch wer sich jetzt registriert, zahlt nur knapp 10 Euro. ZusĂ€tzlich gibt es noch 15 Freiminuten (das entspricht einem Wert von rund 5 Euro).

Noch gĂŒnstiger ist die Anmeldung, wenn Sie ein Abo fĂŒr den Nahverkehr in einer der fĂŒnf StĂ€dte haben: Dann ist die Registrierung kostenlos und es gibt sogar 30 Freiminuten. Anmeldung mit Abo-Nummer unter folgenden Links: Berlin, Hamburg, MĂŒnchen, DĂŒsseldorf oder Köln.

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Jahresabo der Auto-Zeitung fĂŒr 10 Euro

Neben Fahrberichten, Kaufberatung und News zum Abgasskandal behandelt die „Auto-Zeitung“ auch Themen wie Tuning, Rennsport und Oldtimer. Das Jahresabo umfasst 25 Ausgaben und kostet eigentlich mehr als 70 Euro. Sie können das Heft derzeit beim HĂ€ndler zeitschriftenundco.de fĂŒr 9,90 Euro beziehen – inklusive Versand. Das Abo verlĂ€ngert sich zum regulĂ€ren Preis, wenn Sie es nicht drei Monate vor Ablauf kĂŒndigen. Das geht zum Beispiel per Mail.

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E-Rollerfahrer auf der Straße

1. E-Scooter: Das mĂŒssen Sie ĂŒber die motorisierten Tretroller wissen

In einigen Wochen werden die ersten kleinen Elektro-Tretroller legal im Straßenverkehr unterwegs sein. Solche Roller eignen sich beispielsweise fĂŒr den Weg zur Haltestelle. In Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln bieten E-Scooter also eine neue, preiswerte Alternative zum Auto.

Doch wer jetzt sofort einen E-Tretroller anschaffen will, den mĂŒssen wir leider etwas bremsen: Von den aktuell verkauften Modellen entspricht fast keines den Zulassungsregeln. Warten Sie daher unbedingt, bis es Modelle mit gĂŒltiger ABE (allgemeiner Betriebserlaubnis) gibt. Erst ab Ende Juni werden vermutlich regelkonforme E-Scooter in grĂ¶ĂŸerer Zahl erhĂ€ltlich sein.

Und auf diese Regeln haben sich nun Bund und LĂ€nder geeinigt: Fahrer mĂŒssen mindestens 14 Jahre alt sein; FĂŒhrerschein und Helm sind nicht vorgeschrieben. Elektro-Tretroller dĂŒrfen maximal 20 km/h schaffen und mĂŒssen auf dem Radweg fahren – wo es keinen gibt, auf der Straße.

Im Gegensatz zum E-Bike fahren E-Roller ganz ohne Muskelkraft, nachdem der Fahrer sein GefĂ€hrt einmal angetreten hat. Deshalb gelten E-Tretroller als Kraftfahrzeuge, fĂŒr die eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben ist.

Ähnlich wie beim Moped mĂŒssen Sie jĂ€hrlich die Versicherung erneuern. Die Preise werden um die 40 bis 80 Euro liegen. In eine bestehende Kfz-Versicherung lĂ€sst sich der Roller nicht integrieren.

Sobald genĂŒgend Tarife auf dem Markt sind, werden wir klĂ€ren, wo Sie sich gĂŒnstig versichern können.

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2. Tief „Axel“: Wie Sie sich gegen Hochwasser versichern

Gewitter und Starkregen fĂŒhrten diese Woche in vielen Regionen zu Überschwemmungen. Das Tief „Axel“ brachte den lang ersehnten Regen – aber eben etwas zu viel davon. Besonders betroffen waren Nordhessen, das AllgĂ€u und der Nordschwarzwald. Wer die Bilder im Fernsehen oder im Internet sieht, fragt sich vielleicht, ob er gegen solche SchĂ€den versichert ist.

TatsĂ€chlich reicht eine einfache Haftpflicht- oder WohngebĂ€udeversicherung nicht aus. WĂ€hrend SchĂ€den durch Blitze, Hagel und Sturm mitversichert sind, gilt der Schutz nicht bei SchĂ€den durch besondere Naturereignisse wie Überschwemmungen, Lawinen oder Schneelasten.

DafĂŒr brauchen Sie einen zusĂ€tzlichen Baustein, die sogenannte Elementarschaden-Versicherung. In Baden-WĂŒrttemberg ist diese Versicherung traditionell sehr verbreitet, weil sie bis 1993 vorgeschrieben war. In den anderen BundeslĂ€ndern ist die Mehrheit nicht dagegen versichert, denn sie ist teuer.

Im Blog haben wir in fĂŒnf Punkten kurz fĂŒr Sie aufbereitet, was Sie zum Thema wissen mĂŒssen, und beantworten Fragen wie: Welche SchĂ€den deckt sie genau? Wie groß ist das Risiko in Ihrer Region? Und was darf die Versicherung kosten?

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Nur nicht die Nerven verlieren: Wie Sie als ETF-Besitzer richtig reagieren, wenn die Kurse rutschen.

 

3. BGH-Urteil: Was kĂŒnftig bei KĂŒndigung wegen Eigenbedarf gilt

Wenn ein Vermieter selbst in seiner Wohnung wohnen will, kann er „Eigenbedarf“ anmelden. Doch wenn das fĂŒr seinen Mieter zu besonderen HĂ€rten fĂŒhrt, kann der sich wehren.

Eine EigenbedarfskĂŒndigung kann jeden Mieter treffen, auch Ă€ltere Menschen, die seit Jahren in dem Viertel wohnen und nicht mehr ganz gesund sind. So erging es einer 82 Jahre alten Mieterin in Berlin und einer Familie in Halle. Beide Mieter beriefen sich auf die HĂ€rtefallklausel, um trotz Eigenbedarf weiter in der Wohnung bleiben zu können (§ 574 BGB). Die Gerichte in Berlin gaben der alten Dame Recht, und die Richter in Halle dem Vermieter.

Diese Woche lagen beide FĂ€lle (Az. VIII ZR 167/17; VIII ZR 180/18) beim Bundesgerichtshof (BGH). Ergebnis: Nicht jeder Ă€ltere Mieter, der nach Jahren seinen Kiez verlassen muss, sei pauschal ein HĂ€rtefall. Es mĂŒsse immer die HĂ€rte fĂŒr den Vermieter gegen die HĂ€rte fĂŒr den Mieter abgewogen werden. Es komme also immer auf den Einzelfall an.

Zudem reicht kĂŒnftig ein Attest nicht mehr, in dem der Arzt aus gesundheitlichen GrĂŒnden dringend von einem Umzug abrĂ€t. Das Gericht muss zusĂ€tzlich ein SachverstĂ€ndigengutachten einholen.

Damit wird es fĂŒr beide Seiten kĂŒnftig viel aufwendiger, ihren Fall vor Gericht zu auszutragen. „Hohes Alter, Demenzerkrankung, ein langjĂ€hriges MietverhĂ€ltnis und fehlender Ersatzwohnraum“, klagt der Berliner Mieterverein, „was muss denn noch vorliegen?“ Er fordert nun von der Großen Koalition, gesetzliche Kriterien vorzugeben.

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4. Steuer-Serie, Teil V: So hilft der Staat bei SchicksalsschlÀgen

Ein Schlaganfall, der den halben Körper lĂ€hmt; ein Brand oder Hochwasser, das die Wohnung zerstört – persönliche Notlagen sind emotional schon schlimm genug. Hinzu kommt oft eine enorme finanzielle Belastung. Die gute Nachricht: Zumindest einen Teil der Kosten können sich Betroffene ĂŒber die SteuererklĂ€rung zurĂŒckholen. Der Posten nennt sich treffend „außergewöhnliche Belastungen“. Davon gibt es im Steuerdeutsch zwei Arten: allgemeine und besondere außergewöhnliche Belastungen.

Die „besonderen“ sind etwas leichter abzusetzen, weil es teilweise Pauschalen dafĂŒr gibt: Das gilt fĂŒr Unterhalt oder Pflege von Angehörigen, falls Sie selbst eine Behinderung haben oder falls noch Kinder in Ausbildung sind. Etwas aufwendiger ist es, Krankheitskosten oder Bestattungen abzusetzen.

Die allgemeinen außergewöhnlichen Belastungen können Sie unbegrenzt absetzen – dafĂŒr mĂŒssen Sie die Kosten aber immer belegen können. Und einen Eigenanteil selbst tragen. Die wichtigsten allgemeinen außergewöhnlichen Belastungen sind Krankheit, Pflege und Kur.

AusfĂŒhrlicher beschreiben wir die außergewöhnlichen Belastungen im Blog zum fĂŒnften Teil unserer Steuerserie. Nutzen Sie auch unsere Checkliste (als Docx), um keinen Posten zu ĂŒbersehen.

Die Finanztip-Steuerserie:

1. Auftakt: Steuern leicht gemacht
2. Werbungskosten – absetzen, was Sie zur Arbeit brauchen
3. Haushaltsnahe Dienste und Handwerker
4. Sonderausgaben wie Kinderbetreuung geltend machen
5. Außergewöhnliche Belastungen wie Krankheit absetzen
6.
KapitaleinkĂŒnfte richtig angeben und Pauschalbetrag nutzen (folgt)

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5. Auch wichtig: schwere Pakete beim EuGH, SparplÀne auf Aktienfonds, Finanztip wirkt

+++ Der EuGH stĂ€rkt die Rechte der Kunden bei mangelhafter Ware. Wenn ein Produkt zu sperrig ist, muss der Kunde es nicht zwingend zurĂŒckschicken, sondern kann eine Abhilfe bei sich zuhause verlangen. Das urteilte das Gericht im Fall eines Kunden, der 2015 per Telefon ein fĂŒnf mal sechs Meter großes Partyzelt bestellt hatte (Az C-52/18). Entscheidend ist: Die Reklamation darf fĂŒr den Kunden nicht so aufwendig werden, dass er davor zurĂŒckschreckt, seine Rechte wahrzunehmen. Der EuGH verlangt nun von den nationalen Gerichten, von seinem Urteil klare Kriterien fĂŒr solche FĂ€lle abzuleiten. +++


+++ Vergangene Woche haben wir eine kleine Anleitung gegeben, wie Sie Ihre SparplĂ€ne auf Aktienfonds am besten gestalten, um keine AnkaufgebĂŒhren zahlen zu mĂŒssen. Dabei hatten wir die Preismodelle der sechs Anbieter nicht durchgehend klar genug beschrieben. Weil uns dazu Fragen von Ihnen erreichten, haben wir die entsprechenden Stellen prĂ€zisiert und zwei Tabellen ergĂ€nzt, die alle wichtigen Daten im Überblick prĂ€sentieren. Hier geht’s zum Beitrag! +++


+++ Leserin Dina W. war durch den Newsletter auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, im Falle des erfolgreichen Widerrufsjokers bei einer Baufinanzierung auch die von der Bank darauf abgefĂŒhrte Kapitalertragssteuer zurĂŒckzuerhalten. „Ich habe lediglich meiner SteuererklĂ€rung ein kurzes, erlĂ€uterndes Anschreiben beigefĂŒgt und habe vom Finanzamt die Steuern ohne jegliche Nachfrage erstattet bekommen.“ Das habe sie „nicht zu trĂ€umen gewagt“. Sie war sicher, einen Anwalt zu benötigen. So einfach kann es manchmal sein. Wir freuen uns fĂŒr unsere Leserin! +++

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Das WG-Spar-Experiment, letzte Folge:
„Es gibt immer Spielraum fĂŒr Verhandlungen“

Was bisher geschah: Jana, Lena, Sofie und Linus haben sich auf ein Experiment eingelassen – und krĂ€ftig gespart. Jetzt fehlt nur noch Strom und Gas. Die große Frage: Wieviel konnten Sie insgesamt sparen?


Ein letztes Mal treffen wir uns in der WG-KĂŒche: Es gibt wieder Wasser und Merci-Schokolade. Heute steht der große Abschluss unseres Spar-Experiments an. Drei VertrĂ€ge und eine KĂŒndigung sind noch offen.

GrĂ¶ĂŸter Brocken sind die neuen VertrĂ€ge fĂŒr Strom und Gas: Jana, die Hauptmieterin, hat die alten VertrĂ€ge zum Ende der Mindestlaufzeit im Sommer gekĂŒndigt. Nun hat sie mit den Finanztip-Rechnern nach einem neuen Tarif ohne Bonus geschaut, damit der dann mehrere Jahre gĂŒnstig bleibt. Erster Eindruck bei Strom und Gas: Lauter Firmen, die sie nicht kennt. Auf den vorderen PlĂ€tzen jeweils Maingau-Energie. Und bei Strom ein junges Start-up namens 4hundred.

„Ich wĂŒrde lieber einen Versorger wĂ€hlen, der schon lĂ€nger am Markt ist“, sagt Jana. Gerade erst ging mit der BEV ein Stromanbieter pleite. Was ist, wenn dem Start-up die Luft ausgeht? „Stromausfall“, scherzt Linus.

So schlimm kĂ€me es zum GlĂŒck nicht. Die Stromversorgung ist garantiert, unabhĂ€ngig vom Anbieter. Ärgerlich wĂ€re es aber, wenn man bei den monatlichen AbschlĂ€gen nicht aufpasst und mehr im Voraus zahlt als nötig. Auf die Weise haben einige Kunden bei der BEV-Pleite Geld verloren.


Da ist indirekt RWE beteiligt

Also Maingau? Ein kurzer Check beim Bund der Energieverbraucher ergibt: An Maingau ist indirekt RWE beteiligt. „Maingau ist raus“, urteilt Jana. Denn dessen Rolle beim Kohleausstieg sieht sie sehr kritisch. Am Ende entscheiden sich die vier fĂŒr den Energie-Discounter Montana. Der ist kaum teurer und schon lĂ€nger am Markt. Er bietet gĂŒnstig Ökostrom an – und gehört auch beim Gas zu den preiswerten Anbietern. „Es ist angenehm“, findet Jana, „beide VertrĂ€ge bei einem Anbieter zu haben“.

Ersparnis gegenĂŒber den alten Bonus-VertrĂ€gen: 251 Euro beim Strom und 149 Euro beim Gas.

Nun fehlt nur noch Sofies Handyvertrag: Der lĂ€uft bis Oktober, weshalb sie ihn jetzt erst zum Schluss unsere Experiments kĂŒndigen will. Der Ersatz ist schon ausgesucht: Ein gleichwertiger Vertrag mit Winsim fĂŒr 7,99 Euro im Monat. Macht im Vergleich zu ihrem alten O2-Vertrag 12 Euro Ersparnis im Monat oder 144 Euro im Jahr.


Die große Abrechnung zum Schluss

Die vier haben am Ende nicht jeden Vertrag optimiert, aber sehr wohl alle großen Themen angepackt. Mehr als die nackte Ersparnis freut die vier, da sind sie ganz Studenten, das neue Wissen. Mehr als ein Dutzend Mal haben wir in der WG zusammengesessen, ĂŒber FreistellungsauftrĂ€ge geredet und ĂŒberteuerte Kreditkarten, zwingend notwendige Versicherungen, ĂŒber Mietrecht und am Ende ĂŒber Aktien. „Das war richtig gut, diese Anregungen zu haben“, sagt zum Beispiel Sofie. „Jetzt kann ich bei Aktien endlich mitreden.“ Und nur „weil die halbe Welt bei O2 zu sein scheint, heißt das nicht, dass das gut ist“.

Linus freut sich vor allem ĂŒber den Steuertipp mit dem Verlustvortrag. „Das sind Themen, ĂŒber die man nie nachgedacht hat.“ Spannend war fĂŒr die vier auch, dass man nicht akzeptieren muss, was einem so vorgesetzt wird. „Da gibt es immer noch Spielraum fĂŒr Verhandlungen“, ist Jana klargeworden.

Am Ende sind 981 Euro zusammengekommen, eine ordentliche Summe. Den Löwenanteil von 400 Euro machten die VertrĂ€ge fĂŒr Strom und Gas aus. Und Finanztip legt, wie versprochen, dasselbe noch mal oben drauf. „Das ist ja auch nicht schlecht“, sagt Jana und lĂ€chelt.

Protokoll: Matthias Urbach

Jahresersparnis 981 Euro
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...Smartphones hat Huawei hierzulande in etwa letztes Jahr verkauft.

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In der Rubrik „SchnĂ€ppchen der Woche“ informieren wir Sie außerdem ĂŒber kurzfristige und besonders gute Sonderangebote. Hierbei prĂŒfen wir ausdrĂŒcklich nicht die QualitĂ€t, sondern nur den Preis. Wichtig ist: Die Auswahl trifft auch hier ganz allein unsere unabhĂ€ngige Redaktion.

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