Frauen-Serie: Kind oder Karriere? -- Ärger im Urlaub -- „Die Zeit“ fast gratis -- Video: Inflation bekĂ€mpfen -- kostenloser Foto-Kurs bei DM -- -- --

Nr. 27 / 2019 vom 5. Juli

500.000 Abonnenten: Wir sagen DANKE!

Liebe Freundinnen und Freunde von Finanztip,

als wir 2013 mit Finanztip gestartet sind, war alles nur eine Idee: Wir wollten allen Menschen mehr finanzielle Freiheit ermöglichen – und damit zu einer gerechteren Welt beitragen. Mit unabhĂ€ngigen Ratgebern, in denen nur das steht, was wir auch unseren besten Freunden empfehlen. Und mit diesem Newsletter, der Sie jede Woche darĂŒber informiert, was Sie als selbstbestimmter Verbraucher wissen sollten.

Dass der Finanztip-Newsletter seit dieser Woche ĂŒber 500.000 Abonnenten hat, macht uns daher schon ein bisschen stolz. Die vielen positiven RĂŒckmeldungen, die wir jede Woche von Ihnen erhalten, sind fĂŒr uns und fĂŒr das gesamte Team der Beleg dafĂŒr, wie wichtig ein zu 100 Prozent unabhĂ€ngiges Angebot wie unseres ist. Gerade in Zeiten von dubiosen Informationen in sozialen Netzwerken und undurchsichtigen Marketing-Tricks der Anbieter. Und wir sind eigentlich erst am Anfang, denn derzeit kommen jeden Tag fast 1.000 neue Abonnenten hinzu.

Ebenfalls stolz sind wir darauf, dass wir bei Finanztip in Berlin und MĂŒnchen mehr als 40 ArbeitsplĂ€tze geschaffen haben. Die Menschen, die jeden Tag bei Finanztip fĂŒr Sie arbeiten und dieses Angebot möglich machen, werden wir Ihnen in den nĂ€chsten Ausgaben vorstellen. Mittlerweile erwirtschaftet unser gemeinnĂŒtziges Unternehmen auch ÜberschĂŒsse, die wir in Bildungsprojekte wie finanztip.schule investieren.

Aber ohne Sie, unsere Leserinnen und Leser, wĂ€ren wir nicht da, wo wir heute sind. Wir wissen, dass viele von Ihnen im eigenen Umfeld fĂŒr Finanztip werben – und einige sind sogar zu regelrechten Finanztip-Experten im Freundes- und Bekanntenkreis geworden. Sie alle sind Teil dieser Bewegung und tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen grĂ¶ĂŸere finanzielle Freiheit genießen und die Welt ein bisschen gerechter wird.

DafĂŒr sagen wir im Namen des ganzen Finanztip-Teams DANKE!

Herzlichst Ihre

Robert Haselsteiner und Marcus Wolsdorf
(GrĂŒnder und EigentĂŒmer von Finanztip)

Hermann-Josef Tenhagen
(Herausgeber und Chefredakteur)

PS: Haben Sie eine Idee, wie wir mit Finanztip noch mehr Menschen erreichen können? Dann schreiben Sie uns einen Kommentar im Blog.

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SchnÀppchen der Woche

6-mal „Zeit“ lesen fĂŒr 5 Euro

Die Wochenzeitung „Die Zeit“ bietet Nachrichten aus Politik, Wirtschaft, Wissen und Kultur. Dazu gibt es noch ein kurzweiliges Magazin als Extra. Bei zeitschriftendeals.de erhalten Sie derzeit sechs Ausgaben gratis. Die Versandpauschale betrĂ€gt einmalig 4,95 Euro. Das Probeabo endet automatisch, Sie mĂŒssen nicht kĂŒndigen.

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ING: 75-Euro-Amazon-Gutschein fĂŒr Wertpapierdepot

Die ING ist eine unsere Empfehlungen fĂŒr Wertpapierdepots ohne GrundgebĂŒhren. Sie bietet eine Reihe von Indexfonds (ETFs) an, die wir empfehlen.

Neukunden, die bis zum 31. Juli ein Depot eröffnen, winkt jetzt ein Gutschein von Amazon in Höhe von 75 Euro. Bedingung: Sie mĂŒssen fĂŒr 5.000 Euro Wertpapiere kaufen oder von einem anderen Depot ĂŒbertragen und ein halbes Jahr dabeibleiben. Außerdem dĂŒrfen Sie in den letzten zwölf Monaten nicht Kunde der ING gewesen sein.

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Kostenloser Foto-Kurs bei DM

FĂŒr alle angehenden Hobby-Fotografen bietet der Drogeriemarkt DM einen kostenlosen Fotografie-Workshop an. In einem vierstĂŒndigen Kurs lernen die Teilnehmer von professionellen Fotografen, wie man gute Bilder schießt und nachbearbeitet.

Interessierte können sich bis zum 25. Oktober bei teilnehmenden DM-Filialen anmelden. Auf der Aktionsseite können Sie nachsehen, wann in Ihrer NĂ€he ein Foto-Workshop stattfindet. Zum Termin mĂŒssen Sie Ihre eigene Kamera mitbringen.

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1. Falsche Mahnung: Air Berlin verlangt Geld fĂŒr ausgefallene FlĂŒge

Haben Sie einen Flug direkt bei einer Airline mit Kreditkarte bezahlt und das Unternehmen geht pleite, können Sie sich das Geld zurĂŒckholen – mit dem sogenannten Chargeback-Verfahren. So lauten die Regeln der Kreditkartenfirmen. Doch einige Leser haben uns berichtet, dass sie Mahnungen von Air Berlin erhielten, nachdem sie erfolgreich die Zahlung reklamiert hatten. In dem Schreiben werden die Kunden aufgefordert, das Geld fĂŒr einen Flug zu ĂŒberweisen – der aber nie stattgefunden hat.

Wir haben den Insolvenzverwalter von Air Berlin gefragt, wie das sein kann – und können Entwarnung geben: Die Mahnungen seien beispielsweise fĂŒr Kunden gedacht, die ihre FlĂŒge noch wahrnehmen konnten und das Chargeback-Verfahren missbrĂ€uchlich genutzt hĂ€tten. Dabei seien „vereinzelt Kunden versehentlich angemahnt worden“. Diese Mahnungen seien gegenstandslos.

Nach den Regeln von Visa und Mastercard trĂ€gt der Kunde, der mit Karte zahlt, nicht das Risiko fĂŒr eine Insolvenz. Es ist die Bank der Fluglinie, die sich auf das Insolvenz-Risiko vorbereiten muss. Das machen die Banken zum Beispiel, indem sie GebĂŒhren verlangen, Versicherungen abschließen oder gar ĂŒber Finanzinstrumente, die auf die Insolvenz ihres Kunden wetten. Fluggesellschaften haben diesem Konzept vertraglich zugestimmt, indem sie Kreditkartenzahlungen akzeptierten.

Falls auch Sie nach erfolgreichem Chargeback eine Zahlungsaufforderung von Air Berlin erhalten haben, warten Sie ein paar Tage ab; wahrscheinlich kommt ein Korrektur-Schreiben. Falls nicht, weisen Sie Air Berlin auf den Fehler hin. Und schreiben Sie uns gerne, wie das bei Ihnen ablief.

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2. Vermieter werden: Jetzt gibt‘s Extra-Förderung

Sie besitzen ein brachliegendes BaugrundstĂŒck, ein nicht ausgebautes Dachgeschoss oder eine alte Scheune? Wenn Sie die Chance und das Geld fĂŒr den Bau einer Mietwohnung haben, dann tun Sie es jetzt. Der Bundesrat hat – auf Initiative Bayerns – Ende Juni eine befristete Sonderabschreibung beschlossen. Das heißt, Sie können mehr Baukosten zusĂ€tzlich und schnell von der Steuer absetzen.

Entscheidend ist, dass Sie neuen, bisher nicht vorhandenen Wohnraum schaffen: Neubau, Dachausbau, Dachaufstockung, Umbau eines bislang gewerblich genutzten Objekts – was genau, ist egal.

Besonders attraktiv ist die Förderung fĂŒr Gutverdiener, die wenige Jahre vor der Rente stehen. Die Sonderabschreibung betrĂ€gt nĂ€mlich vier Jahre lang 5 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten, zusĂ€tzlich zur normalen Abschreibung von jĂ€hrlich 2 Prozent auf den GebĂ€udeanteil.

Das bedeutet: Haben Sie fĂŒr 200.000 Euro (um)gebaut, können Sie vier Jahre 10.000 Euro zusĂ€tzlich von der Steuer absetzen. Die Sonderabschreibung gibt es nicht fĂŒr die Kosten eines GrundstĂŒcks.

Bedingung ist, dass Sie die Wohnung mindestens zehn Jahre lang vermieten. Absetzbar sind bis zu 2.000 Euro je Quadratmeter WohnflĂ€che. Die neue Förderung schließt Luxuswohnungen aus, denn bei Herstellungskosten von ĂŒber 3.000 Euro je Quadratmeter kriegen Sie gar nichts.

Von der Sonderabschreibung profitieren alle, die seit September 2018 einen Bauantrag oder eine Bauanzeige gestellt haben oder das bis Ende 2021 noch tun.

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Video der Woche

Wie viel wird meine gesetzlichen Rente noch wert sein? Wie teuer wird das Leben im Alter mal sein? Saidi gibt Tipps, wie Sie mit dem Zinseszins gegen die ewige Teuerung ankÀmpfen.

 

3. Immer wieder IT-Pannen bei Banken: Ist unser Geld noch sicher?

Pannenserie bei Online-Banken: Nachdem Commerzbank und Comdirect bereits vor vier Wochen mit einem massiven IT-Ausfall zu kĂ€mpfen hatten, gab es letzten Freitag und Montag erneut technische Probleme. Etliche Commerzbank-Kunden hatten im Online-Banking keinen Zugriff auf ihr Konto, konnten kein Geld abheben und nicht mit Karte bezahlen. In EinzelfĂ€llen sind offenbar auch Überweisungen und GeldeingĂ€nge wie Gehalt oder Rente nicht verbucht worden, berichtet das Branchenmedium finanz-szene.de.

Ebenfalls am Montag konnten Kunden der Direktbank DKB ĂŒber 13 Stunden das Online-Banking nicht nutzen. Im Hintergrund sind aber wohl alle Zahlungen ausgefĂŒhrt worden. In einem Video auf Youtube entschuldigte sich DKB-Chef Stefan UnterlandstĂ€ttner: Erstmals seit Bestehen der DKB sei das „Serviceversprechen 24/7“ nicht eingehalten worden. Das Geld der Kunden sei jedoch jederzeit sicher auf dem Konto. Auch die Commerzbank versicherte, dass Konten und Gelder „natĂŒrlich sicher“ seien. Ursache seien interne Probleme gewesen, nicht etwa ein Hackerangriff von außen, sagten uns beide Banken.

IT-AusfĂ€lle können nie ganz ausgeschlossen werden. Etwas Bargeld dabei zu haben, schadet sicher nicht. Sie können auch ĂŒber ein zweites Girokonto nachdenken, auf das Sie im Fall der FĂ€lle ausweichen können; fĂŒr unsere Empfehlungen zahlen Sie keine laufenden GebĂŒhren. Eine sinnvolle Absicherung kann auch eine kostenlose Kreditkarte wie die Barclaycard* sein, die nicht an Ihr Girokonto gekoppelt ist.

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4. Urlaubsserie Teil V: Ärger im Paradies

Ob Flugausfall, Horror-Hotel oder Mietwagen-Stress – wie Sie aus misslichen Lagen herauskommen und anschließend zu einer EntschĂ€digung, darum geht es in der letzten Folge unserer Urlaubsserie.

 

1. Reisedokumente sichern

Falls die Brieftasche gestohlen wird, schmerzt der Verlust der Ausweise oft mehr als das verlorene Bargeld. Machen Sie daher unbedingt vor Reiseantritt Kopien von Ihren wichtigsten Dokumenten wie Personalausweis, Reisepass und FĂŒhrerschein. Oder fotografieren Sie die Dokumente mit Ihrem Smartphone. Lassen Sie die Kopien im Hotelsafe oder bewahren Sie die Fotos auf Laptop und Smartphone. Damit haben Sie es leichter, in der Botschaft Ersatzdokumente zu bekommen.

 

2. Wenn der Flug sich verspÀtet

Hat Ihr Flug mehr als drei Stunden VerspĂ€tung, steht Ihnen eine EntschĂ€digung von 250 bis 600 Euro von der Fluggesellschaft zu. Ausnahme: Es liegen außergewöhnliche UmstĂ€nde wie extreme Wetterbedingungen oder Sicherheitsrisiken vor. Nicht entschĂ€digen muss die Fluggesellschaft zum Beispiel auch bei Streiks – es sei denn, eine Fluglinie hat den Streik durch arbeitnehmerfeindliche GeschĂ€ftspraktiken mit heraufbeschworen wie im Fall Ryanair.

 

3. Falls Sie den Flug stornieren mĂŒssen

Viele Fluglinien vermitteln den Eindruck, es gĂ€be keine Erstattung, falls der Passagier den Flug storniert. Das stimmt nicht. Als Fluggast haben Sie zumindest ein Anrecht auf Erstattung sĂ€mtlicher Steuern und FlughafengebĂŒhren.

Manche Fluggesellschaften erheben auch pauschale StornogebĂŒhren. Das ist verboten. Falls Sie sich nicht selbst mit der Airline herumstreiten wollen, können Sie sich an den Rechtsdienstleister geld-fuer-flug.de wenden.

Lesen Sie im Blog, was Sie tun können, wenn Ihr GepĂ€ck verlorengeht, das Hotel schlecht ist oder der Mietwagen Ärger macht.

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5. Auch wichtig: Schweizer Aktien, verbotene Telefonwerbung, Gericht stÀrkt Deutsche Umwelthilfe

+++ Eine politische Fehde zwischen Schweiz und EU bringt Aktienanleger in Schwierigkeiten. Ob Lindt, NestlĂ©, UBS oder Roche: Rund 180 Schweizer Aktien sind seit Dienstag vom Börsenhandel in Deutschland ausgesetzt. Der Grund: Die EU-Kommission will die Gleichwertigkeit der Schweizer Börse nicht lĂ€nger anerkennen. Stattdessen soll die Schweiz ein „Partnerabkommen“ unterzeichnen. Was dahinter steckt, hat der Tagesspiegel verstĂ€ndlich aufgeschrieben. Über die Schweizer Börse lassen sich die Papiere derzeit noch handeln – gegen hohe GebĂŒhren. Fondsanleger sind nicht betroffen. +++

+++ Vodafone muss 100.000 Euro Strafe an die Bundesnetzagentur zahlen, weil das Unternehmen ehemalige Kunden unaufgefordert anrief, um sie zurĂŒckzugewinnen. Solche Anrufe hĂ€tten die Kunden vorher aber ausdrĂŒcklich erlauben mĂŒssen. Sonst handelt es sich um unzulĂ€ssige Werbeanrufe. Doch auch wer diese Werbeanrufe ausdrĂŒcklich untersagt hat, wurde von Vodafone wiederholt angeklingelt - in EinzelfĂ€llen wohl bis zu 30 Mal. Falls Sie solche Anrufe auch schon bekommen haben, melden Sie das der Bundesnetzagentur. Wie Sie mit unerlaubter Telefonwerbung und TelefonbetrĂŒgern am besten umgehen, haben wir bereits Anfang des Jahres zusammengefasst. +++

+++ Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat den Diesel-Skandal maßgeblich mit aufgedeckt und kĂ€mpft mit zahlreichen Abmahnungen und Klagen fĂŒr die geprellten Verbraucher. Damit zog sie den Zorn der Autobranche auf sich. Vor dem BGH hatte ein AutohĂ€ndler der Umwelthilfe vorgeworfen, es gehe ihr gar nicht um die Verbraucher, sie wolle mit den vielen Abmahnungen nur Geld machen. Die obersten deutschen Richter stellten nun klar: Wenn AutohĂ€user hĂ€ufig gegen die Regeln verstoßen, dann mĂŒssten sie eben hĂ€ufig abgemahnt und verklagt werden. Die Umwelthilfe hat keinen Rechtsmissbrauch begangen (Az. I ZR 149/18). +++

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... freuen sich Woche fĂŒr Woche ĂŒber unsere Tipps. Laden Sie Ihre Freunde ein, dabei zu sein.

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Hatten Sie schon mal richtig Ärger im Urlaub?

  • Ja, das Hotel war ĂŒbel.
  • Ja, die Mietwagenfirma wollte mich ĂŒber den Tisch ziehen.
  • Ja, mit dem Flug gab es Probleme.
  • Ja, mit der Kreditkarten-Rechnung stimmte etwas nicht.
  • Ja, etwas anderes ist schiefgelaufen (Sie können unter der Umfrage kommentieren).
  • Nein, bis auf Kleinigkeiten lief immer alles rund.

(Mehrfachantworten möglich.)

Zur Abstimmung klicken Sie bitte auf den grĂŒnen Button.

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Frauen und Finanzen, Teil 5: Kind oder Karriere – oder was?

Von Kathrin Gotthold

 

„Wer soll sich dann um die Kinder kĂŒmmern?“

Na, wie wĂ€re es denn mit dem Vater? Machen wir uns nichts vor: Ganz egal, wie emanzipiert ein Paar glaubt zu sein, wenn es hart auf hart kommt, steckt meistens eben doch die Frau zurĂŒck. Vor allem mit Blick auf die Karriere. Das Kind ist ĂŒber Nacht krank geworden? Mama bleibt zu Hause, macht vielleicht noch ein bisschen Homeoffice. FĂŒr die Kita wird dringend noch ein Sonnenhut gebraucht? Eine Regenhose? Oder ein zuckerfreier Geburtstagskuchen? Mama rennt los und kĂŒmmert sich, statt sich auf die PrĂ€sentation in der Firma vorzubereiten.

Klar ist: MĂ€nner können sich genauso gut um Kinder kĂŒmmern wie Frauen. Der Tipp, dass wir MĂŒtter den VĂ€tern einfach nur mal eine Chance geben mĂŒssten, sich zu beweisen, ist so alt wie nervig. Vor allem, weil er auch ein klein wenig stimmt. Also legen wir eine Grundlage: Am besten beginnt der Vater gleich von Anfang an damit. Verbringt möglichst frĂŒh möglichst viel Zeit alleine mit dem Kind – und nicht bloß die obligatorischen zwei Monate Pseudo-Elternzeit neben oder nach uns Frauen. Die dann auch noch fĂŒr einen ausgedehnten Familienurlaub genutzt werden.

Serie Frauen und Finanzen

Haben Sie Ihr Gehalt hart verhandelt? Mit Aktien schon mal Rendite gemacht? Steckt Ihr Partner beruflich fĂŒr Sie zurĂŒck?

Wenn Sie diese Fragen eher mit nein beantworten, sind Sie hier richtig: in unserer Serie ĂŒber Finanzen – aus weiblichem Blickwinkel. Falls wir mal im Klischee landen, nehmen Sie uns das bitte nicht krumm. Wir wissen, dass nicht alle Frauen gleich sind. Aber am Ende kann wohl jede was aus dieser Serie ziehen. Und vielleicht auch der eine oder andere Mann.

„Elternzeit geht nur 14 Monate.“

Von wegen. Beide Eltern können bis zu drei Jahre Elternzeit pro Kind nehmen: gleichzeitig oder nacheinander. Nehmen Sie solche Chancen wahr. Denn MĂ€nner wie Frauen haben im Anschluss an ihre Elternzeit das Recht, auf ihre alte oder eine vergleichbare Stelle zurĂŒckzukehren. Das hĂ€lt den Karriereknick in Grenzen.

Es gibt außerdem noch ein probates Mittel, die berufliche Laufbahn im Blick zu halten: Statt den Job fĂŒr eine Weile ganz aufzugeben, kann Vater wie Mutter wĂ€hrend der Elternzeit bis zu 30 Stunden pro Woche arbeiten. Das ist auch nicht ganz unwichtig, wenn nach 14 Monaten der großzĂŒgige Verdienstausgleich des Staates versiegt.

Es mĂŒssen ja nicht gleich 30 Stunden sein. Ein Tag die Woche wĂ€re schon genug, um den Anschluss an die Firma zu erhalten – und die kleinen Freundschaften im BĂŒro. Wichtig: Wenn Sie nebenher weiterarbeiten, kann es sich lohnen, statt normalem Elterngeld das Elterngeld Plus zu wĂ€hlen.

„Ein Mann ist keine Altersvorsorge.“

Ja, nein – das muss er schließlich auch nicht sein. Und wissen Sie was: Weder Ihr Mann noch Sie sollten dazu verdammt sein, ihn als Altersvorsorge zu sehen. Suchen Sie sich Ihren LebensgefĂ€hrten nach anderen Merkmalen aus. Wie Sie das am besten anstellen, können wir Ihnen nicht verraten. Doch wie Sie die beste Altersvorsorge fĂŒr sich finden, erklĂ€rt Ihnen meine Kollegin Sara Zinnecker in Teil 8 der Serie.

Über eines können Sie sich mit Blick auf Ihre Altersvorsorge bereits jetzt freuen: Solange Sie in Elternzeit sind, zahlt der Staat recht großzĂŒgig fĂŒr Sie in die Rentenkasse ein. Als Berechnungsgrundlage wird nĂ€mlich nicht Ihr tatsĂ€chliches – wahrscheinlich vermindertes – Einkommen angenommen, sondern der Durchschnittsverdienst aller Versicherten. Aktuell liegt der bei 38.901 Euro im Jahr.

Ach ja: MĂŒtter bekommen die Rentenpunkte automatisch. Die wenigen VĂ€ter, die Elternzeit nehmen, mĂŒssen sie extra beantragen.

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In der Rubrik „SchnĂ€ppchen der Woche“ informieren wir Sie außerdem ĂŒber kurzfristige und besonders gute Sonderangebote. Hierbei prĂŒfen wir ausdrĂŒcklich nicht die QualitĂ€t, sondern nur den Preis. Wichtig ist: Die Auswahl trifft auch hier ganz allein unsere unabhĂ€ngige Redaktion.

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