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Eigener Strom vom Dach: So kommst Du zu einer rentablen Solaranlage

Eigener Strom vom Dach: So kommst Du zu einer rentablen Solaranlage

Solaranlagen bauen: Mit diesen Portalen findest Du den richten Handwerksbetrieb

Deinen Strom kannst Du selbst machen: Solarstrom ist sogar die günstigste Energie, die Du haben kannst. Zahlst Du für die Kilowattstunde bei einem kommerziellen Versorger um die 30 Cent, kostet Dich Solarstrom vom eigenen Dach etwa 12 Cent. Immer mehr Haushalte erzeugen so ihren eigenen Strom, manche Mieter pachten einfach das Dach.

Wir haben für Dich deshalb Portale getestet, die Handwerksbetriebe für die komplette Installation vermitteln. Hier das Ergebnis und unsere Tipps für das eigene kleine Klimaschutzprogramm.

 

1. Anlage in der richtigen Größe wählen

Nicht jede Kilowattstunde, die Du selbst erzeugst, kannst Du auch verbrauchen. Wenn die Sonne am stärksten scheint, brauchst Du vielleicht kaum Strom. Fallen Überschüsse an, fließen sie ins Stromnetz ab. Für diesen Strom bekommst Du aktuell nur 7,81 Cent pro Kilowattstunde vom Netzbetreiber. Plane die Photovoltaikanlage daher so, dass Du so viel Strom wie möglich selbst verbrauchen kannst. Dann rechnet sich die Investition schneller. Eine gute Faustregel ist: Die Anlage sollte so groß sein, dass sie rein rechnerisch deinen Jahresverbrauch an Strom produziert. Typischerweise liefert sie dann tagsüber so viel Strom, dass Du 30 Prozent selbst verbrauchen kannst. Nachts beziehst Du Deinen Strom dann aus dem Netz. Pro 1 Kilowatt Leistung kann eine Anlage übers Jahr rund 1.000 Kilowattstunden erzeugen.

 

2. Kauf großer Stromverbraucher abwägen

Planst Du, eine Wärmepumpe, ein Elektroauto oder andere große Stromverbraucher anzuschaffen, solltest Du das bei der Größe der Photovoltaikanlage berücksichtigen. Wallboxen für Elektroautos bieten die Installationsbetriebe häufig gleich mit an. Falls Du Dir auch einen Stromspeicher anschaffst, solltest Du die Anlage nicht größer planen. Das Gerät dient dazu, dass Du mehr vom eigenen Strom selbst verbrauchen kannst (mindestens 50 Prozent).

 

3. Angebote über Portale oder direkt bei Fachfirmen einholen

Bist Du Dir im Klaren darüber, wie groß die Anlage sein soll, kannst Du Angebote einholen. Kontakt zu mehreren Fachfirmen auf einen Schlag erhältst Du über Portale im Internet. Fünf haben wir getestet, zwei davon können wir empfehlen: selfmade-energy.com* und photovoltaik-angebotsvergleich.de*. Bei unserem Test haben unsere fünf Musterkunden über diese beiden Portale die meisten Firmen vermittelt bekommen. Je mehr Angebote, desto besser. Einige Firmen waren mehr als 80 Prozent teurer als der günstigste Anbieter. Es lohnt sich also zu vergleichen.

 

4. Wirtschaftlichkeit der Angebote prüfen

Liegt Dir ein Angebot vor, rechne nach, ob sich die Photovoltaikanlage für Dich lohnt. Wie Du das machst, erläutern wir im Ratgeber. Verlasse Dich nicht auf die Kalkulation der Firmen – die sind mit Vorsicht zu genießen. Innerhalb von 15 Jahren kann sich eine Anlage bezahlt machen, wenn sie nicht mehr als 1.500 Euro pro Kilowatt Leistung kostet – ohne Mehrwertsteuer gerechnet (also netto). Größere Anlagen mit mehr als fünf Kilowatt Leistung sind deutlich günstiger. Wir hatten Preisangebote ab 1.000 Euro pro Kilowatt Leistung (netto).

 

5. Balkonmodule als Alternative

Ein wirtschaftliches Angebot zu finden, ist umso schwerer, je kleiner die Photovoltaikanlage ist. Dann fallen die fixen Kosten stärker ins Gewicht. Alternativ kannst Du überlegen, eine kleine Balkonanlage zu kaufen – ohne Netzeinspeisung gegen Geld. Als Mieter musst Du nachfragen, ob Du solche Module am Balkon anbringen darfst.

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Schnäppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion für Dich entdeckt hat.

Feine Serien auf ARD und ZDF

Es muss nicht immer Netflix und Disney+ sein. Auch die Öffentlich-Rechtlichen haben inzwischen vollständige Serien in ihren Mediatheken. Und keine schlechten. Nun liegt die Qualität immer auch ein wenig im Auge der Betrachterin. Hier eine kleine Auswahl. In der ARD Mediathek gibt es nur noch dieses Wochenende die amüsante Miniserie „Beforeigners“. Eine Geschichte über Einwanderer, nicht aus dem Ausland, sondern aus der eigenen Vergangenheit. Deutlich länger laufen noch „Die Toten von Marnow“, ein ungewöhnlicher Krimi mit kompromittierten Ermittlern und die dritte Staffel der Medizinserie „Charité“. In der ZDF-Mediathek gefiel uns zum Beispiel die Thrillerserie „Unbroken“. Und auch in der Arte-Mediathek finden sich spannende Serien, derzeit zum Beispiel die ersten beiden Staffeln des Skandinavien-Krimiklassikers „Bron – Die Brücke“. Das Gute: Wir Gebührenzahler haben alle Serien schon bezahlt.

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Bis zu 40 Prozent auf Adidas und Puma

Falls Du Dich neben dem Homeoffice fit halten möchtest: Aktuell bietet der Modehändler Mysportswear bis zu 40 Prozent Rabatt auf Sportbekleidung von Adidas, Puma und Under Armour. Wir fanden in einer Stichprobe tatsächlich einige gute Angebote. Jogginghosen, Sport- und Sweatshirts von Adidas und Puma waren in ausreichend Größen sowohl für Damen als auch für Herren erhältlich. Bei Under Armour war die Auswahl leider nicht gut. Der Laden hat auch viele Nike-Angebote – gibt hier aber nur rund 20 Prozent.

 
Serie „Börsenhoch“, Teil 1: Soll ich jetzt noch einsteigen?

1. Serie „Börsenhoch“, Teil 1: Soll ich jetzt noch einsteigen?

Im Jahr Zwei der Pandemie hat Corona unseren Alltag noch immer im Griff. Eine bizarre Ausnahme sind die Weltbörsen: Nach dem heftigen Kurssturz vor gut einem Jahr kennen sie quasi nur noch eine Richtung: nach oben. In der ersten Corona-Welle stürzte zum Beispiel der Dax auf einem Tiefpunkt von 8.255 Punkten. Seit gut einer Woche steht der deutsche Leitindex nun oberhalb von 15.000. Ist das nicht eine verrückte oder sogar gefährliche Entwicklung für Anleger?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass an der Börse Rekordmarkenimmer wieder geknackt werden. Manchmal ganz schnell hintereinander! Nur leider weißt Du im Voraus nie, ob nicht genau jetzt ein langer „Durchhänger“ folgt – deshalb raten wir, ein Investment in Aktien mindestens auf 10, besser 15 Jahre anzulegen.

Wir sind zwar auf einem Rekordniveau, aber gemessen am Stand vor Corona von knapp 13.800 erscheint der Dax-Anstieg nicht mehr ganz so spektakulär. Ob sich derzeit ein Einstieg auf kurze Sicht lohnt, kann trotzdem niemand sicher vorhersagen.

Vermeintlich überteuerte Kurse von heute können morgen durchaus wie verpasste günstige Gelegenheiten aussehen. Der geschmeidigste Weg aus diesem Dilemma ist der Sparplan – mit dem Du Monat für Monat in verdaulichen Häppchen anlegst. Dadurch ersparst Du Dir auch das Grübeln über den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg. Spare einfach ständig ein wenig. Allerdings nimmst Du besser einen Sparplan auf den Weltindex MSCI statt auf den Dax.

Nächste Woche geht es in unserer Serie um die Frage: Was tun, wenn die Kurse stark fallen? Hast auch Du eine Frage, die wir im Newsletter zum Börsenhoch beantworten sollen? Dann schreib uns.

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Click & collect: Das sind Deine Rechte als Kunde

2. Click & collect: Das sind Deine Rechte als Kunde

Im Internet, per E-Mail oder telefonisch bestellen und im Laden abholen: In Pandemie-Zeiten bieten viele Einzelhändler ihren Kundinnen und Kunden diese Möglichkeit an, um ihr eigentlich geschlossenes Geschäft irgendwie am Laufen zu halten. Mal nennt sich das „Click & collect“, mal „Click & reserve“ oder „Click & meet“.

Doch was wie Online-Shopping klingt, ist es nicht unbedingt: Du hast nicht automatisch dasselbe Widerrufsrecht wie beim regulären Internet-Kauf. Der Grund: Bei vielen Click-&-collect-Angeboten gibt es keine systematische Online- oder Telefon-Bestellmöglichkeit. Meist reicht ein schneller Anruf oder eine kurze Anfrage per Mail, ob eine Ware vorrätig ist und wann Du vorbeikommen kannst.

Und damit kaufst Du die Ware erst in dem Moment, in dem der Laden sie Dir aushändigt und Du bezahlst. Du hast also zumindest kurz Zeit, Dir das Produkt anzusehen und zu entscheiden, ob es dir wirklich gefällt. Beim echten Online-Shopping geht das nicht. Deshalb müssen Dir Online-Händlerinnen immer ein Widerrufsrecht einräumen.

Was aber tun, wenn Dir die an der Ladentür gekaufte Ware nicht gefällt? In unseren Augen gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens: Schau nach, ob sich auf der Internet-Seite des stationären Händlers eine Widerrufsbelehrung finden lässt zum „Click & collect“. Falls ja hast Du dieselben Rechte wie beim Online-Shopping. Und zweitens: Bitte umKulanz – vielleicht räumt Dir das Geschäft freiwillig die Möglichkeit ein, die Ware zurückzugeben.

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Die Finanztip Podcasts
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Auf Geldreise mit Anika und Anja:

Geld ganz einfach mit Saidi:

Seit Ostern vorerst kein neuer Corona-Podcast mehr:

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Auszeit von der Pflege: Das zahlt Dir die Pfle­ge­ver­si­che­rung

3. Auszeit von der Pflege: Das zahlt Dir die Pfle­ge­ver­si­che­rung

Eine Angehörige zuhause zu pflegen, kostet viel Kraft. Wenn Du als Pflegender eine Auszeit brauchst, zum Arzt musst oder selbst gesundheitlich angeschlagen bist, kann Dir die sogenannte Ver­hin­de­rungs­pfle­ge helfen. Damit können Verwandte, Bekannte oder ein professioneller Pflegedienst tage- oder stundenweise für Dich einspringen. Die gesetzliche Pfle­ge­ver­si­che­rung erstattet dafür bis zu 1.612 Euro im Jahr. Lässt Du Dich mehrere Tage am Stück vertreten, wird allerdings das Pflegegeld in dieser Zeit um die Hälfte gekürzt.

Kannst Du Deinen Angehörigen vorübergehend nicht zuhause pflegen, kommt Kurzzeitpflege in Betracht. Er wird dann übergangsweise in einem Pflegeheim betreut, während Du im Krankenhaus oder in der Reha bist oder die Pflege neu organisierst. Das geht bis zu acht Wochen im Jahr. Die Pflegekasse zahlt auch dafür höchstens 1.612 Euro jährlich.

Die Budgets für Kurzzeit- und Ver­hin­de­rungs­pfle­ge kannst Du kombinieren: Hast Du beispielsweise den Anspruch auf Ver­hin­de­rungs­pfle­ge noch nicht ausgeschöpft, lässt sich das restliche Budget für die Kurzzeitpflege nutzen. Für all diese Leistungen muss Dein Angehöriger aber mindestens in Pflegegrad 2 eingestuft sein.

Wie Du die Leistungen bei der Pflegekasse beantragst und was Du dabei beachten musst, liest Du in unseren Ratgebern zur Kurzzeit- und Ver­hin­de­rungs­pfle­ge.

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So bezahlst Du sicher im Internet

4. So bezahlst Du sicher im Internet

Nachnahme, Kreditkarte oder lieber Paypal? Wer online shoppt, hat die Qual der Wahl. Du solltest genau überlegen, wie Du bezahlst, denn einige Bezahl-Möglichkeiten haben große Nachteile.

Der Klassiker: Du zahlst per Rechnung und überweist den Betrag erst, wenn Deine Bestellung da ist. Beim Bankeinzug bucht der Händler zwar schon Geld ab, bevor Deine Lieferung eintrifft. Die Lastschrift kannst Du aber acht Wochen lang zurückholen.

Praktisch ist auch die Kreditkarte – geht etwas schief, kannst Du per Chargeback Dein Geld zurückfordern. Vermeiden solltest Du dagegen Vorkasse und Nachnahme, da Du bei Reklamationen unter Umständen Deinem Geld hinterherlaufen musst.

Daneben gibt es Zahlungsdienste wie Paypal, Klarna, Amazon Pay und Paydirekt. Einige bieten einen guten Käuferschutz. Komplett verlassen solltest Du Dich auf den aber nicht.

Paypal hilft Dir unter anderem nicht, wenn Du Gutscheinkarten kaufst oder der Händler den Artikel laut Paypal richtig beschrieben hat. Der Käuferschutz gilt natürlich auch nicht, wenn Du die Option „Geld an Freunde und Familie senden“ nutzt. Auch Amazon Pay schließt Gutscheine aus, außerdem digitale Produkte.

Und wie sieht es mit Gebühren aus? Das Gesetz verbietet es Händlern, Extragebühren zu verlangen, wenn Du mit Kreditkarte, Überweisung oder per Lastschrift zahlst. Vor Kurzem entschied allerdings der Bundesgerichtshof, dass Verkäufer Gebühren verlangen dürfen, wenn mit Paypal oder Sofortüberweisung gezahlt wird (Az. I ZR 203/19). Die sind dann aber ausgewiesen.

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Auch wichtig: Pflegehilfe verlängert, Soforthilfe nicht pfändbar, Fitnessstudio-Urteil, Streaming-Falle

5. Auch wichtig: Pflegehilfe verlängert, Soforthilfe nicht pfändbar, Fitnessstudio-Urteil, Streaming-Falle

+++ Die Große Koalition hat die Hilfen für pflegende Angehörige in der Pandemie verlängert. Bis Ende Juni kannst Du Dich kurzfristig 20 statt 10 Arbeitstagebezahlt vom Job freistellen lassen, falls Du zuhause einen Pflegenotfall hast. Auch für die Verwendung des Entlastungsbetrags von 125 Euro im Monat gelten während der Corona-Pandemie kulantere Regeln. Hat Deine pflegebedürftige Angehörige 2019 und 2020 nicht die vollen Beträge in Anspruch genommen, kann sie den Rest noch bis Ende September aufbrauchen, etwa für Haushaltshilfen. +++

 

 

+++ Corona-Soforthilfen von Bund und Ländern für Kleinstunternehmer und Selbständige dürfen nicht gepfändet werden. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Mittwoch entschieden (Az. VII ZB 24/20). Der festgelegte Zweck der Hilfen sei es, Liquiditätsengpässe auszugleichen und die Existenz des Unternehmens zu sichern. Das stehe einer Pfändung entgegen. +++

+++ Neues Urteil gegenFitness-Studio: Mitte März hat nun auch das Amtsgericht Döbeln geurteilt, dass ein Fitnessklub einen Vertrag nicht einfach um die Zeiten des Corona-Lockdowns verlängern darf (Az. 3 C 878/20). Für alle, die immer noch Ärger mit ihrem Studio haben, ist die Rechtsprechung sehr hilfreich. Im Februar haben wir bereits über ein ähnliches Urteil aus Papenburg berichtet. +++

 

 

+++ Wer kein Geld für die großen Streaming-Anbieter wie Amazon Prime, Disney+ oder Netflix ausgeben will, kann auf der Suche nach kostenlosen Angeboten im Netz schnell auf dubiose Anbieter stoßen. Die Websites sehen seriös aus und locken mit kostenlosen Probeabos. Filme gibt es am Ende aber nicht zu sehen. Stattdessen wirst Du mit Rechnungen für angebliche Jahresabos, falschen Inkassoschreiben und Pfändungsdrohungen überzogen. Der Bundesverband Verbraucherzentralen vzbv hat eine Liste dubioser Seiten zusammengestellt. +++

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Video der Woche
Video der Woche

Vermögen und hohes Einkommen – das wünschen sich die meisten. Aber kann es sein, dass Geld den Charakter verdirbt? Und kann umgekehrt unser Charakter dem Erfolg im Wege stehen? Saidi geht dem nach.

Weitere Videos von Saidi:
WerbetricksWie Dich die Werbung manipuliert
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ImmobilienWie kommst Du zu Deiner eigenen?

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Steuer-Serie, Teil 2: Werbungskosten – absetzen, was Du zur Arbeit brauchst

Steuer-Serie, Teil 2: Werbungskosten – absetzen, was Du zur Arbeit brauchst

Im zweiten Teil unserer Steuer-Serie geht es um die sogenannten Werbungskosten – also all das, was Arbeitnehmer für ihren Job ausgegeben haben. Für das Corona-Jahr 2020 gibt es einige Besonderheiten, die Du kennen solltest.

 

1. Mit der Homeoffice-Pauschale 1.000-Euro-Grenze knacken

1.000 Euro sind immer drin. Selbst wenn Du im Jahr 2020 nur eine kurze Zeit angestellt warst, steht Dir die komplette Wer­bungs­kos­ten­pau­scha­le von 1.000 Euro zu. Sobald Du in Deiner Steu­er­er­klä­rung die Anlage N ausfüllst, wird dieser Betrag vollständig von Deinem Steuerbrutto abgezogen. Andernfalls bleibt es anteilig bei dem, was Dein Arbeitgeber schon über die Gehaltsabrechnung abgezogen hat. Praktisch: Du brauchst für die Pauschale keine Belege.

Belege zahlen sich aber so richtig aus, sobald Du die 1.000-Euro-Schwelle mit Deinen Werbungskosten überschreitest. Mit der neuen Homeoffice-Pauschale ist das jetzt leichter möglich: 5 Euro sind drin für jeden Arbeitstag, an dem Du im vorigen Jahr ausschließlich von zuhause aus gearbeitet hast (für bis zu 120 Tage, also höchstens 600 Euro). Du brauchst also nur noch Belege für etwas mehr 400 Euro, um die Grenze zu knacken.

 

2. Häusliches Arbeitszimmer absetzen

Im Betrieb stand Dir kein Arbeitsplatz zur Verfügung und Du musstest daher Deinen Job vom heimischen Arbeitszimmer aus erledigen? Dann darfst Du bis zu 1.250 Euro als Werbungskosten ansetzen. Unbegrenzte Kosten sogar, wenn Dein Arbeitszimmer beruflicher Mittelpunkt war, Du also beispielsweise mindestens an drei von fünf Arbeitstagen dort gearbeitet hast.

Wichtig: Um ein Arbeitszimmer abzusetzen, muss es sich immer um einen abschließbaren Raum handeln, den Du mindestens zu 90 Prozent beruflich nutzt.

Die Finanztip-Steuerserie:

1. Auftakt: Was Corona ändert – und die richtige Steuersoftware
2. Werbungskosten – absetzen, was Du zur Arbeit brauchst

3. Fahrtkosten zur Arbeit

Du kannst 30 Cent als Pendlerpauschale für jeden Entfernungskilometer zur Arbeit absetzen – für jeden Tag, an dem Du tatsächlich dorthin gefahren bist. Pandemiebedingt bist Du vermutlich weniger oft gependelt.

Als Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln kannst Du statt der Entfernungspauschale Deine tatsächlichen Kosten abrechnen, soweit sie für den Arbeitsweg angefallen sind. Das ist für Jahres- und Monatskartenbesitzer interessant.

 

4. Reisekosten mit erhöhten Verpflegungspauschalen

Warst Du auf Dienstreisen, darfst Du für jeden gefahrenen Kilometer 30 Cent abrechnen. Außerdem kannst Du jetzt erhöhte Pauschalen für den „Verpflegungsmehraufwand“ geltend machen: Warst Du mehr als 8 Stunden unterwegs, sind es 14 Euro; ab 24 Stunden der doppelte Betrag. Erstattungen vom Arbeitgeber musst Du natürlich abziehen.

Berufskraftfahrer können in der Steu­er­er­klä­rung 2020 erstmals von einer Übernachtungspauschale von 8 Euro profitieren.

 

5. Computer und andere Arbeitsmittel

Ein Arbeitsmittel, das ohne Mehrwertsteuer höchstens 800 Euro gekostet hat, kannst Du als geringwertiges Wirtschaftsgut auf einen Schlag absetzen. Du erledigst häufig Berufliches mit Deinem privat gekauften Computer? Schätzt Du den beruflichen Anteil der Nutzung auf 50 Prozent, darfst Du die Hälfte des Kaufpreises absetzen. (Das akzeptieren in der Regel die Finanzämter als vereinfachte Annahme.)

Weitere typische Arbeitsmittel sind: Schreibtisch, Bücherregal, Werkzeug, Aktentasche, Fachliteratur und Berufsbekleidung. Viele Finanzämter akzeptieren dafür pauschal bis zu 110 Euro ohne Belege.

 

6. Weitere Werbungskosten

Das Spektrum an Werbungskosten ist breit: Dazu zählen Fortbildungskosten, Kontoführung (pauschal bis 16 Euro ohne Nachweis), berufliche Telefonkosten oder Umzugskosten, falls der Umzug beruflich nötig war. Wenn Du dann eine Zweitwohnung hast, kannst Du die doppelte Haushaltsführung ebenfalls absetzen.

Musst Du im Betrieb selbst bezahlte Corona-Masken tragen, kannst Du versuchen, dafür einen geschätzten beruflichen Kostenanteil abzusetzen. Weil Du sie aber auch privat nutzen kannst, könnte das Finanzamt den Abzug komplett versagen.

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Zahl der Woche

… Punkte erreichte diese Woche der Deutsche Aktienindex. Damit erreichte er trotz der Coronakrise erneut ein Allzeithoch.

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Donnerstag, 15. April, Hermann-Josef Tenhagen, n-tv
Freitag, 16. April, Hermann-Josef Tenhagen, radioeins
In den folgenden Tabellen haben wir für Euch unsere aktuellen Empfehlungen zusammengestellt. Diese enthalten Werbelinks, über die Du direkt zur Empfehlung gelangst – und für die Finanztip in manchen Fällen eine Vergütung erhält. Unsere Auswahl erfolgt rein redaktionell und zu 100 Prozent unabhängig.
Tagesgeld
Angebote mit Zinsgarantie (nur für neue Einlagen)
Bank of Scotland
0,40 % p.a.
01.06.21-31.08.21
die besten regulären Angebote (für alle Kunden)
0,21 % p.a.
Cosmosdirekt
0,21 % p.a.
(bis 25.000 €)
TF Bank
0,20 % p.a.
Advanzia Bank
0,20 % p.a.
(mind. 5.000 €)
Bank 11
0,20 % p.a.
Leaseplan Bank
0,20 % p.a.
Klarna
0,20 % p.a.
NIBC Direct
0,20 % p.a.
Sberbank Direct
0,20 % p.a.
dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
0,21 % p.a.
TF Bank
0,20 % p.a.
Leaseplan Bank
0,20 % p.a.
Festgeld
bis 12 Monate
Leaseplan Bank
0,55 % p.a.
0,45 % p.a.
0,40 % p.a.
Hoist Finance über Weltsparen
0,40 % p.a.
bis 24 Monate
Leaseplan Bank
0,65 % p.a.
0,55 % p.a.
Hoist Finance über Weltsparen
0,55 % p.a.
TF Bank über Weltsparen
0,55 % p.a.
bis 36 Monate
Leaseplan Bank
0,75 % p.a.
0,65 % p.a.
CA Consumer Finance
0,61 % p.a.
0,60 % p.a.
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Die besten Depots mit niedrigsten Gebühren
Scalable Capital* (Free Broker)
Günstige Depots mit einem breiten Leistungsspektrum
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Allnet-Flat
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Prepaid Smart von Ja! Mobil – Rewe (Telekom-Netz)
Fluggastentschädigung
Rechtshelfer
SOS Flugverspätung
EUClaim
Claim Flights
Sofort-Entschädigung
EUFlight
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Riester-Fondssparplan
DWS Toprente (mit Rabatt)
Deka Zukunftsplan Classic
Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
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