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Nr. 16 / 2019 vom 18. April

Probeschlafen erlaubt: Ihre 5 Trümpfe als Onlinekunde

Erstaunlich, aber wahr: Das ist Ihr Recht als Onlinekäufer

Wer im Laden einkauft, kann die Ware direkt begutachten. Weil das online nicht möglich ist, hat die Politik dafür einen Ausgleich geschaffen. Wie weit der geht, ist bisweilen erstaunlich.

1. Probeschlafen erlaubt

Online gekaufte Ware können Sie 14 Tage testen und gegebenenfalls zurückschicken. Ausnahmen sind zum Beispiel Produkte, die aus Gründen der Hygiene oder des Gesundheitsschutzes versiegelt sind. Darunter fallen aber keine Matratzen, hat jüngst der Europäische Gerichtshof (C-681/17) geurteilt! Sie haben also das Recht, eine Matratze zwei Wochen probezuliegen. 

Im Laden können Sie in der Regel gerade mal fünf Minuten unter den strengen Blicken des Verkäufers liegen. Bei der Onlineware können Sie in Ruhe abwarten, ob die Matratze Ihren Rücken entspannt. Und die Matratze zurückgeben, selbst wenn Sie die Folie entfernt haben. Manche Onlinehändler erlauben freiwillig auch einen längeren Zeitraum.

2. Originalverpackung? Nicht nötig!

Viele glauben, sie dürften die Produkte nur in der Originalverpackung zurücksenden. Manche Händler – darunter Apple – haben in der Vergangenheit tatsächlich die Rücknahme verweigert, wenn der Kunde die Pappschachtel schon entsorgt hatte. Die Verbraucherzentrale NRW ist erfolgreich dagegen vorgegangen. Es kann sich dennoch lohnen, die Verpackung aufzuheben. Denn manche Händler gewähren dann ein freiwilliges, längeres Rückgaberecht. Und netter ist es auch, die Ware ordentlich wieder zurückzuschicken.

3. Zwei Wochen sind länger als 14 Tage

Ihr gesetzliches Recht zur Rückgabe ist unter Umständen deutlich länger als 14 Tage. Und zwar gleich aus zwei Gründen. Fällt das Fristende auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag, endet die Frist erst am folgenden Werktag. Zweitens haben Sie nach dem Widerruf des Kaufvertrags noch Zeit, die Ware zurückzuschicken. Und zwar weitere zwei Wochen. Wenn Sie das nicht schaffen, darf der Händler die Rücknahme trotzdem nicht verweigern. Sie müssen jedoch damit rechnen, nicht den vollen Betrag zurückzubekommen. Kann der Händler einen Schaden durch die Verspätung nachweisen, darf er die Rückzahlung mindern.

4. Der Verkäufer organisiert die Spedition

Normalerweise muss der Käufer die Retoure organisieren, also die Ware zur Post bringen. Nicht jedoch bei sperrigen Gütern, die per Spedition kamen! Wollen Sie zum Beispiel ein Fahrrad zurückschicken, bitten Sie den Händler, einen Spediteur zu beauftragen, das Rad abzuholen. Den Transport müssen allerdings Sie zahlen, wenn der Händler vor dem Kauf auf die Kosten hingewiesen hat.

5. Der Händler muss zwei Jahre für seine Ware einstehen

Ok: Hier sind Onlinekäufer nicht bessergestellt. Aber es ist wichtig zu wissen: Stellt sich eine Ware als mangelhaft heraus, muss der Händler nachbessern oder für Ersatz sorgen – und zwar zwei Jahre lang. Das gilt auch dann, wenn der Hersteller nur ein Jahr Garantie bietet. Denn die gesetzliche Gewährleistung entfällt dadurch nicht für den Händler. Die Gewährleistung ist besonders praktisch in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf. In dieser Zeit wird angenommen, dass der Schaden zumindest im Ansatz schon beim Kauf vorhanden war. Der Händler muss beweisen, dass es nicht so war. Nach sechs Monaten dreht sich die Beweislast zugunsten des Händlers um. 

Nehmen Sie auch an unserer Umfrage zum Thema teil.

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Schnäppchen der Woche

Günstige digitale Geldanlage plus 50 Euro Bonus

Wer gerne den Geldanlage-Ratschlägen von Finanztip folgen möchte und es dabei bequem liebt, dem empfehlen wir unter anderen Growney. Das ist ein sogenannter Robo-Advisor, also ein Unternehmen, das für Sie ein Wertpapierdepot automatisch nach festen Regeln verwaltet. Die jährlichen Kosten für den Service liegen bei 1 Prozent bis 10.000 Euro und bei 0,7 Prozent bis 50.000 Euro. Dazu kommen die laufenden Kosten für die ETFs, die Sie überall zahlen.

Nun macht Growney Ihnen als Finanztip-Leser ein besonderes Angebot: Wer bis zum 2. Mai ein Depot eröffnet und bis zum 16. Mai mindestens 5.000 Euro anlegt, bekommt 50 Euro Bonus. Wer mehr als 10.000 Euro anlegt, bekommt 75 Euro Bonus. Ab 30.000 Euro sind es 100 Euro.

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8 Gigabyte im Telekom-Netz für 25 Euro im Monat

Die Telekom schließt regelmäßig als bestes Handynetz in Deutschland ab. Die gute Qualität lässt sich die Telekom besonders beim Datenvolumen von ihren Kunden teuer bezahlen. Nicht so beim neuen 8-GB-Tarif von Sparhandy: Der kostet nur 25 Euro im Monat – plus einmalig 20 Euro bei Abschluss.

Mit dem Sparhandy-Tarif surfen Sie im Netz der Telekom mit gutem 50 Mbit/s LTE-Tempo und telefonieren kostenlos. Allerdings gehen Sie einen Vertrag mit 24 Monaten Laufzeit ein, der anschließend 5 Euro teurer wird. Es ist also einer dieser Tarife, bei denen Sie sich nach zwei Jahren ruhig mal nach einem anderen Angebot umschauen sollten. Zu teuer ist er aber – Stand heute – auch im dritten Jahr nicht. 

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Ein Osterei von Media Markt

Wer bis zum 23. April im Media Markt vor Ort oder online eines der Angebote kauft, bekommt noch ein Geschenk dazu. „Die Media-Markt-Geburtstagseier“ nennt sich das. Wir haben die Angebote stichprobenweise auf Idealo überprüft: Stets gehörten sie zu den preiswerten Angeboten. Spätestens mit dem Geschenk dazu waren sie immer das günstigste. Die „Geschenke“ sind überwiegend sinnvoll ausgesucht: Ein Milchschäumer zur kleinen De'Longhi-Espressomaschine, ein Glätteisen zum Fön, Gläser zum Mineralwasser-Sprudler, Kopfhörer zum Handy, einen Ersatzakku zur Kamera, eine passende Maus zur Gaming-Tastatur. Oft sind es auch Einkaufsgutscheine. Wie immer gilt: Vergleichen Sie noch einmal den Preis, bevor Sie zuschlagen.

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1. Berufsunfähigkeit: So viel bleibt nach Steuern und Abgaben übrig

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt, wenn Sie in Ihrem Beruf nicht mehr arbeiten können. Doch die beste Versicherung hilft wenig, wenn das Geld im Ernstfall nicht ausreicht. Denn auch bei einer Berufsunfähigkeitsrente gilt: Brutto ist nicht gleich netto.

Die Steuer ist in der Regel kein Problem (mehr dazu in der längeren Blogversion). 

Um Sozialversicherungsbeiträge kommt dagegen niemand herum: Auch wenn Sie nicht mehr arbeiten, müssen Sie sich kranken- und pflegeversichern. Sind Sie privat versichert, müssen Sie Ihre kompletten Beiträge selbst zahlen. Sind Sie gesetzlich versichert, gibt es zwei Möglichkeiten: Sofern Sie nur die Berufsunfähigkeitsrente bekommen, müssen Sie sich freiwillig versichern. Dann zahlen Sie auf die Rente 14 Prozent Krankenkassenbeitrag plus den Zusatzbeitrag Ihrer jeweiligen Kasse (im Durchschnitt 0,9 Prozent). Hinzu kommen noch 3,05 Prozent für die Pflegeversicherung (3,3 Prozent für Kinderlose). Von 1.500 Euro versicherter Rente bleiben so am Ende nur 1.231 Euro übrig. 

Beziehen Sie aber eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente, sind Sie bessergestellt: Sie können unter bestimmten Voraussetzungen in die Krankenversicherung der Rentner wechseln und zahlen dann nur auf die Erwerbsminderungsrente Beiträge, nicht aber auf Ihre privat finanzierte BU-Rente. Zudem übernimmt die Rentenkasse die Hälfte des Krankenkassenbeitrags. 

Falls Sie jetzt denken, dass Ihre Berufsunfähigkeitsrente nicht ausreicht: Viele Verträge enthalten eine Nachversicherungsgarantie, mit der Sie zu bestimmten Anlässen die Rente erhöhen können – ohne erneute Gesundheitsprüfung. 

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2. Antrag auf Wohnungsbauprämie nicht vergessen

Mit Ihrem jährlichen Kontoauszug erhalten Sie als Bausparer von Ihrer Bausparkasse in der Regel einen Antrag auf Wohnungsbauprämie. Die Prämie ist zwar nicht hoch, aber mitnehmen sollten Sie sie schon: Bis zu 45 Euro pro Jahr gibt es für Singles, maximal 90 Euro sind es bei Paaren. 

Sie bekommen das Geld aber nur, wenn Ihr steuerpflichtiges Einkommen als Paar nicht höher ist als 51.200 Euro im Jahr. Als Single dürfen Sie die Hälfte verdienen. Wenn Sie diese Grenze einhalten (oder sich nicht ganz sicher sind), sollte Sie den Antrag auf jeden Fall ausfüllen und an die Bausparkasse zurückschicken.

Insgesamt gilt aber: Die Prämie allein ist kein Grund, einen Bausparvertrag neu abzuschließen. Inzwischen ist die Wohnungsbauprämie sehr niedrig im Verhältnis zu typischen Kaufpreisen. Auch sind die normalen Bauzinsen bei der Bank heute viel niedriger als zu der Zeit, als die Prämie eingeführt wurde.

Unser Rat: Vergleichen Sie, wenn Sie bauen oder kaufen wollen, die komplizierten Finanzierungsmodelle der Bausparkassen auf jeden Fall mit einem normalen Baukredit von der Bank.

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Von Girokonto bis ETF: Wie Sie Ihre täglichen Finanzen und langfristige Geldanlagen optimal organisieren – mit dem Finanztip-Geldtopf-Prinzip!

 

3. Stromkosten: Nicht doppelt für den Zähler zahlen

Nicht schlecht staunte eine Finanztip-Leserin, als sie Post von ihrem Stromnetzbetreiber erhielt: Für ihren neuen digitalen Stromzähler sollte sie einen Vertrag mit dem Netzbetreiber schließen – über 20 Euro im Jahr. Das ist das zulässige Entgelt für moderne Zähler, die bis 2032 in die meisten Haushalte einziehen. Warum aber unsere Leserin dieses Entgelt an ihren Netzbetreiber zahlen sollte, verstand sie nicht. Denn in ihrem Strompreis, den sie an den Stromanbieter Montana Energie zahlt, ist ein Messentgelt bereits enthalten. In der Regel kassieren die Stromanbieter das Messentgelt und leiten es an den Betreiber des Zählers weiter. Meist ist das der Netzbetreiber. 

Man habe noch Schwierigkeiten, die neuen Entgelte zu berechnen, erklärt der Stromversorger unserer Leserin auf Anfrage. Daher schließen nun Messstellenbetreiber mit Montana-Kunden direkt Rechnungsverträge. Der Posten in der Montana-Rechnung dagegen bezieht sich auf den alten Zähler. Der Versorger will diese Summe auf der Jahresrechnung wieder gutschreiben. Dies sei nur eine Übergangslösung, erklärt Montana.

Falls auch Sie für Ihren digitalen Zähler eine Rechnung vom Messstellenbetreiber bekommen, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Stromversorger diesen Posten aus der Rechnung entfernt. In der Regel handelt es sich um Beträge zwischen 8 und 17 Euro im Jahr. Kassiert der Stromanbieter den Betrag weiterhin, wäre das eine verdeckte Preiserhöhung, über die er nachvollziehbar informieren müsste. Dann hätten Sie ein Sonderkündigungsrecht.

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4. Spartrick: Zwei Handytarife sind billiger als einer

Mit dem einen Tarif telefonieren Sie besonders günstig, beim anderen zahlen Sie nichts fürs Internet. Zu schade, wenn Sie sich zwischen den beiden entscheiden müssen. Mit einem Dual-Sim-Handy können Sie die Vorteile beider Tarife miteinander verknüpfen. 

Bei den meisten Allnet-Flat-Tarifen sind Telefonie und Internet zu einem Standardpaket zusammengeschnürt. Doch wenn Sie unterwegs nur ab und an mal einen Artikel lesen oder sich mit Ihren Freunden schreiben, dann können Sie auch ganz umsonst ins Internet gehen. Mit der Sim-Karte von Netzclub bekommen Sie 200 MB gratis im LTE-Netz von O2 (300 MB zusätzlich, wenn Sie auch die Netzclub-App runterladen). Und mit der Prepaid-Karte von Galeriamobil kosten Ihre Gespräche nur 5 Cent pro Minute. Gerade für Gelegenheitsnutzer eine unschlagbar günstige Kombination. 

Auch im Urlaub hat der zweite Kartenslot seine Vorzüge: Außerhalb der EU kann das Handy schnell teuer werden. Eine Sim-Karte aus dem Urlaubsland schützt gegen hohe Roaming-Kosten. Oder besuchen Sie Ihre Familie zu Ostern und haben chronisch schlechten Empfang im Heimaturlaub? Eine zusätzliche Prepaid-Karte in den besseren D-Netzen kann Abhilfe schaffen, ohne die Kosten in die Höhe schnellen zu lassen. 

Praktisch ist ein Dual-Sim-Handy auch, um berufliche und private Anrufe trennen zu können, ohne mit zwei Handys durch die Gegend zu laufen. 

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5. Auch wichtig: Datenschutz bei Google, weitere Fahrverbote

+++ Die Datenschutzerklärung von Google ist so undurchsichtig und verschachtelt geschrieben, dass sie kaum ein normaler Leser durchschaut. Da muss Google nachbessern, entschied Ende März das Kammergericht Berlin (Az. 23 U 268/13 – als PDF). Doch auch der Datenschutz von Amazon steht in der Kritik, denn Mitarbeiter tippen einige Gespräche mit dem Sprachassistenten Alexa Wort für Wort ab – um so die Spracherkennung zu verbessern, wie es heißt. Kaum jemand weiß: Amazon-Kunden können dem widersprechen. Der richtige Haken, den Sie setzen müssen, versteckt sich in der App unter Einstellungen/Alexa-Konto/Alexa Datenschutz. +++ 

+++ Die Große Koalition hat extra das Umweltrecht angepasst, um Fahrverbote für Diesel zu vermeiden. Doch das Verwaltungsgericht Baden-Württemberg zeigt sich davon unbeeindruckt: Es verurteilte die Stadt Reutlingen und die Landesregierung bereits Mitte März, dort Fahrverbote zu erlassen. Diese Woche folgte die Urteilsbegründung: Demnach verstößt die Vorgabe, erst ab einer Überschreitung des gültigen Grenzwertes von mehr als 25 Prozent Fahrverbote zu erwägen, gegen EU-Recht. Damit bestätigt das Gericht unsere Einschätzung. +++

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Shoppen Sie lieber online oder im Laden?

  • Ich kaufe lieber im Geschäft: Da kann ich die Ware in die Hand nehmen und mich vom Verkäufer beraten lassen. 
  • Ich kaufe lieber online: Da kriege ich den besseren Preis und muss nicht endlos durch Geschäfte pilgern.
  • Manche Dinge kaufe ich lieber im Laden, andere lieber Online.
  • Da habe ich keine Meinung dazu.

Zur Abstimmung klicken Sie bitte auf den grünen Button.

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Spar-WG, Folge 8: Etwas mehr gejobbt – und prompt sind Steuern und Krankenkasse fällig

Was bisher geschah: Jana, Lena, Sofie und Linus prüfen mit Finanztip ihre Verträge. Aber was ist mit der Steuer?

 

Das Bafög ist weg seit Oktober. Für Lena war das ein heftiger Einschnitt. Doch sie hatte die Regelstudienzeit von sechs Semestern für Landschaftsarchitektur an der TU Berlin überschritten. Die Folge: Sie muss noch mehr jobben als ohnehin schon – was das Studium nicht gerade beschleunigt. Und nun überschreitet Lena auch noch die Grenzen für die Familienversicherung der Krankenkasse: Wenn man als Werkstudent mehr als 528 Euro verdient, muss man sich selbst versichern.

Krankenkasse und die ebenfalls nun fällige Pflegeversicherung schlagen bei ihr mit 93 Euro im Monat zu Buche. Lena brauchte eine Weile, sich mit diesem Gedanken abzufinden. „Mir war das irgendwie klar, aber die Höhe war schon überraschend.“ Lenas Gehalt liegt nun bei um die 730 Euro. Damit zahlt sie fast die Hälfte ihres Mehrverdienstes für die Sozialabgaben. „Eigentlich ist das so ein bisschen wie eine Bestrafung, dass man selber sein Geld verdient“, sagt Lena. Obwohl sie ja ohne Bafög dem Staat nicht mehr „zur Last falle“.

Immerhin hat Lena einen Job in einem Büro für Landschaftsarchitektur ergattert; was sie dort lernt, kann sie auch im Studium gebrauchen. Und mit dem 25. Geburtstag fliegen die meisten Studenten unvermeidlich aus der Familienversicherung – spätestens zum 26. Geburtstag.

Soll man 21,44 Euro Steuern zurückholen?

Lena erhielt also zum Jahreswechsel erstmals eine Lohnabrechnung, die eine abgeführte Steuer auswies: 21,44 Euro. Das löste zwei unterschiedliche Gefühle aus: Einerseits möchte Lena sich das Geld zurückholen, denn übers Jahr 2018 lag sie deutlich unterm gesetzlichen Grundfreibetrag von 9.000 Euro. Andererseits: So viel Aufwand für ’nen Zwanni?

Für die anderen drei spielen Steuern bislang im Studium keine Rolle. Oder sollten sie doch? Jana sieht da ständig so einen Facebook-Post: „Mir wird immer angezeigt, dass ich Dinge später von der Steuer absetzen kann.“ Was das bedeutet? „Keine Ahnung!“

Wir von Finanztip erklären es der WG: Wer im Zweitstudium ist – und dazu zählt auch bereits der Master –, der kann einen großen Teil seiner Kosten fürs Studium als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Und zwar mit dem ersten Gehalt, das man verdient. Dann ist es nämlich möglich, diese Kosten rückwirkend vom ersten zu versteuernden Jahresgehalt abzuziehen. (Dafür muss man aber für jedes Studienjahr eine Steuererklärung machen. Das geht für mindestens vier Jahre rückwirkend und eine Steuersoftware hilft Studenten dabei sogar kostenlos.)

Jetzt Belege sammeln, später Tausende Euro Steuern sparen

Der sogenannte Verlustvortrag kann die Steuerlast beim ersten Gehalt durchaus um mehrere Tausend Euro senken. Von den vier WG-Bewohnern ist allein Sofie bereits im Zweitstudium. Vor dem Verfassungsgericht liegt allerdings die Frage, ob diese Regel auch fürs Erststudium gelten müsste. 

Lena, Jana und Linus sind noch im Erststudium. Es lohnt sich also auch für sie, schon die Belege für Kosten wie Semestertickets, Laptops und Fahrtkosten zu Exkursionen zu sammeln, für den Fall, dass das Verfassungsgericht in ihrem Sinne entscheidet. 

Für Lena allerdings geht das jetzt noch nicht: Sie kann praktisch keinen Verlust für spätere Gehälter vortragen, weil sie ja schon lohnsteuerpflichtig ist. Anders wäre es, wenn sie wieder Bafög beziehen würde – und deshalb nur im Minijob ohne Lohnsteuer arbeiten müsste.

Nächste Woche: Superschnelles Internet, aber Netflix ruckelt.

Protokoll: Matthias Urbach

330 Euro Jahresersparnis bisher
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... Gold besitzen deutsche Privatanleger – soviel wie nie zuvor. Und tendenziell zu viel, denn Gold ist eine spekulative Anlage.

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Akt. plus Bonus von 0,36 %
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