Der aktuelle Finanztip Newsletter

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Mit unserem Finanztip Newsletter informieren wir Sie jede Woche über wichtige Neuigkeiten rund um Ihre Finanzen. Damit sind Sie immer auf dem Laufenden und sparen bares Geld. Dieser Service ist für Sie absolut kostenlos.

Nr. 22 / 2019 vom 31. Mai

Viele Gasanbieter wollen Sie übervorteilen: Lassen Sie das nicht mit sich machen!

Versorger zahlen weniger für Gas, geben die Ersparnis aber nicht weiter an treue Kunden: Also wechseln Sie!

Rund 380 Gasversorger haben zwischen Januar und April ihre Preise erhöht: Teurer wurden die ohnehin schon kostspieligen Grundtarife wie auch die preiswerteren sogenannten Sonderverträge. Ist auch Ihr Gasanbieter teurer geworden?

„Gestiegene Beschaffungskosten“

Die Preise sind so hoch wie seit drei Jahren nicht mehr. „Gestiegene Beschaffungskosten“, erklärten uns viele Unternehmen lapidar. Allerdings sind die Einkaufspreise für Erdgas am Weltmarkt lediglich bis Januar gestiegen. Seitdem sind sie wieder auf den Stand von Anfang 2018 gepurzelt (siehe Grafik unten). Diesen Preisvorteil haben die Unternehmen ihren Kunden vorenthalten.

Noch im April und Mai haben einige Versorger die Preise sogar erhöht, darunter der Branchenriese Eon mit mehreren Millionen Gaskunden. Darauf angesprochen, erklärte Eon, es habe „die Erdgaspreise seit 2016 stabil gehalten“. Das sei „deutlich länger als die meisten Wettbewerber“.

Der Trick mit dem Bonus

Wer jetzt auf einem Vergleichsportal nach einem neuen Gasvertrag sucht, stößt vor allem auf Angebote mit Bonus. Oft sind es sogar zwei: ein „Sofortbonus“ gleich bei Abschluss und am Ende des ersten Jahres einen „Neukundenbonus“. Dieser erweckt den Eindruck, dass der Vertrag auch im zweiten Jahr günstig ist.

Doch selbst bei einem Jahresbonus von 200 bis 300 Euro sind die Einsparungen gegenüber normalen Tarifen oft gar nicht so hoch. Unsere Untersuchung brachte ans Licht, dass Bonustarife im ersten Jahr meist nur 10 bis 30 Euro günstiger sind als Tarife ohne Bonus. Ab dem zweiten Jahr zahlen Sie mit Bonusverträgen schnell 200 Euro und mehr drauf. Und das dann Jahr für Jahr. So verwandelt sich ein scheinbar günstiger Tarif in einen sehr teuren.

Was Sie jetzt tun können

Viele Gasverträge haben jährliche Kündigungsfristen. Achten Sie also darauf, den Termin nicht zu verpassen. Vergleichen Sie die Gastarife am besten mit unserem Vergleichsrechner, der die Daten der Marktführer Check24 und Verivox zusammenfasst. In den Standardeinstellungen werden Ihnen vorsichtshalber keine Tarife mit Bonus angezeigt. Das können Sie per Klick ändern.

Gute Angebote stammen häufig von Stadtwerken, die damit gezielt Verbraucher in ihrer Region ansprechen und nicht bundesweit verfügbar sind. Achten Sie darauf. Oft müssen Sie diese Tarife direkt beim Versorger abschließen – unser Vergleichsrechner zeigt sehr viele davon an.

Falls Sie im Moment nicht aus Ihrem Vertrag herauskommen, merken Sie sich unbedingt den nächstmöglichen Wechseltermin vor.

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Schnäppchen der Woche

Zinspilot gibt 50 Euro Bonus für Finanztip-Leser

Zinspilot zahlt Finanztip-Lesern 50 Euro obendrauf, wenn sie ihr Erspartes als „Flexgeld“ bei Creditplus anlegen. Das Angebot wirft 0,51 Prozent Zinsen ab und Sie können Ihr Geld immer an zwei Terminen im Monat wieder abheben. Damit ist Flexgeld einem Tagesgeld ähnlicher als einem Festgeld. Den ersten 25-Euro-Bonus bekommen Finanztip-Leser bereits ab einer Einzahlung von 500 Euro. Ab 7.500 Euro gibt es zusätzlich noch einmal einen Willkommensbonus von 25 Euro.

Der Gutschein-Code „FINANZTIP-MAI“ wird über den Link unten automatisch eingetragen; damit sind Sie für beide Boni angemeldet. Die Prämie überweist Zinspilot Anfang September auf Ihr Referenzkonto. Die Aktion gilt nur, falls Sie noch nicht bei Zinspilot sind und das Geld bis zum 1. Juli angelegt haben.

Die Aktion gilt auch für andere Angebote von Creditplus. Zum Beispiel auch für das 18-Monate-Festgeld, das wir bereits Anfang Mai im Newsletter empfohlen haben. Allerdings müssen Sie hier mindestens 1.000 Euro einzahlen. (In unserem Tipp dazu gingen wir fälschlicherweise davon aus, dass die Mindesteinlage 500 Euro beträgt. Wir bitten um Entschuldigung.)

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Bahncard 25 für junge Leute 10 Euro günstiger

Sind Sie jünger als 27 Jahre, heißt Ihre Bahncard „My Bahncard“. Sie kostet bis Ende Juli für ein Jahr 30 Euro anstatt der ohnehin schon günstigen 40 Euro (die normale Bahncard 25 kostet 62 Euro). Der Rabatt gilt für die My Bahncard 25 für die zweite Klasse. Damit zahlen Sie 25 Prozent weniger für Bahntickets zum Spar- und Normalpreis.

Reisen Sie häufig gemeinsam mit Ihrem Mann oder Ihrer Frau, können Sie direkt eine Partnerkarte mitbestellen. Für Jugendliche gibt es die Bahncard noch günstiger.

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Möbelhäuser: Bis zu ein Drittel Rabatt bei XXXLutz und Höffner

Wem noch das ein oder andere Möbelstück für den Garten fehlt, der bekommt bei XXXLutz jetzt 35 Prozent auf viele Angebote: ob Hängematte, Hollywoodschaukel oder Grill. Auch für Wohnzimmer, Schlafzimmer und Arbeitszimmer reduziert XXXLutz bis einschließlich Montag zahlreiche Produkte.

Höffner hat bis Dienstag eine ähnliche Aktion – bis zu 33 Prozent geht der Möbelhändler für ausgewählte Produkte mit dem Preis runter. Allerdings gibt es keinen direkten Rabatt, sondern einen Gutschein ab einem Einkaufswert von 300 Euro. Wer Lust hat etwas zu stöbern, kann die Schnäppchen der beiden Möbelhäuser online gut vergleichen.

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1. Hat Ihr Arzt Sie falsch behandelt? Holen Sie sich Hilfe!

Eine falsche Diagnose, verwechselte Medikamente, ein Fehler bei der Operation – manchmal geht beim Arzt etwas gefährlich schief. Nicht immer ist das die Schuld der Mediziner. Doch in jedem vierten Verdachtsfall haben die Krankenkassen einer aktuellen Studie zufolge einen Behandlungsfehler festgestellt, rund 3.500 allein im vergangenen Jahr.

Vermuten auch Sie, dass Ihr Arzt Sie nicht sorgfältig behandelt hat, sollten Sie zuerst ein klärendes Gespräch mit ihm oder der Beschwerdestelle des Krankenhauses versuchen. Kann auch das Ihren Verdacht nicht ausräumen, dann sollten Sie sich an Ihre Krankenkasse wenden. Warten Sie nicht zu lange! Die Ansprüche aus Behandlungsfehlern sind nach drei Jahren verjährt.

Bei einem Verdacht auf Behandlungsfehler muss Ihnen die Krankenkasse kostenlos beistehen. Der übliche Ablauf ist so: Die Kasse fordert Ihre Behandlungsunterlagen an und bittet Sie um ein Gedächtnisprotokoll. Ergibt sich daraus für die Krankenkasse ein klarer Verdacht, dann beauftragt sie den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) mit einem Gutachten. (Hier ein Merkblatt dazu vom MDK.)

Falls der MDK eine fehlerhafte Behandlung feststellt, bekommen Sie das Gutachten. Damit können Sie dann Ansprüche gegen Ihren Arzt geltend machen. Unser Tipp: Lassen Sie sich dabei am besten von einem Fachanwalt für Medizinrecht unterstützen.

Alternativ zur Krankenkasse können Sie sich auch an die Schlichtungsstellen und Gutachterkommissionen der Ärzte- und Zahnärztekammern wenden. Ein Schlichtungsverfahren ist dort aber nur möglich, wenn auch der Arzt dem zustimmt.

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2. Übler Vermieter-Trick: Modernisierung in zwei Jahren angekündigt

Eine Modernisierung ist für Mieter immer zweischneidig: Die Wohnung wird wohnlicher, doch man muss sie sich danach noch leisten können. Der Vermieter darf nämlich die Modernisierungskosten auf die Mieter umlegen: bis 2018 jährlich 11 Prozent – eine Lizenz zum Gelddrucken. Zum Jahreswechsel hat die Große Koalition diesen Mietpreistreiber gedeckelt. Vermieter dürfen die Mieter seither mit höchstens 8 Prozent pro Jahr belasten. Zudem gilt jetzt eine Kappungsgrenze: Pro Quadratmeter darf die Miete in sechs Jahren allerhöchstens um 3 Euro steigen.

Was aber gilt, wenn die Modernisierung kurz vor Jahreswechsel angekündigt wurde, aber erst in zwei Jahren kommt? So hat die Max-Emanuel Immobilien GmbH ihre Mieter im Münchner Hohenzollernkarree kurz nach Weihnachten über eine Modernisierung im Jahr 2021 informiert, um noch nach altem Recht die Miete erhöhen zu können – teilweise auf fast das Doppelte.

Ob das rechtens ist, wird das Oberlandesgericht München klären. Verhandelt wird die erste Musterklage im Mietrecht (MK 1/19); betroffene Mieter können sich bis zum 15. Oktober ohne Risiko anschließen. Der Zeitraum zwischen Ankündigung und Baubeginn sei zu groß, so der klagende DMB Mieterverein München. Es müsse das neue Recht gelten.

Zwar ist das Urteil nicht direkt auf andere Fälle übertragbar, doch die Richter werden wohl eine Einschätzung abgeben, wie rasch eine Modernisierung der Ankündigung folgen muss. Falls auch Ihr Vermieter getrickst hat, kann Ihnen das Urteil helfen. Wir werden über den Ausgang berichten.

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Video der Woche

Wer einen Indexfonds (ETF) hat, stellt sich oft die Frage: Wie und wann muss ich ihn versteuern? Mehr dazu auch im Punkt für Punkt.

 

3. Notfall im Urlaub: Patientin bleibt auf 12.000 Euro Kosten sitzen

Eine 85-Jährige muss fast 12.000 Euro für die Behandlung in einer türkischen Privatklinik selbst zahlen. Auf einem Ausflug ins Taurus-Gebirge war sie nach einer Herzattacke bewusstlos in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht worden. Dort konnte ihr mit einem Herzschrittmacher das Leben gerettet werden.

Von der Gesamtrechnung über 13.000 Euro übernimmt ihre Krankenkasse nur den Betrag, den ein staatliches Krankenhaus berechnet hätte: 1.250 Euro. Zu Recht, urteilte das Sozialgericht Gießen (Az. S 7 KR 261/17). Die Patientin wollte die ganzen Kosten von ihrer Krankenkasse erstattet bekommen. Doch nur eine private Auslandsreise-Krankenversicherung wäre dafür aufgekommen.

Die Seniorin argumentierte vor Gericht, sie würde aufgrund ihres hohen Alters keine solche Versicherung mehr bekommen. Das stimmt allerdings nicht ganz! So nehmen viele Versicherer in aller Regel auch Senioren. Unsere Empfehlung Debeka mit dem Tarif AR sogar zum Preis, den alle anderen Altersgruppen zahlen: 8 Euro im Jahr.

Die 85-Jährige hätte der Privatklinik bis zu ihrer Entlassung eine Bescheinigung vorlegen können, dass sie lediglich gesetzlich versichert ist. Nach türkischem Recht hätte die Notfallbehandlung dann nur so viel kosten dürfen, wie die deutsche Krankenkasse am Ende übernimmt. Allerdings hatte die Frau gerade so überlebt – wer denkt da an Bescheinigungen? Womöglich war ihr die Regel auch nicht bekannt. Deshalb raten wir Urlaubern, in jedem Fall eine Krankenversicherung für die Reise abzuschließen.

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4. Spartrick: So reisen Kinder und Jugendliche günstig mit der Bahn

Haben Sie Kinder, die auch mal allein mit der Bahn fahren – etwa zu Freunden oder Verwandten? Dann lohnt sich sehr wahrscheinlich eine Jugend-Bahncard 25. Sie kostet nur 10 Euro und ist fünf Jahre lang gültig. Wie bei der Erwachsenen-Variante gibt es damit 25 Prozent Rabatt auf den Spar- und Normalpreis. Sie erhalten die Karte online, in einem Reisezentrum oder einer DB-Agentur.

Ihr Kind muss mindestens sechs Jahre alt sein, spätestens mit dem 19. Geburtstag erlischt die Gültigkeit der Jugend-Bahncard. Wenn Sie Ihrem Kind zum Beispiel mit neun die erste Bahncard kaufen und mit 14 die zweite, dann ist es zehn Jahre lang für nur 20 Euro mit der Bahncard versorgen. Und wenn Sie Ihr Kind lieber in der ersten Klasse fahren lassen wollen, geht das auch. Die Jugend-Bahncard gilt für beide Klassen.

Übrigens: Fahren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind bis 14 Jahren, sollten Sie es auf der Fahrkarte eintragen lassen. Dann fährt es kostenlos mit. Und junge Erwachsene bis 27 finden eine günstige Bahncard oben in den Schnäppchen.

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5. Auch wichtig: Kasse verweigert Rauchertherapie, Handy macht arm

+++ Rauchern, die aufhören wollen und schon alles versucht haben, hilft oft nur noch eine Verhaltenstherapie zusammen mit Nikotinersatz. Leider zahlen die Krankenkassen das nicht und sind auch nicht dazu verpflichtet, wie das Bundessozialgericht nun urteilte (Az. B 1 KR 25/18 R). Geklagt hatte eine 71-Jährige, die seit mehr als 50 Jahren raucht und deren Lunge und Atemwege chronisch erkrankt sind. Die Klägerin argumentierte, dass vergleichbare Therapien bei Alkohol- oder Drogensucht sehr wohl von der Kasse bezahlt werden. +++

+++ Wenn sich junge Menschen unter 25 verschulden, dann meistens beim Mobilfunkanbieter. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts. Zwei Drittel der jungen Menschen, die eine Schuldnerberatungsstelle aufsuchten, hatten Schulden bei der Telekomfirma – im Schnitt gut 1.600 Euro. Gründe sind niedrige Einkommen und unwirtschaftliche Haushaltsführung. Ein guter Schutz davor sind Prepaid-Tarife ohne Handy. Dadurch entstehen weder überhöhte Kosten noch ewig lange Vertragsbindungen mit steigenden Kosten, die das Konto in den Dispo ziehen. +++

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Schicken Sie Ihre Kinder unter 14 Jahren allein mit der Bahn auf Reisen?

  • Ja, sie sollen früh lernen, selbstständig zu werden.
  • Ja, ich bin schon ein wenig besorgt, aber die Kinder kriegen das hin.
  • Nein, da mache ich mir zu viele Sorgen.
  • Das hat sich noch nicht ergeben.
  • Ich habe keine Kinder in dem Alter.

Zur Abstimmung klicken Sie bitte auf den grünen Button.

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Steuer-Serie Teil 6: Kapitalerträge – weniger Steuern auf Zinsen und Aktienrendite

Wer die Finanztip-Geldanlage-Empfehlungen befolgt, fährt wahrscheinlich Gewinne ein – etwa in Form von Zinsen vom Tagesgeldkonto oder Dividenden aus dem Aktiendepot. Der Fachbegriff dafür ist Kapitalerträge, und auf diese müssen Sie 25 Prozent Steuern zahlen. In der Steuererklärung für 2018 sind jetzt erstmals die neuen Regeln für die Fondsbesteuerung zu berücksichtigen. Wir erklären Ihnen im Folgenden, was sich dadurch ändert.

Wenn Sie nichts unternehmen, zieht Ihre Bank die 25 Prozent automatisch von Ihrem Gewinn ab (plus 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag, insgesamt mindestens 26,38 Prozent zuzüglich eventuell Kirchensteuer). Das Institut zahlt die Steuern direkt ans Finanzamt – als sogenannte Abgeltungssteuer. Sie bekommen das Geld also gar nicht erst zu Gesicht.

Das ist bequem, weil Sie die Beträge nicht selbst in der Steuererklärung eintragen müssen. Für viele Anleger ist das in Ordnung – auch für die meisten Fondsbesitzer. Allerdings kommt es oft vor, dass am Ende zu viel Steuern ans Finanzamt geflossen sind!

Und das sollten Sie wissen:

1. Steuerfrei bis 801 Euro

Die gute Nachricht zuerst: Auf Ihre Kapitalerträge bis 801 Euro müssen Sie keine Steuern zahlen (das Doppelte für Ehepaare). Denn jedem Bürger steht dieser Sparerpauschbetrag zu. Damit Ihre Bank erst gar keine Abgeltungssteuer von Ihren Gewinnen abzweigt, sollten Sie einen Freistellungsauftrag bei dem Geldinstitut einrichten. Führen Sie mehrere Konten oder Depots, dann können Sie den Betrag auf Ihre Banken aufteilen. Sie dürfen aber mit allen Freistellungsaufträgen insgesamt den Sparerfreibetrag nicht überschreiten. Damit Sie dabei den Überblick behalten, laden Sie sich unsere kostenlose Excel-Vorlage herunter.

Falls Sie es versäumt haben, die Aufträge einzurichten, oder die Aufteilung auf die einzelnen Geldhäuser nicht optimal war, holen Sie sich die zu viel bezahlte Abgeltungssteuer mit der Anlage KAP zurück.

2. Rentner und Studenten behalten ihren Gewinn

Keine Steuern müssen Sie zahlen, wenn Sie mit Ihrem insgesamt zu versteuernden Einkommen 2018 nicht über 9.000 Euro kamen – das ist der sogenannte Grundfreibetrag. Das betrifft insbesondere Studenten, Rentner, Minijobber und andere Geringverdiener. Beantragen Sie dazu beim Finanzamt eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung. Diese geben Sie Ihrer Bank; die Bescheinigung gilt bis zu drei Jahre.

3. Prüfen lassen, was günstiger für Sie kommt

Liegt Ihr persönlicher Steuersatz unter 25 Prozent (genauer gesagt: der Grenzsteuersatz), sollten Sie die „Günstigerprüfung“ beantragen (Anlage KAP, Zeile 4). Das ist der Fall, wenn Sie zusammen mit Ihren Kapitalerträgen auf ein zu versteuerndes Einkommen von höchstens 16.336 Euro kommen; für zusammenveranlagte Ehepartner gilt der doppelte Betrag. Dann holen Sie sich mit der Steuererklärung die Differenz zur bereits abgeführten Abgeltungssteuer zurück.

Übrigens: Die Günstigerprüfung ist für Sie ohne Risiko. Sollte Ihr zu versteuerndes Einkommen höher sein, dann bleibt es dabei, dass Ihre Kapitalerträge mit 26,38 Prozent abgeltend besteuert wurden.

4. Beträge hin und her schieben

Die Anlage KAP sollten Sie auch ausfüllen, wenn Sie Gewinne und Verluste bei verschiedenen Banken miteinander verrechnen wollen (Zeilen 10 und 11). Dafür benötigen Sie eine Verlustbescheinigung der Bank.

5. Abgabepflicht bei Anlagen auf ausländischen Wertpapierdepots

Das oben beschriebene System mit Abgeltungssteuer und Freistellungsaufträgen funktioniert nur mit Erträgen, die Ihrem Depot in Deutschland gutgeschrieben werden. Wenn Sie ein ausländisches Depot haben, müssen Sie Ihre Kapitalerträge selbst der Steuer melden. Füllen Sie dazu Zeile 15 der Anlage KAP und zusätzlich die neue Anlage KAP-INV aus. Manche Banken oder Depotanbieter stellen eine Steuerbescheinigung aus, der Sie die entsprechenden Erträge entnehmen können.

Was Sie noch alles über die neue Versteuerung von Gewinnen auf Wertpapiere wissen müssen, zum Beispiel über thesaurierende Auslandsfonds, alte Fonds von vor 2009 und über Fehler der Bank, das lesen Sie in der Fortsetzung im Blog. Beachten Sie zum Thema auch unser Video der Woche.

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Zahl der Woche

... Grundversorger für Erdgas erhöhen im ersten Halbjahr 2019 die Preise – im Schnitt um 9 Prozent. Dabei sind deren Einkaufspreise für Gas gefallen. (Quelle: Verivox)

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Freitag, 7. Juni, Hermann-Josef Tenhagen bei Radioeins
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für 4 Monate auf 75.000 €
die besten regulären Angebote (für alle Kunden)
Leaseplan Bank
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Cosmosdirekt
0,4 % p.a.
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0,3 % p.a.
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dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
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Cosmosdirekt
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