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Nr. 29 / 2019 vom 19. Juli

Warum die falsche Kreditkarte Ihren Urlaub ruinieren kann

Mit der richtigen Kreditkarte zum Mietwagen

Stellen Sie sich vor, Sie stehen am Flughafen von Palma de Mallorca. Sie freuen sich auf den Urlaub, auf Sonne, Strand und Entdeckungstouren mit dem Mietwagen. Doch als der Mitarbeiter am Schalter der Mietwagenfirma Ihre Kreditkarte sieht, wird er ganz ernst. Damit könne er Ihnen den Wagen nicht geben. Das sei eine „Debitkarte“, keine Kreditkarte. Und jetzt? Zu Fuß die 32 Kilometer zum Hotel?

Einem Mitarbeiter von Finanztip ist genau das passiert, als er seine Mastercard von der Berliner Bank N26 vorlegte. Ähnliche Dramen könnten sich künftig bei den neun Millionen Kunden von Deutschlands größter Onlinebank ING abspielen – falls sie sich nicht vorbereiten.

Woran liegt es, dass Mietwagenfirmen manche Kreditkarten akzeptieren und manche nicht – obwohl das Gleiche draufsteht, also Visa oder Mastercard? Dazu müssen Sie wissen, dass es mehrere Sorten von Karten gibt. Erstens: Echte Kreditkarten, bei denen die Beträge gesammelt und später fällig werden. Zweitens: Sogenannte Debitkarten, die sofort auf das Girokonto zugreifen. Und drittens eine Art Zwischenstufe, also etwas langsamere Debitkarten, die mit ein paar Tagen Verzögerung vom Girokonto abbuchen.

Mit einer echten Kreditkarte bekommen Sie Ihren Mietwagen fast immer. Auch mit der Zwischenstufe klappt das oft. Mit einer reinen Debitkarte wird es hingegen schwierig (übrigens auch mit sogenannten Prepaid-Karten, aber das ist eine andere Geschichte). Mit Debitkarten haben Autovermieter oft Probleme, sich die Kaution zu sichern. Beim Vergleichsportal billiger-mietwagen.de heißt es zum Beispiel: „Die meisten Autovermieter akzeptieren nur vollwertige Kreditkarten mit Verfügungsrahmen. Debitkarten reichen dagegen meist nicht aus.“ Und Check24 gibt an, dass „Debitkarten meist nur sehr eingeschränkt angenommen“ werden.

Die ING wird Mitte September von der Zwischenstufe auf eine reine Debitkarte umstellen. Bestehende Karten werden fortan wie Debitkarten funktionieren. Kein Entkommen also. Sie können Ihr Konto bei der ING natürlich kündigen, aber es ist ja ansonsten empfehlenswert. Wer als ING-Kunde auf Nummer sicher gehen will, sollte sich also eine zweite, richtige Kreditkarte besorgen. Auch wenn ein Sprecher der ING uns sagte, dass die „Debitkarte rein technisch auch bei Autovermietungen und Hotels einwandfrei funktioniert. Jeder Händler entscheidet jedoch selbst, welches Zahlungsmittel er zulässt.“

Es ist im Urlaub ohnehin sicherer, zwei Karten dabeizuhaben, falls eine – aus welchen Gründen auch immer – streikt. Wir empfehlen die Barclaycard* (Visa) und die 1-plus-Visa-Card* von Santander, für die Sie kein neues Girokonto eröffnen müssen. Beide Karten kommen ohne laufende Gebühren aus. Wichtig: Sie sollten offene Beträge zum Buchungstermin ausgleichen, sonst werden hohe Zinsen fällig!

Auch wenn Sie ein Girokonto bei unseren Empfehlungen DKB*, Santander, Comdirect* oder Norisbank* haben, besitzen Sie bereits eine echte Kreditkarte.

Hatten Sie schon mal Probleme, einen Mietwagen zu bekommen, weil Ihre Karte die falsche war? Erzählen Sie uns davon!

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Schnäppchen der Woche

Zeitschrift ein Jahr kostenlos lesen

Finanztip-Leser können eine von zehn Zeitschriften ein Jahr lang kostenlos lesen. Zur Auswahl stehen beim Anbieter presseshop.news zum Beispiel die Printausgaben von „Euro“, „Hörzu“ oder „Für Sie“. Digital können Sie beispielsweise „Capital“, „Computer Bild“ oder „Freundin“ abonnieren.

Auf der Auswahlseite sehen Sie zunächst den regulären Preis. Nach dem Klick auf den Button „Zum Angebot“ können Sie den Gutschein-Code JNK4203967QW in das entsprechende Feld kopieren.

Pro Haushalt kann nur ein Abo abgeschlossen werden. Außerdem müssen Sie eine Bankverbindung angeben. Das Gratis-Abo gilt für zwölf Monate und verlängert sich automatisch um ein Jahr zum regulären Preis, wenn Sie nicht drei Monate vor Ablauf kündigen. Eine Mail genügt.

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Festgeld bei Weltsparen mit 25 Euro Extra-Bonus

Die niederländische DLL-Bank bietet über das Zinsportal Weltsparen zurzeit 0,75 Prozent pro Jahr für das einjährige Festgeld. Neukunden erhalten zusätzlich 35 Euro Bonus, wenn Sie mindestens 5.000 Euro für sechs Monate oder länger anlegen. 10 Euro kommen als „Willkommensbonus“ von Weltsparen, 25 Euro gibt es speziell für Finanztip-Leser. Die Anmeldung muss bis zum 26. Juli erfolgen.

Den Bonus gibt es übrigens auch für die Angebote der Signal Iduna Bausparkasse bei Weltsparen. Deren Zinssätze liegen allerdings deutlich niedriger.

Innerhalb von sechs Monaten müssen Sie die Boni per Mail anfordern. Schreiben Sie am besten unmittelbar an den Kundenservice von Weltsparen und benutzen Sie die Stichwörter „Finanztip-Bonus“ (25 Euro) und „Willkommensprämie“ (10 Euro; für sehr hohe Anlagesummen bis zu 100 Euro).

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Maxdome dauerhaft 3 Euro günstiger

Das deutsche Netflix – Maxdome – kostet eigentlich knapp 8 Euro im Monat. Nur noch dieses Wochenende können Neukunden das Abo für dauerhaft rund 5 Euro pro Monat abschließen. Der erste Monat ist gratis. Schalten Sie gegebenenfalls Ihren Werbeblocker ab, damit Sie den Sonderpreis sehen.

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1. Warum Online-Banking bald umständlicher wird – und warum das sinnvoll ist

Derzeit erhalten viele Bankkunden Mitteilungen über „AGB-Änderungen“ oder „Änderungen der Vertragsbedingungen“. Der Grund: PSD2. Die Abkürzung steht für die zweite Zahlungsdiensterichtlinie der EU, die unter anderem für mehr Sicherheit beim Online-Banking sorgt. Doch die Richtlinie bringt auch unbequeme Änderungen.

Doppelter Log-in beim Online-Banking: Bisher reichen Kontokennung und Passwort aus, damit Sie Ihre Umsätze sehen. Zukünftig ist eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme notwendig, damit Sie ins Online-Banking kommen: Beispielsweise müssen Sie noch eine TAN eingeben, die Sie etwa mit einer App erzeugen. Oder Sie legen Ihren Finger auf den Sensor Ihres Smartphones.

Welcher Sicherheitsfaktor eingesetzt wird, entscheiden die Banken selbst. Und auch, wann und wie oft er verlangt wird: bei jedem Einloggen oder nur ab und zu (mindestens aber alle 90 Tage).

Zweimaliges Bestätigen von Kreditkartenzahlungen: Auch beim Bezahlen im Internet mit Kreditkarte wird es künftig etwas holprig werden. Denn auch hierbei müssen Sie bald zweimal beweisen, dass die Kreditkarte wirklich Ihre eigene ist – per PIN, Passwort oder biometrischen Merkmalen wie dem Fingerabdruck. Das setzen die Banken mit dem sogenannten 3D-Secure-Verfahren um. Bei Visa-Karten heißt es „Verified by Visa“ und bei Mastercard „Identity Check“. Nervig, aber sicher(er). Und es wird dabei Ausnahmen geben; in solchen Fällen zahlen Sie wie bisher.

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2. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt und Versicherer

Um auch in den Ferien für den Ernstfall gewappnet zu sein, hat Finanztip-Leser Ulrich für sich und seine Frau eine private Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen. Eindeutig eine sinnvolle Versicherung. Und tatsächlich musste seine Frau während des gemeinsamen Urlaubs auf Fuerteventura unter anderem wegen Schüttelfrost und Fieber behandelt werden.

Zurück in Deutschland staunten beide nicht schlecht, als die Inter Krankenversicherung ihnen mitteilte, dass sie lediglich für einen Teil der Behandlungskosten aufkommen werde. Die Behandlung des spanischen Arztes sei zum Teil medizinisch nicht notwendig gewesen, begründete die Versicherung ihre Entscheidung. Doch wie soll ein Laie abschätzen können, ob eine Behandlung tatsächlich notwendig ist – noch dazu im Ausland?

So gut wie unmöglich. Das räumt auch die Inter-Versicherung ein. Dennoch trage der Patient das Risiko, dass der Arzt zu umfangreich behandelt, teilte uns der Versicherer mit.

Wir raten: Rufen Sie – wann immer möglich – Ihre Auslandsreise-Krankenversicherung noch vor Behandlungsbeginn an. Klären Sie vorab, welche Leistungen der Versicherer übernimmt. Weisen Sie Ihren Arzt darauf hin, dass Ihre Zusatzversicherung nur für medizinisch notwendige Behandlungen aufkommt. Und bestehen Sie auf eine nachvollziehbare Rechnung und die medizinischen Dokumente. Damit können Sie später die medizinische Notwendigkeit beweisen.

Will Ihre Versicherung dennoch nicht für die Kosten aufkommen, bleibt Ihnen noch der Gang zum Ombudsmann für die private Kranken- und Pflegeversicherung. Dafür hat sich auch unser Leser Ulrich entschieden.

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Video der Woche
Betriebliche Altersvorsorge: Ja oder nein?

200 Euro mit betrieblicher Altersvorsorge (bAV) sparen mit nur 100 Euro weniger Nettogehalt – klingt gut, aber so einfach ist es nicht. Wann sich die bAV lohnt, erklärt Ihnen Saidi in diesem Video.

 

3. Leser fragen, Finanztip antwortet: Was kostet mein ETF-Sparplan?

500 Euro steckt unser Leser Max jeden Monat in seinen ETF-Sparplan. Ein solcher Sparplan eignet sich zum Beispiel, um fürs Alter vorzusorgen. Doch Max war geschockt, als er die Kostenaufstellung sah, die seine Bank gemacht hatte. Seine Frage: Wie kommen die hohen Nebenkosten zustande? Erste wichtige Beobachtung: Die Bank nimmt an, Max spart fünf Jahre lang an. In der Zeit hätte er rund 30.000 Euro eingezahlt.

Diese Posten enthält seine Abrechnung:

1. Kosten des Wertpapierkaufs: 89 Euro (pro Jahr)

Für jede Rate, die Max in den Sparplan steckt, berechnet seine Bank Comdirect 1,5 Prozent als Gebühr. Max’ Rate liegt bei knapp 493 Euro. Zuzüglich der Gebühr von gut 7 Euro kommt er auf 500 Euro „Sparbetrag“. Im Jahr kommen so rund 89 Euro Gebühren auf gut 5.900 investierte Euro zusammen. Klingt erstmal viel, ist im Vergleich aber durchschnittlich.

2. Kosten während der Haltedauer: 31 Euro (pro Jahr)

Diese Kosten hat die ETF-Gesellschaft, um den ETF zu verwalten, Aktien zu verwahren und Anlegerinformationen bereitzustellen. Die 31 Euro muss er nicht extra bezahlen; der Betrag ist in der Wertentwicklung des ETFs schon berücksichtigt.

3. Kosten des Wertpapierverkaufs: 62 Euro (einmalig)

Diese Kosten zahlt Max, wenn er seinen ETF nach fünf Jahren verkauft und dieser im Wert konstant war. Die Comdirect würde die Maximalgebühr, rund 60 Euro, einbehalten. Gerechnet auf knapp 30.000 Euro sind das 0,2 Prozent, also vergleichsweise wenig.

Max‘ Kostenaufstellung ist also in Ordnung. Er kann seine Kosten aber noch senken. Wie das geht, lesen Sie im Blog.

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4. Mit diesen Tarifen bringen Sie Ihren Laptop ins Internet

USB-Surfsticks sind eine der einfachsten Methoden, um mit dem Laptop ins Internet zu gehen – abseits der W-Lan-Inseln in Cafés und Bibliotheken. Sie legen einfach eine Sim-Karte in den Stick ein und verbinden ihn mit dem Laptop. Das Verblüffende: Ein ganz normaler Handytarif ist oftmals günstiger als die speziellen Datentarife, die für solche Surfsticks gedacht sind. Das hat unser Vergleich ergeben. Allerdings sperren einige Anbieter ihre Handytarife für Surfsticks. Zum Beispiel lassen sich viele der günstigen Prepaid-Optionen von Aldi Talk nicht mit dem Aldi-Surfstick nutzen.

Auf Nummer sicher gehen Sie mit den Finanztip-Empfehlungen. Bevor wir eine Empfehlung für einen Handytarif aussprechen, lassen wir uns von dem Anbieter bestätigen, dass der Tarif auch in Surfsticks funktioniert.

Alternativ können Sie auch die Internetverbindung Ihres Handys anzapfen. Dann wird das Smartphone zum mobilen W-Lan-Hotspot und leitet die Daten an Ihren Laptop weiter (iPhone: Einstellungen – persönlicher Hotspot; Android: Einstellungen – Verbindungen – Mobile Hotspot und Tethering). Das strapaziert allerdings den Handyakku.

Eine moderne Alternative zum Surfstick sind tragbare LTE-Router. Sie stellen ein eigenes W-Lan-Netzwerk her und verbinden so gleich mehrere Geräte mit dem Internet. Der kleine Kasten hält mehrere Stunden durch, bis er wieder ans Ladekabel muss. Perfekt etwa fürs Ferienhaus oder den Campingurlaub mit der Familie. Am besten nutzen Sie im „Urlaubs-Router“ einen Prepaid-Tarif, den Sie nur dann bezahlen müssen, wenn Sie ihn auch nutzen.

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Team Versicherungen

„DAMIT SIE NUR DIE VERSICHERUNGEN ABSCHLIEẞEN, DIE SIE AUCH WIRKLICH BRAUCHEN.“

Kathrin (l.) und Julia aus dem Team Versicherungen

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Häuser München

5. Auch wichtig: Stromanbieter löschen persönliche Daten, Mietpreisbremse in Bayern

+++ Strom- und Gasversorger müssen Ihre persönlichen Daten löschen, wenn Sie das wünschen. So können „Bonushopper“ später noch mal einen Tarif mit Bonus abschließen. Seitdem wir das berichteten, haben uns rund 50 Leser die Antworten Ihrer Versorger geschickt. Meist sichern diese zu, Daten umfangreich zu löschen und nicht mehr zu nutzen. Für das Finanzamt werden Rechnungen bis zu elf Jahre aufbewahrt. Halten Sie uns bitte auf dem Laufenden, ob der spätere Wechsel zum alten Versorger klappt und der Neukundenbonus fließt. Achtung: Bonustarife sind nur geeignet, wenn Sie konsequent jedes Jahr den Versorger wechseln. +++

+++ Am 7. August wird in 162 bayerischen Städten und Gemeinden eine neue, angepasste Mietpreisbremse gelten. Das hat die bayerische Staatsregierung in dieser Woche beschlossen. In allen betroffenen Orten, darunter München, Ingolstadt und Rosenheim, ist der Wohnungsmarkt angespannt. Künftig darf dort die Miete in neuen Verträgen höchstens 10 Prozent über der Vergleichsmiete liegen. Zusätzlich darf der Vermieter die Miete innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 15 Prozent (vorher 20 Prozent) und nicht über die ortsübliche Vergleichsmiete hinaus erhöhen. +++

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Wissen Sie, welche Art von Kreditkarte Sie haben?

  • Ja, eine echte Kreditkarte.
  • Ja, eine reine Debitkarte.
  • Ja, eine Debitkarte mit verzögerter Abbuchung.
  • Nein, weiß ich nicht.
  • Nein, ich habe keine Kreditkarte.

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Mutter und Schwestern

Frauen und Finanzen, Teil VII: Wir brauchen kein Testament, oder?

Von Britta Beate Schön

Jahr für Jahr werden in Deutschland bis zu 400 Milliarden Euro vererbt. Jeder Fünfte erbt mehr als 250.000 Euro. Es geht also um viel Geld – und natürlich um Gefühle, um Gerechtigkeit und Familienbande. Der mögliche Tod des Partners oder dass die Eltern irgendwann sterben werden – das sind Themen, über die man nicht gern redet. Männer tun sich damit vielleicht noch schwerer. Also sollten wir Frauen es rechtzeitig ansprechen. Und gemeinsam mit der Familie faire Regeln finden, mit denen alle gut leben können. Seien Sie sich darüber klar, was passiert, wenn Sie nichts tun: Die gesetzliche Erbfolge kann zu regelrechten Dramen führen.

„Ich habe von meiner Tante was geerbt – davon bekommt mein Mann nichts.“

Das ist richtig, falls Sie keinen Ehevertrag haben, der das anders regelt. Dann leben Sie in einer sogenannten Zugewinngemeinschaft. Das bedeutet: Jeder Partner behält sein eigenes Vermögen. Und wenn Sie erben, gilt das nicht als Zugewinn. Denn in gewisser Weise hat das Erbe Ihnen als Teil Ihrer Herkunftsfamilie schon immer mitgehört. Wer also während der Ehe etwas erbt, kann mit der Erbschaft machen, was er oder sie will.

Und auch wenn Sie sich scheiden lassen, bekommt Ihr Partner nichts von Ihrem Erbe. Zwar wird das, was beide Partner an Vermögen während der Ehe erwirtschaftet haben, durch die Scheidung aufgeteilt. Doch die Erbschaft bleibt beim sogenannten Zugewinnausgleich außen vor. Allerdings: Wenn Sie Ihr Erbe angelegt und vermehrt haben, müssen Sie Ihren Exgatten an der Wertsteigerung beteiligen.


„Meine Eltern halten nichts von meinem Partner. Die wollen mich enterben.“

Das klingt nach Drama und meist ist es das auch: Wir alle wünschen uns, dass sich die wichtigsten Menschen in unserem Leben miteinander verstehen. Wenn Sie trotz elterlicher Drohung geheiratet haben, können Ihre Eltern Sie tatsächlich per Testament enterben.

Das bedeutet aber nicht, dass Sie komplett leer ausgehen. Sie haben immerhin Anspruch auf Ihren gesetzlichen Pflichtteil. Der ist halb so groß, wie Ihr Anteil wäre, wenn Sie ganz normal nach den gesetzlichen Regeln erben würden.

Wie hoch Ihr Anteil ist, hängt natürlich davon ab, wie viele andere Erben es gibt. Ein Beispiel: Verstirbt der Vater und hinterlässt Ehefrau und zwei Kinder, dann würde die Witwe die Hälfte und die beiden Kinder je ein Viertel des Nachlasses erben. Ist ein Kind enterbt, kann es ein Achtel als gesetzlichen Pflichtteil von den anderen Erben verlangen.


„Wir sind verheiratet, wir brauchen kein Testament.“

Im Gesetz finden sich tatsächlich besondere Regeln zum
Erbrecht von Ehegatten: Danach erbt der eine Ehegatte, wenn der andere verstirbt. Aber er erbt nicht allein. Haben Sie mit Ihrem Mann kein Testament gemacht, bekommen Sie nur die Hälfte des Vermögens zugesprochen – der Rest geht an die Kinder. Und auch wenn die Ehe kinderlos ist, geht nicht alles an Sie, sondern nur drei Viertel des Nachlasses. Ein Viertel erben die Eltern Ihres verstorbenen Mannes oder dessen Geschwister.

Die gesetzliche Erbfolge führt also zu Erbengemeinschaften mit mehreren Personen. Je mehr Erben beteiligt sind, desto schwieriger kann das werden. Ehepaare können auch ein gemeinschaftliches Testament aufsetzen – manchmal ist das sinnvoller als die gesetzliche Erbfolge.

Um den Lebensstandard des anderen nach dem eigenen Tod zu sichern und Streit unter den Erben zu verhindern, können Sie als Paar zum Beispiel ein Berliner Testament aufsetzen. Danach erbt der länger lebende Ehegatte zunächst alles. Erst nach dessen Tod erben die Kinder. Kehrseite der Medaille: Bei großen Vermögen kann das steuerliche Nachteile haben.


„Uns gehört gemeinsam ein Haus, da bin ich im Alter abgesichert.”


Eine Immobilie ist grundsätzlich eine gute Absicherung für den hinterbliebenen Partner. Doch wenn Ihr Ehepartner stirbt, ohne ein Testament zu hinterlassen, erben nicht Sie allein das Haus. Es gehört Ihnen dann gemeinsam mit den Kindern oder mit seinen Angehörigen. Vielleicht wollen die sich auszahlen lassen. Wenn Sie das Geld nicht haben, müssen Sie das Haus verkaufen.

Eine solche Situation können Sie verhindern, indem Sie ein gemeinschaftliches Testament machen. Unverheiratete sollten auf jeden Fall zum Notar – sonst erben alles die Kinder, und Sie müssen aus dem Haus ausziehen. Beim Notar sollten Sie einen Erbvertrag aufsetzen, um das besser zu regeln.

Serie Frauen und Finanzen

Haben Sie Ihr Gehalt hart verhandelt? Mit Aktien schon mal Rendite gemacht? Steckt Ihr Partner beruflich für Sie zurück?

Wenn Sie diese Fragen eher mit nein beantworten, sind Sie hier richtig: in unserer Serie über Finanzen – aus weiblichem Blickwinkel. Falls wir mal im Klischee landen, nehmen Sie uns das bitte nicht krumm. Wir wissen, dass nicht alle Frauen gleich sind. Aber am Ende kann wohl jede was aus dieser Serie ziehen. Und vielleicht auch der eine oder andere Mann.

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... der Haushalte haben keine Privathaftpflicht. Wir sind überzeugt: Jeder sollte eine haben.

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