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Nr. 35 / 2019 vom 30. August

Deckel auf die Mieten in der Hauptstadt: Was Berlins Vorstoß für Mieter und Vermieter bedeutet

Mietendeckel in Berlin: Das müssen Sie wissen

Die Mieten in Berlin sind in den vergangenen Jahren um die Hälfte gestiegen. Vor allem Rentner und Leute mit kleinem Einkommen haben Angst, ihre Wohnung nicht mehr bezahlen zu können. Am Freitag präsentierte die zuständige Wohnungssenatorin von Berlin, Katrin Lompscher (Linkspartei), einen überarbeiteten Entwurf für einen Mietendeckel: Der sieht strenge Mietobergrenzen bei Neuvermietung vor – und zwar auf der Basis des Berliner Mietspiegels von 2013 mit einer Höchstmiete von 9,80 Euro pro Quadratmeter. Außerdem sollen die meisten bestehenden Mieten für fünf Jahre praktisch eingefroren werden.


Bundesweiter Aufruhr

Lompscher stellte damit eine deutlich abgeschwächte Version Ihres Mietendeckels vor, nachdem ihr erster Entwurf die ganze Woche über für heftigen Streit gesorgt hatte. Der sah nämlich eine Deckelung und vielfach auch Absenkung der Mieten vor auf höchstens 8 Euro pro Quadratmeter für neuere und 6 Euro für alle Altbauten bis Baujahr 1949.

Dies rief sogar Bundesbauminister Horst Seehofer (CSU) auf den Plan, der heftig widersprach. Linken-Chefin Sahra Wagenknecht forderte dagegen ähnliche Mietendeckel für ganz Deutschland.

Aber was bedeutet der aktuelle Plan für Sie als Mieter oder Mieterin (in Berlin)? Sollte man gar in die Hauptstadt ziehen, um künftig Miete zu sparen? Und wenn Sie eine Wohnung vermieten – kehren Sie Berlin jetzt den Rücken? Immer langsam.


Mieter sind besser geschützt

Mit dem vorliegenden Entwurf wären die allermeisten Mieter in Berlin vor Mieterhöhungen geschützt. Das Mietniveau würde fünf Jahre lang weitgehend eingefroren werden – nur leichte Erhöhungen im Rahmen der Inflationsrate wären erlaubt. Das wünschen sich bestimmt auch viele Mieter in anderen Großstädten.

Berliner, deren Miete oberhalb der neuen Grenzen liegt, und die mehr als 30 Prozent ihres Haushaltseinkommens für die Wohnung aufwenden müssen, sollen nach dem aktuellen Entwurf ihre Miete sogar senken können.


Wohnungskauf und Bau wird riskanter

Wohnungseigentümer und Vermieter, die auf weiter steigende Mieten gesetzt haben, müssen hingegen mit einem Dämpfer rechnen. Das gilt gerade für Eigentümer, die in den vergangenen Jahren teuer gekauft haben.

Bei Finanztip haben wir immer gesagt, Kaufpreise von 25 Jahresmieten (netto kalt) sind gerade noch akzeptabel. Haben Sie zum Beispiel 100 Quadratmeter Altbau für 360.000 Euro gekauft (30 Jahresmieten bei 10 Euro pro Quadratmeter), kann es sein, dass Sie diesen hohen Preis beim Verkauf in Berlin erstmal nicht mehr erzielen können.

Nach dem ersten Entwurf von Senatorin Lompscher hätten Bauherren oder Immobilienkäufer noch fürchten müssen, dass die Bank den angenommenen Verkehrswert ihrer Immobilie derart senkt, dass sich der Kredit deutlich verteuert – und sie Geld nachschießen müssten. So wie der Entwurf jetzt vorliegt, ist dieses Risiko weitgehend eingedämmt.


Fazit: Besser abwarten

Das offizielle Gesetzgebungsverfahren für den Mietendeckel soll am Montag starten. Bis klar ist, wie der Deckel endgültig aussieht, sollten Sie sich als Mieter möglichst nicht vom Fleck rühren und als Vermieter schon mal mit kühlem Kopf kalkulieren, wie sie einen Mietendeckel aushalten könnten. Und Ihre Pläne für einen Neubau oder Kauf sollten mindestens bis zur Verabschiedung des Gesetzes warten.

Der Rest der Republik wird erstmal staunend zusehen. So oder so: In Berlin zumindest sind jetzt vor allem die öffentlichen Bauträger in der Pflicht, mehr zu bauen.

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Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion für Sie entdeckt hat.

Auto Bild, Capital, Gala und Co: Eine von 26 Zeitschriften drei Monate kostenlos

Beim Anbieter kioskpresse.de erhalten Sie eine von 26 digitalen oder gedruckten Zeitschriften drei Monate umsonst – manche Titel vier Monate. Zu den angebotenen Zeitschriften zählen „Auto Bild“, „Capital“ oder „Gala“. Auf der Auswahlseite sehen Sie zunächst den regulären Preis. Nach dem Klick auf den Button „Zum Angebot“ kopieren Sie den Gutschein-Code KHK1393163CG in das entsprechende Feld. Pro Haushalt kann nur ein Abo abgeschlossen werden. Außerdem müssen Sie eine Bankverbindung angeben. Das Gratis-Abo verlängert sich automatisch um ein Jahr zum regulären Preis, falls Sie nicht sechs Wochen vor Ablauf kündigen. Eine Mail genügt.

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Comdirect: 100 Euro Prämie für neues Depot

Das Wertpapierdepot der Comdirect gehört zu unseren vier Empfehlungen, falls Sie alle Bankgeschäfte bei einem Anbieter erledigen wollen. Derzeit bietet die Comdirect 100 Euro Prämie, wenn Sie als Neukunde bis zum 6. Oktober ein Depot eröffnen.

Die kriegen Sie nicht, wenn Sie schon ein Girokonto dort haben. Neukunde ist nur, wer wenigstens sechs Monate nicht bei der Comdirect war. Wenn Sie aber eine Bank für alles suchen, könnten Sie jetzt Depot und Girokonto dort eröffnen – und sollten, wegen der Prämie, unbedingt mit dem Depot anfangen.

Um die Prämie zu erhalten, müssen Sie innerhalb von 14 Tagen drei Trades tätigen, das heißt, Wertpapiere handeln oder Sparpläne ausführen. Ein Jahr lang kosten Order vergünstigt 3,90 Euro plus Spesen (ab 1,50 Euro). Danach kosten sie mindestens 9,90 Euro plus Spesen. Wichtig: Das Comdirect-Depot wird nach drei Jahren kostenpflichtig – nicht aber, wenn Sie einen Sparplan haben. Oder eben, wenn Sie auch Ihr Girokonto dort führen.

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Epic Games Store: Zwei Computerspiele gratis

Der Anbieter Epic möchte, dass sich mehr Computerspiele-Fans in seinem „Games Store“ anmelden. Dafür bietet Epic bis zum 5. September zwei wirklich gute Spiele gratis an: Das atmosphärische und bedrückende „Inside“ (ab 18 Jahren) sowie das herausfordernde Hüpfspiel „Celeste“ (ab 10).

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1. Unsere Riester-Empfehlung Fairr gehört jetzt zu Weltsparen

Seit einigen Jahren empfehlen wir den Fondssparplan des Anbieters Fairr* als gute und kostengünstige Lösung für Riester-Sparer, die bei der geförderten Altersvorsorge auf Aktien setzen wollen. Auch die Rürup- und Basisrente von Fairr halten wir für empfehlenswert.

In dieser Woche wurde bekannt, dass Fairr von einem anderen Unternehmen übernommen wird – und zwar von Raisin, der Muttergesellschaft der Zinsplattform Weltsparen. Weltsparen ist für Finanztip-Leser ebenfalls kein Unbekannter. Das Unternehmen vermittelt seit Jahren Festgeld von Banken aus dem EU-Ausland. Außerdem bietet Weltsparen ein Anlagekonzept auf Basis von Indexfonds (ETFs) an. Diese ETF-Portfolios, Weltinvest* genannt, sind nach unserer Einschätzung ebenfalls gut und kostengünstig.

Die Angebote und grundsätzliche Philosophie der beiden Unternehmen scheinen sich gut zu ergänzen. Bleibt die Frage, was der Zusammenschluss für die Kunden von Fairr bedeutet. „Für Bestandskunden ändert sich nichts“, antwortete Fairr auf unsere Anfrage. Das Unternehmen werde unter der Marke „fairr by raisin“ weitergeführt. Und Weltsparen lässt verlauten, seine 200.000 Kunden hätten jetzt Zugang zu den Produkten von Fairr.

Mehr Auswahl für die Kunden – das klingt erst mal gut. Bleibt abzuwarten, ob der neue Eigentümer nicht doch an der Preisschraube dreht. Wir behalten das für Sie im Blick!

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2. Krankenversicherung: Was Sie beim Jobwechsel beachten sollten

Wenn Sie sich für eine gesetzliche Krankenkasse entscheiden, sind Sie normalerweise 18 Monate an Ihre Wahl gebunden. Erst danach können Sie regulär kündigen und die Kasse zum Ende des übernächsten Monats wechseln. Wichtig zu wissen: Wenn Sie zu einem anderen Arbeitgeber wechseln, beginnt die 18-monatige Bindungsfrist erneut zu laufen. Auch wenn Sie schon seit Jahren bei derselben Kasse sind, kann es so passieren, dass Sie weitere anderthalb Jahre festsitzen.

Falls Sie unzufrieden sind mit Ihrer Krankenkasse, sollten Sie deshalb beim Jobwechsel aktiv werden: Sind Sie bereits 18 Monate bei Ihrer bisherigen Krankenkasse, können Sie sich sofort für eine neue Kasse entscheiden. Sie müssen weder der alten Kasse kündigen noch die reguläre Kündigungsfrist abwarten. Es reicht, wenn Sie Ihrem neuen Arbeitgeber eine Mitgliedsbescheinigung der neuen Kasse vorlegen, und zwar innerhalb von 14 Tagen, nachdem Sie den Job angetreten haben. Tun Sie nichts, wird das als aktive Entscheidung zugunsten Ihrer bisherigen Kasse gewertet.

Übrigens: Wenn Ihre Kasse den Zusatzbeitrag erhöht, haben Sie immer ein Sonderkündigungsrecht. Das gilt nicht, wenn die Kasse Zusatzleistungen streicht, etwa die Zahnreinigung oder den Zuschuss für Osteopathie.

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Wie viel Haus kann ich mir leisten? Saidi zeigt, was die eigene Immobilie kosten darf und wie man den besten Zins für die Finanzierung bekommt.

 

3. Alternativer Stromanbieter für Kunden mit schlechter Schufa

Finanztip ruft immer wieder dazu auf, dem teuren Grundversorger den Rücken zu kehren und den Stromvertrag zu wechseln. Doch mit schlechter Schufa kann das schwierig werden. Eine interessante Alternative bietet das Startup Energierevolte der Stadtwerke Düren an: einen Prepaid-Stromtarif. Diesen kann jeder abschließen, der zwischen Dortmund, Bonn und Aachen wohnt. Wir haben nachgerechtet: Die Preise sind bei einem Stromverbrauch bis 1.500 Kilowattstunden im Jahr in der Regel günstiger als in der Grundversorgung. Also nichts für Familien, für Singles und Paare hingegen schon.

Energierevolte baut dem Kunden auf eigene Kosten einen modernen Stromzähler ein. Abschlagszahlungen gibt es nicht. Stattdessen laden die Kunden über eine App ihr Stromkonto auf: Ab 5 Euro Einzahlung geht es los, ab 50 Euro gibt es einen Rabatt. Über die App sehen Sie detailliert Ihren Verbrauch und wie lange das Guthaben noch reicht. So lassen sich auch Stromfresser im Haushalt leichter identifizieren. Einmal im Jahr kommt die Abrechnung; Nachforderungen kann es nicht geben.

Da der Tarif keinen Grundpreis hat, eignet er sich auch für Menschen, die häufig unterwegs sind. Oder Studenten, die in einer anderen Stadt ein Praktikum machen. Wer das Stromkonto auflädt, ist egal. Das kann auch ein Zwischenmieter tun. Wichtig: Wenn Sie nicht rechtzeitig zahlen, wird der Strom direkt gedrosselt – und nach 15 Kilowattstunden unbezahltem Verbrauch wird der Strom abgeschaltet. Das reicht in der Regel nur für ein paar Tage.

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4. Lebensversicherung richtig beenden: Geben Sie bloß nicht klein bei!

Haben Sie Ärger beim Ausstieg aus Ihrer Lebensversicherung? Dann holen Sie sich Hilfe – das wirkt oft Wunder. So hat die Verbraucherzentrale Hamburg einen Kunden unterstützt und die Generali Lebensversicherung abgemahnt. Der Verbraucher wollte seine Lebensversicherung rückabwickeln lassen, weil er anscheinend falsch über die Widerrufsmöglichkeit informiert worden war.

Laut Verbraucherzentrale hatte die Versicherung dem Kunden weder erklärt, dass er auch per E-Mail stornieren kann, noch, dass es genügt, den Widerruf innerhalb von zwei Wochen abzuschicken. Das sind klare Fehler in der Belehrung, urteilte bereits der Bundesgerichtshof (Az. IV ZR 512/14). Trotzdem weigerte sich die Generali, den Widerruf zu akzeptieren – das Urteil gelte nicht „für den hier vorliegenden Vertrag“.

Viele kündigen ihre Lebens- oder Rentenversicherung einfach und nehmen dabei deutliche Abschläge in Kauf. Es ist häufig viel lukrativer, die Verträge zu widerrufen. Sie können den Widerrufsjoker ziehen, wenn Sie bestimmte Verträge zwischen dem 29. Juli 1994 und dem 31. Dezember 2007 abgeschlossen haben.

Sind Sie unzufrieden mit der Leistung Ihrer privaten Lebens- oder Rentenversicherung und wahrscheinlich berechtigt zum Widerruf, sollten Sie Ihre Widerrufsbelehrung erst prüfen lassen. Neben der Verbraucherzentrale Hamburg machen das einige Anwaltskanzleien auch kostenlos. Berechnen Sie anschließend, ob sich die Rückabwicklung lohnt und erklären Sie den Widerspruch. Wie das genau geht, beschreiben wir im Ratgeber.

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„Wir wälzen Gesetze und AGBs – damit Sie das nicht müssen.“
Volontärin Anja (l.), Steuer-Redakteur Udo und Energie-Expertin Ines

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5. Auch wichtig: Zulassung online, BEV-Inkasso. Und: Stimmen Sie bitte für uns ab!

+++ Ab Oktober kann für Autobesitzer der Gang zur Zulassungsstelle entfallen: Sie können Ihr Fahrzeug dann online anmelden, abmelden und ummelden. Für die bundesweite Online-Zulassung namens i-Kfz benötigen Sie einen aktuellen Personalausweis mit Online-Funktion sowie ein Kartenlesegerät oder die „AusweisApp2“. +++

+++ Einige Kunden des pleitegegangenen Strom- und Gasversorgers BEV haben den versprochenen Neukundenbonus selbst von der Schlussrechnung abgezogen und nur den unstrittigen Teil bezahlt. Diese Kunden erhalten jetzt Mahnungen des Inkassobüros Creditreform. Begründung: Der Bonus werde nur angerechnet, wenn man volle 12 oder 24 Monate (je nach Vertrag) Gas oder Strom bezog. Die Chancen auf den Bonus stehen unserer Einschätzung nach leider schlecht. Wollen Sie die Sache dennoch rechtlich klären lassen, finden Sie im Blog alle Informationen dazu. +++

+++ Seit rund einem halben Jahr gibt es die Rubrik „Video der Woche“ im Finanztip-Newsletter. Und diese Videos sind jetzt für den „Finanzblog-Award“ nominiert. Dabei wird auch ein Publikumspreis ausgelobt, für den Sie ab sofort Ihre Stimme abgeben können. Wie das geht? Einfach auf die Seite des Awards gehen und abstimmen. Wir sind gelistet unter dem Stichwort „Finanztip Youtube Kanal“. Herzlichen Dank! +++

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Was halten Sie von einem Mietendeckel für teure Großstädte?

  • Was in Berlin vorgeschlagen wurde, finde ich gut – auch für andere Metropolen.
  • Die Grundidee ist nicht schlecht, aber der Berliner Entwurf ist nun viel zu lasch.
  • Die Mietspiegel sind ja noch in Ordnung, aber eine staatliche Deckelung der Mieten lehne ich grundsätzlich ab.
  • Der Staat sollte sich bei den Mieten komplett heraushalten.
  • Das ist mir egal.

Zur Abstimmung klicken Sie bitte auf den grünen Button.

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Punkt für Punkt: Sechs Tipps für Studierende zum Start des neuen Semesters

An vielen Hochschulen geht es im Oktober wieder los mit Vorlesungen, Seminaren und Tutorien. Im Semester, wenn weniger Zeit zum Jobben ist, wird das Geld schnell knapp. Da lohnt es sich für Studenten besonders, mit ein paar Tipps mehrere Hundert Euro zusätzlich in der Tasche zu haben.

Wenn Sie nicht selbst studieren, leiten Sie den Newsletter gerne weiter, zum Beispiel an Ihre Kinder, Nichten, Neffen oder Enkel – die freuen sich bestimmt über die Tipps und das gesparte Geld.

1. Worauf es beim Studentenjob ankommt

Wer sein Studium nicht komplett von den Eltern finanziert bekommt, muss sich Geld hinzuverdienen. Gut geeignet für Studenten sind Minijobs: Hierfür zahlt der Arbeitgeber Pauschalabgaben, und Sie können monatlich bis zu 450 Euro steuerfrei verdienen. Auch das Bafög wird bei Minijobs nicht gekürzt. Bis zum 25. Lebensjahr können Sie außerdem in der Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkasse kostenlos versichert bleiben. Studierende, die älter sind oder mehr verdienen, zahlen aktuell gut 106 Euro für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung.

Wenn Sie während der Vorlesungszeit höchstens 20 Stunden in der Woche arbeiten, sollten Sie sich als Werkstudent anstellen lassen. Das ist für beide Seiten attraktiv: Einerseits zahlen Sie und Ihr Arbeitgeber in die Rentenkasse ein – dadurch bekommen Sie später eine höhere Rente. Andererseits spart Ihr Arbeitgeber Sozialabgaben, weil er nichts für Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung zahlen muss.

2. Bafög oder Wohngeld beantragen

Studierende bekommen bis zu 853 Euro Bafög im Monat vom Staat. Wenn Sie Bafög-berechtigt sind, sollten Sie die Förderung auf jeden Fall beantragen, auch wenn Sie glauben, sich durch Nebenjobs oder Finanzspritzen der Eltern über Wasser halten zu können. Sie müssen nämlich höchstens die Hälfte des Bafögs zurückzahlen – oft sogar weniger oder gar nichts.

Wichtig zu wissen: Bafög gibt es nicht rückwirkend. Reichen Sie Ihren Antrag daher spätestens im ersten Monat Ihres Studiums ein. Außerdem gilt: Bafög gibt es nur für eine bestimmte Dauer – und die bemisst sich an der Regelstudienzeit. Wer erst im zweiten Semester den Antrag stellt, kriegt also ein Semester weniger Bafög.

Haben Sie wenig Einkommen, aber keinen Bafög-Anspruch? Dann sollten Sie Wohngeld beantragen. Die Sozialleistung soll Menschen mit geringem Einkommen bei der Miete unterstützen.

3. Nicht GEZahlt kann auch okay sein

Wenn Sie Bafög beziehen, können Sie sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Dazu senden Sie die Bafög-Bescheinigungen an den Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Das funktioniert aber nicht mehr, sobald Sie mit Leuten zusammenwohnen, die kein Bafög beziehen.

Ohne Bafög werden 17,50 Euro im Monat fällig, sobald man in eine eigene Wohnung zieht. Wichtig: Der Beitrag wird pro Wohnung, nicht pro Person erhoben. Leben Sie also in einer WG, können Sie sich die Kosten teilen. Ein Wohnheimzimmer allerdings zählt als Wohnung, sofern es eine eigene Klingel und einen eigenen Briefkasten hat.

Wie Sie Ihr Studium von Ihrem ersten Einkommen danach absetzen können, was Sie übers Untervermieten wissen müssen und welche Rabatte es gibt, all das erfahren Sie im Blog.

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… ETF-Sparpläne haben die Deutschen mittlerweile nach neuesten Zahlen. Die Millionen-Marke wurde erstmals im Juni geknackt.

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