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Nr. 38 / 2019 vom 20. September

Sichere Anlage: Warum Festgeld besser ist als Rentenfonds

Darum sind Rentenfonds derzeit nicht die beste Anlageform

Wir kommen so schnell nicht aus den niedrigen Zinsen heraus, das hat die Europäische Zentralbank (EZB) vergangene Woche mit ihrer erneuten Zinssenkung klargemacht. Wer sein Geld sicher anlegen will, hat es äußerst schwer, überhaupt noch Zinsen zu bekommen. Was also tun?

Für eine sichere Anlage gibt es klassischerweise zwei Varianten: Festgeld und Anleihefonds, auch Rentenfonds genannt (hier ist also nicht die Altersrente gemeint). Staaten und Unternehmen leihen sich über Anleihen Geld und zahlen dafür einen festen Zins. Doch was ist besser?

Die Vorteile von Rentenfonds

Anleihefonds können Ihre Geldanlage insgesamt stabilisieren, das heißt, allzu große Schwankungen abfedern, die Aktienfonds immer wieder haben. Das funktioniert gut bei Aufregung am Aktienmarkt, zum Beispiel nach der Finanzkrise. Dann entwickeln sich die Kurse von Anleihen oft entgegengesetzt zu denen von Aktien: Sie steigen also tendenziell, wenn Aktienkurse sinken. Das gilt vor allem für Anleihen finanzstarker Staaten wie Deutschland, Frankreich oder Holland. Mit ihren verlässlichen Zinszahlungen steuerten Anleihen in der Vergangenheit auch sichere Renditen bei.

Die Nachteile von Rentenfonds

Allerdings können Sie auch mit Rentenfonds Geld verlieren: Das ist oft der Fall, wenn Sie Anleihen im Fonds haben und die Zinsen steigen – weil die EZB das richtungsweisende Zinsniveau wieder anhebt. Der Mechanismus: Alte Anleihen mit geringeren Zinsversprechen sind nicht mehr so gefragt und verlieren an Wert – das zieht den Wert des Rentenfonds allgemein runter. Wenn die Leitzinsen sinken, ist es genau umgekehrt: Dann sind die alten Papiere mit den alten (höheren Zinsen) begehrt. Ihr Kurs steigt – und mit ihm der Wert des Rentenfonds. Das war seit Ende der Neunziger meistens der Fall – und trug zum guten Image der Rentenfonds bei.

Doch diese Ära ist vorbei. Deshalb empfiehlt Finanztip seit ein paar Jahren, eher auf Festgeld zu setzen. Seitdem sind die Zinsen tatsächlich kaum noch weiter gesunken. Aber auch noch nicht wieder gestiegen.

Die Alternative: Festgeld

Auf Festgeld gibt es garantiert positive Zinsen, die nicht schwanken. Das kann sich lohnen, wenn Sie eine Bank wählen, die noch gute Zinsen zahlt. Der Nachteil: Anders als bei Rentenfonds können Sie ans Festgeld nicht jederzeit ran. Außerdem müssen Sie ein Festgeld regelmäßig verlängern.

Was also tun?

Viele haben Rentenfonds unter ihren Anlagen. Vielleicht hat Ihnen Ihre Bank einmal Staatsanleihefonds empfohlen oder Sie besitzen einen Mischfonds. Auch digitale Anlagehelfer, die sogenannten Robo-Advisor, mischen Rentenfonds ins Portfolio.

Dann kann es sich für Sie lohnen, jetzt auf Festgeld umzusteigen.

Wenn Sie trotzdem bei Rentenfonds bleiben wollen, achten Sie unbedingt auf die laufenden Kosten. Für klassische Rentenfonds beträgt die jährliche Verwaltungsgebühr zwischen einem halben und einem Prozent – bei den aktuellen Minizinsen fällt das stark ins Gewicht. Steigen Sie dann zumindest auf kostengünstige Renten-Indexfonds (Renten-ETFs) um.

In unserem großen Rentenfonds-Ratgeber haben wir alle Vor- und Nachteile genau erklärt und in einer übersichtlichen Tabelle für Sie aufbereitet.

Wie Sie aus Tagesgeld, Festgeld und Aktien eine umfassende Geldanlage selbst für sich zusammenstellen, lesen Sie im Ratgeber Geldanlage.

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Schnäppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion für Sie entdeckt hat.

iPhone 8 für rechnerisch nur 380 Euro

Meistens ist es günstiger, Handy und Vertrag separat zu beschaffen – aber nicht immer. Einen lohnenden Handyvertrag mit iPhone 8 haben wir beim Discounter Blau gefunden: Allnet XL mit 5 GB Datenvolumen für knapp 30 Euro im Monat. Vergleichbare Tarife ohne Handy kosten 14 Euro monatlich. Somit bezahlen Sie für das iPhone 8 im Blau-Tarif rechnerisch 384 Euro (24 Monate mal 16 Euro Preisunterschied). Im freien Handel zahlen Sie für das iPhone 8 mit 64 GB Speicher hingegen rund 500 Euro.

Die Haken des Blau-Angebots: Sie müssen sich zwei Jahre an den Anbieter binden. Vergessen Sie nicht zu kündigen, sonst ist die Ersparnis schnell wieder futsch! Und der Tarif funkt im mäßigen O2-Netz; für Städter völlig in Ordnung, auf dem Land teilweise eine Zumutung. LTE ist enthalten, das Tempo auf akzeptable 21,6 Mbit/s beschränkt.

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Beauty: Luxus mit Rabatt

Wer bei Körperpflege oder Make-up auf teure Marken setzt, kennt vielleicht den Online-Shop Sephora. Das Kosmetikgeschäft gewährt noch dieses Wochenende gestaffelte Rabatte: Bei einem Einkauf in Höhe von 29 Euro sind es 10 Prozent, ab 59 Euro 15 Prozent und ab 99 Euro dann 20 Prozent. Der Rabattcode lautet SAVE. Allerdings sind einige bekannte Marken ausgeschlossen, zum Beispiel Fenty, Tarte oder Tom Ford.

Vergleichen Sie unbedingt die rabattierten Preise mit anderen Kosmetikgeschäften. In einer Stichprobe stellten wir fest, dass manche Dior-Produkte bei Sephora unter dem Preis des oft günstigen Konkurrenten Douglas lagen. Bei Marken wie Benefit und Urban Decay lagen Sephora und Douglas gleichauf. Ganz anders bei Produkten von Estée Lauder: Da war Douglas in der Stichprobe trotz des Sephora-Rabatts preiswerter. Viele Kosmetikpreise können Sie übrigens auch auf Idealo vergleichen.

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GTA San Andreas kostenlos

Das Videospiel GTA San Andreas hat der Hersteller Rockstar Games zum Download ins Netz gestellt. Damit will Rockstar Games die Nutzer dazu bringen, ein Zusatzprogramm, „Launcher“ genannt, zu installieren. Das ist nichts per se Schlimmes und wenn Sie das Programm nicht stört, bekommen Sie so eines der bestbewerteten Computerspiele aller Zeiten für Windows kostenlos. Auch wenn das Spiel schon etwas betagt ist, kostet es auf Steam immer noch rund 10 Euro.

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1. Kein Bafög-Empfänger? Dann versuchen Sie es unbedingt (noch) mal!

Haben Sie vergangenes Semester Bafög beantragt? Und sind leer ausgegangen? Dann versuchen Sie es unbedingt noch mal! Denn die Freibeträge sind deutlich gestiegen. Das sind die Verdienstgrenzen der Eltern, ab denen es weniger oder kein Bafög mehr gibt. So sind künftig mehr Studierende förderungsberechtigt.

Ab dem neuen Semester gibt es auch mehr Geld: Studenten erhalten monatlich bis zu 853 Euro (vorher 735 Euro). Azubis und Schüler bekommen etwas weniger. Zudem steigt die Wohnungspauschale von 250 auf 325 Euro. Wir empfehlen jedem, der Bafög-berechtigt sein könnte, die Förderung zu beantragen.

Das Geniale ist ja, dass Sie nur die Hälfte zurückzahlen müssen. Und auf die andere Hälfte zahlen Sie keine Zinsen. Azubis und Schüler dürfen sogar das gesamte Bafög behalten. Es gibt auch andere Vorteile: Wer auch nur 1 Euro Bafög erhält, muss zum Beispiel keinen Rundfunkbeitrag zahlen.

Die Bafög-Förderung wird erst ab dem Monat gezahlt, in dem das zuständige Amt Ihren Antrag erhalten hat. Möchten Sie also ab dem ersten Studienmonat Förderung erhalten, sollten Sie bald den Antrag stellen. Auch wenn Sie noch nicht alle Unterlagen zusammen haben, können Sie den Antrag einreichen und erforderliche Unterlagen nachreichen. In der Regel dauert die Bewilligung zwei bis drei Monate. Sie bekommen aber das Geld vom Monat der Antragstellung an nachgezahlt.

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2. Falsches Abo auf der Handyrechnung: So wehren Sie sich

Aktuell machen Mobilfunk-Kunden wieder die sogenannten Drittanbieter zu schaffen: Betroffen sind über 41.000 Personen, die falsche Handyrechnungen erhalten haben. Laut Stiftung Warentest sollen die Kunden von Mobilcom-Debitel, Vodafone und Klarmobil für „Sonderdienste“ zahlen – die sie allerdings nie bestellt hatten. Solche Dienste können zum Beispiel Klingeltöne oder Erotik-Angebote sein.

Die abgebuchten Beträge fließen laut der Handyrechnung an die Firma Infin – doch das ist offenbar falsch. Der tatsächliche Ansprechpartner ist der Drittanbieter Texted. Laut Vodafone war der Betrag korrekt, die Firma aber nicht.

Falls Sie von den falschen Handyrechnungen betroffen sind, können Sie erst einmal abwarten: Ein Sprecher von Mobilcom-Debitel und Klarmobil sagte uns, Vodafone habe „eine Rückerstattung der ausgewiesenen Beträge angekündigt“. Diese soll auf der nächsten Mobilfunkrechnung erscheinen. Falls nicht, fordern Sie das Geld von Vodafone, Klarmobil oder Mobilcom-Debitel zurück.

Um diese Art von Abofallen von dubiosen Drittanbietern von vornherein auszuschließen, sollten Sie eine sogenannte Drittanbietersperre einrichten. Wenden Sie sich dazu einfach an Ihren Mobilfunk-Anbieter. Er ist dazu verpflichtet, Drittanbieter kostenlos zu sperren.

Eine Drittanbietersperre ist grundsätzlich für jeden ratsam, da es kaum sinnvolle Leistungen gibt, die auf diese Weise abgerechnet werden. Daher haben wir für die wichtigsten Mobilfunk-Anbieter zusammengetragen, wie Sie dort eine solche Sperre einrichten.

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Video der Woche

Die Konjunktur schwächelt. Viele fragen sich: Soll ich jetzt noch in ETFs investieren oder sogar verkaufen? Saidi klärt darüber im Video der Woche auf.

 

3. Serie Sicherheitsregeln fürs Online-Banking: Wie Santander das umsetzt

Durch die neue europäische Zahlungsrichtlinie PSD2 verändern sich für viele Kunden die Sicherheitsverfahren beim Online-Banking und bei Einkäufen mit der Kreditkarte. Wir haben die wichtigsten Änderungen für Kunden der Santander-Bank zusammengestellt.

Online-Login

Auch bei der Santander Bank wird der Log-in zum Online-Banking künftig mittels Zwei-Faktor-Authentifizierung durchgeführt. Zusätzlich zu Benutzernamen und PIN müssen Sie also eine TAN eingeben. Allerdings wird dieser zweite Faktor nur alle 90 Tage abgefragt. Für diese und weitere Authentifizierungen hat Santander eine neue App entwickelt: Santander Sign. Dort können Sie sich per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PIN anmelden.

Serie Sicherheitsregeln fürs Banking

Derzeit passen viele Banken ihre Abläufe an eine neue EU-Richtlinie (PSD2) an. Die soll das Online-Banking sicherer machen, die vielen Umstellungen verwirren aktuell aber viele Bankkunden. Diese Unklarheit nutzen Betrüger aus. Damit Sie nicht im Dunkeln tappen, beschreiben wir, wie unsere Girokonto-Empfehlungen das umsetzen.

Zahlungsaufträge:

Die neue App kommt auch bei Überweisungen zum Einsatz. Wer seine Bankgeschäfte am Handy über die Santander-Banking-App abwickelt, erzeugt die TANs für seine Transaktionen parallel mit Santander Sign. Erledigen Sie Ihre Zahlungsaufträge dagegen lieber am heimischen Schreibtisch, dann brauchen Sie die Authentifizierungs-App und geben die TAN auf der Online-Banking-Website ein.

Was für Online-Shopping mit Kreditkarte gilt und was Sie ohne Smartphone machen, lesen Sie im Blog.

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4. Böse Überraschung: Wenn der Versicherer kündigt

Einfach kündigen, darf die Versicherung das überhaupt? Das werden sich einige Kunden der Basler Versicherung gerade fragen. Ganz überraschend erhielten sie die Kündigung für ihre Kinderinvaliditätsversicherung. Betroffen sind etwa 4.000 Kunden, unter ihnen auch Finanztip-Leser.

Dass auch Versicherer kündigen, ist nicht ungewöhnlich. Immer wieder berichten uns Leser, dass günstige alte Verträge ohne Begründung beendet werden. Das betrifft unter anderem Haftpflicht-, Gebäude-, Rechtsschutz-, Kfz-Verträge (sogenannte Schadenversicherungen) und Unfallversicherungen. Geschützt vor solchen Kündigungen sind Sie dagegen bei Lebensversicherungen, Berufsunfähigkeits- und Krankenversicherungen.

Versicherer überprüfen regelmäßig, ob sich Verträge für sie noch lohnen. Auch die Basler teilte uns mit, sie trenne sich „frühzeitig von kostenintensiven Spezialsegmenten“. Ganz regulär kann der Versicherer dann zum Ende der Vertragslaufzeit kündigen, meist ist das einmal im Jahr. Eine solche „ordentliche Kündigung“ will auch die Basler ausgesprochen haben, die die Kinderversicherung als Schadenversicherung führt.

Ein Versicherer kann aber auch früher kündigen. Nach einem abgeschlossenen Versicherungsfall gibt es ein Sonderkündigungsrecht: Nehmen wir an, Sie lassen Ihre Kfz-Versicherung für eine Beule im Auto bezahlen. Erkennt der Versicherer den Schaden an und reguliert ihn, kann er kündigen. Bei kleineren Schäden sollten Sie also abwägen, ob Sie die Versicherung in Anspruch nehmen.

Nach einer Kündigung kann es schwer werden, bei einem anderen Anbieter einen Vertrag zu bekommen. Manchmal lässt sich der Versicherer darauf ein, die Kündigung zurückzuziehen, wenn Sie anbieten, den Vertrag selbst zu kündigen.

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5. Auch wichtig: Kampf ums Klima, Allsecur und Mietenspiegel

+++ Für den heutigen Tag hat die „Fridays for Future“-Bewegung zum dritten weltweiten Klimastreik aufgerufen. Auf der Website der Bewegung sind über 3.600 Streiks und Demonstrationen registriert, die sich über die ganze Welt verteilen. Neben Kindern und Jugendlichen protestieren nun auch viele Erwachsene. Die ersten Streiks fanden am Morgen in Australien statt, in Berlin versammelten sich Streikende am Mittag vorm Brandenburger Tor (siehe Bild oben). Derweil hat sich die Große Koalition in der Nacht zum Freitag auf die Eckpunkte eines Klimaschutzpaketes geeinigt: Darin geht es vor allem darum, den Ausstoß von Kohlendioxid im Verkehr und beim Heizen teurer zu machen – und die Erneuerbaren Energien schneller auszubauen. Insgesamt enthält das Paket offenbar mehr als 70 Einzelprojekte und umfasst ein Volumen von mehr als 50 Milliarden Euro.

Die Details lagen bis Redaktionsschluss noch nicht vor. Für die kommende Ausgabe wird unsere Energieexpertin Ines Rutschmann die Beschlüsse für den Schutz des Klimas auswerten und erklären, was das Maßnahmenpaket bedeutet – und wie Sie (und künftige Generationen) am besten davon profitieren können. +++

+++ Die Allianz fasst seit dem Frühjahr ihre europäischen Tochterunternehmen zusammen. Künftig sollen alle Digital-Töchter unter dem Namen Allianz Direct firmieren – und in absehbarer Zeit alle dieselben Versicherungen verkaufen. Deswegen wird auch die deutsche Allianz-Tochter Allsecur ab Oktober den Namen Allianz Direct tragen. Allsecur tauchte in unseren Kfz-Versicherungs-Vergleichen immer wieder unter den günstigsten Anbietern auf. Für die bisherigen Kunden in Deutschland ändert sich nichts. Weder muss das Bankkonto geändert werden, noch ändern sich Vertragsbedingungen oder Versicherungsnummer. Wie sich Preise und Produkte für Neukunden entwickeln, ist noch nicht absehbar. +++

+++ Künftig sollen die Vergleichsmieten für sämtliche Mietspiegel nicht mehr aus den Mieten der vergangenen vier Jahre berechnet werden, sondern aus sechs Jahren. Das beschloss die Bundesregierung am Mittwoch. Dies dürfte die Mietsteigerung in den Metropolen etwas dämpfen. Die SPD wollte eigentlich acht Jahre zurückgehen, doch das machte die Union nicht mit. Wie Sie gegen ungerechtfertigte Mieten vorgehen, lesen Sie in unseren Ratgebern Mieterhöhung und Mietpreisbremse. +++

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Besitzen Sie Rentenfonds?

  • Ja. Ich habe nach wie vor Rentenfonds.
  • Ja, ich habe Rentenfonds, aber auch Festgeld.
  • Ich habe Rentenfonds nur dort, wo ich es mir nicht aussuchen kann (Lebensversicherung, Riester, Robo-Advisor, etc.).
  • Nein. Ich habe als sichere Anlage ausschließlich Festgeld.
  • Ich habe weder Festgeld, noch Rentenfonds.

Zur Abstimmung klicken Sie bitte auf den grünen Button.

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Diesel-Skandal: VW-Geschädigte müssen sich bis zum 27. September entscheiden

Wenn Sie einen Diesel von VW, Audi, Skoda oder Seat mit dem Betrugsmotor EA189 besitzen oder besessen haben, dann können Sie noch immer gegen den Volkswagen-Konzern vorgehen. Wie genau, können Sie sich noch überlegen – und sich sogar noch umentscheiden. Bis Ende der Woche sollten Sie sich aber endgültig festlegen. Es gibt vier Wege, gegen Volkswagen vorzugehen: die Musterfeststellungsklage, der Widerrufsjoker sowie die Einzelklage ohne und mit Prozessfinanzierung. Wir haben die Vor- und Nachteile zusammengestellt und erklären Ihnen, wie Sie vorgehen können:

Variante 1: die Musterfeststellungsklage

Sie haben noch Zeit bis zum Beginn der mündlichen Verhandlung am 30. September – auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie sich bis Freitag, den 27. September, ins Klageregister eintragen.

Vorteile:

· Sie haben die Verjährung gehemmt und wahren Ihre Rechte gegen Volkswagen.

· Sie haben kein Kostenrisiko.

· Sie müssen zunächst keinen Anwalt nehmen, eine Anmeldung genügt.

· Wenn es zu einem Vergleich käme, würden Sie ohne weiteren Aufwand profitieren. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV) als Kläger hat bereits erklärt, für einen Vergleich offen zu sein.

Nachteile:

· Die Musterfeststellungsklage könnte sich lange hinziehen, falls das Verfahren zum Bundesgerichtshof (BGH) geht.

· Selbst wenn der BGH feststellt, dass die Voraussetzungen für einen Schadensersatz erfüllt sind, müssen Sie wahrscheinlich nochmal Ihren persönlichen Schaden einklagen. Besonders ärgerlich wäre das, wenn ein Ersatz für gefahrene Kilometer abgezogen würde, weil dann am Ende womöglich nicht viel Geld für Sie herauskommt.

· Die Musterfeststellungsklage ist eine neuartige Klage-Variante. Falls der VZBV verliert, steht Ihnen kein anderer Weg mehr zur Verfügung.

· Sie sind einer von (bislang) 430.000 Klägern und haben keinen besonderen Ansprechpartner.

Fazit: Für alle, die das Risiko und die Kosten einer Einzelklage scheuen. Auch für die, die ohne weiteres Risiko ein Zeichen gegen Volkswagen setzen wollen, dass sie sich als Kunden nicht folgenlos betrügen lassen. Mehr dazu hier.

Variante 2: der Widerrufs-Joker

Falls Sie Ihr Auto auf Kredit gekauft haben und der Kredit Ihnen von Ihrem Autohaus vermittelt wurde, besteht sehr wahrscheinlich ein „verbundenes Geschäft“. Sehr viele dieser Verträge enthalten Formfehler, die es Ihnen möglich macht, den Kredit zu widerrufen. Und damit auch Ihr Auto zurückzugeben.

Vorteile:

· Die Rechtslage ist eindeutig: Wenn der Vertrag Sie nicht richtig über Ihr Widerrufsrecht aufgeklärt hat, können Sie das Auto zurückgeben.

· Haben Sie den fehlerhaften Vertrag erst ab Sommer 2014 abgeschlossen, kann sich der Widerruf besonders lohnen. Denn dann müssen Sie bei der Rückgabe wahrscheinlich nicht mal etwas für die Nutzung des Autos zahlen.

Nachteile:

· Falls Sie keine Rechtsschutzversicherung haben, tragen Sie das Risiko des Prozesses.

· Sie müssen sich selbst einen Anwalt suchen. Dafür hat Finanztip aber eine Liste empfehlenswerter Anwälte zusammengestellt.

Fazit: Falls Sie einen der fehlerhaften Verträge haben, sollten Sie diesen Weg vorziehen. Er ist wirtschaftlich interessanter – und eine wirkliche Strafe für VW. Mehr dazu hier.

Wie Sie alleine vor Gericht ziehen und wann sich ein Prozessfinanzierer lohnt, lesen Sie im Blog.

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Zahl der Woche

... Bafög im Monat erhielten Studierende 2018 im Schnitt. Das sind 6 Euro weniger als im Vorjahr. Inzwischen sind das Bafög und die Freigrenzen deutlich erhöht worden.

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Mittwoch, 25. September, Hermann-Josef Tenhagen bei HR M€X
Freitag, 27. September, Hermann-Josef Tenhagen bei Radioeins
Tagesgeld
Angebote mit Zinsgarantie (nur für neue Kunden)
1 % p.a.
für 4 Monate bis 50.000 €
die besten regulären Angebote (für alle Kunden)
Leaseplan Bank
0,45 % p.a.

Cosmosdirekt
0,31 % p.a.
bis 25.000 €
0,3 % p.a.

0,2 % p.a.

dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
Leaseplan Bank
0,45 % p.a.

Cosmosdirekt
0,31 % p.a.
bis 25.000 €
0,3 % p.a.
0,2 % p.a.

Festgeld
bis 12 Monate
1,01 % p.a.
 
0,65 % p.a.
 
Leaseplan Bank

0,65 % p.a.

 
bis 24 Monate
1,21 % p.a.
 
NIBC Direct
0,8 % p.a.
 
Leaseplan Bank
0,75 % p.a.
 
bis 36 Monate
1,31 % p.a.
 
NIBC Direct
0,9 % p.a.
 
Leaseplan Bank
0,85 % p.a.
 
Girokonto
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Lidl Connect Smart S (Vodafone-Netz)
 
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Sofort-Entschädigung
 
Riester-Fondssparplan
 
DWS Toprente (mit Rabatt)
Deka Zukunftsplan Classic
Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
 
 
Makler BU-Versicherung
 
Buforum 24
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