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Nr. 42 / 2019 vom 18. Oktober

So stark steigen die Strompreise wirklich

Warum Sie Briefe Ihres Stromanbieters jetzt ganz genau lesen sollten

Deutschland drohe ein „Strompreishammer“, schreibt die „Bild“-Zeitung. „Neuer Rekord beim Strompreis“, heißt es in der „Welt“. Der Strompreis war diese Woche überall in den Nachrichten. Der Grund: Die Ökostrom-Umlage (EEG-Umlage) steigt 2020 um 0,351 Cent pro Kilowattstunde – und erregt die Gemüter. Und das obwohl sie nach zwei Senkungen in den Vorjahren immer noch unter dem Wert von 2017 und 2018 liegt.

Etwas anderes gibt es jedoch, für das viele Stromkunden jetzt mehr bezahlen: den Transport des Stroms durch die Netze. Darüber sprechen und schreiben vergleichsweise wenige. Obwohl die Mehrkosten deutlich sind. Finanztip hat für Sie durchgerechnet, was die sogenannten Netzentgelte für Ihren Strompreis bedeuten können.

Bei 27 großen Netzbetreibern hat Finanztip die Entgelte abgerufen. Ergebnis: Sie steigen überwiegend. Für eine kleine Familie mit einem Stromverbrauch von 2.500 Kilowattstunden bedeutet das Mehrkosten von bis zu 34 Euro im Jahr – dreimal so viel wie die Steigerung der EEG-Umlage ausmacht. Wie es in Ihrer Region aussieht, können Sie unserer Tabelle im Blog entnehmen. Deutlich teurer wird es beispielsweise in Teilen von Schleswig-Holstein, Niedersachsen und dem Saarland. Aber auch sinkende Netzentgelte gibt es, etwa in Kiel.

Wohnen Sie in einer Region, in der der Stromtransport durch die Netze teurer wird, müssen Sie mit einer Erhöhung Ihres Strompreises rechnen. Ab Ende Oktober werden die Versorger Schreiben mit den Ankündigungen der Preiserhöhung verschicken. Lesen Sie Briefe und E-Mails Ihres Stromanbieters dann ganz genau durch. Möglicherweise ist die Preisanhebung in einem langen Text versteckt, der nach belangloser Werbung klingt – alles schon vorgekommen. Prüfen Sie auch Ihre Nachrichten im Kundenkonto, falls vorhanden. Nach einer Preiserhöhung können Sie Ihren Vertrag kündigen, ohne die reguläre Kündigungsfrist einzuhalten (Sonderkündigungsrecht). Danach können Sie sich einen neuen Anbieter suchen.

Der „Strompreishammer“ ist längst eingetreten. Allein innerhalb der vergangenen zwölf Monate sind die Preise deutlich gestiegen – im Schnitt um 4 Prozent beim Grundversorger, um 5 bis 6 Prozent in Neuverträgen bei anderen Anbietern. Das belegen Daten der Vergleichsportale Verivox und Check24. Seit 2019 zahlen deutsche Verbraucher mit Abstand die höchsten Preise in der EU: im Schnitt 9 bis 10 Cent pro Kilowattstunde mehr als in den anderen Mitgliedsländern.

Wann sich der Anbieterwechsel lohnt und welche neuen Netzentgelte es in den Regionen gibt, lesen Sie im Blog.

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Schnäppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion für Sie entdeckt hat.

200 Euro Bonus bei Flatex

Günstige Aktienfonds (ETFs) kaufen und dann mindestens 15 Jahre liegenlassen: Das empfehlen wir normalerweise Sparern, die Vermögen aufbauen wollen. Gerade, wenn die Börsenkurse hoch stehen, mag sich mancher aber wohler fühlen, eine größere Summe nicht auf einmal anzulegen, sondern in mehreren Teilbeträgen. Für diese Situation gibt es beim Broker Flatex derzeit ein passendes Schnäppchen: 200 Euro Bonus winken, wenn Sie als Neukunde bis Monatsende ein Depot eröffnen und in einem Jahr 20 Mal handeln. Ein Trade (zum Beispiel der Kauf von ETF-Anteilen) kostet in den ersten sechs Monaten nach Kontoeröffnung 3,80 Euro, statt sonst 5,90 Euro. Dazu kommen jeweils mindestens 0,85 Euro Gebühren. Hinweis: Am besten lassen Sie bei Flatex möglichst wenig Geld auf dem Cashkonto liegen, denn dieses wird mit 0,5 Prozent pro Jahr negativ verzinst. Beachten Sie außerdem die genauen Teilnahmebedingungen auf der Aktionsseite.

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Internet von Pyur 100 Euro günstiger

Internetnutzern in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen empfehlen wir unter anderem den günstigen Kabel-Internet-Anbieter Pyur. Kurze Vertragslaufzeiten finden wir tendenziell besser als die typischen Zweijahresverträge. Doch aktuell können Sie rund 100 Euro sparen, wenn Sie sich 24 Monate an Pyur binden. So kostet der Einsteigertarif mit 20 Mbit/s im ersten halben Jahr monatlich 5 Euro statt 22. Anschließend wird der reguläre Preis fällig. Wägen Sie für sich ab, ob sich die Ersparnis im Tausch gegen Flexibilität lohnt. Die Tarife von Pyur sind nicht für alle Haushalte in den genannten Bundesländern verfügbar.

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Taschenkalender 2020 gratis

Heute schon ans nächste Jahr denken! Sie brauchen einen Kalender und wollen am liebsten nichts dafür bezahlen? Der Sächsische Ausländerbeauftragte verschickt einen Taschenkalender 2020 im Format A6. In dem Büchlein finden Sie außerdem Informationen über große ethnische und religiöse Gruppen. Außerdem gibt es einen großen Kalender im Format A1 für die Wand – ebenfalls gratis.

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1. Erste Musterklage erfolgreich: Münchner Mieter jubeln!

Beim Thema Musterfeststellungsklage denken viele zunächst an den Abgas-Skandal und den millionenfachen Betrug der Automobilindustrie. Doch es gibt noch einige andere Verfahren, in denen Verbände im Rahmen der Musterklage für Verbraucher vor Gericht ziehen. Das Oberlandesgericht München hat am Dienstag die erste Klage dieser Art zugunsten des DMB Mietervereins München entschieden (MK 1/19).

Es ging um drastische Mieterhöhungen. Die Mieter bekamen am 27. Dezember 2018 Post von ihrem Vermieter, in der er Modernisierungsarbeiten ankündigte. Der Großteil der Arbeiten sollte aber erst im März 2021 beginnen. Dreist: Der Vermieter wollte so die Kosten nach den alten Regeln von 2018 auf die Mieter abwälzen. Ein Ehepaar hätte fast 730 Euro mehr pro Monat bezahlen sollen, so der Mieterverein – nach neuem Recht knapp 230 Euro.

Dem Ansinnen des Vermieters hat das Gericht einen Riegel vorgeschoben. Die Max Emanuel Immobilien GmbH darf die Miete nicht nach altem Recht erhöhen. Sie muss sich an die aktuellen Regeln halten. Alle 145 Mieter des Hohenzollernkarrees in Schwabing, die sich der Musterklage angeschlossen hatten, können sich auf das Urteil berufen.

Die erste Musterfeststellungsklage hat funktioniert, die betroffenen Mieter haben gemeinsam und kostengünstig ihr Recht durchgesetzt. Das macht Mut für weitere Klagen dieser Art.

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2. Neue Regeln für nachhaltige Geldanlage

Das Thema nachhaltige Geldanlage steht bei Ihnen, liebe Leser, weit oben. Wir erhalten viele Zuschriften zu ökologischen und sozialen Anlageformen. Nun tut sich was: Im Rahmen eines Aktionsplans will die EU-Kommission Fondsgesellschaften und Banken dazu bringen, mehr nachhaltige Fonds aufzulegen und anzubieten. Anlageberater beispielsweise sollen Sparern schon bald die Frage stellen müssen: Möchten Sie nachhaltig anlegen?

Ein EU-weiter Rahmen, der vorgibt, was eigentlich unter „nachhaltig“ zu verstehen ist, soll wohl bis Anfang 2020 stehen. Denn eine einheitliche Definition fehlt bislang. Schon jetzt bastle die Finanzindustrie fleißig an neuen Produkten, heißt es. Ein Schritt in die richtige Richtung? Warten wir’s ab. Denn damit sich wirklich etwas tut, muss der Begriff „nachhaltig“ eng genug gefasst werden. Sparer müssen genau verstehen können, was in nachhaltigen Fonds drinsteckt. Und zu teuer dürfen die neuen Produkte auch nicht sein. Wir halten Sie darüber auf dem Laufenden.

Möchten Sie bereits heute günstig und möglichst nachhaltig sparen, empfehlen wir zwei Aktien-Indexfonds (ETFs), die weltweit ausgerichtet sind. Infrage kommen der ETF der UBS (ISIN: LU0629459743) und von iShares (ISIN: IE00B57X3V84)*. Dafür brauchen Sie ein kostenloses Wertpapierdepot. In die ETFs können Sie auch in monatlichen Raten investieren.

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Video der Woche

Altersvorsorge: Hat eine private Rentenversicherung tatsächlich steuerliche Vorteile gegenüber einem ETF-Sparplan? Saidi rechnet nach.

 

3. Versicherung gegen Naturgewalten: Ziehen Sie Ihre persönliche Wetter-Bilanz

Es gibt gute Nachrichten: Die meisten Unwetterschäden im vergangenen Jahr waren versichert. Das steht im neuen Naturgefahrenreport der Versicherungswirtschaft. Fast alle Wohngebäude in Deutschland sind demnach gegen die Folgen von Sturm und Hagel abgesichert. Gut so. Denn das Risiko ist groß. 2018 lagen die Schäden bei über 1,8 Milliarden Euro. Allerdings sind in der Zahl nicht nur Schäden an Autos, Wohngebäuden und Hausrat enthalten, sondern auch Industrie, Gewerbe und Landwirtschaft.

Insgesamt hat der Versicherungsverband Unwetterschäden von 3,1 Milliarden Euro ausgemacht. Die Versicherer warnen in ihrem Report: Zehn Millionen Hausbesitzer haben ihre Häuser nicht gegen Starkregen, Hochwasser, Erdbeben und Vulkanausbrüche versichert. Wir verstehen diese „Warnung“ eher so, dass die Versicherer hierfür noch mehr Verträge verkaufen wollen. Die Schäden durch Wasser, Erdbeben und Vulkane hielten sich mit etwa 115 Millionen Euro in Grenzen.

Wollen Sie sich gegen solche Naturgewalten absichern, können Sie einen Baustein „erweiterte Naturgefahren“, „Elementarschäden“ oder auch „Elementarschutz“ oft zubuchen – etwa in der Wohngebäudeversicherung oder der Hausrat. Doch nicht jeder braucht das. Und der Extra-Schutz ist teuer: Unser Vergleich von Wohngebäudeversicherungen hat gezeigt, dass der Vertrag dann im Schnitt 48 Prozent mehr kostet.

Wohnen Sie in einem Gebiet, in dem solche Gefahren wahrscheinlich sind, ist eine Elementarschadenversicherung durchaus sinnvoll. Einen Eindruck, wie gefährlich Ihr Wohnort ist, erhalten Sie im Kompass Naturgefahren. Ob Risikozone oder nicht: Machen Sie unbedingt einen Preisvergleich, bevor Sie Ihre Versicherung erweitern.

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Besuchen Sie uns in Berlin und testen Sie Finanztip

Kommen Sie aus Berlin und Umgebung? Dann brauchen wir Ihre Hilfe! Um Finanztip noch besser zu machen, wollen wir Ihre Meinung zu den verschiedenen Kanälen von Finanztip wissen – also Website, Newsletter, Social Media und Youtube. Am 29. Oktober 2019 laden wir Sie zwischen 19 und 21 Uhr herzlich dazu ein, in entspannter Atmosphäre im Berliner Finanztip-Büro gemeinsam mit uns am Angebot von Finanztip zu arbeiten. Interesse? Dann schreiben Sie uns bitte eine Mail.

 

4. Spartrick: Direkt beim Händler kaufen statt über Amazon

Viele Online-Shopper vergleichen gar nicht mehr groß Preise. Sie suchen ihr Produkt direkt bei Amazon. Verständlich – schließlich kommt die Plattform mittlerweile wie ein großer Marktplatz daher. Nicht nur der US-Konzern selbst verkauft dort, sondern auch Tausende freie Händler. Super bequem: Amazon wickelt die Bestellung ab und übernimmt zudem manchmal noch den Versand. So kommen Sie einfach an Ihr Produkt. Jedoch längst nicht immer zum besten Preis!

Denn viele der freien Händler verkaufen ihre Waren günstiger auf der eigenen Website. In einer Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW mit 20 Händlern waren 98 Prozent der Produkte im Händler-Shop günstiger als bei Amazon. Und zwar oft deutlich. Einen Kaffeeautomat verkaufte ein Händler beispielsweise im eigenen Online-Shop für 673 Euro – bei Amazon hingegen für 840 Euro. Ein Händler, zwei völlig andere Preise. Der Gesamtpreis inklusive Lieferung für alle 100 Artikel der Stichprobe der Verbraucherschützer lag auf Amazon fast ein Fünftel über dem Preis in den Händler-Shops.

Tipp: Wenn Sie auf Amazon shoppen, achten Sie darauf, welcher Händler das Produkt anbietet. Die Angabe finden Sie unter dem Button „In den Einkaufswagen“. Suchen Sie den Händler bei Google und prüfen Sie den Preis in dessen Shop. Falls der Händler die Möglichkeit anbietet, sich mit den Amazon-Zugangsdaten einzuloggen (Amazon Pay), dann müssen Sie nicht einmal Ihre Daten neu eintippen. Das Gleiche gilt für Paypal-Kunden mit der Funktion „Direkt zu Paypal“.

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5. Auch wichtig: Brexit-Deal, Grundsteuer-Reform und Korrekturen

+++ Die EU und Großbritannien haben einen neuen Brexit-Deal ausgehandelt. Allerdings muss das britische Unterhaus morgen noch zustimmen. Sollten die Parlamentarier das tatsächlich tun, können Sie nächste Woche bei uns lesen, was der Brexit für die Verbraucher in der EU bedeutet. +++

+++ Heute hat der Bundestag die Reform der Grundsteuer verabschiedet. Ob Hausbesitzer und Mieter künftig mehr oder weniger zahlen, wurde noch nicht entschieden. Bis Ende 2024 dürfen die Kommunen die Grundsteuer weiter nach den bisherigen Regeln erheben. Ab 2025 sollen dann neue Regeln gelten: Bis dahin müssen rund 35 Millionen Grundstücke neu bewertet werden. Wir haben das Thema weiter für Sie im Blick. +++

+++ Im Newsletter der vergangenen Woche haben sich an zwei Stellen Fehler eingeschlichen. Wir hatten geschrieben, dass die ING im ETF-Sparplan Dividenden ab einer Sparrate von 75 Euro wieder mit anlegt. Richtig ist: Die Bank legt Ausschüttungen ab einer Höhe von 75 Euro wieder an. Gerade bei ETFs, die viermal im Jahr ausschütten, müssen Sie bereits viel angespart haben, um auf die 75 Euro zu kommen; bei weltweit investierenden ETFs etwa 15.000 Euro. Viele Sparer dürften dies erst nach einigen Jahren erreichen. Wenn Sie sich darüber keine Gedanken machen wollen, investieren Sie besser in einen wiederanlegenden ETF ohne Ordergebühren.

Außerdem haben wir uns vertan bei den Gebühren für eine Überweisung von 200 Dollar beim britischen Zahlungsdienstleister Transferwise: Das kostet 1,80 Euro, nicht 60 Cent. Der Anbieter ist damit aber nach wie vor deutlich günstiger als die von uns untersuchten Filial- und Onlinebanken oder Paypal. +++

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Kaufen Sie Ihre ETFs mit einer App?

  • Ja, ich nutze die App meiner Bank oder meines Wertpapierhändlers (Brokers).
  • Ja, ich habe extra ein Depot bei einem modernen Anbieter (Fintech) eröffnet, um alle Wertpapiergeschäfte über eine App abzuwickeln.
  • Nein, mit der App meiner Bank oder meines Brokers kann ich gar keine ETFs kaufen. Die App dient nur als Übersicht.
  • Nein, ich könnte zwar eine App nutzen. Aber wenn ich Wertpapiere kaufe, setze ich mich lieber an den Computer.
  • Ich kaufe keine ETFs.

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Pflegeleistungen beantragen: So helfen Sie Ihren Angehörigen

Viele rutschen da einfach rein. Erst helfen sie nur ein wenig aus, machen den Einkauf für ihre Mutter: Sie kann ja nicht mehr so schwer tragen. Dann putzen sie vielleicht mal die Fenster: „Mutti, du verletzt dich sonst“. Und plötzlich wird es irgendwie Pflege: Alleine kommt sie schließlich tagelang nicht mehr die Treppen runter. Richtig Waschen wird langsam schwierig. Ständig vergisst sie ihre Medikamente.

Lassen Sie sich von der Entwicklung nicht überfahren. Sobald Ihre Angehörigen voraussichtlich für mindestens sechs Monate Pflege brauchen, können Sie Unterstützung der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen. Das geht schon damit los, dass der ambulante Pflegedienst ab und zu nach dem Rechten sieht. Die Voraussetzung aber ist: Sie haben einen Pflegegrad beantragt! Formal muss die pflegebedürftige Person das tun. Aber oft macht sie das lange nicht, weil ihr die Situation unangenehm ist.

1. Stellen Sie den Antrag so früh wie möglich

Die Pflegeversicherung zahlt erst ab dem Monat des Antrags. Warten Sie also nicht zu lange, sonst verschenken Sie Geld – und wertvolle Unterstützung. Merken Sie sich: Pflegebedürftig sind Ihre Angehörigen nicht erst, wenn gar nichts mehr alleine geht. Außerdem dauert es eine Zeit, bis alles durch ist – und eine Unterstützung organisiert.

Denken Sie auch daran, wenn Sie einen Urlaub planen, ob Ihre Mutter oder Ihr Vater überhaupt noch ohne Sie klarkommt. Übrigens: Als Angehöriger haben Sie auch Anspruch auf Pflegegeld, wenn Sie regelmäßig Pflege leisten.

Der erste Schritt zu einem Pflegegrad ist ganz einfach: Es reicht ein kurzes Schreiben an die Krankenkasse, in dem steht „Hiermit beantrage ich Leistungen der Pflegeversicherung ab dem heutigen Tag“. Privatversicherte kontaktieren ihre private Pflegeversicherung. Wichtig ist, dass der Pflegebedürftige den Antrag selbst unterschreibt. Die Pflegekasse schickt dann ein Formular, auf dem Sie noch einige genauere Angaben machen müssen.

2. Gutachterbesuch vorbereiten

Anschließend besucht ein Gutachter den Antragsteller zu Hause. Er soll einschätzen, wie gut sich derjenige selbst versorgen kann und in welchen Bereichen er Hilfe braucht. Dazu stellt der Gutachter Fragen und kann den Betroffenen auch bitten, mal die Arme über den Kopf zu heben oder die Treppe hinauf zu gehen.

Eine Vertrauensperson aus Familie oder Freundeskreis sollte bei dem Termin dabei sein. Überlegen Sie vor dem Besuch schon mal, welche Situationen im Alltag Schwierigkeiten bereiten und wann Pflege nötig ist. Das sollten Sie dem Gutachter dann auch erzählen, ohne zu beschönigen oder zu übertreiben. Hilfreich ist es auch, Unterlagen zum Gesundheitszustand bereitzulegen, etwa Berichte der Ärzte oder eine Liste aller Medikamente, die Ihr Angehöriger nimmt.

Was Sie tun sollten, wenn sich Mutter oder Vater plötzlich topfit zeigt, sobald der Gutachter zur Tür hereingekommen ist, und wie Sie eine kostenlose Pflegeberatung erhalten, lesen Sie im Blog.

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Zahl der Woche

... bezahlten deutsche Versicherer im letzten Jahr für Schäden, die durch Naturgewalten wie Stürme oder Überschwemmungen verursacht wurden.

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