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Nr. 44 / 2019 vom 1. November

So finden Sie vergessene Konten von verstorbenen Angehörigen wieder

Verschollene Bankkonten und Schließfächer finden

Mehrere Milliarden Euro liegen auf den Konten Verstorbener – und die Erben wissen nichts davon. Niemand ruft das Geld ab. Die Banken tun nichts, um die Erben zu finden. Wenn Sie also den Verdacht haben, dass da irgendwo noch Geld herumliegt, dann müssen Sie sich schon selbst darum kümmern.

Die Banken sprechen von „nachrichtenlosen Konten“. Schätzungen zufolge liegen in Deutschland 2 bis 9 Milliarden Euro auf solchen Konten. Meist sind die Besitzer tot, manchmal sind die Konten auch nur bei einem Umzug vergessen worden. Die Sparkasse Dortmund zum Beispiel führte zum 1. September 2019 knapp eine Viertelmillion nachrichtenlose Konten. Guthaben: 4,7 Millionen Euro.

Das Geld verfällt nicht. Es liegt solange bei der Bank, bis sich Erben melden. Dann müssen die Institute auch noch Jahrzehnte nach der letzten Kontobewegung das Guthaben auszahlen. Allerdings ziehen sie in dieser Zeit weiter regelmäßig ihre Kontoführungsgebühren ab.

Nach 30 Jahren müssen sie das Geld ausbuchen und als Gewinn versteuern, so verlangen es die Finanzämter. Aber trotzdem müssten die Banken es immer noch auszahlen, falls Sie sich als Erbe melden und Ihre Berechtigung nachweisen können.

Die Briten machen es besser

Ansonsten passiert in Deutschland erstmal nichts mit diesem Geld. Anders macht das zum Beispiel Großbritannien. Nach 15 Jahren buchen die Banken das Vermögen von einem solchen Konto auf eine gemeinnützige Förderbank und verwenden das Kapital für soziale Zwecke.

Dafür ist es in Großbritannien aber auch sehr leicht, so ein Konto aufzuspüren. Es gibt ein zentrales Register im Web („My Lost Account“) mit dem man kostenlos Konten finden kann.

Mit einer Kleinen Anfrage und mit Hinweis auf das britische Vorbild haben die Grünen im Bundestag die Regierung aufgefordert, sich zu dem Thema zu erklären. Gute Initiativen dazu gibt es bereits: Das Netzwerk der sozialen Unternehmer (SEND) fordert ein Melderegister herrenloser Konten bei der staatlichen Förderbank KfW, das den Erben die Suche stark erleichtern würde. Nach einer Frist von zehn Jahren soll das Geld automatisch an einen sozialen Fonds fließen.

Bislang müssen Sie ohne ein solches Register auskommen. Die Bankenverbände halten sich in dieser Frage bedeckt. Das heißt nicht, dass Sie herrenlose Konten nicht finden können, es ist aber mühsam. Deshalb haben wir alle wichtigen Stellen zusammengetragen, bei denen Sie nachforschen können.

Wenn Sie also schon immer glaubten, dass irgendwo noch ein geerbtes Konto sein muss oder sogar ein mit dem Konto verbundenes Schließfach, dann lesen Sie unsere Anleitung im Blog.

Noch ein Tipp: Manche habe auch Geld im Ausland angelegt. Besonders häufig in der Schweiz oder Luxemburg. Auch dort gibt es Anlaufstellen.

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Schnäppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion für Sie entdeckt hat.

Call-a-Bike: Ein Jahr lang kostenlos Bike-Sharing

Wenn Sie regulär bei Call-a-Bike von der Deutschen Bahn Fahrräder nutzen wollen, können Sie eine Flatrate für 39 Euro im Jahr buchen: Dann sind alle Fahrten bis 30 Minuten inklusive („Komfort-Tarif“). Aktuell können Sie diese Flat für ein Jahr völlig kostenlos bekommen: Nämlich über die Fordpass-App. Diese kombiniert Navigation, Car- und Bike-Sharing. Für das Bike-Sharing kooperiert Ford mit Call-a-Bike.

Das funktioniert in insgesamt 41 deutschen Städten. Aber Achtung: In Berlin, Hamburg, Lüneburg und Stuttgart gibt es lokale Abweichungen. In Berlin heißen die Räder übrigens Lidl-Bikes.

Wie das Schnäppchen genau funktioniert, lesen Sie im Blog.

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Sale bei Sportscheck: 30 Prozent auch auf schon Reduziertes

Wer noch eine warme Funktionsjacke oder einen Rucksack sucht, wird vielleicht bei Sportscheck fündig. Bis einschließlich Sonntag gibt das Sporthaus online 30 Prozent extra auf rund 2.300 Artikel. Auch auf schon Reduziertes. In unseren Stichproben fanden wir die Artikel noch in vielen Größen und auch konkurrenzfähige Endpreise. Ein kurzer Check auf einem Vergleichsportal kann nicht schaden. Der Versand kostet 4 Euro.

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Marvel-Comics auf dem Smartphone für zwei Monate kostenlos

Noch nicht genug vom Marvel-Universum? Mit ihren Avengers-Filmen, in denen die beliebtesten Charaktere gemeinsam kämpfen, feierten die Marvel Studios große Kassenerfolge. Seinen Ursprung hat Marvel aber im Comic. Inzwischen gibt es diese auch für PC, Handy und Tablet als Flatrate-Angebot: „Marvel Unlimited“ mit 25.000 Comics – allerdings nur auf Englisch. Das kostet rund 9 Euro im Monat.

Nach der Anmeldung auf der Website (nicht in der App) können Sie mit dem Code TARGETMU2019 das Abo zwei Monate kostenlos ausprobieren – normalerweise geht das nur eine Woche. Die Darstellung auf dem Handy finden wir sehr gut gelöst: Sogenannte Smart-Panels zeigen den Comic auf dem Display vergrößert so an, wie man ihn im Heft lesen würde.

Achtung: Das Abo verlängert sich automatisch, Sie können jederzeit kündigen. Sie finden dort die neuen Ausgaben immer erst ein halbes Jahr nach Erscheinen, dafür aber auch sehr viele der beliebten alten Hefte. Das Angebot gilt bis Ende des Jahres.

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1. VW-Skandal: Kunde darf Skoda zurückgeben – und erhält 9.000 Euro extra

Die Musterklage gegen VW wird inzwischen vor dem 4. Zivilsenat am Oberlandesgericht (OLG) in Braunschweig verhandelt. Dabei geht es nicht nur um Schadensersatz. Auch wichtig ist, ob betrogene Kunden eine Nutzungsentschädigung zahlen müssen für die Zeit, in der sie ihren Betrugsdiesel gefahren sind.

In der Auftaktverhandlung deutete das Gericht an, dass es die gefahrenen Kilometer anrechnen möchte. Aber es gibt einige Gerichte, die das ganz anders sehen. Mut macht folgendes Urteil, das die Berliner Kanzlei Gansel erstritten hat: Das Landgericht Kiel stellte im September kurz vor Start der Musterklage fest, dass der Besitzer eines kleinen Skoda-SUVs den vollen Kaufpreis von 35.751 Euro zurückbekommt und keinen Nutzungsersatz zahlen muss. Denn „damit würde die Beklagte im Ergebnis einen geldwerten Vorteil aus ihrem sittenwidrigen Verhalten ziehen“, urteilten die Kieler Richter. Schon mehrere Landgerichte sahen das ähnlich.

Damit nicht genug: Der Besitzer des Skoda Yeti hat außerdem Anspruch auf Zinsen auf den 2013 bezahlten Kaufpreis von 4 Prozent bis zum Termin der Zulassung der Klage vor Gericht und 5 Prozent über Basiszins für den Zeitraum danach. Insgesamt kommen so 9.259 Euro an Zinsen zusammen. Ähnlich urteilte schon das Landgericht Kassel im Fall einer Frau, die einen VW Touran gebraucht gekauft hatte.

Selbst wenn das OLG Braunschweig das bei der Musterklage anders sieht, so darf man hoffen, dass der Bundesgerichtshof in einer anschließenden Revision ebenso verbraucherfreundlich wie die beiden Landgerichte urteilt.

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2. Heizspiegel 2019: Prüfen Sie unbedingt Ihre Abrechnung

Bis Silvester muss die Heizkostenabrechnung für 2018 kommen – sie wird für manche erfreulich sein, für andere nicht. Weil der Winter mild war, wurde vergangenes Jahr weniger geheizt als 2017. Zugleich war ein Brennstoff sehr teuer: Heizöl. Die Heizkosten mit Öl sind 2018 im Schnitt um 13 Prozent gestiegen. Wer mit Fernwärme oder Erdgas heizt, kann hingegen mit 4 bis 7 Prozent weniger Kosten rechnen. Das besagt der aktuelle Heizspiegel, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft CO2online jedes Jahr erstellt. Dafür hat sie die Daten von mehr als 100.000 Wohnhäusern mit Zentralheizung ausgewertet.

Egal, ob Sie eine Gutschrift erhalten oder nachzahlen müssen: Sie sollten Ihre Abrechnung prüfen. Viele Abrechnungen sind fehlerhaft und weisen zu hohe Kosten aus. Das konnten wir vergangenes Jahr feststellen, als wir gemeinsam mit CO2online 87 Abrechnungen unserer Leser überprüften. Ob die Heizkosten für Ihre Wohnung im Vergleich hoch oder niedrig sind, erfahren Sie über einen Heizcheck. Bis zu einem Jahr nach Erhalt können Sie der Abrechnung widersprechen.

Erstmals hat CO2online auch Gebäude mit Wärmepumpen untersucht. Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus fallen 685 Euro im Jahr an – 15 Euro weniger als zum Beispiel bei einer zentralen Gasheizung. Das liegt daran, dass sich Wärmepumpen vor allem in energieeffizienten Gebäuden befinden. In Häusern mit hohem Energiebedarf war das Heizen mit Erdgas voriges Jahr am günstigsten.

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Video der Woche

Gehaltserhöhung: Saidi erklärt, wie von 100 Euro mehr Gehalt nicht nur 50 Euro netto ankommen, sondern wirklich Vorteile im Wert von 100 Euro.

 

3. Autoversicherung: Die Kasko auf den Prüfstand stellen

Vollkasko? Teilkasko? Oder reicht die Haftpflicht? Vor dieser Frage steht jeder, wenn er sein Auto anmeldet. Danach stellen sich viele die Frage nicht mehr. Und so kommt es, dass manches Auto noch in der Kasko ist, obwohl es kaum noch etwas wert ist. Nehmen Sie also den geplanten Check Ihrer Autoversicherung dieses Jahr ruhig mal zum Anlass zu prüfen, wie viel Versicherung Sie wirklich brauchen.

Am Anfang werden die meisten sicher einen Vollkaskoschutz wollen, schließlich ist ein neues Auto teuer. Aber irgendwann tut‘s auch eine Teilkasko. Als Faustregel gilt: Ist das Auto drei bis fünf Jahre alt, könnte es sein, dass sich die Vollkasko nicht mehr so recht lohnt, weil das Kostenrisiko eines selbst verschuldeten Unfallschadens überschaubar ist. Eine Teilkasko greift dann noch immer bei Diebstahl, Sturm- und Wildschäden – und auch bei Glasbruch.

Viele Autobesitzer fürchten vor allem Diebstahl, weil ja der Schaden besonders groß ist. Aber das Risiko ist vergleichsweise klein und nimmt sogar ab. 16.600 Autos wurden vergangenes Jahr gestohlen und tauchten nicht wieder auf – 13 Prozent weniger als im Jahr zuvor. 47 Millionen Pkws stehen auf unseren Straßen. Und es wird sehr gezielt geklaut, vor allem teure Autos, gerne Porsche- oder Land-Rover-SUVs.

Dagegen wurden 268.000 Wildschäden registriert. Noch häufiger ist der Glasbruch (mehr als 2 Millionen Fälle). Dafür genügt eine Teilkasko. Allerdings: Wenn Ihr Schadenfreiheitsrabatt sehr hoch ist, kann es sein, dass Sie die Vollkasko günstiger kommt als die Teilkasko.

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4. Bonuszahlung per Scheck: Lieber schnell einlösen

Schecks sind selten geworden. Aber manchmal zahlen Krankenkassen damit Prämien aus. Und auch ein Energieversorger nutzt noch Schecks: „Mit diesem Schreiben erhalten Sie daher heute Ihre tarifliche Bonuszahlung“, schreibt der Anbieter Energy2day an eine Kundin. Unten auf dem Brief befindet sich ein Abschnitt, der als Scheck dient, und darauf der Vermerk „nur zur Verrechnung“. Manche werden den Brief für Werbung halten und wegwerfen. Und nicht jeder weiß überhaupt noch, wie man einen Scheck einlöst.

Einen solchen Verrechnungsscheck müssen Sie bei der Bank einlösen, bei der Sie Ihr Girokonto haben (der Betrag wird „verrechnet“, Barauszahlung ist nicht möglich). Handelt es sich um eine Filialbank, bekommen Sie das nötige Formular am Schalter. Direktbanken halten in der Regel auf der Internetseite ein Formular zum Download bereit. Das senden Sie zusammen mit dem Scheck per Post an die Bank.

Wichtig: Notieren Sie auf der Rückseite des Schecks Ihre Kontonummer. Wenn er auf Ihren Namen ausgestellt ist (Orderscheck), unterschreiben Sie ihn. Einen Orderscheck können Sie nur selbst einlösen und nicht weitergeben, einen Verrechnungsscheck ohne Namen schon. Innerhalb weniger Tage schreibt die Bank den Betrag Ihrem Konto gut.

Schecks sollten Sie besser schnell einlösen. Banken nehmen sie zwar oft nach Monaten noch an. Aber verpflichtet sind sie dazu nur acht Tage ab Ausstellungsdatum.

Sie waren im Urlaub und Ihre Bank pocht auf die Acht-Tages-Frist? Dann bitten Sie den Anbieter, dass er den Scheck neu ausstellt.

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5. Auch wichtig: Work&Travel-Steuer, Überweisungskosten, BEV-Insolvenz, finanztip.schule

+++ Work & Travel ist nach der Schule sehr beliebt als erste Auslandserfahrung – allein nach Australien reisen geschätzt 25.000 deutsche Schulabsolventen im Jahr. Seit 2017 müssen sie dort eine 15-prozentige Steuer auf ihre Einkünfte aus Gelegenheitsjobs zahlen. Wer mit dem „Working-Holiday-Visum“ eingereist ist, kann nun auf eine Rückzahlung hoffen. Denn ein australisches Bundesgericht erklärte die Steuer für unzulässig. Die australische Steuerbehörde ATO prüft noch, ob sie in Berufung geht. +++

+++ Vodafone darf keine Gebühr von 2,50 Euro pro Überweisung verlangen, wenn Kunden ihre Rechnungen selbst überweisen und nicht etwa per Lastschrift zahlen. Das gilt auch für ältere Verträge von vor 2018, entschied das Landgericht München I nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV). Seit 2018 ist die Sache ohnehin klar, weil seitdem ein Gesetz solche Zusatzgebühren ausschließt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. +++

+++ Das Insolvenzverfahren über den pleitegegangenen Stromanbieter BEV wurde eröffnet. Wenn Ihnen die BEV noch Geld schuldet, können Sie bis zum 10. Januar 2020 den Betrag anmelden. +++

+++ In eigener Sache: Bei unserem bundesweiten Schulprojekt finanztip.schule sind noch ein paar Plätze für Lehrerinnen und Lehrer frei. Interessierte Lehrkräfte, die praktisches Finanzwissen im Unterricht vermitteln wollen, können sich jetzt noch anmelden. +++

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Internet zu langsam? So machen Sie Ihrem Anbieter Beine

Wenn das Internet zu Hause ausfällt oder sehr langsam ist, kann das schon mal den Abend ruinieren: Kein Fußball über Sky-Go, die Lieblingsserie bei Netflix ruckelt, und in vernetzten Haushalten kann es sogar dunkel bleiben, weil das Kommando „Alexa, Licht an“ ohne Antwort bleibt. Noch schlimmer ist das alles, wenn Sie zu Hause arbeiten müssen.

Jeder Dritte hat wiederholt Probleme mit der Internetverbindung, das ergab eine Umfrage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes. Zum Glück müssen Sie das nicht hinnehmen. Kommt dauerhaft zu wenig Tempo an Ihrem DSL- oder Kabelanschluss an, sollten Sie das messen und reklamieren.

Und so gehen Sie vor:

1. Sie brauchen ein Netzwerkkabel

Ihr Internettempo messen Sie am besten mit einem Laptop, den Sie per Netzwerkkabel an Ihren Router anschließen. Wenn Sie kein Netzwerkkabel besitzen, bekommen Sie eins im Elektromarkt oder online ab rund 5 Euro. Vergleichen Sie den Wert ruhig einmal mit dem Tempo, das Sie per W-Lan messen. Ihr Anbieter kommt für eine schlechte W-Lan-Verbindung nur auf, sofern Sie den Router von ihm bekommen haben und er defekt ist. Ansonsten ist ausschließlich das Tempo am Netzwerkkabel entscheidend.

2. Die richtige Messmethode

Wenn Sie Ihr langsames Netz reklamieren wollen, dann sollten Sie das offizielle Tool der Bundesnetzagentur unter breitbandmessung.de nutzen. Kennen Sie den Namen Ihres Internettarifs, dann sagt Ihnen die Seite auch, wie viel Tempo Sie gebucht haben („maximal“), wie viel Sie erwarten können („normalerweise“) und unter welchen Wert die Geschwindigkeit nicht rutschen darf („minimal“).

Erhärtet sich nach ein, zwei Messungen Ihr Verdacht, laden Sie die Desktop-App herunter und starten Sie eine „Messkampagne“: Das sind je zehn Messungen an zwei Tagen. Laut Bundesnetzagentur liegt eine „nicht vertragskonforme Leistung“ vor, wenn eine der drei folgenden Bedingungen erfüllt ist: Wenn nicht an beiden Messtagen jeweils mindestens einmal 90 Prozent des vertraglich vereinbarten maximalen Tempos erreicht wird. Oder wenn die normalerweise zur Verfügung stehende Geschwindigkeit nicht in 90 Prozent der Messungen erreicht wird. Oder wenn das vertraglich vereinbarte minimale Tempo an beiden Messtagen einmal unterschritten wird.

3. Den Techniker rufen

Gehen Sie an der Störungshotline Ihres Internetanbieters die Schritte zur Problemlösung durch. Auch wenn Sie manche Sachen schon ausprobiert haben oder wissen, dass das nichts bringt, machen Sie es trotzdem. Die Hotline muss nämlich alle möglichen Probleme vor Ort ausschließen. Hilft das alles nicht weiter, schickt sie einen Techniker. Der überprüft die Verkabelung im Haus und gegebenenfalls den Anschluss an der Straße.

4. Was tun, wenn alles nichts hilft

Kriegt Ihr Anbieter das Problem auch nach mehreren Versuchen nicht gelöst, dürfen Sie Ihren Vertrag fristlos kündigen (außerordentliche Kündigung). Falls Ihr Anbieter das nicht akzeptiert, müssten Sie ihn allerdings verklagen (es gibt auf Verbraucherrecht spezialisierte Anwälte). Das ist aufwendig und dauert lange. Hilfsweise kündigen Sie zum regulären Ende der Vertragslaufzeit.

Falls Sie den Anbieter wechseln müssen, sollten Sie nach Möglichkeit auch die Anschlusstechnik wechseln: Also von DSL auf Kabel – oder umgekehrt. Das erhöht Ihre Chancen auf ein Ende des Ärgers beträchtlich.

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Zahl der Woche

… Autos wurden 2018 in Deutschland geklaut, ohne wieder aufzutauchen. Im Jahr zuvor waren es noch über 19.000. Das Risiko ist also gesunken und bei 47 Millionen Pkw insgesamt eher gering. Entwendet werden vor allem superteure SUVs von Porsche, Rover und Mazda.

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Freitag, 8. November, 19.30 Uhr, Podiumsdiskussion zur Nachhaltigen Geldanlage mit Hermann-Josef Tenhagen in Berlin
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Angebote mit Zinsgarantie (nur für neue Kunden)
0,25 % p.a.
für 4 Monate bis 50.000 €
die besten regulären Angebote (für alle Kunden)
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0,4 % p.a.

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bis 25.000 €
0,3 % p.a.

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dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
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bis 25.000 €
0,3 % p.a.
0,1 % p.a.

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