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Trotz Corona-Krise: So sichern Sie sich ein Plätzchen für den Sommer

Trotz Corona-Krise: So sichern Sie sich ein Plätzchen für den Sommer

Wie Sie jetzt ohne Reue Ihren Sommerurlaub planen

Aus dem exotischen Urlaub unter Palmen wird diesen Sommer wohl nichts mehr. Gerade erst hat die Bundesregierung beschlossen, die weltweite Reisewarnung bis mindestens 14. Juni zu verlängern. Aber was ist mit einem Sommerurlaub in Deutschland? Ganz vorsichtig lockern Bund und Länder die Beschränkungen. Wäre es da nicht sinnvoll, sich ein gutes Plätzchen zu sichern, bevor alles ausgebucht ist?

Erste positive Anzeichen sind da. Viele Bundesländer haben bereits grobe Pläne entwickelt: Meist dürften zunächst nur die Zweitwohnungsbesitzer kommen, dann Mieter von Ferienwohnungen – im letzten Schritt würden dann auch Hotels und Pensionen wieder Gäste empfangen können. Nur konkrete Zeitpläne gibt es noch nicht.

Die Sehnsucht nach einem Tapetenwechsel ist wohl dieses Jahr so groß wie nie. Und Deutschland hat viel zu bieten: Sie können sich an den Stränden der Ostsee vergnügen, am Rhein entlangwandern, am Bodensee sonnen, an der Havel im Hausboot übernachten – oder Alpengipfel erklimmen.

Unsere Beiträge zur Corona-Krise:

1. Neue Reisewarnungwann Sie kostenlos stornieren können
2. Maskenpflichtwas Sie über Masken wissen müssen
3. Arbeitsrechtwas im Job jetzt wichtig ist
4. Knappe Finanzenwie Sie Zahlungen aufschieben können
5. Abgesagte Veranstaltungenso kriegen Sie Ihr Geld zurück
6. Podcast Auf Geldreise die Corona-Rezession, Teil 2

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Wenn Sie jetzt Ihren Sommerurlaub buchen wollen, sollten Sie unbedingt auf die Stornierungsbedingungen achten.

Wenn man sich im Internet nach Ferienwohnungen umsieht, findet man vielerorts noch die gängigen Stornoregeln, nach denen man bis etwa 30 Tage vor Anreise noch kostenlos stornieren kann. Danach wird es oft teuer. Sie könnten also zum Beispiel für Juli buchen, müssen aber schnell reagieren, falls die Einschränkungen verlängert werden.

Oder setzen Sie sich mit dem Besitzer der Ferienwohnung in Verbindung und einigen sich auf eine kürzere Frist. Eine kleine Stichprobe von uns ergab, dass manche Vermieter den Kunden angesichts der Umstände entgegenkommen – und eine kostenlose Stornierung bis eine Woche vor Reisebeginn ermöglichen. Lassen Sie sich das vorab schriftlichbestätigen, etwa per E-Mail. Achten Sie darauf, dass der Anbieter seinen Geschäftssitz in Deutschland hat (Impressum oder E-Mail-Signatur).

Viele Hotels zeigen sich noch flexibler. Die großen Hotelketten wie Motel One, Hilton Honors oder Event Hotels bieten Tarife an, die eine kostenlose Stornierung bis einen Tag vor Anreise oder sogar bis zum Anreisetag selbst erlauben. Zahlen müssen Sie oft erst bei Ankunft. Damit sind Sie auf der sicheren Seite.

Wie die Landesregierungen sicherstellen werden, dass sich die Menschen nach einer Lockerung nicht an den Stränden stapeln, bleibt abzuwarten. Im schlimmsten Fall werden bestimmte Beschränkungen auch wieder verschärft, falls die Zahl der Neuinfektionen wieder steigt. Mit flexiblen Stornobedingungen können Sie aber jetzt ohne Reue buchen. Mit etwas Glück klappt der Sommerurlaub ja doch noch.

Hoffen wir das Beste.

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Unser Podcast zur Krise

Was bedeutet das Virus für Ihren Job, Ihr Geld und die Wirtschaft? In unserem Corona-Podcast geben wir Ihnen Tipps, wie Sie die Krise bewältigen.

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Schnäppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion für Sie entdeckt hat.

„Auto Motor und Sport“: Sechs Hefte für 6 Euro

Fahrberichte und Reportagen zu Sportwagen, Elektromobilität, aber auch zu stinknormalen Familienkutschen liefert „Auto Motor und Sport“. Beim Händler Zeitschriftendeals erhalten Sie derzeit sechs Ausgaben für insgesamt 6 Euro statt 30 Euro. Das Magazin erscheint alle zwei Wochen. Sie müssen das Probeabo nicht kündigen, es endet automatisch.

Handy-Flatrate statt DSL: mobil surfen ohne Limit

Wenn Sie an Ihrem Wohnort nur langsames DSL buchen können, ist eine Datenflat über LTE vielleicht eine Alternative. Unbegrenztes Datenvolumen (keine Drosselung ab soundso viel GB) gibt es bei Mobilcom-Debitel derzeit für 35 Euro im Monat und einmalig 20 Euro. Achtung: Nach zwei Jahren steigt der Monatspreis auf 50 Euro – Kündigung nicht vergessen!

Einen LTE-Router gibt es gratis dazu. Und nach Ablauf der zweiwöchigen Widerrufsfrist bekommen Sie einen Gutschein für Netflix über 240 Euro. Der Tarif nutzt das eher mäßige Mobilfunknetz von O2 – überprüfen Sie unbedingt, ob es an Ihrem Ort LTE in Gebäuden gibt.

Gegen einmalig 30 Euro erhalten Sie eine zweite Sim-Karte. Damit können Sie auch auf dem Handy unbegrenzt surfen – und ohne Zusatzkosten in alle Netze telefonieren und SMS verschicken.

Serien streamen bei ZDF, Arte und ARD

Wahrscheinlich hat das ganze Land noch nie so viel vor der Glotze gehangen wie gerade. Bevor Sie den nächsten Streamingdienst abonnieren, schauen Sie doch mal auf die Öffentlich-Rechtlichen:

Arte etwa hat in seiner neuen Rubrik „Serien in voller Länge“ interessante europäische Produktionen wie „Aus der Spur“ (leider nur noch zwei Wochen) oder „Follow the Money“ (noch vier Wochen).

Das ZDF hat ein noch breiteres Angebot zum Streamen: Comedyserien wie „Merz gegen Merz“ (2 Staffeln bis September) „Nix Festes“ (Miniserie bis Mitte Juli), hochspannende Thriller-Serien wie „La Zona“ (leider nur noch bis Sonntag) oder „Der Pass“ (bis 18. Mai) und Drama-Serien wie „Bad Banks“ (zweite Staffel bis Ende Juli).

Nur im Ersten ist das Angebot an kompletten Staffeln nach wie vor minimal: Dafür sind „Charité“ (Staffel 1 noch drei Wochen) und „Babylon Berlin“ (Staffel 1 und 2 bis Mitte Juni) fulminante Serien.

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iShares-Sparpläne bei ING werden kostenpflichtig: Das können Sie tun

1. iShares-Sparpläne bei ING werden kostenpflichtig: Das können Sie tun

Sehr lange war die Direktbank ING eine Finanztip-Empfehlung für Konto und Wertpapierdepot. Viele unserer Leser sparen kostenlos monatlich in ETFs an, insgesamt verwaltet die ING 1,4 Millionen Depots. Ab Mai werden aber die ING-Konditionen insgesamt schlechter: Unter anderem stellt die Bank ETFs der Marke iShares mit 1,75 Prozent der Sparrate in Rechnung. Von 100 Euro investieren Sie dann nur noch 98,25 Euro in Ihre ETF-Anteile.

Sie haben nun zwei gute Alternativen. Erstens: Sie lassen den Sparplan auf Ihren iShares-ETF ruhen, das geht mit wenigen Klicks. Das Ersparte bleibt kostenlos liegen und entwickelt sich im Wert weiter. Suchen Sie mithilfe des Tools der ING nach einem anderen ETF, der den gleichen Aktienindex abbildet. Laut ING sind seit Februar ETFs der Marken Amundi, Invesco/Source und Lyxor für den Sparplan kostenlos.

Oder zweitens: Sie suchen sich ein Wertpapierdepot, bei dem Sie iShares-ETFs weiter kostenlos bekommen. Dafür eignet sich zum Beispiel das Depot von Trade Republic*. Der Anbieter funktioniert als reine App-Lösung und kooperiert ausschließlich mit iShares (Blackrock). ETF-Sparpläne sollen „dauerhaft“ kostenlos bleiben. Das Depot ist schnell eröffnet.

Natürlich können Sie auch trotz Gebühr bei der ING weitersparen. Das ist der geringste Aufwand. Denken Sie aber daran, dass die Gebühren für ETF-Sparpläne bei der ING höher sind als bei anderen Direktbanken.

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Intensivmedizin gegen Corona: Besser, Sie regeln alles rechtzeitig

2. Intensivmedizin gegen Corona: Besser, Sie regeln alles rechtzeitig

Viele machen sich Sorgen, ob ihre Patientenverfügung angesichts der Corona-Pandemie noch richtig formuliert ist. Gerade diejenigen, die Intensivmedizin eher kritisch gegenüberstehen, sofern eine Heilung unwahrscheinlich ist – und das auch so aufgeschrieben haben.

Unsere Antwort: Es ist zunächst einmal gut, überhaupt eine Patientenverfügung zu haben. Nur so können die Ärzte abschätzen, welche Behandlung Sie wünschen. Eine ordentlich ausgearbeitete Verfügung ist natürlich auch auf Covid-19 anwendbar. Wenn Sie sich damit wohler fühlen, schadet es aber nicht, ein paar Sätze zu ergänzen, wie Sie sich Ihre Behandlung vorstellen, falls Sie schwer daran erkranken.

Noch wichtiger ist es, eine Vorsorgevollmacht zu erteilen. Nur dann ist sichergestellt, dass jemand für Sie entscheiden kann, dem Sie vertrauen, wenn Sie gerade nicht können.

Allein im vergangenen Quartal haben 118.000 Menschen bei der Notarkammer hinterlegt, wem sie Vollmachten erteilt haben und was sie verfügt haben. Millionen von Bürgern haben das schon vorher gemacht.

Für alle, die das jetzt angehen wollen, haben wir ein kostenloses E-Book zusammengestellt, an dem Sie sich zur Vorsorge orientieren können. Zum kostenlosen Selbermachen, zum Finden der richtigen und preiswerten Dienstleister und für die klassische Version beim Notar. Oder Sie hören in unserem Corona-Podcast Nr. 20 nach, in dem unsere Rechtsexpertin Britta Schön die wichtigsten Fragen beantwortet.

Wer bei der Gelegenheit einmal alle Fragen um Vorsorge, Krankheit und Testament regeln will, findet dazu eine kurze Übersicht im Blog.

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Gaspreis auf Rekordtief: Wer nicht wechselt, hat nichts davon

3. Gaspreis auf Rekordtief: Wer nicht wechselt, hat nichts davon

Bereits seit einem Jahr kann die deutsche Gasbranche den Brennstoff günstig beschaffen: Der Importpreis für Erdgas ist zwischen März 2019 und Februar 2020 um rund 31 Prozent gesunken. In der Corona-Krise ist er sogar unter den Tiefstand von 2009 gefallen.

Die niedrigeren Kosten sind bei Ihnen kaum angekommen? So geht es vielen Gaskunden in Deutschland. Denn die Lieferanten geben die Vorteile im Einkauf nur bedingt weiter. In der Grundversorgung zahlen Kunden seit 2019 sogar im Schnitt immer mehr.

Sie können aber von den niedrigen Preisen für Erdgas profitieren: Wenn Sie den Anbieter wechseln. In Neukundenverträgen fallen die Preise schon seit Jahresbeginn leicht, aber im April ging es um 5 bis 8 Prozent nach unten. Das hat eine Finanztip-Analyse der günstigsten verbraucherfreundlichen Angebote ohne Boni ergeben. Wir rufen jede Woche über unseren Vergleichsrechner die Preise für fünf Orte in Deutschland ab, um zu erkennen, wann sich der Markt deutlich verändert.

Auch Bonustarife sind im April günstiger geworden. Das liegt aber nicht unbedingt an niedrigeren Preisen, sondern an höheren Boni. Aber Achtung: Im Regelfall werden diese Tarife ab dem zweiten Vertragsjahr sehr teuer. Sie sollten gleich wieder wechseln.

Unser Gastarifrechner fragt die Angebote von Verivox und Check24 gleichzeitig ab und filtert die Ergebnisse nach unseren verbraucherfreundlichen Kriterien. Die Ergebnislisten enthalten Werbelinks, über die Sie Ihren Tarif direkt abschließen können.

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Deutsche horten 200 Millionen Handys: So werden Sie Ihres los

4. Deutsche horten 200 Millionen Handys: So werden Sie Ihres los

Deutsche trennen sich nicht gerne von ihrem alten Handy: Sie bewahren es auf als Ersatz, um Fotos zu speichern – oder vergessen es schlicht in der Schublade. Dabei könnten sie das Gerät auch verkaufen. Der Branchenverband Bitkom schätzt, dass fast 200 Millionen Handys ungenutzt herumliegen.

Für ein gut erhaltenes Smartphone bekommen Sie 100 Euro und mehr. Wichtig: Sichern Sie vorher Ihre Daten und setzen Sie das Gerät auf die Werkseinstellungen zurück.

Und so können Sie es verkaufen:

1. Online-Gebrauchthändler

Die bequeme Variante. Nach wenigen Angaben zum Modell und dem Zustand des Gerätes machen Ihnen Händler wie Rebuy oder Asgoodasnew ein Angebot. Sind Sie einverstanden, schicken Sie dem Händler Ihr Handy zu, und das Geld landet wenige Tage später auf Ihrem Konto.

Falls der Händler den Zustand für schlechter als vereinbart hält, wird er versuchen, den Preis nachzuverhandeln. Achten Sie deshalb schon vorher darauf, wer die Kosten für die Rücksendung im Streitfall trägt. Einen Überblick über die Ankaufspreise liefert zum Beispiel handyverkauf.net.

2. Second-Hand-Portale

Wenn Sie Ihr Handy etwa über Ebay selbst verkaufen, ist der Verkaufspreis oft höher. Doch Sie haben den Aufwand: beschreiben, Fotos machen, eventuelle Fragen beantworten. Außerdem fließen 10 Prozent Provision an die Plattform.

Kleinanzeigen-Portale wie Ebay Kleinanzeigen, markt.de oder quoka.de sind ein zweischneidiges Schwert: Die Verkaufsprovision fällt weg. Doch Sie sollten besser einen Käufer vor Ort finden und sich persönlich treffen, da der Kauf nicht weiter abgesichert ist.

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Auch wichtig: Corona-App, Fernwärme-Urteil

5. Auch wichtig: Corona-App, Fernwärme-Urteil

+++ Corona-App: Eine zentrale Speicherung unserer Kontakte und Bewegungsdaten zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ist vom Tisch. Apple habe darauf bestanden, dass die sensiblen Daten nur auf den Geräten der Nutzer liegen dürfen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Erst wenn jemand positiv auf Covid-19 getestet wird, soll er entscheiden können, die Daten freizugeben. Die Bundesregierung hatte die zentrale Speicherung bevorzugt. Jetzt kommt die Corona-App also mit dezentraler Speicherung: Deutsche Telekom und SAP sollen sie spätestens im Juni fertig haben. +++

 

+++ Fernwärmeversorger dürfen nicht nach Belieben die Preise erhöhen, urteilte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main noch voriges Jahr. Der Bundesgerichtshof hat die verbraucherfreundlichen Urteile nun aufgehoben. Die Begründung liegt noch nicht vor. Weil Fernwärmekunden ihren Anbieter nicht frei wählen können, hat das Urteil große Bedeutung. Wir werden es sehr genau studieren und berichten, welche Möglichkeiten Kunden noch bleiben, sich gegen hohe Preise zu wehren. +++

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Steuer-Serie Teil 7: So zahlen Sie im Ruhestand weniger Steuern

Steuer-Serie Teil 7: So zahlen Sie im Ruhestand weniger Steuern

Rund fünf Millionen Rentner müssen Steuern zahlen – und noch mehr sind verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Diese Punkte sollten Sie über die Versteuerung Ihrer Rente wissen:

 

1. Nur ein Teil der Rente ist steuerfrei

Renten gehören zu den „sonstigen Einkünften“ und sind grundsätzlich zu versteuern. Allerdings wird nur ein Teil davon besteuert. Wie viel das ist, hängt davon ab, wann Sie erstmals gesetzliche Rente erhalten haben. Bei einem Rentenbeginn bis 2005 müssen Sie die Hälfte Ihrer Rente versteuern. Seitdem steigt der Anteil mit jedem Jahrgang um 2 Prozentpunkte. Wer also vergangenes Jahr in Rente ging, muss seine Einkünfte bereits mit 78 Prozent versteuern, 22 Prozent bleiben steuerfrei. Zum Rentenstart 2020 sind es nur noch 20 Prozent.

 

2. Wenn Ihre Rente steigt, könnten Sie in die Steuerpflicht rutschen

Im ersten Kalenderjahr, das Sie komplett in Rente waren, rechnet das Finanzamt aus Ihren Einkünften und dem steuerfreien Anteil Ihren individuellen Rentenfreibetrag aus – und legt ihn im Prinzip bis zum Lebensende fest. Von nun an müssen Sie alles oberhalb dieses Freibetrags versteuern. Er wächst nicht mit der Inflation. Also können schon Rentenerhöhungen dazu führen, dass ein Rentner, der bislang noch keine Steuern zahlen musste, in die Steuerpflicht rutscht.

Im Juli 2019 ist die Rente in Ostdeutschland um 3,91 Prozent gestiegen, in Westdeutschland um 3,18 Prozent. Allein dadurch sind rund 48.000 Rentner erstmals steuerpflichtig geworden. Deshalb sollten Sie immer wieder Ihre aktuelle Situation überprüfen. Spätestens, wenn Sie vom Finanzamt dazu aufgefordert werden, müssen Sie eine Steuererklärung abgeben.

3. Wann Sie als Rentner eine Steuererklärung abgeben müssen

Der Grundfreibetrag ist das steuerfreie Existenzminimum. Fürs Jahr 2019 beträgt er 9.168 Euro. Liegen Sie mit dem steuerpflichtigen Teil Ihrer Rente oberhalb des Grundfreibetrags, müssen Sie eine Steuererklärung mit Anlage R abgeben. Erst recht, wenn Sie noch weitere unversteuerte Erträge haben – zum Beispiel eine Riester-Rente oder Mieteinnahmen.

Als Faustregel kann man sagen: Ein Neurentner, der ausschließlich eine monatliche Bruttomonatsrente von knapp 1.180 Euro beziehungsweise knapp 14.000 Euro im Jahr bezieht, liegt so gerade an der Grenze zur Steuerpflicht.

 

4. So werden Pensionen besteuert

Pensionen ehemaliger Beamter gehören als Versorgungsbezug in die Anlage N, ebenso Betriebsrenten aus einer Direktversicherung des Arbeitgebers oder einer Unterstützungskasse. Von der voll steuerpflichtigen Pension geht ein Versorgungsfreibetrag plus ein Zuschlag ab. Das gilt auch für Betriebsrentner, die 63 Jahre oder älter sind.

Versorgungsfreibetrag und Zuschlag sinken für jeden neuen Jahrgang. Wenn Sie etwa 2019 erstmals eine Pension erhalten haben, bleiben davon 17,6 Prozent steuerfrei, höchstens aber 1.320 Euro plus 396 Euro Zuschlag. Auch dieser Versorgungsfreibetrag bleibt zeitlebens konstant – wie der Rentenfreibetrag (siehe Punkt 2).

 

5. Was Sie von der Steuer absetzen können

Als Rentner haben Sie viele Möglichkeiten, Ausgaben in der Steuererklärung einzutragen und damit Steuern zu sparen: zum Beispiel die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, sowie Kirchensteuer und Spenden als Sonderausgaben. Pflege- und Krankheitskosten können Sie bei den außergewöhnlichen Belastungen berücksichtigen lassen. Kosten für Handwerker und haushaltsnahe Dienstleistungen können Sie ebenfalls absetzen. Hinzu kommt eine Werbungskostenpauschale von 102 Euro. Hatten Sie höhere Werbungskosten, weil Sie beispielsweise einen Rentenberater oder Gewerkschaftsbeiträge bezahlt haben, können Sie diese stattdessen ansetzen.

Wenn Sie alles angeben, was absetzbar ist, dann müssen Sie weniger oder möglicherweise überhaupt keine Steuern mehr zahlen.

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... alte Smartphones und Handys liegen ungenutzt in Schränken oder Schubladen deutscher Haushalte. Raus damit!
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