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Corona-Öffnung: Sicher an die Arbeit zurück

Corona-Öffnung: Sicher an die Arbeit zurück

Zurück an die Arbeit: Ihre Rechte im Job

Und wieder müssen wir uns umstellen. Fast genauso schnell wie der Lock-down kam, kommt nun die Wiedereröffnung: Alle Geschäfte öffnen, die ersten Gaststätten und Biergärten – im Laufe des Monats lässt Mecklenburg-Vorpommern sogar wieder Reisende an die Ostsee. Ab Juni sollte dann in den meisten Bundesländern Urlaub möglich sein. Perspektivisch sollen sogar Kinos und Theater wieder öffnen. Allein Großveranstaltungen bleiben den Sommer über tabu.

Manchen kommt die Öffnung zu spät, anderen zu früh. Letzteres vor allem denen, die zur Risikogruppe zählen, oder die Angehörige haben, die besonders gefährdet sind. Nun können Sie sich natürlich aussuchen, ob Sie schon in den Biergarten wollen.

Es sei denn, Sie arbeiten dort. Oder im Haarstudio oder Kaufhaus. Auch im Büro wird der Druck wieder steigen, zurück in die Normalität zu finden. Das ist okay, solange es gute Konzepte gibt, die Abstand und Hygiene garantieren.

Denn die entscheidende Konstante bleibt: Wir sollen alle Abstand halten. Einen Meter fünfzig. Und Masken tragen, wo wir mit vielen Menschen auf engem Raum sind. Die Kontaktsperre bleibt grundsätzlich bis zum 5. Juni gültig. Mindestens. Eindringlich warnte Kanzlerin Angela Merkel nach der Konferenz mit den Länderchefs: „Wir haben die allererste Phase hinter uns, sind aber immer noch am Anfang der Pandemie.“

Unsere Ratgeber zur Corona-Krise:

Arbeitsschutzwas im Job jetzt wichtig ist
KinderbetreuungKinder und Arbeit unter einen Hut bekommen
Reisewarnungwann Sie kostenlos stornieren können
ETFs, Gold und Anleihen was die Krise für Ihre Finanzen bedeutet
Veranstaltungenso kriegen Sie Ihr Geld zurück
Maskenpflichtso geht‘s

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Zurück in die (neue) Normalität

Es kann sehr schwierig sein, genug Abstand und Hygiene im Betrieb umzusetzen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund sieht noch große Defizite – gerade in kleinen Betrieben. Und gerade dort ist die Abhängigkeit vom Chef besonders groß. Grundsätzlich hat der Arbeitgeber die Pflicht, seine Angestellten vor gefährlichen Infektionen zu schützen (§ 681 BGB). Andererseits haben Sie als Arbeitnehmer wenig konkrete Möglichkeiten, das durchzusetzen.

Die Regierungschefs von Bund und Ländern allerdings haben klare Erwartungen formuliert: Jede Firma soll ein „Hygienekonzept umsetzen“, „nicht erforderliche Kontakte in der Belegschaft und mit Kunden vermeiden“ und „wo immer dies umsetzbar ist, Heimarbeit ermöglichen“.

Bereits vor drei Wochen hat das Arbeitsministerium Leitlinien veröffentlicht, an die sich Unternehmen halten sollen (hier die ausführliche Fassung als PDF). Darin ist zum Beispiel festgehalten, dass der Abstand nicht nur im Freien und in Gebäuden, sondern auch in Fahrzeugen eingehalten werden soll. Und wo das nicht möglich ist, für Schutz wie Masken, Handschuhe und regelmäßige Desinfektion gesorgt werden soll. Am besten suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Chef – und legen die Konzepte der Politik dabei vor. Wichtig ist natürlich auch, dass Sie nicht mit Erkältungssymptomen und vor allem nicht mit Fieber ins Büro gehen.

Alles, was Sie über Ihre Rechte am Arbeitsplatz in der Corona-Krise sonst noch wissen müssen, hat unsere Rechtsexpertin Britta Beate Schön in unserem großen Ratgeber zusammengetragen.

 

P.S. Wenn Sie diesen Newsletter hilfreich finden und jemanden kennen, der davon auch profitieren könnte, dann leiten Sie ihn doch bitte weiter!

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Unser Podcast zur Krise

Was bedeutet das Virus für Ihren Job, Ihr Geld und die Wirtschaft? Im Corona-Podcast geben wir Tipps, wie Sie die Lage meistern.

 
Schnäppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion für Sie entdeckt hat.

Adidas: 30 Prozent auf Fußballware

Am 16. Mai soll die Fußball-Bundesliga wieder starten. Adidas nimmt das zum Anlass zur Rabattaktion „Dein Heimspiel“. Wer seine Fußballausstattung komplettieren will, kriegt bis Freitag 30 Prozent Rabatt, wenn er drei Teile kauft. Zur Not gehen auch Socken. Das Angebot ist bunt und vielseitig, dazwischen auch viele (bereits reduzierte) Trikots von Bayern, Juve, Manu, Real und Arsenal. Hobbykicker müssen noch eine Weile auf Körperkontakt verzichten, aber ein Trainingsanzug ist auch Zuhause gemütlich. Der gut versteckte Rabattcode lautet: FOOTBALL30.

Otto: 10 Prozent Rabatt und keine Versandkosten

Der Versandhändler Otto fährt derzeit mehrere Rabattaktionen. Mit dem Code 13973 gibt es 10 Prozent auf Produkte der Kategorien Mode und Wohnen. Der Code 83897 lässt die Versandkosten entfallen – das gilt leider nicht für den besonders teuren Speditionsversand. Außerdem gibt es viele rote Streichpreise, hinter denen sich manchmal echte Schnäppchen verbergen. Das haben wir am Beispiel einer Spülmaschine nachvollzogen. Machen Sie aber immer einen Preisvergleich, etwa auf Idealo, billiger.de oder Geizhals.

Focus: Jahresabo für 30 Euro

Fans des Nachrichtenmagazins „Focus“ können ihn jetzt sehr günstig lesen. Das Jahresabo kostet beim Anbieter Zeitschriften & Co. derzeit knapp 30 Euro statt 244 Euro. Wichtig: Sie müssen das Abo rechtzeitig kündigen, sonst verlängert es sich zum regulären Preis.

 
Jahreskarte für Bus und Bahn zurückgeben: So geht es doch

1. Jahreskarte für Bus und Bahn zurückgeben: So geht es doch

Viele nutzen derzeit ihre Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel kaum. Die Corona-Krise an sich ist zwar kein Grund, sein Ticket erstattet zu bekommen (denn Busse und Bahnen fahren ja weiter). Und die umweltfreundlichen Anbieter leiden ohnehin unter der Krise. Doch wenn Sie selbst knapp bei Kasse sind, wollen Sie verständlicherweise nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Müssen Sie oft auch nicht.

So können die Hamburger Pendler ihr HVV-Abo bis Juli pausieren. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) räumt sogar ein Sonderkündigungsrecht ein – zumindest für Kunden im ersten Vertragsjahr. Die anderen können ihr Abo pausieren.

Die Münchner MVG/MVV hat keine Kulanzregel und ermöglicht auch keine Abo-Pause – aber die normale Kündigungsfrist ist relativ kurz. Selbst wenn Sie Ihr MVV-Ticket jährlich zahlen, können Sie vorzeitig kündigen: zum Monatsende mit einer Frist von einem Monat. Die zwei Gratismonate des Jahresabos entfallen dann allerdings.

Beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) inklusive BVG können Kunden ihre Jahreskarte eigentlich nur mit einer Frist von sechs Wochen zum Vertragsende kündigen. So steht es in den Abo-Bedingungen. Doch Punkt 10.2 erlaubt die Kündigung „auch vor Ablauf der 12-Monats-Laufzeit“. Dann wird das Abo so abgerechnet, als hätten Sie die gesamte Zeit einzelne Monatskarten gekauft – plus 2,50 Euro Bearbeitungsgebühr.

Prüfen Sie, wie Ihr Verkehrsverbund das handhabt. Falls es keine Kulanzregel gibt, kann sich ein genauer Blick in die Bedingungen (Abschnitt Kündigung) lohnen.

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Reisen: Keine Zwangsgutscheine – Streit um Pauschalreise-Storno

2. Reisen: Keine Zwangsgutscheine – Streit um Pauschalreise-Storno

Immer wenn es so aussieht, als sei in Sachen Reisen in Corona-Zeiten endlich alles geklärt, geschieht etwas Neues. Diese Woche sollten Sie folgende Entwicklungen kennen:

 

Fluggutscheine sind vom Tisch

Gutscheine statt Geld zurück? Die Bundesregierung wollte Pleiten in der Reisebranche verhindern und hatte Brüssel darum gebeten, die Verbraucherrechte in der Corona-Krise einzuschränken. Das ist nun gescheitert. Die EU-Kommission hatte das für ausgefallene Pauschalreisen bereits abgelehnt. Jetzt hat sie sich auch gegen Zwangsgutscheine für gestrichene Flüge ausgesprochen. Das heißt für Sie: Für ausgefallene Pauschalreisen und Flüge bekommen Sie den Preis innerhalb von ein bis zwei Wochen erstattet – sofern Fluglinie oder Touristikunternehmen nicht pleitegehen.

 

Streit um kostenlosen Storno von Pauschalreisen

Bis zum 14. Juni können Sie Ihre Pauschalreise kostenlos stornieren, denn bis dahin gilt derzeit die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Aber was ist mit Reisen später im Sommer? Laut einem Rechtsgutachten des Verbraucherverbandes VZBV können Kunden auch Pauschalreisen ins Ausland, die bis Ende August stattfinden sollen, ohne Kosten stornieren. Verzögern Sie weitere Zahlungen für eine solche Reise. Und wenn Sie anders nicht weiterkommen, sollten Sie sich mit Hilfe einer Verbraucherzentrale auf das Gutachten berufen. Ein Restrisiko bleibt: Der Deutsche Reiseverband (DRV) konterte mit einem Gegen-Gutachten. Wer jetzt schon seine Sommerreise storniere, müsse mit Stornokosten rechnen. Unsere Tipps dazu können Sie hier nachlesen.

 

Sommerurlaub in Deutschland

Urlaub zu Pfingsten dürfte mit Einschränkungen möglich sein. Die meisten Bundesländer planen, Ferienwohnungen, Hotels und Campingplätze Ende Mai wieder zu öffnen. Die Bundesländer dürfen selbst entscheiden, wie und wann sie ihre Auflagen lockern. Eine Übersicht finden Sie hier.

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Video der Woche
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Kostenlose Weiterbildung für Kurzarbeiter

3. Kostenlose Weiterbildung für Kurzarbeiter

Wegen der Corona-Krise haben viele Betriebe Kurzarbeit angemeldet. Wenn auch Sie in Kurzarbeit sind, können Sie die Zeit nutzen, um sich fortzubilden. Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt der Staat die Kosten ganz oder teilweise (Infos in diesem PDF ab Seite 10). Dazu beantragen Sie einen sogenannten Bildungsgutschein bei der Agentur für Arbeit (das kann auch Ihr Arbeitgeber erledigen).

Über das Portal für berufliche Aus- und Weiterbildung der Arbeitsagentur finden Sie passende Kurse. Mittlerweile laufen viele davon online in einem virtuellen Klassenraum ab. Endet die Kurzarbeit, sollten Sie mit Ihrem Arbeitgeber sprechen. Die normale Arbeit geht vor, aber vielleicht finden Sie gemeinsam eine Lösung, um die Schulung zu Ende zu bringen.

Wer noch eine Schippe drauflegen will, kann das sogenannte Aufstiegs-BAföG beantragen. Damit fördert der Staat die Vorbereitung auf Abschlüsse wie Meister, Betriebswirtin, Erzieher oder Technikerin. Über das Infotelefon (0800/2017909) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung können Sie sich beraten lassen und passende Ansprechpartner vor Ort finden.

Auch von privaten Hochschulen gibt es Angebote für Corona-bedingte Kurzarbeiter. Bei der IUBH, der Hochschule Fresenius, der AKAD University oder der SRH Fernhochschule können Sie zum Beispiel bis zu sechs Monate kostenlos studieren. Bis zu drei Monate können sich Kurzarbeiter an der Wilhelm-Büchner-Hochschule gratis einschreiben. Es stehen unter anderem diverse Bachelor- und Masterstudiengänge zur Wahl. Möchten Sie nach der Gratis-Phase weiterstudieren, kommen allerdings die regulären Studiengebühren auf Sie zu – oder Sie beenden den Studiengang vorzeitig. Prüfen Sie die Kündigungsbedingungen; viele sind recht fair und erlauben die Kündigung jederzeit während der Probephase.

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Thomas-Cook-Pleite: So kriegen Sie jetzt Ihr Geld vom Bund zurück

4. Thomas-Cook-Pleite: So kriegen Sie jetzt Ihr Geld vom Bund zurück

Die Bundesregierung kommt nun ihrem Versprechen nach: Wer nach der Thomas-Cook-Pleite für seine Pauschalreise noch nicht voll entschädigt wurde, soll jetzt vom Bund sein Geld bekommen. Seit Mittwoch können Sie sich online anmelden, wenn Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. So müssen Sie Ihre Ansprüche beim Rückversicherer Zurich geltend gemacht, aber nicht vollständig erstattet bekommen haben. Und Sie müssen sich auch beim Insolvenzverwalter angemeldet haben.

Es gibt drei Onlineportale: Eins für Kunden von Thomas Cook direkt, zwei für die jeweiligen Tochterfirmen. Ihre Ansprüche müssen Sie mit den entsprechenden Dokumenten auf der passenden Website belegen. Dazu gehören unter anderem die Rechnung Ihrer Pauschalreise, Nachweise über Zahlungen und etwaige Rückzahlungen. Die Dokumente können Sie einscannen oder mit dem Smartphone fotografieren und auf den Websites hochladen.

Wichtig: Hat der Reiseveranstalter Ihre per Kreditkarte bezahlte Reise aufgrund der Insolvenz abgesagt, müssen Sie nachweisen, dass Sie zumindest eine Kreditkarten-Rückbuchung (Chargeback) versucht haben. Falls Sie das noch nicht gemacht haben, müssen Sie es nachholen. Wenden Sie sich dazu an die Bank, mit der Sie einen Kreditkartenvertrag abgeschlossen haben. (Hier unsere Tipps dazu.)

Weitere Infos zum Verfahren und die Links zu den drei Portalen finden Sie beim Bundesjustizministerium.

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Auch wichtig: Comdirect-Übernahme, EZB-Beschluss, helfen Sie uns!

5. Auch wichtig: Comdirect-Übernahme, EZB-Beschluss, helfen Sie uns!

+++ Die Übernahme der Comdirect durch die Commerzbank ist durch: Aktien der Direktbank werden auf die Mutter Commerzbank übertragen, Comdirect-Aktionäre erhalten 12,75 Euro je Aktie. Wann es soweit ist, ist noch nicht klar. Vorerst sollen sich Leistungen und Konditionen unserer Konto-Empfehlung Comdirect* nicht ändern. Man erarbeite nun gemeinsam, „wie die Comdirect in die Commerzbank integriert wird“. Mehr dazu hier. +++

 

+++ Seit 2015 kauft die Europäische Zentralbank (EZB) unter anderem Staatsanleihen auf, um die Konjunktur mit frischem Geld am Laufen zu halten. Laut Bundesverfassungsgericht (BVerfG) ist dies so „nicht mehr vertretbar“, denn die „tatsächlichen Auswirkungen auf die Wirtschaftspolitik“ seien ausgeklammert. Trotz der deutlichen Rüge sind die konkreten Auswirkungen des Beschlusses eher gering: Der EZB-Rat muss nun innerhalb von drei Monaten darlegen, dass das Anleiheprogramm mit Blick auf die Konjunktur verhältnismäßig ist. Das sollte der EZB möglich sein. Andernfalls dürfte sich die Bundesbank nicht mehr am Anleihekaufprogramm beteiligen. Für Verbraucher hat das Urteil zunächst keine direkten Folgen. +++

 

+++ In eigener Sache: Helfen Sie uns dabei, Finanztip noch besser zu machen! Wir laden Sie ein, am 20. Mai 2020 im Rahmen eines kurzen Online-Interviews ein neues Finanztip-Projekt zu testen. Alles, was Sie dafür brauchen, sind ein Smartphone, eine Internetverbindung und ungefähr eine halbe Stunde Zeit. Wenn Sie Interesse haben, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an redaktion@finanztip.de. Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt. +++

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Punkt für Punkt: Fünf Fallen beim Stromanbieterwechsel – und wie Sie sie meistern

Punkt für Punkt: Fünf Fallen beim Stromanbieterwechsel – und wie Sie sie meistern

Der Wechsel des Stromanbieters geht einfach und schnell, meistens jedenfalls. Manchmal kommt es aber auch zu Pannen – oder der alte Versorger sabotiert den Wechsel sogar. Die wichtigste Regel gleich vorweg: Wechseln Sie den Stromlieferanten nicht auf den letzten Drücker, sondern mit mindestens vier Wochen Vorlauf. Gibt es Probleme, haben Sie noch Zeit, diese zu lösen.

Das kann alles schiefgehen:

 

1. Der alte Anbieter akzeptiert die Kündigung nicht

Manche Stromlieferanten haben eine Masche entwickelt, damit Sie nicht so schnell weiterziehen können. Sie behaupten schlicht, der Vertrag ließe sich erst im nächsten Jahr beenden. Denn für die Kündigungsfrist gelte nicht der Tag, an dem Ihre Stromlieferung begann, sondern der, an dem Sie den Vertrag geschlossen haben. Innogy und Immergrün sind schon so vorgegangen.

Lesen Sie in Ihren Vertrag nach, was dort vereinbart ist. Trifft die Behauptung nicht zu, dann fordern Sie den Anbieter auf, die Kündigung zu akzeptieren. Den Anbieterwechsel müssen Sie dann noch einmal beauftragen.

 

2. Alter Lieferant verlangt eine Vollmacht

Es ist so komfortabel: Sie müssen Ihren bisherigen Stromvertrag nicht selbst kündigen, sondern können das den neuen Lieferanten erledigen lassen. Dann legt der dem alten Versorger eine Vollmacht von Ihnen vor. Diese erteilen Sie gewöhnlich durch ein Kreuzchen im Formular zur Lieferanfrage. In seltenen Fällen behauptet der alte Anbieter, diese Vollmacht nicht erhalten zu haben. Passiert Ihnen das, dann kündigen Sie den alten Vertrag selbst und beauftragen Sie danach den neuen Lieferanten.

3. Neuer Stromanbieter arbeitet schlampig

Damit der Anbieterwechsel klappt, müssen drei Dinge passieren: Alten Vertrag kündigen, neuen Vertrag schließen und der neue Anbieter muss einen Vertrag mit dem Netzbetreiber eingehen, damit er Sie über das Stromnetz beliefern darf. Mancher Lieferant verschleppt diese Dinge. Indem er zum Beispiel erst nach einigen Tagen die Kündigung übermittelt und damit die Frist verpasst. Oder er kündigt zwar Ihrem bisherigen Lieferanten, vergisst aber den Vertrag mit dem Netzbetreiber. Die Folge: Der Netzbetreiber ordnet Sie dem größten Stromlieferanten Ihrer Region zu – dem Grundversorger. Dieser beliefert Sie dann wirklich und teilt Ihnen das auch per Brief mit. Aber keine Sorge: Informieren Sie einfach den ursprünglich gewählten Lieferanten über die Panne: Der gelieferte Strom kann ihm bis zu sechs Wochen rückwirkend zugeordnet werden – und so müssen Sie nicht den teuren Grundversorger zahlen.

 

4. Ein Vertrag aus dem Nichts

In vielen Wohnhäusern hängen die Stromzähler nebeneinander im Keller oder Hausflur. Nehmen wir an, Ihr Nachbar will wechseln – und gibt aus Versehen Ihre Zählernummer durch. Da er dieselbe Anschrift hat wie Sie, bemerken Lieferant und Netzbetreiber den Fehler manchmal nicht. Und eine fremde Firma schickt Ihnen aus heiterem Himmel eine Vertragsbestätigung. Erklären Sie dann, dass Sie weder eine Lieferanfrage gestellt noch eine Kündigungsvollmacht erteilt haben. Notfalls können Sie den Vertrag binnen 14 Tagen widerrufen. Vergessen Sie nicht, Ihren alten Versorger zu informieren, dass die Kündigung auf einem Fehler beruht – und Sie weiter Strom beziehen wollen.

 

5. Zu hohe Abschläge

Ob der Anbieterwechsel mit oder ohne Panne verlief, eines sollten Sie in jedem Fall prüfen: die Höhe des monatlichen Abschlags. Dieser muss sich an Ihrem bisherigen Verbrauch orientieren. Manche Lieferanten verlangen aber etwas mehr als das. Verlangen Sie dann eine Anpassung der Abschlagshöhe mit unserem Musterbrief. Haben Sie eine Wohnung frisch bezogen, darf der Lieferant den Verbrauch der Vormieter zugrunde legen. Nach ein paar Monaten können Sie eine Anpassung verlangen, falls Sie deutlich weniger Strom beziehen.

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... neue behördlich registrierte Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sind die Marke, ab der die jetzt beschlossenen Lockerungen wieder zurückgenommen werden sollen.
 
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