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Warum der Dax nicht als ETF-Empfehlung taugt

Warum der Dax nicht als ETF-Empfehlung taugt

Was alles besser lief als der Dax

Dieses Jahr war bislang ein schlechtes Börsenjahr. Wer ETFs auf deutsche, europäische oder weltweite Aktien im Depot hat, musste mit Kurseinbrüchen um zwischenzeitlich bis zu 40 Prozent klarkommen. Immerhin haben sich die Märkte etwas von den Folgen der Corona-Pandemie erholt. Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Und die ist vor allem für viele deutsche Anleger schmerzhaft: Am meisten gelitten haben diejenigen, die ETFs auf den deutschen Aktienindex Dax im Depot hatten.


Die heikle Liebe der Deutschen zum Dax

SAP, Siemens, Bayer: Diese Firmen haben großes Gewicht im Dax. Es sind Firmen, die man kennt. Drei aus insgesamt 30, die die deutsche Wirtschaft repräsentieren. Jeden Tag vor der Tagesschau präsentieren uns Anja Kohl und ihre Kollegen vor allem Geschichten rund um den Dax (siehe Bild oben). Und so ist und bleibt er einer der beliebtesten Indizes der Deutschen.

30 Werte sind jedoch wenig. Zumal sie sich auf eine Handvoll Branchen verdichten lassen, vor allem Chemie, Pharma, Auto und Finanzen. Zwar exportieren die Dax-Konzerne inzwischen in alle Welt, trotzdem haben sie einen starken Deutschlandbezug. Die Folge: Der Dax schwankt mehr und braucht länger, um sich von Krisen zu erholen als europaweit und vor allem als weltweit aufgestellte Indizes.


Weltweite ETFs schneiden besser ab

Wir haben uns die Entwicklung von ETFs auf die Börsenindizes Dax, Euro Stoxx 50, Stoxx Europe 600 und den MSCI World seit Jahresbeginn angeschaut (Stand: 11. Mai). Während Dax und europäische Indizes noch immer um die 20 Prozent im Minus lagen, waren es beim MSCI World nur noch 9,7 Prozent Jahresverlust.

Das entspricht auch unseren Erwartungen. Der MSCI World listet die 1.600 größten Firmen der Welt (aus 23 Ländern) – inklusive der größten Dax-Unternehmen. Auch wenn die Corona-Pandemie die ganze Welt erfasst hat, kam der MSCI World bislang besser durch. Geholfen hat vor allem, dass er viele Software- und Technologie-Unternehmen enthält, die von der Coronakrise oft sogar profitieren.

Trotz der Krise lagen MSCI-World-Anleger über fünf Jahre betrachtet immer noch deutlich im Plus: mit einer jährlichen Rendite von 5,5 Prozent. Der Dax-ETF dagegen machte wegen der Coronakrise in diesem Zeitraum im Schnitt fast 1,9 Prozent Verluste im Jahr. Auch mit ETFs auf die europäischen Indizes machten Anleger auf fünf Jahre Verluste, aber weniger als mit dem Dax (siehe Grafik).

 


Breite Streuung zahlt sich aus

Nicht nur in der Krise, sondern auch in normalen Börsenzeiten zahlt es sich aus, das Risiko von Aktien zu verteilen. In den fünf Jahren von Anfang 2015 bis Ende 2019 hat sich der ETF auf den MSCI World (der Marke Xtrackers) pro Jahr fast doppelt so gut entwickelt wie ein Dax-ETF – und schwankte auch deutlich weniger im Kurs.

Auch der „Stoxx Europe 600“-Index, mit 600 Aktien aus dem Euroraum, aber auch aus Großbritannien, der Schweiz und Schweden, schnitt jährlich etwas besser ab und schwankte etwas weniger als der beliebte „Euro Stoxx 50“-Index, der sich auf nur 50 Firmen der Eurozone konzentriert.

Wir bleiben also dabei: Investieren Sie weltweit und breit gestreut. In unseren Ratgebern haben wir für Sie die Renditen der vergangenen Jahre übersichtlich zusammengestellt für weltweite, europäische und nachhaltige ETFs.

Und setzen Sie nicht allein auf den Dax – auch wenn er Ihnen vertrauter ist.

PS: Sie haben uns in den vergangenen Wochen mehrfach berichtet, dass es beim Depotwechsel von der ehemaligen Finanztip-Empfehlung Flatex hin zu anderen Brokern ruckelte. Im Blog lesen Sie dazu mehr.

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Unser Podcast zur Krise

Was bedeutet das Virus für Ihren Job, Ihr Geld und die Wirtschaft? Im Corona-Podcast geben wir Tipps, wie Sie die Lage meistern.

 
Schnäppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion für Sie entdeckt hat.

Bundesliga startet wieder: Sky gibt etwas Rabatt

Am Samstag startet also wieder die Fußball-Bundesliga – mit Geisterspielen. Wer mal testen will, ob er damit warm wird, kann auf Sky Sport HD (frei empfangbar) die Konferenz der 1. Liga am Samstag mit fünf Partien sehen und die Sonntagskonferenz der 2. Liga. Meisterschaft, Auf- und Absteiger sollen bis Ende Juni ausgespielt sein. Sky bietet bis dahin das „End of Season Ticket“ zum Streamen verbilligt an: Für 40 Euro statt regulär 60 Euro.

Allerdings ist es möglich, dass das Ticket doch nicht ganz bis Saisonende reicht. Denn falls es Probleme mit Corona-Infektionen gibt, könnte sich der Spielbetrieb wieder verzögern. Achtung: Wenn Sie nicht kündigen, verlängert sich das Abo monatsweise zum regulären Preis.

„GTA V“ gratis, „Die Siedler“ und „Anno“ deutlich günstiger

Derzeit gibt es eines der kommerziell erfolgreichsten Unterhaltungsprodukte aller Zeiten gratis im Epic Store: Grand Theft Auto V in der Premium-Edition.

Aufbauspiele für den PC sind in kaum einem Land so beliebt wie in Deutschland. Im Store von Ubisoft erhalten Sie zurzeit viele Titel beliebter Reihen wie „Die Siedler“ oder „Anno“ deutlich günstiger (wir haben die Preise stichprobenhaft mit GOG, Steam und Ebay verglichen). Die älteren „Siedler“-Spiele kosten zwischen 1,25 Euro und 7,49 Euro. Das recht aktuelle „Anno 1800“ liegt bei 30 Euro in der Standard-Edition. Auch für Fans anderer Genres lohnt sich ein Blick in die „Digital Dealz“.

 
Keine Nachteile beim Elterngeld durch Corona

1. Keine Nachteile beim Elterngeld durch Corona

Eltern sollen durch die Corona-Pandemie keine finanziellen Nachteile beim Elterngeld erleiden. Deshalb änderten Bundestag und Bundesrat nun das Elterngeldgesetz rückwirkend zum 1. März in drei Punkten:

 

1. Höhe des Elterngeldes: Wie viel Elterngeld Sie bekommen, hängt davon ab, wie viel Einkommen Sie in den zwölf Monaten vor der Geburt Ihres Kindes hatten. Verdienen Sie aktuell wegen Corona weniger – weil Sie zum Beispiel in Kurzarbeit sind –, dann gelten diese Monate jetzt nicht mehr. Stattdessen zählt das höhere Einkommen aus den Monaten davor (§ 2b BEEG-E).

Unsere Ratgeber zur Corona-Krise:

ETFs, Gold & Anleihen was die Krise für Ihre Finanzen bedeutet
Reisewarnungwann Sie kostenlos stornieren können
Maskenpflichtso geht‘s
Arbeitsschutzwas im Job jetzt wichtig ist
Selbstständigewie Sie die Krise überbrücken
Miete und Kreditewie Sie Zahlungen aufschieben können

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2. Mehr Flexibilität: Eltern, die während der Corona-Pandemie arbeiten müssen, obwohl sie eigentlich Elternzeit geplant hatten, können diese Zeit aufschieben bis Ende Juni 2021 (§ 27 BEEG-E). Das betrifft alle, die in systemrelevanten Berufen arbeiten – zum Beispiel bei der Polizei, im Gesundheitswesen oder in der Kindernotfallbetreuung. Falls Sie unsicher sind, ob Ihre Tätigkeit dazu zählt, erkundigen Sie sich bei Ihrer Elterngeldstelle.

 

3. Partnerbonus: Eltern können vier zusätzliche Monate „Elterngeld Plus“ bekommen, wenn beide in diesem Zeitraum jeweils zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche arbeiten. Falls Sie wegen Corona mehr oder weniger arbeiten als geplant, dann behalten Sie diesen Partnerschaftsbonus. Sie bekommen das Elterngeld trotzdem in der bewilligten Höhe. Das gilt auch, falls Ihr Job nicht systemrelevant ist.

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Corona-Gesetz: Erleichterungen für Pflegebedürftige und Privatversicherte

2. Corona-Gesetz: Erleichterungen für Pflegebedürftige und Privatversicherte

Am Donnerstag hat der Bundestag ein weiteres Corona-Gesetz verabschiedet, das einige Erleichterungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige enthält. Hier die wichtigsten Änderungen:

Müssen Sie wegen Corona eine Auszeit vom Job nehmen, um einen Angehörigen zu pflegen, dann können Sie nun für 20 Arbeitstage Pflegeunterstützungsgeld bekommen (vorher waren es 10). Für wen der Lohnersatz infrage kommt, erklären wir in unserem Ratgeber zur Pflege in Zeiten von Corona.

Menschen mit Pflegegrad 1 dürfen den sogenannten Entlastungsbetrag von 125 Euro im Monat bis Ende September freier verwenden, etwa für Hilfe im Haushalt oder Unterstützung von Nachbarn. Normalerweise geht das nicht ohne Weiteres.

Alle Pflegebedürftigen, die im vergangenen Jahr ihren Anspruch auf die 125 Euro Zuschuss nicht jeden Monat voll ausgeschöpft haben, können den Restbetrag in diesem Jahr verwenden. Sie haben bis Ende September Zeit, das Geld aufzubrauchen (drei Monate mehr als sonst).

Auch für privat Krankenversicherte birgt das Gesetz eine Neuerung. Wer in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt, kann oft die Krankenversicherung nicht mehr zahlen. Vielen bleibt dann nur ein Wechsel in den Basistarif. Neu ist: Sie können innerhalb von zwei Jahren ohne erneute Gesundheitsprüfung in Ihren Ursprungstarif zurück – sofern Sie wegen Hilfebedürftigkeit im Sinne des Sozialrechts nach dem 15. März in den Basistarif gewechselt sind. So müssen Sie nicht dauerhaft auf bessere Leistungen verzichten.

Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen, bevor es in Kraft treten kann.

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Video der Woche
Video der Woche
 
Lebensmittel liefern lassen: Das sind Ihre Rechte

3. Lebensmittel liefern lassen: Das sind Ihre Rechte

Seit der Corona-Krise bestellen wir Deutschen deutlich häufiger Lebensmittel im Internet und lassen sie uns liefern. Klar, der Einkauf im Supermarkt ist zurzeit kein Spaß. Online-Anbieter gibt es inzwischen eine Reihe, etwa Mytime, rewe.de, Bringmeister oder Amazon Fresh. Doch was ist, wenn die statt knackiger Tomaten zermatschte Ware liefern oder die Tiefkühlpizza schon angetaut ist?

Das bewährte 14-tägige Rückgaberecht gilt nämlich nicht für Speisen, Getränke und verderbliche Lebensmittel (§ 312g BGB). Nutzen Sie stattdessen Ihre Mängelrechte (Gewährleistung): Sie können sich zum Beispiel neue Tomaten liefern lassen (Nacherfüllung, § 439 BGB). Klappt das nicht, können Sie vom Vertrag zurücktreten (§ 323 BGB). Oder, wenn Sie ohnehin Tomatensoße machen wollten, handeln Sie doch einen Rabatt aus (Minderung, § 441 BGB).

Sie müssen den Mangel allerdings nachweisen können. Am besten wäre es, die Ware vor den Augen des Lieferfahrers zu überprüfen – das ist in der Praxis selten möglich. Machen Sie also sofort Fotos und rufen Sie den Kundendienst an.

Genauso können Sie vorgehen, wenn Sie sich Essen von Restaurants kommen lassen. Die Lieferzeit ist übrigens meist nur eine Schätzung und nicht verbindlich vereinbart. Bestellen Sie also nicht einfach woanders, wenn es zu lange dauert, sondern rufen Sie beim Restaurant an. Dieses ist Ihr Vertragspartner, auch wenn Sie über eine App wie Lieferando bestellt haben – der App-Betreiber ist nur der Vermittler.

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Hauskauf: Geteilte Maklerkosten für ganz Deutschland

4. Hauskauf: Geteilte Maklerkosten für ganz Deutschland

Beim Immobilienkauf teilen sich Verkäufer und Käufer demnächst die Maklerprovision. Das hat der Bundestag am Donnerstag beschlossen. Die neue Regelung tritt zum Jahresende 2020 in Kraft.

Freuen dürften sich vor allem Immobilienkäufer in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Hessen. Sie mussten bisher die gesamte Maklerprovision allein tragen. Bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises wurden fällig. In allen anderen Bundesländern lassen sich die Immobilienmakler ihre Leistung zwar ähnlich teuer vergüten, beteiligen aber traditionell den Verkäufer mit der Hälfte.

Bei den Provisionen rund um Immobilienverkäufe geht es also deutschlandweit demnächst etwas einheitlicher zu. Ob es auch gerechter zugeht, bleibt umstritten. Denn in den meisten Fällen beauftragt immer noch der Verkäufer den Makler – und der Käufer hat keine Wahl als zu zahlen. Bei Mietwohnungen gilt hingegen: Wer den Makler bestellt, muss ihn auch zahlen (meistens der Vermieter). Dazu oder zu einer Deckelung der Provision konnte sich der Gesetzgeber aber nicht durchringen.

Stattdessen soll der Wettbewerb unter den Maklern für Bewegung sorgen. Die Hoffnung: In Zeiten knapper Verkaufsimmobilien dürften Makler verstärkt mit niedrigeren Provisionen um Kunden werben, wovon dann auch der Käufer profitieren würde. Wir werden sehen, ob das aufgeht.

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Auch wichtig: Gutscheine für Events und Reisen, Kostenfalle EC-Karte, Ifo-Studie

5. Auch wichtig: Gutscheine für Events und Reisen, Kostenfalle EC-Karte, Ifo-Studie

+++ Ob Kultur, Freizeit oder Sport – das Coronavirus hat erst einmal alle Veranstaltungen zum Erliegen gebracht. Geld zurück gibt es aber nicht unbedingt: Kunden müssen Gutscheine akzeptieren für Tickets, die sie vor dem 8. März gekauft haben. Falls Sie den Gutschein aber bis Ende 2021 nicht einlösen, muss der Veranstalter den Eintrittspreis erstatten. Das hat der Bundestag am Donnerstag beschlossen, um Insolvenzen zu verhindern. Wenn die Gutschein-Lösung für Sie aufgrund finanzieller Schwierigkeiten „nicht zumutbar“ ist, können Sie nach wie vor eine Erstattung verlangen. +++

 

+++ Anders ist es bei Gutscheinen für Flug- und Pauschalreisen: Die sind nicht erlaubt. Das europäische Verbraucherrecht garantiert einen Anspruch auf Erstattung des Reisepreises. Die EU-Kommission hat mehrere Mitgliedsstaaten ermahnt, sich daran zu halten. Länder wie Frankreich, Belgien und Italien hatten Zwangsgutscheine eingeführt. Ihnen droht die Kommission mit einem Vertragsverletzungsverfahren. +++

 

+++ Kartenzahlungen erleben seit Corona einen Boom. Zur Kostenfalle kann das für Besitzer bestimmter Girokonten vor allem von Sparkassen und Volksbanken werden. Bis zu 70 Cent pro Zahlung mit der Girocard verlangen die Institute laut biallo.de. Aber auch fürs Geldabheben werden in einfachen Kontomodellen wie „Klassik“ Gebühren fällig. Prüfen Sie, ob nicht ein anderes Kontomodell mit höherer Monatsgebühr am Ende günstiger kommt. Oder suchen Sie in unserem Girokonto-Rechner nach einem neuen Konto. Viele davon kommen ohne Kartenzahlungs- oder Monatsgebühr aus. +++

 

+++ Gibt es in der Coronakrise einen Gegensatz zwischen dem Schutz der Gesundheit und dem Schutz wirtschaftlicher Interessen? Ökonomen und Infektionsforscher haben sich zusammengesetzt und kommen zu dem Urteil, dass dem nicht so ist. Im Gegenteil: Umsichtige, schrittweise Lockerungen seien nicht nur gesundheitspolitisch, sondern auch wirtschaftlich vorzuziehen. Das schreiben das Ifo-Institut und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) in ihrer Studie. +++

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Podcast Auf Geldreise

Das Elterngeld erleichtert die Auszeit vom Berufsalltag: Doch was bedeuten eigentlich Basis-Elterngeld, Elterngeld Plus oder der Partnerschaftsbonus?

Das besprechen wir mit unserem Gast, der Rechtsanwältin und Bloggerin Sandra Runge von Smart Mama.

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Serie „Verträge optimieren“: Diese Versicherungen braucht kein Mensch

Serie „Verträge optimieren“: Diese Versicherungen braucht kein Mensch

Was ist, wenn Ihr Handy auf den Boden fällt und zersplittert? Oder wenn Sie sich auf Ihre Brille setzen? Vor ein Auto laufen? Oder krank werden vor dem lang geplanten Sommerurlaub? Wer lange genug über solche Fragen nachdenkt, schließt lieber eine Versicherung ab. Vertreter und Verkäufer wissen das.

Deshalb gibt es unter jeder Flugbuchung ein Häkchen für die Reiseversicherung, deshalb fragt der Verkäufer im Elektromarkt stets nach der Garantieverlängerung. Doch solche Versicherungen lohnen sich nicht.

Diese Woche starten wir eine zehnteilige Serie darüber, wie Sie am besten Ihre Verträge optimieren. Und viel Geld sparen. Fangen wir mit den Verträgen an, die Sie gar nicht brauchen! Und so misten Sie aus:


1. Die Grundregel

Sinnvoll sind nur solche Versicherungen, die Sie bei außergewöhnlichen und großen Schäden schützen. Schäden, die Sie finanziell überfordern würden (Berufsunfähigkeit, Krankheit, Haftung nach Unfällen). Deshalb muss jeder eine Auto- und eine Krankenversicherung haben. Eine Haftpflicht sollte auch jeder haben – jeder siebte hat keine.

Den Verlust eines Handys oder einer Reisebuchung können Sie hingegen verkraften. Überschlagen Sie einfach mal, was es kostet, dauerhaft diese Versicherung zu zahlen. Und überschätzen Sie nicht, was Sie im Fall der Fälle bekommen. Beim Handy ist es häufig nur der Gebrauchtwert. In vielen Situationen gibt es außerdem Streit mit der Versicherung (Diebstahl des Handys, Reiserücktritt in Zusammenhang mit Krankheiten wie Diabetes oder Herzproblemen).

2. Was niemand braucht

Es gibt eine Hochzeitsrücktrittskosten-Versicherung. Oder eine für häusliche Notfälle, falls Sie sich ohne Schlüssel aussperren. Das ist Quatsch. Häufig versucht man Ihnen auch, eine Sterbegeldversicherung anzudrehen („Sie wollen Ihren Kindern doch nicht zur Last fallen?!“). Bei dieser verkappten Lebensversicherung haben Sie viel Kosten und wenig Ertrag. Sparen Sie lieber direkt, zum Beispiel auf einem Konto mit Sperrvermerk. Direkt sparen ist auch besser als eine Ausbildungsversicherung für Kinder oder Enkel.

Bei Krediten für Konsum oder das neue Auto wird gerne eine Kreditversicherung mit angeboten. Die soll zahlen, falls Sie es nicht können, springt aber zu selten ein und ist in der Regel immens überteuert.

Handy-Versicherungen sind oft teuer und schließen viele Schäden aus. Handy-Reparaturen kosten auch gar nicht so viel: Oft genügt ein Display-Tausch – das kostet bei einfachen Handys selten mehr als 100 Euro. Ähnliches gilt für Brillenversicherungen.


3. Auf Reisen brauchen Sie nur eine Sache

Fast jeder sorgt sich auf Reisen um sein Gepäck. Besonders im Flugzeug und im Zug. Also eine Reisegepäckversicherung abschließen? Bloß nicht! Denn erstens beruft sich der Versicherer bei Diebstahl oft auf grobe Fahrlässigkeit und zahlt nur bei Einbruch oder Raub. Und zweitens versichert gegen Raub auch eine gute Hausratversicherung.

Auch eine Reiserücktrittsversicherung lohnt nur in seltenen Fällen, etwa wenn die Reise sehr teuer ist. Nehmen Sie aber auf keinen Fall die, für die Sie am Ende der Buchung nur einen Haken setzen müssen. Mit unserer Anleitung finden Sie die richtige.

Wichtig auf Reisen ist vor allem die Auslandsreisekrankenversicherung. Denn die schützt für wenig Geld vor großen Risiken (siehe Punkt 1).


4. Die Sache mit den Unfällen

Bei der Unfallversicherung fließen nur 60 Prozent der Beiträge wieder zurück an die Versicherten, die Schäden hatten. Viele, die sie abschließen, haben eine falsche Vorstellung davon, wann die Versicherung einspringt. Sie deckt nur schwere Unfälle ab, denn der Anbieter zahlt nur bei (bleibenden) Behinderungen. Allerdings entsteht nur jede 50. schwere Behinderung durch einen Unfall, viel häufiger ist eine Krankheit die Ursache. Sie brauchen daher viel eher eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Ziemlich überflüssig ist die Insassenunfallversicherung, weil bei Autounfällen entweder Ihre Autohaftpflicht greift oder die des Unfallgegners – außer Sie verletzen sich als Fahrer und sind selbst schuld.

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Zahl der Woche
... Rendite pro Jahr machten Anleger mit einem ETF auf den MSCI World Index über die vergangenen fünf Jahre – trotz der jüngsten Einbrüche an der Börse wegen der Corona-Pandemie. Wer im DAX investiert war, machte dagegen im Schnitt jährlich 1,9 Prozent Verlust.

(Stand: 11. Mai / Xtracker ETFs, ISIN: LU0274208692 und LU0274211480)
 
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0,75 % p.a.
Sberbank Direct
0,70 % p.a.
bis 24 Monate
1,25 % p.a.
BMW Bank
1,0 % p.a.
1,0 % p.a.
0,96 % p.a.
(ab 20.000 Euro)
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