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Eure Lichtblicke im Corona-Jahr

Eure Lichtblicke im Corona-Jahr

Liebe Leserinnen und Leser,

für die meisten von uns war dieses Jahr hart, sehr hart. Manche haben einen geliebten Menschen an das Virus verloren. Andere kämpfen um ihre Existenz, haben Einnahmen verloren oder gar ihren Job. Viele Familien belastet die Betreuung der Kinder ohne Kita und Schule – und Alleinstehende leiden unter der Einsamkeit. Doch es gab auch Lichtblicke. Eure Lichtblicke! Vielen Dank für Eure zahlreichen E-Mails. Bei der Vielzahl an Zuschriften können wir leider nur einen Bruchteil hier wiedergeben. Ihr könnt Euch aber sicher sein, dass wir jede einzelne E-Mail gelesen haben.

 

Wie die Arbeit sich ändert

Mehrere von Euch haben uns berichtet, sie hätten sich selbständig gemacht – oder waren als Selbständige oder Angestellte besonders produktiv. So hat der Musiker Massoud von März bis November eine CD komponiert, produziert und arrangiert und ein Jazzgitarren-Lehrbuch geschrieben.

„Trübsal blasen gibt keinen schönen Sound und kostet zu viel Energie. Also volle Fahrt voraus!“
– Massoud

Dirk leitet eine Tanz- und Theaterschule in Hannover. Während des Shutdowns hat er sich einen alten Traum erfüllt und ein Theaterstück für eine einzige Person entwickelt. Das sei eigentlich unökonomisch. Doch jetzt in dieser Situation machte es Sinn. Und das Finanzielle war Dirk auch egal: Hauptsache kreativ werden, etwas Sinnvolles tun, beschreibt er seinen Antrieb.

Julia hat sich im Lockdown das „Sketchnoting“ angeeignet: eine Kombination aus Text und Zeichnungen. Sie setzt es nun auch in ihrem Job als Projektleiterin ein. „Mit unglaublich positivem Feedback!“, berichtet sie. Der Vorstand sei dadurch sogar auf sie aufmerksam geworden.

 

Neue Ziele und Erfolge

Tim hat vor allem den ersten Lockdown dazu genutzt, gemeinsam mit einer Freundin ein kleines Business zu starten: Sie verkaufen selbstgemachte Postkarten. Das Geschäft habe sich in relativ kurzer Zeit bereits prächtig entwickelt.

Susanne arbeitet als Sachbearbeiterin im öffentlichen Dienst und ist schwerbehindert. Sie hat durch die Corona-Situation für sich entdeckt, dass die Arbeit von zuhause sie gesundheitlich sehr entlastet. Eigentlich wollte sie mit Abschlägen vorzeitig in Rente gehen, weil sie das Gefühl gehabt habe, sie schaffe es nicht mehr bis 65. Die Heimarbeit brachte die Wende.

„Homeoffice, so dachte ich bisher, wäre nichts für mich. Nun werde ich einen integrativen Heimarbeitsplatz beantragen.“
– Susanne

Unsere Leserin Nataliya hat gelernt, mit zehn Fingern zu tippen. Der Lockdown sei eine einmalige Gelegenheit gewesen, es in Ruhe zu lernen. „Und jetzt kann ich das!“, freut sie sich. Danach habe sie eine Weiterbildung absolviert, in Rekordzeit.

Moritz ist Übersetzer und Autor von Reiseführern. Weil die Reiseführer während Corona fast alle storniert wurden, hat er sich auf die Übersetzungen konzentriert. Er habe sich aktiv um Aufträge bemüht und Geld in eine Software investiert, dank der er mehr Aufträge annehmen könne. Die freie Zeit habe er genutzt, um sich fortzubilden und in seine berufliche Existenz investiert.

„Ich habe an meinem Webauftritt gebastelt und mich für die staatliche Prüfung für Übersetzer beworben.“
– Moritz

 

Weniger Pendeln bringt mehr Zeit und Geld

Viele von Euch haben Corona zum Anlass genommen, die eigene Mobilität zu überdenken – so auch Anna, die jetzt deutlich häufiger das Rad nimmt. Corona habe ihr aufgezeigt, wie flexibel man sein kann und wie gut man sich mit einer Mischung aus Präsenzarbeit und Homeoffice arrangieren kann.

„Ich habe endlich den Vorsatz der letzten Jahre, mehr Fahrrad zu fahren, tatsächlich umgesetzt.“
– Anna

Finanziell kann sich die veränderte Mobilität auszahlen. Weil Studienveranstaltungen per Videokonferenz abgehalten wurden, konnte sich unserer Leser Franz Übernachtungen in Frankfurt sparen. „Aufsummiert ergibt sich eine Ersparnis von 1.800 Euro“, berichtet er.

Markus pendelt eigentlich zwei Stunden täglich mit dem Auto zur Firma, 25.000 Kilometer im Jahr. Das war nun nicht mehr nötig. „Besser als ein E-Auto ist kein Auto! “, fasst er seine Erfahrungen zusammen. „Das ist die Lösung auch für die Umwelt.“

Neue Hobbys gefunden – und alte wiederentdeckt

Wie lässt sich die gewonnene Zeit sinnvoll nutzen? Dazu habt Ihr uns viele tolle Beispiele geschildert. Unser Leser Ralf zum Beispiel nutzt die ersparte Pendel-Zeit zuhause: Es entstand ein neues Gewächshaus und eine Stecker-Solaranlage. Alles Dinge, die er schon lange vorhatte und endlich verwirklichen konnte, hat er uns geschrieben.

Viele von Euch haben auch neue Hobbys für sich entdeckt oder alte wieder aufleben lassen. So hat Alexander den Lockdown im März dazu genutzt, mit einem alten Fernrohr aus Kindertagen den Nachthimmel zu beobachten. „Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich zum Geburtstag ein astronomisches Fernrohr gekauft habe.“ Jetzt stehe er nachts auf der Terrasse und fotografiere Planeten. Ein schöner Ausgleich zum Homeoffice, findet er.

Peter ist 77 Jahre alt und hat sich im Juni mit seinem Mann ein E-Piano gekauft. Zuerst lernte er Noten zu lesen, und jetzt geht es ans Klavierspielen. Er freut sich über neue „Schaltkreise“ im Gehirn und einen erfüllten Tagesablauf.

„Mein Mann hatte bereits Klavierunterricht und kann mir prima helfen. Den Rest finde ich in Tutorials im Internet.“
– Peter

Was macht man mit Kindern, die nicht normal zur Schule oder in die Kita gehen und keinen richtigen Tagesrhythmus mehr haben? „Wir haben unseren Garten schön gestaltet“, erzählt Selma, „ein Hühnergehege gebaut und Küken gekauft.“ Das sei sehr nützlich für die Kinder gewesen, um ihren Tag durch die Fütterungszeiten zu strukturieren und ihr Verantwortungsbewusstsein zu schärfen.

 

Endlich um die Finanzen kümmern

Einige von Euch, die das Thema Finanzen bislang aufgeschoben hatten, nutzten die Corona-Zeit, um es endlich anzugehen. Sabine hat uns zum Beispiel geschrieben, dass sie einen ETF-Sparplan eröffnet und Festgeld angelegt habe. Außerdem sei sie alle Versicherungen durchgegangen, um einen Überblick zu erhalten. Einen Teil habe sie dann gekündigt.

Auch Katharina hat sich ein Tagesgeldkonto zugelegt und mit dem berühmten Notgroschen gefüllt, ihren ersten ETF-Sparplan aufgestellt und den Stromanbieter gewechselt.

„Ich konnte sogar meinen Freund dazu überreden, seinen uralten Handyvertrag zu kündigen.“
– Katharina

Besonders berührt hat uns die Geschichte von David. Ende März sei er wegen Corona arbeitslos geworden. „Eine wirklich schwierige Zeit für mich“, schreibt er uns. Dann habe ihn seine Frau für einen anderen verlassen. Von jetzt auf gleich sei er mit seinem kleinen Sohn alleine gewesen. Doch selbst aus dem schlimmsten Tief kann man herausfinden, wie uns David eindrucksvoll beweist! Mittlerweile habe er einen neuen Job, der ihm Spaß macht, eine neue Wohnung für sich und sein Kind – und die Finanzthemen hat er obendrein noch angepackt.

„Ich habe ein Depot eröffnet für mich und meinen Sohn, um gemeinsam freies Geld Monat für Monat mit einem Sparplan anzulegen.“
– David

Auch die nächsten Wochen und Monate werden noch einiges von uns abverlangen. Vielleicht können die Erlebnisse aus diesem Newsletter auch andere Finanztip-Nutzer inspirieren und ermutigen. Wir freuen uns riesig, dass viele von Euch bereits so gut mit der Situation umgehen können – und wünschen jenen Kraft, die noch in ihrem persönlichen Tief stecken. Setz Dich nicht unter Druck, es darf Dir auch mal schlecht gehen.

 

Zum Schluss lassen wir in eigener Sache unsere Leserin Laura stellvertretend für Euer zahlreiches Lob zu Wort kommen.

 

„Da Ihr einer meiner Lichtblicke seid: Ein großes Dankeschön an das ganze Team und für eure Arbeit, für top recherchierte und verständlich aufbereitete Informationen auf allen Kanälen.“
– Laura

Vielen Dank dafür! Es war das ganze Jahr lang unser Ziel, euch zur Seite zu stehen. Frohe Weihnachten von Deinem Finanztip-Team!

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