Floating Rate Notes (Floater)

Stand: 13. Dezember 2012

Floater bieten einen variablen Zinsertrag

Floating Rate Notes (kurz „Floater“) bieten keinen festen, sondern einen variablen Zinsertrag. Floater sind mithin variabel verzinste Wertpapiere. Nach jeder Zinsperiode (zum Beispiel nach Ablauf von drei, sechs oder zwölf Monaten) wird zum Zeitpunkt der Zinszahlung der Zinssatz für die neue Zinsperiode festgelegt. Dieser Zinssatz (Referenzzinssatz) orientiert sich meist an Geldmarktsätzen wie EURIBOR (European Interbank Offered Rate) oder LIBOR (London Interbank Offered Rate).

Die Geldmarktsätze EURIBOR und LIBOR sind die Zinssätze, zu denen Banken in Ländern der Europäischen Währungsunion oder in London bereit sind, Gelder bei anderen Banken kurzfristig anzulegen. Von dem Referenzzinssatz wird ein festgelegter Abzug vorgenommen. Beispiel: „Es werden Zinsen in Höhe des 3-Monats-FIBOR abzüglich 0,25 Prozentpunkte gezahlt.“

Variabel verzinsliche Anleihen sind insbesondere im Ausland sehr verbreitet. Wegen der Zinsanpassung in den festgelegten Zeitintervallen kommt es bei einem Floater kaum zu Kursschwankungen. Das bedeutet, dass sowohl Kursgewinne als Kursverluste nur in sehr geringem Maße auftreten werden.

Trotz der variablen Verzinsung ist der Floater ein festverzinsliches Wertpapier. Denn es besteht ein ergebnisunabhängiger Zinsanspruch. Dass der Zinssatz in der Höhe wechseln kann, ändert nichts an dem grundsätzlichen Zinsanspruch beim Floater.

Auf dem Finanzmarkt werden verschiedene variabel verzinste Wertpapier-Angebote als Floater angeboten. Die klassischen „normalen“ Floating Rate Notes teilen sich auf in Geldmarkt-Floater (Verzinsung ist an einen Geldmarkt-Zinssatz gebunden) und Kapitalmarkt-Floater (Verzinsung richtet sich nach dem Kapitalmarkt-Zinssatz).

Daneben haben sich noch Mischformen der Floating Rate Notes entwickelt. Beispiel: Cap-Floater begrenzen den Zinssatz nach oben und Floor-Floater nach unten. Ein Cap-Floater ist mithin ein variabel verzinsliches Wertpapier mit einem Maximalzinssatz und ein Floor-Floater mit einem Mindestzinssatz. Floor-Floater sichern mithin eine Minimalverzinsung, indem sie eine Mindestverzinsung garantieren. Wenn der Referenzzinssatz zuzüglich eines Spreads den Mindestzinssatz unterschreitet, bleibt dem Anleger immer noch die garantierte Mindestverzinsung. Kein Wunder, dass es auch eine Kombination dieser beiden Floater gibt. Die Kombination aus Cap- und Floor-Floater wird auch als Collar bezeichnet. Es sind variabel verzinsliche Anleihen mit einem Mindest- und Höchstsatz für die Verzinsung.

Bei Reverse Floating Rate Notes (Reverse Floater) wird der Zinssatz mit umgekehrtem Effekt angepasst. Bei diesen Wertpapieren wird der variable Zinssatz aus der Differenz zwischen einem festgelegten (hohen) Zinssatz und dem Referenzzinssatz (zum Beispiel LIBOR) gebildet. Dieser so ermittelte variable Zins enthält wiederum einen Cap, so dass für den Anleger eine Deckelung greift, wenn der Referenzzinssatz zu hoch steigt. Der Anleger profitiert bei einem sinkenden Zinsniveau. Sinken die Zinsen am Kapitalmarkt, sinkt der Referenzzinssatz (zum Beispiel FIBOR) und der Reverse Floater bringt mehr Zinsertrag. 

Stand: 13. Dezember 2012


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