Bank­ge­büh­ren zurückfordern

Nicht jede Gebühr ist beim Girokonto erlaubt

Josefine Lietzau
Finanztip-Expertin für Bank und Kredit
11. Oktober 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Zum Girokonto gehören immer auch Gebühren, manchmal für das Konto, für die Karten oder das Geldabheben im Ausland.

  • Doch Banken dürfen nicht für alles Gebühren berechnen.

  • Ein neues BGH-Urteil sagt nun auch: Ohne Deine Zustimmung können Banken keine Gebühren einführen oder erhöhen. Schweigen zählt nicht. Du kannst deshalb viele Gebühren zurückfordern. Wir zeigen Dir, wie das geht.

So gehst Du vor
  • Du kannst unzulässige Gebühren rückwirkend mindestens bis 2018 zurückfordern. Wir bieten Dir dazu unterschiedliche Musterbriefe an.

  • Weigert sich die Bank, kann die Schlichtungsstelle vermitteln. Oder Du übergibst die Angelegenheit gleich einem Rechtsdienstleister. Dazu empfehlen wir Gansel/Spreefels und Justify.

  • Schraubt Deine Bank die Preise hoch, solltest Du über einen Kontowechsel nachdenken. Dabei hilft unser Gi­ro­kon­to­rech­ner.

Mus­ter­schrei­ben Preiserhöhungen zurückfordern

Durch ein BGH-Urteil vom 27. April 2021 kannst Du erhöhte Bank­ge­büh­ren rückwirkend mindestens bis 2018 zurückfordern. Nutze dazu ganz einfach unser Mus­ter­schrei­ben.

Zum Download

Banken verlangen nicht nur für viele ihrer Leistungen Gebühren, sie erhöhen sie auch gern. Hinnehmen musst Du das nicht: Den Banken sind immer wieder Fehler passiert oder sie haben es mit den Preisen übertrieben. Für Dich ist das die Chance, zu viel verlangte Gebühren zurückzukriegen.

Aktuell: Bank­ge­büh­ren nach dem Urteil des BGH zurückholen

In der Vergangenheit haben Banken und Sparkassen Gebühren eingeführt oder erhöht, ohne dass Du zugestimmt hast. Du hast lediglich ein Schreiben bekommen, in dem es hieß: „Wir haben unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert. Sollten wir nichts von Ihnen hören, gilt Ihre Zustimmung als erteilt.“

Dabei stützen sich die Banken bei ihren Klauseln auf eine Vorschrift im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 675g Abs. 2 BGB). Gegenüber Verbrauchern ist diese Vorschrift laut Europäischem Gerichtshof aber nicht allein entscheidend (Az. C-287/19). Zusätzlich darf eine einseitige Änderung des Rahmenvertrags den Verbraucher nicht unangemessen benachteiligen. Darauf verwies auch der Bundesgerichtshof und kassierte zwei Klauseln in den Allgemeinen Geschäftsgebühren (AGB) der Postbank ein (Urteil vom 27. April 2021, Az. XI ZR 26/20 - Urteilsbegründung).

Auch wenn es in dem konkreten Fall um die Postbank ging, betrifft es alle Banken und Sparkassen, denn sie handhabten Änderungen an den AGB bislang ähnlich. Die Institute können nun ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht mehr einseitig ändern und das Schweigen der Kunden als Zustimmung werten. Das gilt auch für Änderungen der Banken aus den vergangenen Jahren. Dadurch kannst Du neu eingeführte oder erhöhte Kontogebühren in vielen Fällen zurückverlangen.

Auch die Aufsichtsbehörde Bafin rät Bankkunden, eventuelle Ansprüche bei ihrer Bank geltend zu machen. Wir erklären Dir, wie das geht.

Wie kannst Du unzulässige Bank­ge­büh­ren zurückfordern?

Falls eine Gebühr unzulässig ist, kannst Du diese zurückfordern, da Du sie ohne Rechtsgrund gezahlt hast (§ 812 BGB). Dein Anspruch verjährt grundsätzlich nach drei Jahren zum Jahresende.

  • Buchung der unzulässigen Gebühren 2018 – Rück­for­de­rung möglich bis 31. Dezember 2021
  • Buchung der unzulässigen Gebühren 2019 – Rück­for­de­rung möglich bis 31. Dezember 2022

Du kannst zusätzlich immer Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz pro Jahr verlangen, seitdem die Bank die Gebühr in Rechnung gestellt hat. Der Zinsbetrag lässt sich mit einem Zinsrechner ermitteln. Aber: die Schlichtungsstellen halten die Zinsansprüche für nicht gerechtfertigt, da die Zinsen insgesamt weit unter dieses Niveau gesunken sind.

Bank­ge­büh­ren zurückfordern nach dem BGH-Urteil 2021

Lange konnten die Banken einfach ihre Gebühren einführen oder erhöhen, ohne dass Du zustimmen musstest. Dein Schweigen wurde – wie gesagt – als Einverständnis gewertet. Durch das Urteil des Bundesgerichtshofs ist dies nun nicht mehr möglich (27. April 2021, Az. XI ZR 26/20).

Du wurdest durch diese Praxis unfair benachteiligt. Verschlechtert sich durch die Änderungen für Dich die Situation, dann gelten diese Änderungen nur, wenn Du ihnen auch zustimmst.

Das Urteil gilt allgemein für Änderungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen und greift deshalb nicht nur bei Preiserhöhungen, sondern auch bei vielen weiteren Bedingungen. Hat Deine Bank in den letzten Jahren erstmals Gebühren eingeführt oder sie erhöht, muss sie diese nun mindestens rückwirkend bis zum 1. Januar 2018 erstatten.

Es ist dabei egal, bei welcher Bank Du Dein Konto hast. Denn alle Banken und Sparkassen haben ähnliche Klauseln in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Zusätzlich zu den Gebühren muss Deine Bank Zinsen zahlen.

Du wirst das Geld aber selbst zurückfordern müssen. Vielleicht versucht sich Deine Bank auch zu weigern und begründet dies damit, dass das Urteil nur gegen die Postbank gerichtet war.

Deine Forderung berechnen

Falls Du das Geld zurückfordern willst, kannst Du so vorgehen: Berechne zuerst, was Dir zusteht. Da das Urteil nicht nur Kon­to­füh­rungs­ge­bühren betrifft, sondern auch sämtliche andere Kosten erfasst, lohnt sich ein Blick in das Preis- und Leistungsverzeichnis (PLV).

Das muss vom Zeitpunkt Deiner Kontoeröffnung stammen, denn dort findest Du die für Dich geltenden Kosten. Dabei ist egal, ob Du das Konto vor 2018 eröffnet hast. Den Rahmenvertrag hast Du bei der Kontoeröffnung abgeschlossen, alle Änderungen danach waren ohne Deine Zustimmung nicht rechtmäßig. Wenn Du allerdings das Kontomodell zwischenzeitlich gewechselt hast, dann sind die Gebühren Deines neuen Kontos zum Wechselzeitpunkt gültig.

Entweder Du bittest Deine Bank um ein altes PLV oder Du findest es über die Wayback Machine. In diesem Internet-Archiv werden Websites abgespeichert. Gib im Suchschlitz auf der Seite der Wayback Machine die Adresse ein, auf der Deine Bank zurzeit das PLV anzeigt. Geh dann auf den Zeitraum, in dem Du Das Konto eröffnet oder das Kontomodell gewechselt hast. Wenn Du Glück hast, gibt es dann direkt einen Link zur archivierten Seite. Dort lädst Du dann das alte PLV herunter. Besorg Dir auch ein aktuelles Preisverzeichnis.

Außerdem musst Du wissen, wann Deine Bank die Gebühren geändert hat. Schau in das Mail-Postfach bei Deinem Konto, vielleicht findest Du dort die Nachricht zur Erhöhung. Oder Du hast das Schreiben Deiner Bank in Deinem Bankordner abgeheftet. Außerdem berichten viele Medien über Gebührenerhöhungen, eine einfache Google-Suche mit dem Namen Deiner Bank und Suchwörtern wie „Kontogebühren“ kann Dir weiterhelfen.

Ein anderer Weg, um an die damals geltenden Kontogebühren, die Änderungen und was Dich das gekostet hat zu kommen, sind Deine Kontoauszüge. Die können vor allem dann helfen, wenn Du nicht an ein PLV kommst oder Deine Bank sich inzwischen mit einer anderen zusammengetan hat – samt neuer Website. Zusätzlich muss Dir Deine Bank unentgeltlich eine Entgeltaufstellung von 2018 bis 2020 zuschicken (§ 10 ZKG).

Dann geht es ans Vergleichen der Preise. Die wichtigsten Punkte sind dabei die Kosten für die Kontoführung und die Karten.

War zum Beispiel Dein Konto bei der Kontoeröffnung noch kostenlos und zahlst Du seit Mai 2019 eine Kon­to­füh­rungs­ge­bühr von 5,50 Euro im Monat, sind das bis zum Mai 2021 Gebühren in Höhe von 132 Euro. Kostete die Kreditkarte vorher 20 Euro und dann ab Mai 2019 jährlich 30 Euro, kannst Du noch 20 Euro hinzurechnen.

Auf diese Summe schlägst Du die Zinsen. Das kannst Du selbst machen oder aber Du verlangst von Deiner Bank in Deinem Anschreiben, dass sie das für Dich macht. So haben wir es im Mus­ter­schrei­ben vorbereitet.

Falls Du trotzdem lieber rechnen willst oder die Zahlen der Bank überprüfen möchtest, so funktioniert dieser Rechenweg: Bei der Berechnung nutzt Du einen Zins, der 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz liegt – das ist der Verzugszins. Im April 2021 liegt der zum Beispiel bei 4,12 Prozent. Die Zinsen musst Du dann auf den Tag genau berechnen mit dieser Formel: (Monate/12) x Zins x Summe/2. In unserem Beispiel wäre das (24/12) x 4,12 Prozent x ((132+20)/2) = 6,26 Euro.

Du kannst für eine genauere Berechnung einen Sparplanrechner nutzen. Dann kämst Du auf 7 Euro. In diesem Beispiel müsste die Bank also insgesamt 159 Euro zurückzahlen.

Natürlich kannst Du auch bei Überweisungen und Lastschriften die Differenz zwischen dem alten und dem neuen Preis zurückfordern. Allerdings müsstest Du dann auch herausfinden, wie oft Du diese Dienste überhaupt genutzt hast. Das wird vermutlich zu kleinteilig und sich nicht lohnen.

Komplizierter wird es auch, wenn Deine Bank die Gebühren häufiger geändert hat. Dann musst Du Deine Rechnung aufteilen (sowohl die Berechnung der Kosten als auch die Zinsberechnung) und kannst nicht den aktuellen Preis für alle Monate ansetzen.

Hast Du alles berechnet, kannst Du das Geld zurückverlangen. Wir bieten Dir dafür ein Mus­ter­schrei­ben an.

Mus­ter­schrei­ben Preiserhöhungen zurückfordern

Durch ein BGH-Urteil vom 27. April 2021 kannst Du erhöhte Bank­ge­büh­ren rückwirkend mindestens bis 2018 zurückfordern. Nutze dazu ganz einfach unser Mus­ter­schrei­ben.

Zum Download

Erstattung sogar für die letzten zehn Jahre?

Klar ist, dass Du Gebühren der vergangenen drei Jahre, also seit dem 1. Januar 2018, verlangen kannst, weil in Deutschland Forderungen regelmäßig zum Jahresende nach drei Jahren verjähren (§ 195 BGB). Vereinzelt wird sogar die Erstattung für die vergangenen zehn Jahre für möglich gehalten und mit der neuen Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs begründet. Bei den europäischen Urteilen ging es auch um Banken und um unwirksame Klauseln, aber nicht um Girokonten.

Der EuGH sagt sehr klar, dass Erstattungsansprüche grundsätzlich auch verjähren können. Die nationalen Verjährungsregeln dürfen nur nicht verhindern, dass der Verbraucher seine Rechte komplett verliert, weil er etwa zu spät davon erfährt (Az. C 776/19 bis C 782/19).

Bei Kreditverträgen kann das passieren, wenn die Bank schon bei Vertragsabschluss eine unzulässige Gebühr verlangt, die erst Jahre später von den Gerichten für unwirksam erklärt wird. Deshalb hat damals auch der BGH entschieden, dass bei den Kreditbearbeitungsgebühren die Verjährungshöchstfrist von zehn Jahren gilt. Sonst wären viele Bankkunden leer ausgegangen. Bei Girokonten ist der Fall anders, da der Rückzahlungsanspruch nicht mit Eröffnung des Kontos, sondern mit jeder gezahlten Gebühr neu entsteht. Deshalb steht allen Verbrauchern nach unserer Einschätzung Erstattung zu, auch wenn die Bank die Gebühren vor 2018 ohne Zustimmung erhöht hat.

Für Dich bedeutet das: Du kannst auch die Erstattung für zehn Jahre einfordern oder entsprechend nachfordern; wir haben in unserem Mus­ter­schrei­ben einen Satz dazu ergänzt. Die Aussichten sind nach unserer Einschätzung aber ungewiss. Klarheit wird es erst geben, wenn der Bundesgerichtshof Gelegenheit hatte, die Frage zu entscheiden oder den EuGH dazu anruft.

Was kannst Du tun, wenn die Bank sich weigert?

Viele Leser haben uns berichtet, dass ihre Banken noch um Zeit gebeten hätten, weil sie das Urteil noch analysieren müssten. Mehrere Monate sollten sie dafür aber nicht benötigen.

Andere berichten davon, dass Banken nicht zahlen wollen oder deutlich weniger, weil sie das Urteil anders interpretieren als wir. Wir haben die Rückmeldungen unserer Leser in einer Datenbank zusammengefasst. So erfährst Du, wie es anderen Lesern ergangen ist, die Geld zurückgefordert haben.

Bei der Berechnung der Erstattung gehen viele Banken von der Gebühr aus, die Anfang Januar 2018 das Konto kostete, auch wenn diese nie wirksam vereinbart wurde. Sie berufen sich dabei auf eine Rechtsprechung zu Energieverträgen – die sogenannte Drei-Jahres-Lösung. Willst Du das nicht akzeptieren hast Du zwei Möglichkeiten:

1. Ombudsmann oder Schlichtungsstelle

Will Deine Bank nicht erstatten oder versucht sie, Dich länger hinzuhalten, kannst Du Dich an den Ombudsmann oder die Schlichtungsstelle wenden. Die müssen dann zwischen Dir und der Bank schlichten. Das Ganze ist für Dich kostenlos, die Verjährung ist gehemmt. Adressen und Kontakte für die Schlichtung findest Du unten im Text.

Aber: Nicht alle Banken müssen der Schlichtung zustimmen. Das musste ein Finanztip-Leser erfahren, der sich an den Ombudsmann für genossenschaftliche Banken gewandt hatte. Über den Schlichtungsvorschlag hatte er sich gefreut: die Bank sollte die Gebühren in voller Höhe erstatten. Die Volksbank lehnte allerdings ab. Das Ombudsmann-Verfahren ist damit ohne Einigung beendet. Jetzt bleibt dem Volksbank-Kunden nur der Rechtsweg, er muss klagen.

Zudem hängt das Ergebnis beim Ombudsverfahren auch von der jeweiligen Bankengruppe ab. So haben uns Leser berichtet, dass der Ombudsmann der Genossenschaftsbanken nichts von der Drei-Jahres-Lösung hält. Bei den Sparkassen sieht das wiederum anders aus. In diesen Fällen ist das Verfahren gegenteilig ausgegangen, und der Ombudsmann hat sich für die Banken und die Drei-Jahres-Lösung ausgesprochen. Annehmen musst Du eine Schlichtung nicht. Du kannst versuchen, Deine Ansprüche zum Beispiel über einen Rechtsdienstleister oder Anwalt durchzusetzen.

2. Diese Rechtsdienstleister sind empfehlenswert

Wenn Du Dich nicht selbst mit der Bank herumärgern willst, mit unserem Mus­ter­schrei­ben keinen Erfolg hast oder die Bank den Schlichtungsvorschlag ablehnt, kannst Du einen Rechtsdienstleister beauftragen, um an Dein Geld zu kommen. Solche Unternehmen sind bisher eher im Reiserecht tätig, um Ausgleichzahlungen bei verspäteten oder ausgefallenen Flügen einzutreiben – als sogenannte Fluggasthelfer.

Die Vorgehensweise bei der Eintreibung der Bank­ge­büh­ren ist aber ähnlich. Der Anbieter versucht im sogenannten Inkasso-Modell Deinen Anspruch durchzusetzen. Bei Erfolg überweist er Dir die von der Bank erstatteten Gebühren und behält rund ein Viertel davon als Honorar. Hat er keinen Erfolg, fallen für Dich keine Kosten kann.

Wir haben drei Unternehmen unter die Lupe genommen, zwei davon sind eine Finanztip-Empfehlung. Besonders überzeugt hat uns der Anbieter Rechtsanwälte Gansel in Kooperation mit Spreefels. Gansel bietet zudem eine Musterbeschwerde an, die Du an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) schicken kannst, um den Druck auf die Bank zu erhöhen.

Auch an Justify kannst Du Dich wenden, um Deine Erstattungsforderung durchzusetzen. Wie wir zu unseren Empfehlungen gekommen sind, liest Du im Abschnitt So haben wir ausgewählt.

Gansel Rechtsanwälte/Spreefels GmbH
Inkasso-Dienstleister Spreefels GmbH, Leipzig
  • Honorar von 25 % der Erstattung inklusive MwSt.
  • klares Geschäftsmodell
  • Vergütung transparent
  • Tool zur Berechnung und Musterbeschwerde für die Bafin
Justify
Inkasso-Dienstleister Justify GmbH, Hamburg
  • Honorar von 22,5 % der Erstattung inklusive MwSt.
  • klares Geschäftsmodell
  • Vergütung transparent

Eure Fragen zum BGH-Urteil

Nach dem BGH-Urteil haben sich viele Leser mit Fragen an uns gewandt. Wir haben die zehn wichtigsten Fragen ausgewählt und für Dich beantwortet.

1. Gilt das Urteil auch, wenn Du das Kontomodell gewechselt hast?

Du kannst auf unterschiedliche Weise Dein Konto wechseln. Wenn Dir Deine Bank unterschiedliche Modelle anbietet und Du Dich für ein neues Modell entscheidest, das Dir mehr bietet, hast Du mit dem Kontowechsel den neuen Gebühren zugestimmt. Das Urteil greift in solchen Fällen nur, wenn sich nach Deinem Wechsel die Gebühren verändert haben.

Hat Deine Bank aber neue Kontomodelle eingeführt und Dich einfach in ein neues, teureres Modell eingeordnet, sieht es anders aus. Sie hat Dein Schweigen als Zustimmung gewertet. Diese neu eingeführten Gebühren sind nach der BGH-Rechtsprechung also unwirksam. Es gelten die bei Kontoeröffnung vereinbarten Preise.

Studentenkonto - Wenn Du zunächst ein Studentenkonto hattest und die Gebühren sich nach Deinem Abschluss oder bei einem bestimmten Alter geändert haben, greift das Urteil nicht. Du wusstest bereits beim Eröffnen des Studentenkontos, dass die Gebühren nur für diesen Zeitraum so günstig sein würden. Mit dem Eröffnen hast Du also einer zukünftigen Erhöhung zugestimmt.

Aktionskonto - Einige Banken verlangen für das erste Jahr eine niedrigere Gebühr, das Konto wird danach teurer. Auch in solchen Fällen greift das Urteil unter Umständen nicht. Da Du bereits bei Kontoeröffnung wusstest, dass es später teurer wird, hast Du über die Vertragsbedingungen den neuen Gebühren zugestimmt.

Fusion der Banken - Einige Regionalbanken haben sich in den letzten Jahren zusammengetan. Wenn Dein ursprüngliches Konto und Deine ursprüngliche Bank gar nicht mehr existieren, kommt es darauf an, wie Dir die Fusion und die damit einhergehenden neuen Gebühren mitgeteilt wurden.

2. Kannst Du die Gebühren auch zurückfordern, wenn Du das Konto schon gekündigt hast?

Du musst keine laufende Geschäftsbeziehung haben, wenn Du die Gebühren zurückforderst. Auch nach einer Kündigung kannst Du zu Unrecht kassierte Gebühren zurückverlangen – allerdings nur innerhalb der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren.

3. Kannst Du die Gebühren auch bei Kreditkarten oder Depots zurückfordern?

Ja. Der Bundesgerichtshof hat über eine allgemeine Klausel zur Änderung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen entschieden. Hat Deine Bank mittels fingierter Zustimmung die Gebühren bei einer Kreditkarte oder einem Wertpapierdepot erhöht, dann ist auch eine solche Änderung unwirksam.

4. Sollest Du jetzt sofort die Gebühren zurückfordern?

Du kannst sofort die Gebühren zurückfordern, musst es aber nicht. Denn durch die Verjährungsfristen hast Du für Deine Ansprüche aus dem Jahr 2018 Zeit bis Ende 2021. Wir gehen dabei von der regelmäßigen dreijährigen Verjährungsfrist aus.

Wenn Deine Bank Dich hinhält, kannst Du die Verjährung hemmen, indem Du die Sache vor dem 31. Dezember 2021 an einen Ombudsmann abgibst oder einen Anwalt oder einen Rechtsdienstleister beauftragst, rechtzeitig vor Jahresende eine Klage einzureichen. Eine Mus­ter­fest­stel­lungs­kla­ge, der Du Dich anschließen könntest, gibt es derzeit noch nicht.

5. Darf die Bank Dir kündigen?

Banken dürfen Dir Dein Girokonto ohne Nennung von Gründen kündigen. Ausnahmen gelten nur, wenn Du ein Basiskonto hast.

Bei Sparkassen kann die Kündigung für das Institut schwieriger sein, da in einigen Bundesländern die Sparkassengesetze festlegen, dass sie Dir ein Konto eröffnen müssen. Ähnlich schaut es aus, wenn Du bei einer Volksbank, PSD Bank oder Sparda-Bank Genossenschaftsmitglied bist. Wenn Dich diese Banken trotz der Mitgliedschaft kündigen, kannst Du dagegen klagen. Schließlich verhält sich die Bank als Genossenschaftsbank widersprüchlich und verstößt möglicher Weise gegen ihre eigene Satzung.

Einige Banken werden die Kundenbeziehung analysieren, sobald Kunden Gebühren zurückfordern. Womöglich entschließen sie sich, dann Konten zu kündigen, wenn sich bestimmte Kunden für die Bank nicht lohnen.

Unsere Leser berichten, dass die Institute zum Teil sehr klar sagen, dass sie das Konto kündigen werden. Dabei ergeben sich unterschiedliche Konstellationen.

Es gibt Banken, die nur kündigen wollen, wenn Du den aktuellen Gebühren nicht zustimmst. Mit dieser Zustimmung setzen sie das Urteil um, danach soll der Vertrag mit Deiner Bank wieder rechtlich abgesichert sein. Dieses Vorgehen ist also in Ordnung.

Anders sieht es aus, wenn die Bank Dich dazu bringen will, auf die Erstattung zu verzichten und dabei mit der Kontokündigung droht. So ging zum Beispiel die Volksbank Göppingen bei einigen Lesern vor, auch die Volks- und Raiffeisenbank Coburg. Die Volksbanken aus Stuttgart und Ludwigsburg verlangen von ihren Kunden, dass diese explizit auf eine Erstattung verzichten. Tun sie das nicht, wollen diese Banken das Girokonto kündigen. Die PSD-Bank Hessen-Thüringen und die Volks- und Raiffeisenbank Bank in Holstein kündigten bereits Konten bei Lesern, die Erstattungen verlangt haben. Ob auch Deine Bank so heftig reagiert, kannst Du über unsere Datenbank herausfinden.

6. Was ist mit den aktuellen Gebühren?

Zahlst Du zurzeit Gebühren, denen Du nie zugestimmt hast, sind diese auch vom Urteil betroffen. Die Banken hören aber nicht einfach auf, diese abzubuchen – zumindest teilweise unter Vorbehalt. Denn sie analysieren zurzeit noch das Urteil. Bis sie damit fertig sind, wird es an dieser Stelle wohl keine Änderung geben. Diese Gebühren kannst Du dann auch zurückfordern. Der Endpunkt für die Berechnung ist dann der Zeitpunkt, an dem Du den aktuellen Bedingungen zugestimmt hast.

7. Musst Du nach dem Urteil Gebührenerhöhungen akzeptieren?

Wenn Deine Bank die Gebühren erhöht, musst Du die Änderungen nicht akzeptieren. Machst Du gar nichts, kann die Bank Dir die Gebühren nicht berechnen. Abhängig von ihrer Kundenstrategie wird sie dann entweder Dein Konto zu den bisherigen Gebühren weiterführen oder Dir kündigen.

8. Wieso fragen die Banken nun nach der Zustimmung zu den Gebühren?

Viele der Banken fordern Dich jetzt auf, die aktuellen Bedingungen und damit auch die Gebühren zu akzeptieren. Sie setzen so das BGH-Urteil um. Dabei weisen sie entweder direkt darauf hin, dass sie das Konto ohne diese Zustimmung kündigen werden oder deuten das zumindest an.

Wichtig dabei: Wenn Du aktuellen Gebühren zustimmst, verlierst Du nicht den Anspruch auf die bis zur Zustimmung zu viel gezahlten Gebühren. Anders sieht es aus, wenn Deine Bank Deine Zustimmung auch rückwirkend haben möchte.

9. Was ist mit rückwirkenden Zustimmungen?

Einige Banken bitten Dich, nicht nur den aktuellen Konditionen zuzustimmen. Sie fragen auch nach einer rückwirkenden Zustimmung. Dadurch würdest Du Deine Erstattungsansprüche verlieren. Einige Banken formulieren das auch eindeutig, andere etwas versteckt.

Wenn Du an Deinen Ansprüchen festhalten willst, musst Du ein Schreiben aufsetzen, in dem Du nur den aktuellen Bedingungen zustimmst. Dafür schreibst Du zunächst einfach den Briefkopf ab, den die Bank für die vorgefertigte Rückantwort mit dem Verzicht anbietet. Dann folgt Dein eigener Text. Der könnte ungefähr so lauten:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stimme ich den aktuellen Bedingungen und Preisen bei diesem Konto zu
[Vorname, Name]

[Iban]

Diese Zustimmung gilt für das Konto und die zugehörigen Karten. Meine Zustimmung soll ab dem kommenden Monat gelten.“

Es kann sein, dass die Bank Dein Konto kündigt, wenn Du nicht rückwirkend zustimmst. Denn Banken dürfen Konten grundsätzlich kündigen. Allerdings handelt es sich hier um eine besondere Situation: Du holst Dir das Geld zurück, was Dir nach dem BGH-Urteil zusteht. Es ist rechtlich unklar, ob eine solche Kündigung nicht rechtsmissbräuchlich wäre. Der Gang zum Ombudsmann oder Rechtsdienstleister kann sich im Fall einer Kündigung also lohnen. Du kannst Dich vorsichtshalber schon nach einem neuen Konto umschauen, damit Dich das nicht unvorbereitet trifft.

Wie stehen die Erfolgschancen bei Deiner Bank?

Die Banken reagieren unterschiedlich auf Rück­for­de­rungen. Wir haben die Erfahrungen unserer Leser in einer Datenbank zusammengefasst.


Dein Ergebnis für

Einschätzung der Finanztip-Redaktion:

10. Was ist mit Vergleichen?

Teilweise bieten Dir die Banken pauschale Summen an, wenn Du Gebühren zurückverlangst, oder sie machen Dir ein Vergleichsangebot. Dann ist es an Dir zu entscheiden, ob Dir die Summe reicht. Nimmst Du die Summe an, verzichtest Du auf weitere Ansprüche. Falls Dir das Angebot zu niedrig ist, kannst Du den Fall an einen der von uns empfohlenen Rechtsdienstleister abgeben.

11. Musst Du die Gebühren berechnen?

Das Berechnen der Erstattung ist in vielen Fällen gar nicht so einfach. Trotzdem liegt es an Dir, der Bank Zahlen zu liefern. Der Grund: Du musst beweisen, dass Du Anspruch auf eine Erstattung hast. Das gilt auch, wenn Du später vielleicht versuchst, Deine Forderungen über das Ombudsverfahren durchzusetzen. Gehst Du den Weg über einen Rechtsdienstleister, wollen die diese Arbeit an die Banken übertragen.

12. Kannst Du auch bei Deinem Geschäftskonto Gebühren zurückfordern?

Das ist noch unklar. Die Regelungen im Bürgerlichen Gesetzbuch, die eine Überprüfung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen erlauben, gelten grundsätzlich auch gegenüber Geschäftskunden.

Aber: Der BGH stützt sich mit seinem Urteil auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes. Der wiederum nutzt die Richtlinie über missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen (Richtlinie 93/13). Das spricht gegen die Annahme, dass das BGH-Urteil auch für Geschäftskonten gilt.

Einige Leser berichten, dass ihre Banken die Erstattung abgelehnt haben, weil es sich jeweils um ein Geschäftskonto handelte. Andere haben auch als Geschäftskunden Geld zurückbekommen – aus Kulanz. Es kann sich für Dich also durchaus lohnen, mit unserem Mus­ter­schrei­ben die Rückzahlung der Gebühren zu verlangen.

13. Gilt das BGH-Urteil auch bei Negativzinsen?

Die Art und Weise, wie Deine Bank die Negativzinsen eingeführt hat, ist entscheidend. So haben viele Banken ihre Kunden angeschrieben und sie auf die Negativzinsen hingewiesen. Wenn die Kunden nicht reagiert haben, haben die Banken dann nicht einfach den Zins genutzt, sondern die Konten gekündigt. Das Urteil greift bei einer Kündigung nicht.

Bei Negativzinsen im Tagesgeldbereich sieht es in vielen Fällen anders aus. Sollten die Zinsanpassungen unwirksam sein, entscheiden die Gerichte, dass die Klausel ergänzend ausgelegt werden muss. Die Banken müssen dann die Zinsen anpassen. Allerdings hast Du mit einem Tagesgeldkonto einen Vertrag abgeschlossen, der bereits variable Zinsen enthielt.

14. Wird die Erstattung versteuert?

Auf die Erstattung, die Deine Bank Dir zahlt, fallen keine Steuern an. Hat sie Dir auch Zinsen gezahlt, sieht das anders aus. Denn für diese Zinsen behält die Bank die Abgeltungssteuer ein, falls Dein Freistellungsauftrag nicht ausreicht.

Welche Bank­ge­büh­ren sind noch unzulässig?

Doch nicht nur bei den AGB-Änderungen sind die Banken einen unzulässigen Weg gegangen. Immer wieder urteilten Gerichte, dass bestimmte Gebühren nicht rechtmäßig sind. Auch Banken müssen sich beim Girokonto an Regeln halten, und so ist nicht jede erhobene Gebühr rechtmäßig.

Ein paar Beispiele zu Gebühren, die Du zurückverlangen kannst – losgelöst vom BGH-Urteil zu den AGB-Änderungen. Hat die Bank diese Gebühren zum Beispiel verlangt, als Du das Konto abgeschlossen hast, dann hast Du ihnen zwar zugestimmt, mit unseren Musterbriefen kriegst Du sie trotzdem zurück.

SMS-Tan - Wer beim Online-Banking das Handy nutzt, um sich die Transaktionsnummer per SMS zusenden zu lassen (SMS-Tan), muss dafür häufig Gebühren bezahlen. Laut einer Finanztip-Studie vom Juli 2017 verlangen mindestens 57 Banken Gebühren für die SMS-Tan.

Doch der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Banken und Sparkassen nicht pauschal für jede SMS, mit der sie eine Tan verschicken, eine Gebühr kassieren dürfen (Urteil vom 25. Juli 2017, Az. XI ZR 260/15). Sie dürfen nur dann eine Gebühr verlangen, wenn die Tan tatsächlich für eine Überweisung genutzt wurde.

Hat auch Deine Bank oder Sparkasse ungerechtfertigt für die SMS-Tans kassiert, solltest Du die Erstattung dieser Bank­ge­büh­ren verlangen. Das gilt für alle Gebühren ab dem Jahr 2014. Auch wenn es bei den einzelnen Tans um Kleinstbeträge geht, können sich die Gebühren über die Jahre ganz schön läppern.

Freistellungsaufträge - Bank­ge­büh­ren für das Bearbeiten von Freistellungsaufträgen sind unzulässig. Mit ihnen können Verbraucher Kapitalerträge automatisch von der Steuer freistellen.

Für die Unzulässigkeit der Gebühr ist es egal, ob die Bank Aufträge nur verwaltet oder ob eine Änderung notwendig ist. Der BGH begründete seine Entscheidung damit, dass der Fiskus Bank und Kunden dazu verpflichtet, einen Freistellungsauftrag abzugeben (Urteil vom 15. Juli 1997, Az. XI ZR 269/96).

Nacherstellen von Kontoauszügen - Falls Du Dir einen Kontoauszug ein zweites Mal ausstellen lässt, müssen sich die Gebühren nach den tatsächlichen Kosten richten (BGH, Urteil vom 17. Dezember 2013, Az. XI ZR 66/13). Wenn die Kosten sich abhängig vom Zeitraum unterscheiden, dürfen die Banken nicht pauschal den gleichen Betrag verlangen. Die ersten Kontoauszüge müssen kostenlos sein, Porto darf allerdings berechnet werden.

Unaufgefordertes Zusenden von Kontoauszügen - Banken dürfen keine Gebühren verlangen, falls sie Dir unaufgefordert einen Kontoauszug zusenden. Es fehlt jedoch eine gerichtliche Entscheidung darüber, ob die Bank in solchen Fällen Porto verlangen darf (Urteil vom Landgericht Frankfurt am Main vom 8. April 2011, Az. 2-25 O 260/10). 

Kontoüberziehungen - Die Banken dürfen zusätzlich zum höheren Zins keine Bearbeitungsgebühren verlangen, falls Kunden ihr Konto überziehen (Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 21. September 2009, Az. 31 U 55/09).

Auch nicht zulässig sind Strafgebühren, die beim Überweisen von einem überzogenen Girokonto anfallen. Da der Kunde schon höhere Zinsen zahlt, sei das Risiko der Bank bereits abgedeckt, entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Urteil vom 4. August 2012, Az. 23 U157/09).

Pauschale beim Überziehungskredit - Kunden müssen keine pauschalen Mindestgebühren für das Überziehen des Dispos bezahlen. Durch eine solche Gebühr wird das Überziehen von geringen Summen wesentlich teurer als der eigentliche Überziehungszinssatz. Das entschied der BGH in zwei Urteilen (25. Oktober 2016, Az. XI ZR 9/15, XI ZR 387/15).

Nachforschen bei Überweisungen - Falls Banken bei der Überweisung einen Fehler machen, dürfen sie keine Gebühren verlangen, wenn das Geld nicht beim Empfänger ankommt. Machen dagegen Kunden etwas falsch, geben sie zum Beispiel die Kontonummer falsch an, kann die Bank Entgelte festlegen.

Kontokündigung - Das Kündigen eines Girokontos muss kostenlos sein.

Übertragen von Restguthaben - Wenn Du Dein Girokonto kündigst, fallen keine Bank­ge­büh­ren für das Übertragen vom Guthaben auf das neue Konto an (Oberlandesgericht Jena, Urteil vom 8. Januar 2015, Az. 1 U 541/14).

Kündigen von Karten - Wer die Jahresgebühren bei Kreditkarten schon bezahlt hat und dann den Vertrag kündigt, kann die Kosten anteilig zurückfordern. Ausnahmen gelten bei festen Laufzeiten (Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 14. Dezember 2000, Az. 1 U 108/99).

Kartensperre - Banken müssen Bankkarten kostenlos sperren, wenn sie gestohlen werden, verloren gehen oder missbräuchlich genutzt werden (Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 19. Juli 2012, Az. I-6 U 195/11).

Ersatzkarte - Falls die Bankkarte verloren geht oder gestohlen wird, dürfen die Banken nach dem Sperren der Karte eine Gebühr für die Ersatzkarte verlangen. Die darf jedoch nur die Kosten für den Ersatz abdecken (§ 675l BGB). Wenn die Karte durch Verschulden der Bank kaputtgeht, zahlt der Kunde keine Gebühr für die neue Karte (Oberlandesgericht Celle, 4. Mai 2000, Az. 13 U 186/9).

Bank­ge­büh­ren für jede Buchung - Banken dürfen in ihrem Preisaushang nicht pauschal für jede Buchung Gebühren verlangen (BGH, Urteil vom 27. Januar 2015, Az. XI ZR 174/13). Der Grund für diese Entscheidung des BGH ist, dass Banken kein zusätzliches Entgelt verlangen dürfen, wenn sie etwa Zahlungsaufträge fehlerhaft ausführen. Demnach weicht eine Bank zum Nachteil des Kunden vom Gesetz ab, wenn eine Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorsieht, dass jede Buchung etwas kostet.

Auch bei Geschäftskonten dürfen Banken keinen einheitlichen Preis pro Buchung festlegen (BGH, Urteil vom 28. Juli 2015, Az. XI ZR 434/14). In diesem Fall musste die beklagte Sparkasse die Gebühren zurückzahlen.

Bearbeiten von Daueraufträgen - Banken dürfen keine Gebühren verlangen, falls Kunden Daueraufträge aussetzen oder löschen (BGH, Urteil vom 12. September 2017, Az. XI ZR 590/15).

Nachrichten bei mangelnder Deckung - Nicht immer ist das Girokonto im richtigen Moment gedeckt, die Zahlungen werden von der Bank abgelehnt. Die Bank darf jedoch nur unter bestimmten Bedingungen Gebühren verlangen, wenn sie den Kunden über abgelehnte Einzugsermächtigungen, Lastschriften oder Überweisungen informiert: Die Gebühren müssen an den tatsächlichen Kosten der Bank ausgerichtet sein. 5 Euro pro Mitteilung waren zu hoch (BGH, Urteil vom 12. September 2017, Az. XI ZR 590/15).

Pfän­dungs­schutz­kon­to - Für das Einrichten eines sogenannten P-Kontos und das Umwandeln eines Girokontos in ein P-Konto darf die Bank keine zusätzliche Gebühr verlangen – für die Führung des Pfän­dungs­schutz­kon­tos schon. Diese Kosten dürfen allerdings nicht höher sein als für ein reguläres Girokonto. Das hat der BGH in mehreren Urteilen entschieden (Urteil vom 13. November 2012, Az. XI ZR 500/11; Urteil vom 16. Juli 2013, Az. XI ZR 260/12; Urteil vom 12. September 2017, Az. XI ZR 590/15).

So kannst Du weitere Bank­ge­büh­ren zurückfordern

Auch bei diesen Bank­ge­büh­ren gilt: Falls eine Gebühr unzulässig ist, kannst Du diese zurückfordern. Wie oben beschrieben, verjährt Dein Anspruch nach drei Jahren zum Jahresende.

Pauschale Buchungsgebühren - Kunden können zurückfordern, was sie aufgrund einer unwirksamen Klausel an Buchungsgebühren gezahlt haben. Die vom BGH im Januar 2015 für unwirksam erklärte Klausel lautet: „Preis pro Buchungsposten: 0,xx Euro“. Hat die Bank allerdings etwa in einer Fußnote darauf hingewiesen, dass Berichtigungsbuchungen kostenlos sind, dürfte die Regelung wirksam sein.

Hat Deine Bank aufgrund einer identischen Klausel Buchungsgebühren erhoben, hast Du Anspruch darauf, die in den vergangenen drei Jahren gezahlten Buchungsposten zurückerstattet zu bekommen. Das betrifft nicht nur Kosten für die Berichtigung von Fehlbuchungen, sondern sämtliche Buchungsgebühren.

Finde zunächst heraus, welchen Preisaushang Dein Geldinstitut verwendet hat. Die aktuellen Preisaushänge der Banken sind in der Regel schon an die neue Rechtsprechung angepasst. Du kannst Dich an Deine Bank wenden, falls Du keinen alten Aushang vorliegen hast oder aber Du nutzt auch hier das Internet-Archiv Wayback Machine. Dort gibst Du dann die Unterseite der Banken-Website an, auf der das Preis- und Leistungsverzeichnis verlinkt ist. Wenn Du Glück hast, hat die Wayback Machine das Formular abgespeichert.

Überprüf dann, ob Deine Bank eine unzulässige Klausel verwendet hat. Für die Rück­for­de­rung musst Du Deine Kontoauszüge durchgehen und die einzelnen Gebühren für Buchungen zusammenzählen.

Mus­ter­schrei­ben Rückforderung Buchungsgebühren

Hier kannst Du Dir unser Mus­ter­schrei­ben für die Rück­for­de­rung unzulässiger Buchungsgebühren herunterladen:

Zum Download

Gebühren für SMS-Tan - Wer für jede SMS-Tan pauschal Gebühren gezahlt hat, dem hat sie die Bank ohne Rechtsgrund in Rechnung gestellt. Du kannst Erstattung verlangen. Dazu müsstest Du Deine Kontoauszüge des laufenden Jahres und der drei Jahre zuvor durchschauen und die einzelnen Gebühren zusammenzählen. Das ist ein bisschen aufwendig. Wer aber seit längerem mit dieser SMS-Tan-Methode online seine Überweisungen organisiert hat, bei dem kann es sich durchaus lohnen. Schreib kurz an Deine Bank, verweise auf das BGH-Urteil und verlange eine Gutschrift. Eine E-Mail reicht. Ein Anschreiben könnte so lauten:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben mir Gebühren für die Übermittlung von Transaktionsnummern per SMS in Rechnung gestellt. Seit 20xx haben Sie insgesamt Gebühren in Höhe von xx Euro berechnet. Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 25. Juli 2017 sind solche pauschalen SMS-Tan-Gebühren unzulässig (Az. XI ZR 260/15). Ich bitte daher um Erstattung der Gebühren nach § 812 BGB auf das Ihnen bekannte Konto bis zum xx.xx.xxxx.

Mit freundlichen Grüßen“

Welche Schlichtungsstelle ist zuständig?

Sollte Deine Bank sich weigern, kannst Du Dich an den zuständigen Ombudsmann wenden. Das Schlichtungsverfahren ist für Dich kostenlos. Handelt es sich um Bank­ge­büh­ren, die Du durch eine AGB-Änderung zahlst, kannst Du Dich auch an Rechtsanwälte Gansel/Spreefels oder Justify wenden.

Übersicht über die zuständigen Ombudsleute

Art der Bankteilnehmende BankenKontaktdaten und Link
zum Beschwerdeformular

private

Banken

Liste aller teilnehmenden Banken (Deutsche Bank, Commerzbank, ING-Diba, Postbank, Santander, Targobank u.a.)Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband deutscher Banken, Postfach 04 03 07, 10062 Berlin,
E-Mail: ombudsmann@bdb.de,
Beschwerdeformular, gilt nicht für selbstständige oder gewerbliche Kunden

öffentliche

Banken

Liste aller teilnehmenden Banken (DKB, LBS Bayern, NRW Bank u.a.)Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, Postfach 11 02 72, 10832 Berlin, E-Mail: ombudsmann@voeb-kbs.de,
Beschwerdeformular, gilt nicht für selbstständige oder gewerbliche Kunden
genossenschaftliche BankenListe aller teilnehmenden Banken (Volks- oder Raiffeisenbanken, Sparda-Banken, PSD-Banken u.a.)Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Schellingstraße 4, 10785 Berlin, E-Mail: kundenbeschwerdestelle@bvr.de,
Beschwerdeformular, gilt auch für selbstständige oder gewerbliche Kunden
Sparkassen- FinanzgruppeListe aller teilnehmenden SparkassenKundenbeschwerdestelle beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband, Charlottenstraße 47, 10117 Berlin, E-Mail: schlichtung@dsgv.de,
Beschwerdeformular, gilt auch für selbstständige und gewerbliche Kunden

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 7. Juli 2021)

Wichtig: Öffentliche Banken und genossenschaftliche Banken dürfen jeden Schlichtungsvorschlag ablehnen. Auch Sparkassen müssen dem Vorschlag der Schlichtungsstelle nicht folgen. Der Schlichtungsspruch des Bankenombudsmanns ist für die teilnehmenden privaten Banken nur bindend, wenn es um nicht mehr als 10.000 Euro geht.

Welche Bank­ge­büh­ren sind zulässig?

Der bekannteste zulässige Kostenpunkt ist die Kon­to­füh­rungs­ge­bühr, also die monatliche Grundgebühr für das Konto. Nicht jede Bank erhebt sie; gebührenfreie Angebote findest Du über unseren Gi­ro­kon­to­rech­ner.

Bei anderen Geldinstituten fällt die Kon­to­füh­rungs­ge­bühr nur weg, falls auf dem Konto regelmäßig Geld eingeht. Nicht immer genügt den Banken aber etwa eine Rentenzahlung oder eine Sozialleistung, manchmal verlangen sie explizit einen Gehaltseingang.

Dazu können weitere Gebühren kommen, zum Beispiel:

Überweisungsgebühren - Immer mehr Banken verlangen Gebühren für Überweisungen auf Papier, die sogenannten beleghaften Überweisungen. Die können schon mal 2,50 Euro betragen – pro Überweisung.

Wer also im Monat fünf Überweisungen abgibt, zahlt bereits 12,50 Euro nur für das Überweisen. Es gibt jedoch auch Banken, die Geld dafür nehmen, dass Kunden ihre Überweisungen über das Internet erledigen oder dafür ein Selbstbedienungsterminal in einer Filiale nutzen.

Girocard und Kreditkarte - Früher gehörte die Girocard (ehemals EC-Karte) kostenlos zum Girokonto. Inzwischen fallen bei einigen Banken für die Karte Jahresgebühren an. Außerdem ist die Kreditkarte bei vielen Banken nicht kostenlos zu haben.

Geld abheben - Meist können Verbraucher zumindest mit der Girocard an den Automaten der eigenen Bank kostenlos Geld abheben, bei manchen geht das jedoch nur fünfmal im Monat. Bei den Automaten fremder Banken fallen immer dann Gebühren an, wenn sie nicht zum selben Automatennetzwerk wie die eigene Bank gehören. Auch wenn Kunden für das Abheben eine Kreditkarte nutzen, verlangen viele Institute einen Aufpreis.

Banken können solche zulässigen Bank­ge­büh­ren jederzeit erhöhen. Dafür brauchen sie aber Deine Zustimmung (Bundesgerichtshof, Urteil vom 27. April 2021, Az. XI ZR 26/20). Das wurde bisher anders gehandhabt, Dein Schweigen werteten die Banken und Sparkassen wie gesagt als Zustimmung zu den höheren Gebühren.

Zukünftig werden die Banken Dich bei Preiserhöhungen also bitten, dass Du ihnen zustimmst. Vielleicht gehen sie dabei so weit, dass sie Dir mitteilen, dass sie ohne Zustimmung Dein Konto kündigen werden.

Die Geldinstitute müssen Dich mindestens zwei Monate vor der Gebührenänderung darauf hinweisen. Auch dass Du kostenlos und fristlos kündigen kannst, gehört in das Schreiben (§ 675g BGB). Kommen die Banken diesen Pflichten nicht nach, ist auch diese Preisänderung unwirksam und Du kannst zu viel gezahlte Gebühren zurückfordern.

Tipp: Gebühren bei der Steuer angeben

Kon­to­füh­rungs­ge­bühren lassen sich von der Steuer absetzen – das sind 16 Euro pauschal bei den Werbungskosten. Nachweisen musst Du diese Kosten nicht. Zahlst Du mehr, gib jeden Cent an. Die Kontoauszüge solltest Du behalten.

Finde das passende Konto mit unserem Gi­ro­kon­to­rech­ner

Dein monatlicher Geldeingang

Finanztip-Kommentar: Zum monatlichen Geldeingang gehören zum Beispiel Gehalt, Rente und Bafög. Der Geldeingang kann die Kontogebühren beeinflussen.

Brauchst Du eine Kreditkarte?

Finanztip-Kommentar: Bei einigen Konten ist die Kreditkarte immer dabei, bei anderen buchst Du die Karte auf Wunsch dazu.

Wo möchtest Du Geld abheben?
Brauchst Du eine Filiale?

Der Finanztip-Girokontorechner basiert auf Daten von Banken, die der Dienstleister FinanceAds GmbH & Co. KG, Nürnberg (Datenschutzhinweise), zur Verfügung stellt. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass nur bundesweit verfügbare Banken angezeigt werden, die ein ver­brau­cher­freund­liches Girokonto nach den Finanztip-Kriterien anbieten. Die Auswahl der Banken mit Girokonten erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Die teilnehmenden Banken findest Du am Ende dieses Artikels. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Mehr dazu im Ratgeber Girokonto

  • Mit dem richtigen Girokonto kannst Du Gebühren sparen und bekommst gute Leistungen.
  • Gute Konten: DKB, ING, Comdirect

Zum Ratgeber

So haben wir die Rechtsdienstleister ausgewählt

Im Juni 2021 haben wir nach einer Google-Suche für die Begriffe „Bankgebühren, BGH-Urteil 2021, einfordern“ sowie „Bundesgerichtshof, Kontogebühren zurückholen, 2021, Rechtsdienstleister“ auf den ersten drei Suchergebnisseiten drei Anbieter gefunden: Rechtsanwälte Gansel, Conny und Justify. An diese Anbieter haben wir einen umfangreichen Fragebogen geschickt.

Wir stellten den Anbietern 20 Fragen: zum Unternehmen, zum Geschäfts- und Preismodell, zur Bedeutung des Urteils, zur Unterstützung, falls ein Bankkunde keine Unterlagen über die Gebührenerhöhungen mehr findet, aber auch zur Verjährung. Schließlich haben wir die Unternehmen gebeten, einen Beispielfall zu berechnen.

Die folgenden acht Kriterien haben wir mit einzelnen Punkten bewertet:

Erfahrung - Wir haben eingeschätzt, wieviel Erfahrung der Anbieter generell mit der Durchsetzung von Forderungen im Inkasso-Modell hat. Dazu erkundigten wir uns, seit wann das Unternehmen als Inkasso-Dienstleister registriert ist und in welchen Rechtsbereichen der Anbieter bisher tätig war (10 Punkte).

Klares Geschäftsmodell - Für den Nutzer ist es aus unserer Sicht einfacher und klarer, wenn der Anbieter nur ein Preis- und Geschäftsmodell anbietet. Muss sich der Nutzer zwischen drei verschiedenen Varianten entscheiden, muss er abwägen: Wie hoch könnte meine Erstattungsforderung sein und wieviel bietet der Anbieter sofort? Wie lange würde ich beim Inkasso-Modell auf Erstattung warten? Könnte die Erfolgsprovision günstiger sein als der Pauschalpreis? Die Entscheidung fällt umso schwerer, wenn die Modelle auf der Website nicht gleichrangig nebeneinanderstehen. Für ein klares Geschäftsmodell haben wir deshalb 10 Punkte gegeben.

Klarer Preis auf der Website - Ein wichtiges Kriterium ist die Preistransparenz. Der Nutzer sollte auf der Website leicht den Preis für die Dienstleistung finden (10 Punkte). Beim Forderungskauf ist das nicht der Betrag, den der Kunde überwiesen bekommt, sondern die Summe, die das Unternehmen durchschnittlich erstreitet. Um das Angebot beim Forderungskauf einzuschätzen, sind wir von einer durchschnittlichen Erstattungsforderung von 120 Euro ausgegangen. Diese Summe haben wir mit dem angebotenen Sofortpreis verglichen.

Tool zur Berechnung - Positiv haben wir bewertet, wenn auf der Website ein Tool zur Verfügung steht, mit dem Verbraucher ihren Anspruch leicht berechnen können (10 Punkte).

Mus­ter­schrei­ben - Bietet der Dienstleister ein kostenloses Mus­ter­schrei­ben, mit dem der Bankkunde selbst tätig werden kann, dann ist das ein zusätzlicher Service, den wir gut finden (5 Punkte).

Berechnung - Für eine plausible Berechnung unseres Beispielfalls haben wir 10 Punkte vergeben. Positiv haben wir es bewertet, wenn der Dienstleister die Zinsen ausgerechnet und einen entsprechenden Euro-Betrag angegeben hat (5 Punkte).

Hinweis auf Risiko Kündigung - Wir halten das Risiko für gering, dass eine Bank den Girovertrag kündigt, wenn ein Kunde unrechtmäßige Gebühren zurückfordert. Dennoch finden wir es transparent, wenn der Anbieter auf die grundsätzliche Möglichkeit hinweist (5 Punkte).

Anhand der erreichten Gesamtpunktzahl empfehlen wir zwei Rechtsdienstleister. Hat ein Anbieter alle Kriterien erfüllt, hätte er eine Gesamtpunktzahl von 65 Punkten erzielen können.

Der Anbieter Rechtsanwälte Gansel in Kooperation mit Spreefels erzielte insgesamt 50 Punkte. Er bietet für Verbraucher viel Hilfestellung. Auch wenn der Inkasso-Dienstleister Spreefels noch nicht lange am Markt ist, haben sie mit der Kanzlei Gansel eine sehr erfahrene Verbraucherkanzlei an ihrer Seite. Justify bekam zwar insgesamt weniger Punkte, ist aber dafür mit einer Erfolgsprovision von 22,5 Prozent etwas günstiger. Den Preis bekommst Du allerdings erst in einer E-Mail mitgeteilt, nachdem Du Dich registriert hast. Das hat Justify mittlerweile geändert. Seit dem 25. Juni findet sich der Preis auch transparent auf der Website.

Die gesamte Branche ist sehr lebendig. Es gibt neue Unternehmen am Markt, andere verändern ihr Geschäftsmodell, erhöhen die Preise oder entscheiden sich für ein neues Preismodell. Die Untersuchung dieser Kriterien ist eine Momentaufnahme vom Juni 2021. Im Folgenden die Ergebnisse unserer Empfehlungen im Überblick:

 Gansel/SpreefelsJustify
1. viel Erfahrung mit Inkasso 0 Punkte0 Punkte
2. klares Geschäftsmodell10 Punkte10 Punkte
3. klarer Preis auf der Website10 Punkte
(Honorar von 25 %)
0 Punkte1
(Honorar von 22,5 %)
4. Tool zur Berechnung5 Punkte0 Punkte
5. Mus­ter­schrei­ben5 Punkte0 Punkte
6. plausibel berechnet5 Punkte10 Punkte
7. Zinsen ausgerechnet5 Punkte5 Punkte
8. Hinweis auf Risiko Kündigung5 Punkte0 Punkte
Insgesamt50 Punkte25 Punkte

1 Seit 25. Juni 2021 sind die Preise auch transparent auf der Website von Justify aufgeführt.
Quelle: Finanztip-Recherche, AGB der Anbieter (Stand: 18. Juni 2021)

Unsere Untersuchung ist vorerst abgeschlossen. Wir werden uns voraussichtlich im Oktober nach den Erfahrungen der Anbieter erkundigen und diese Erkenntnisse zusätzlich in die Bewertung einfließen lassen.

Die wichtigsten Fragen zusammengefasst

Welche Bank­ge­büh­ren sind unzulässig?

Wie kann ich unzulässige Bank­ge­büh­ren zurückfordern?

Kann ich auch die Gebühren für Kreditkarten oder Depots zurückfordern?

Was kann ich tun, wenn meine Bank sich weigert?

Kann ich die Gebühren auch zurückfordern, wenn ich das Konto schon gekündigt habe?

* Was der Stern bedeutet:

Finanztip gehört zu 100 Prozent der gemeinnützigen Finanztip Stiftung. Die hat den Auftrag, die Finanzbildung in Deutschland zu fördern. Alle Gewinne, die Finanztip ausschüttet, gehen an die Stiftung und werden dort für gemeinnützige Projekte verwendet – wie etwa unsere Bildungsinitiative Finanztip Schule.

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.