ETF-Sparplan Vergleich

So baust Du in kleinen Raten ein Vermögen auf

Hendrik Buhrs
Experte für Bank und Börse
02. Juni 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem ETF-Sparplan legst Du regelmäßig Geld in Wertpapieren an. Vor allem für den langfristigen Vermögensaufbau ist ein Sparplan sinnvoll.
  • Für den Sparplan benötigst Du lediglich ein Wertpapierdepot.
  • Danach musst Du nur noch auswählen, in welchen Indexfonds (ETF) Du investieren möchtest.
  • Anfangen kannst Du in jedem Fall mit einem der von uns empfohlenen Aktien-ETFs. Dann investiert Dein ETF in Aktien aus der ganzen Welt.
So gehst Du vor
  • Eröffne ein Online-Depot. Die günstigsten Anbieter sind Scalable Capital (Free Broker), Trade Republic, Smartbroker. Anbieter mit vielen Zusatzleistungen zum Depot sind: ING, Comdirect, Consorsbank, DKB.
  • Im Depot trägst Du die Sparrate und das Kürzel des gewünschten Fonds ein, beispielsweise einen ETF auf den Aktienindex MSCI World. Mehr dazu liest Du weiter unten.
  • Passende Fonds zu den von uns empfohlenen Depots findest Du im Vergleich in unserem ETF-Rechner.

Zum ETF-Rechner

Du hast nicht viel Geld auf der hohen Kante, würdest aber gerne etwas davon anlegen, um später ein paar Sorgen weniger zu haben? Das ist überhaupt kein Problem, denn auch wenn Du jeden Monat nur kleine Beträge ansparst, kannst Du über die Jahre Vermögen aufbauen. Eine gute Möglichkeit dafür ist ein Sparplan mit günstigen Aktien-Indexfonds (ETFs). Um in einen Sparplan anzulegen, brauchst Du ein Wertpapierdepot.

Für wen eignet sich ein Sparplan?

Ein Sparplan kann vor allem in diesen Fällen etwas für Dich sein:

  • Du möchtest Vermögen aufbauen, hast monatlich aber nur kleinere Beträge übrig.
  • Du willst Zeit sparen und nicht jedes Mal einzeln Wertpapiere kaufen, sondern mit dem Sparplan quasi „auf Autopilot“ gehen.
  • Du hast Dir einen bestimmten Anteil Deines Einkommens fürs Aktiensparen gedanklich reserviert und möchtest diese Strategie regelmäßig durchhalten.
  • Du könntest zwar eine größere Summe anlegen, möchtest Dich aber erst mal mit einem Sparplan an die Börse herantasten.

Bei den meisten Banken sind Sparpläne ab 50 Euro im Monat möglich, bei manchen Banken auch ab 25 Euro im Monat – oder sogar mit noch kleineren Beträgen wie 10 Euro (Trade Republic) oder 1 Euro (ING). Außerdem kannst Du den Zeitraum meistens von einem Monat auf ein Quartal verlängern, Du könntest also auch viermal jährlich beispielsweise je 50 Euro sparen.

Der Sparplan eignet sich außerdem, wenn Du bei Deiner Geldanlage und Altersvorsorge auf die Rendite achtest, aber gleichzeitig flexibel bleiben willst. Falls Du Deine Raten einmal nicht bedienen kannst oder plötzlich mehr Geld zur Verfügung hast, kannst Du die Zahlungen aussetzen oder erhöhen. In einer Notlage kannst Du die Wertpapiere im Sparplan außerdem jederzeit verkaufen.

Wie funktioniert ein Sparplan?

Ein Fondssparplan kauft mit jeder Sparrate Anteile an einem Investmentfonds in einer Höhe, die Du bestimmst. Investierst Du zum Beispiel 50 Euro und kostet ein Anteil des ETFs 25 Euro, so werden Deinem Depot zwei Fondsanteile gutgeschrieben.

Weil der Börsenkurs Deines Fonds täglich (genauer gesagt sogar sekündlich) schwankt, bekommst Du nicht nur komplette Anteile, sondern auch Bruchstücke oder gebrochene Anteile. Ein Beispiel, über drei Monate betrachtet: Im Februar kauft Dein Depotanbieter von Deinen 25 Euro Sparrate einen kompletten ETF-Anteil für den Kurs von 23,81 Euro. Für die übrigen 1,19 Euro bekommst Du weitere 0,05 Anteile. Im März und April ist der Kurs höher als 25 Euro geklettert, es kommen 0,9 Anteile (zum Kurs von 27,77 Euro) beziehungsweise 0,8 Anteile (bei einem Kurs von 31,25 Euro) hinzu.

Im April würden also insgesamt 2,75 ETF-Anteile in Deinem Depot liegen. Wenn Du wolltest, könntest Du sie für den Kurs von 31,25 Euro verkaufen und würdest dann 85,93 Euro dafür bekommen. Das Beispiel soll nur das Prinzip erklären – ganz so schnell wird der Kurs nicht klettern.

In der Realität würden für den Verkauf je nach Depotanbieter mehrere Euro Gebühren anfallen, außerdem Steuern. Auch beim Kauf können kleine Gebühren anfallen – welche, zeigen wir im ETF-Rechner. Davon abgesehen solltest Du nicht schon bei dem ersten kleinen Kursplus verkaufen, sondern viele Jahre dabeibleiben.

Die Fondsanteile, die Du per Sparplan bekommst, unterscheiden sich nicht von solchen, die Du über einen Einzelkauf kaufen kannst. Wenn Du zwischendurch mal eine größere Summe in den ETF stecken möchtest, kannst Du eine sogenannte Einzelorder erteilen, damit erhöht sich Dein gesamter Bestand.

Weil ein Fonds in eine Vielzahl von Wertpapieren (Aktien) investiert ist, verteilt er Dein Risiko: Fällt eine der im Fonds enthaltenen Aktien aus oder macht Verluste, ist das kein Drama, solange die anderen gut laufen.

Um einen Sparplan zu eröffnen, brauchst Du erst einmal ein Wertpapierdepot. Wo es gute und günstige Depots für den Sparplan gibt, liest Du weiter unten.

ETF-Sparplan-Vergleich: mit dem ETF-Rechner von Finanztip

Der ETF-Rechner zeigt Dir, welche Sparpläne zu Deinem Depot passen. In der ersten Spalte erkennst Du, welche Kosten beim Kauf entstehen.

1. Bei welcher unserer Empfehlungen hast Du Dein Depot?
Deine Bank ist nicht dabei?
2. Wie möchtest Du die empfohlenen ETFs anlegen?
ETF Glossar

Worauf musst Du beim Sparplan achten?

Wenn es um den langfristigen Vermögensaufbau geht, kommst Du um Aktienfonds nicht herum. Finanztip zieht die sogenannten börsengehandelten Indexfonds (ETFs) den aktiv verwalteten Aktienfonds vor: ETFs sind einfach, günstig, transparent und bequem. Dies ist besonders beim langfristigen Sparen vorteilhaft. Deshalb konzentrieren wir uns in diesem Fondssparplan-Vergleich auf ETFs.

Aktien-Indexfonds kopieren einen Aktienindex

Anleger können in Aktien-Indexfonds über Jahrzehnte einzahlen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, ob der Fondsmanager einen guten oder schlechten Job macht. Denn ETFs haben keine Manager, die Fehlentscheidungen treffen können. Diese Fonds entwickeln sich immer so wie der jeweilige Aktienindex, den sie kopieren – abzüglich der Verwaltungskosten, die meist einige Zehntel Prozent der Anlagesumme ausmachen.

Mehr Details zu den Vorteilen und der Funktionsweise von Indexfonds liest Du im Ratgeber ETFs.

Ist ein ETF-Sparplan sinnvoll?

Wer lange durchhält, profitiert. Mit einem Sparplan auf einen Aktien-Indexfonds kaufst Du regelmäßig Fondsanteile. Da Aktienkurse zum Teil stark schwanken, schwankt auch der Wert von ETFs. Es ist also möglich, dass ein Aktien-Sparplan zwischenzeitlich ins Minus gerät. Wir raten Dir deswegen, nur Geld in einem solchen Sparplan anzulegen, das Du die nächsten zehn, besser 15 Jahre nicht benötigst. Denn auf lange Sicht wurden Verluste in der Vergangenheit immer wieder aufgeholt. Ein langer Atem ist beim Fondssparen also Pflicht.

Das Durchhaltevermögen der Sparer wurde in der Vergangenheit meistens mit ansehnlichen Renditen belohnt. Ein Sparplan auf einen börsengehandelten Indexfonds, der den Weltaktienindex MSCI World nachbildet, hätte zwischen Jahresbeginn 2005 und Jahresende 2019 bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro eine durchschnittliche Rendite von 9,6 Prozent pro Jahr erzielt, nach Abzug der Kaufkosten. Nur wer kurz nach den Krisenjahren 2007/2008 ausgestiegen ist, den Sparplan also nur fünf Jahre hat laufen lassen, verlor Geld. Die Grafik verdeutlicht dies.

Geht man weiter zurück in die Vergangenheit, waren aber auch deutlich höhere und niedrigere Renditen möglich, wie die folgende Tabelle zeigt.

Beispiele: Rendite von Sparplänen über 15 Jahre (100 € im Monat)

Jahr BeginnJahr EndeEndbetragdurchschnittliche
Rendite pro Jahr
1969198443.534 €10,95 %
1974198960.447 €14,78 %
1979199436.639 €8,91 %
1984199958.814 €14,46 %
1989200427.125 €5,25 %
1994200918.727 €0,52 %
2000201532.220 €7,36 %
2004201938.930 €9,63 %

Quelle: MSCI, Finanztip-Berechnung auf MSCI World Net abzüglich Verwaltungskosten (Stand: 7. Januar 2020)

Wann Du zu sparen beginnst, ist nicht so wichtig

Einen Sparplan auf einen Aktien-Indexfonds kannst Du unabhängig vom aktuellen Geschehen an den Börsen abschließen. Der Einstiegszeitpunkt ist nicht so wichtig, weil zu Beginn nur wenig Kapital in einem Sparplan steckt. Fallen zunächst die Kurse, ist das kein Grund zur Aufregung. Denn beim Sparplan kaufst Du ja über einen langen Zeitraum verteilt Aktien ein. Falls der Kurs stark schwankt, kommst Du also mal etwas teurer, mal etwas billiger zu Deinen Aktien.

Anders als der Einstiegs- hat der Ausstiegszeitpunkt großen Einfluss auf die Rendite eines Sparplans. Gegen Ende der Spardauer hat sich viel Kapital angesammelt, das mit den Kursen schwankt. Gehen die Börsen ausgerechnet dann in die Knie, kann das die Rendite mindern. Deshalb kann es vorteilhaft sein, die Fondsanteile länger zu behalten als geplant und auf eine Kurserholung zu hoffen, oder schon vorher auszusteigen, wenn das Sparziel erreicht ist.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, Fondsanteile in den letzten Jahren der geplanten Laufzeit nach und nach in sichere Anlagen umzuschichten. Auf diese Weise sicherst Du Gewinne.

Mehr Information dazu erhältst Du in unserem Ratgeber Richtig umschichten.

In welchen Aktienindex kannst Du ansparen?

Wenn Du in ETFs anlegst, ist es wichtig, das Risiko möglichst gut zu verteilen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Du mehrere Sparpläne abschließen musst. Als Fundament für Deine Aktienanlage genügt ein Indexfonds auf einen international orientierten Aktienindex. Wir empfehlen Dir einen Indexfonds, der den MSCI World abbildet

Dieser setzt sich aus mehr als 1.600 Einzelunternehmen aus 23 Ländern zusammen. Gut 66 Prozent der Unternehmen stammen aus den USA. Es handelt sich vor allem um große Konzerne wie Apple oder Microsoft, sogenannte Standardwerte, die global tätig sind. Eine Übersicht über die Indexverteilung nach Ländern und Branchen findest Du in unserem Detailartikel zum MSCI World.

In der folgenden Tabelle haben wir noch weitere Indizes zusammengestellt, die sich für das Fondssparen mit ETFs eignen. Wir empfehlen Einsteigern Indizes, die große Unternehmen aus mehreren Ländern und verschiedenen Branchen enthalten. Einzelne Länderindizes wie der Deutsche Aktienindex (Dax) eignen sich nicht als Grundbaustein für ein Depot.

Indizes für ETF-Sparpläne

Index-NameRegionFirmen überwiegend aus ...Unternehmensgröße
MSCI WorldweltweitUSA, Japangroße und mittlere Unternehmen
MSCI All Country WorldweltweitUSA, Japan, etwa 12 Prozent Schwellenländer-Anteilgroße und mittlere Unternehmen
Stoxx Europe 600EuropaGroßbritannien, Frankreich, Schweiz, Deutschlandgroße, mittlere und kleine Unternehmen
MSCI EuropeEuropaGroßbritannien, Frankreich, Schweiz, Deutschlandgroße und mittlere Unternehmen

Quellen: MSCI, Stoxx (Stand: 15. Februar 2021)

Auch in nachhaltig ausgerichtete, weltweit streuende Aktienindizes kannst Du investieren. Infrage kommen zum Beispiel der MSCI World Socially Responsible Index (MSCI World SRI) und der Dow Jones Sustainability Index World Enlarged, der Schwellenländer mit einschließt. Mehr dazu liest Du weiter unten.

Welcher Fonds ist für den Sparplan sinnvoll?

Für den Weltaktienindex MSCI World oder gängige europäische Indizes gibt es Indexfonds von mehreren Anbietern. Sie unterscheiden sich nur geringfügig in der Wertentwicklung. Die Gebühren, die die Fondsgesellschaften für die Verwaltung der Fonds berechnen, bewegen sich je nach ETF zwischen 0,2 und 0,5 Prozent des Fondsvermögens pro Jahr. ETFs sind damit deutlich günstiger als aktiv gemanagte Fonds – also als Fonds, bei denen sich ein Fondsmitarbeiter um die Zusammensetzung der enthaltenen Aktien kümmert und regelmäßig Bestände austauscht. Dadurch sind die Verwaltungskosten höher als bei ETFs.

Für den Vermögensaufbau im Sparplan ist es besser, wenn die Dividenden eines ETF wieder angelegt werden. Sparer profitieren dann von einem Zinseszinseffekt. Manche ETFs legen Dividenden automatisch wieder mit an (thesaurieren). Andere ETFs schütten die Dividende aus, die Depotbank kümmert sich darum, dass Dividenden gutgeschrieben werden.

Mit diesen ETFs auf den MSCI World kannst Du gut ansparen. Alle ETFs legen Dividenden wieder im Fondsvermögen an:

Die ISIN ist die Wertpapier-Identifikationsnummer. Sie dient dazu, Indexfonds und andere Wertpapiere ohne Verwechslungsgefahr auszuwählen und zu kaufen. Manchmal findest Du auch die WKN, die Wertpapier-Kennnummer, die demselben Zweck dient, aber etwas anders aussieht.

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Welche Sparpläne empfiehlt Finanztip?

Im März 2021 haben wir überprüft, welche Online-Banken und auf den Wertpapierhandel spezialisierten Anbieter (Broker) eine kostenlose Depotführung garantieren, darüber hinaus gute Konditionen für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren bieten und gleichzeitig günstige Sparpläne im Programm haben. Wir können Dir sieben Anbieter für Dein Wertpapierdepot empfehlen.

Die etablierten Direktbanken Consorsbank, Comdirect und DKB haben mittlerweile einige Hundert ETFs zur Auswahl für den Sparplan. Die ING hat seit April 2021 für alle ETF-Sparpläne die Kaufkosten gestrichen. Bei Smartbroker kannst Du mehr als 600 ETFs für Deinen Sparplan wählen, mehr als 300 davon sind kostenlos. Trade Republic bietet seit Februar 2021 kostenlos Sparpläne auf rund 1.500 ETFs mehrerer Marken an. Scalable Capital führt jeweils Deinen ersten Sparplan kostenlos aus. Für zusätzliche Sparpläne kannst Du dort zwischen rund 600 dauerhaft kostenfrei besparbaren ETFs wählen, von rund 1.500 insgesamt erhältlichen.

ING Direkt-Depot
Online-Depot der ING
  • reguläre Gebühren von 4,90 Euro plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, höchstens 69,90 Euro
  • alle ETF-Sparpläne gebührenfrei
  • Kinderdepot und Gemeinschaftsdepot möglich
  • kombinierbar mit Girokonto (ab 700 Euro Geldeingang kostenlos)
Comdirect Depot
Online-Depot der Comdirect
  • reguläre Gebühren von 4,90 Euro plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, minimal 9,90 Euro, maximal 59,90 Euro
  • Sparplan für 1,5 Prozent der Sparrate
  • viele kostenlose Sparpläne
  • Kinderdepot und Gemeinschaftsdepot möglich
  • kombinierbar mit Girokonto (ab 700 Euro Geldeingang kostenlos)
  • Depot kostenlos mit Wertpapier-Sparplan oder Girokonto, sonst 1,95 Euro pro Monat nach drei Jahren
Consorsbank Depot
Online-Depot der Consorsbank
  • reguläre Gebühren von 4,95 Euro plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, minimal 9,95 Euro, maximal 69 Euro
  • Sparplan für 1,5 Prozent der Sparrate
  • viele kostenlose Sparpläne
  • Kinderdepot und Gemeinschaftsdepot möglich
  • kombinierbar mit Girokonto (ab 700 Euro Geldeingang kostenlos)
DKB
Online-Depot DKB-Broker
  • 10 Euro reguläre Gebühren für Orders bis 10.000 Euro, darüber 25 Euro
  • Sparplan regulär 1,50 Euro, unabhängig von der Sparrate
  • Aktionsangebote mit vergünstigten Sparplänen (0,49 Euro)
  • Kinderdepot und Gemeinschaftsdepot möglich
  • kombinierbar mit Girokonto
Nur beim Anbieter abschließbar
Scalable Capital (Free Broker)
Online-Wertpapierdepot
  • niedrige Gebühren: Orders für 0,99 Euro (Gettex)
  • erster Sparplan gebührenfrei
  • weitere Sparpläne für je 0,99 Euro
  • rund 600 ETFs dauerhaft kostenlos für Sparplan und Einzelkauf
  • Konto und Wertpapierverwahrung liegen bei der Baader Bank
  • auch Handel über Xetra möglich (ab 5,49 Euro)
Trade Republic
Wertpapierdepot als App
  • niedrige Gebühren: Kauf und Verkauf von ETFs für 1 Euro
  • derzeit rund 1.500 kostenlose ETF-Sparpläne
  • Depot bei Trade Republic, Verrechnungskonto bei der Solaris Bank, Verwahrung der ETF-Anteile bei der HSBC
Smartbroker
Online-Wertpapierdepot
  • niedrige Gebühren: Orders ab 0 bzw. 1 Euro (nur Gettex/ L&S, Anlagesumme mind. 500 Euro), sonst ab 4 Euro
  • 0,80 Euro Gebühr für Sparplanraten bis 400 Euro
  • knapp 300 Sparpläne befristet kostenlos
  • Konto und Wertpapierverwahrung liegen bei der DAB BNP Paribas

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Ansparen mit dem Weltaktienindex

Für den langfristigen Vermögensaufbau eignen sich besonders gut thesaurierende ETFs, da sie Dividenden wieder im Fondsvermögen anlegen und Du von einer Art Zinseszinseffekt profitierst. Bei den ausschüttenden ETFs haben wir markiert, wenn der Depotanbieter Dividenden automatisch wieder mit anlegt. Diesen Service gibt es bei der Consorsbank: er ist kostenlos, sofern der ETF Teil einer Kostenlos-Aktion ist.

In unserem ETF-Rechner oben auf dieser Seite siehst Du, welche unserer ETF-Empfehlungen auf den MSCI World Du bei unseren Depotempfehlungen bekommst – und zu welchem Preis.

Alternativ zum MSCI World kannst Du auch mithilfe des etwas breiter gefassten MSCI All Countries World Index (MSCI ACWI) ansparen. Dieser Index umfasst rund 3.000 Aktien der größten Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern. Der Anteil der Schwellenländer liegt bei etwa 13 Prozent.

Ansparen mit nachhaltigen Aktienindizes

Wenn Dir Umweltschutz und soziale Verantwortung bei Deiner Geldanlage wichtig sind, kannst Du monatlich auch in sogenannte nachhaltige ETFs ansparen.

Infrage kommt der ETF der Marke UBS (ISIN: LU0629459743), der die rund 400 Aktien des Weltaktienindex MSCI World zusammenfasst, die zum Beispiel bei Ökologie und Produktionsbedingungen ethische Standards erfüllen. Als Kunden der Consorsbank und ING profitierst Du davon, dass die Banken Dividenden automatisch wieder für Dich anlegen.

Falls Du zusätzlich auch in Schwellenländer investieren willst, ist ein ETF von iShares (ISIN: IE00B57X3V84) eine gute Wahl. Welchen Regeln zur Auswahl die beiden ETFs genau folgen und welche Unternehmen darin zu finden sind, liest Du in unserem Ratgeber Nachhaltige Geldanlagen.

Ansparen mit europäischen Indizes

Im Weltaktienindex haben die Aktien US-amerikanischer Unternehmen ein großes Gewicht. Ihr Anteil macht mehr als die Hälfte des Indexwerts aus. Wer europäische Aktien etwas stärker gewichten will, kann ergänzend zum MSCI World auch noch einen europäischen Index besparen.

Besonders geeignet sind der Stoxx Europe 600 und der MSCI Europe. Beide Indizes fassen die Aktien von Europas größten Unternehmen zusammen. Der Stoxx Europe 600 ist dabei noch etwas breiter angelegt als der MSCI Europe. In zahlreiche ETFs auf diese beiden Indizes kannst Du bei unseren Depot-Empfehlungen in Form eines Sparplans besparen. Welche ETFs wir empfehlen, liest Du im Ratgeber zu Stoxx Europe 600 und MSCI Europe.

Wenn Du einen passenden Sparplan suchst, unterstützt Dich der Finanztip-Sparplanrechner dabei.

Zum Rechner

Wie startest Du Deinen Sparplan?

Hast Du Dich für einen Depotanbieter und einen ETF entschieden, mit dem Du ansparen willst, musst Du zunächst das Depot eröffnen, sofern Du noch keines hast. Dazu musst Du persönliche Daten in ein Online-Formular eingeben und Dich anschließend per Postident-Verfahren in einer Postfiliale legitimieren, alternativ per Videoanruf (Videoident). Dabei kann es auch mal zwei Wochen dauern, bis Du Zugang zu Deinem Depot hast.

Sobald Du Dich einloggen kannst, suche in der Menüleiste nach dem Stichwort ETF-Sparplan. In der Regel genügt es dann, die Identifikationsnummer des ETF anzugeben und das Sparintervall sowie die Sparrate festzulegen.

Du kannst häufig wählen, ob Dein Sparplan am 1. oder 15. eines Monats ausgeführt wird. Das bedeutet, die Depotbank kauft dann entweder zum Monatsbeginn oder zur Monatsmitte regelmäßig für Dich ETF-Anteile. Welcher Termin Dir lieber ist, könnte zum Beispiel davon abhängen, wann Dein Gehalt auf Deinem Konto eingeht und Du in dem Moment besonders flüssig bist. Was den Kurs angeht, sollte das Ausführungsdatum am Ende keine Rolle spielen.

Bei fixen Gebühren und kleinen Raten: Zahle quartalsweise ein 

Die meisten Sparer wählen eine monatliche Rate. Du kannst jedoch auch einstellen, dass nur alle drei Monate – dann eine größere Summe – abgebucht wird. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn Du nur kleine Summen, zum Beispiel 50 Euro, monatlich ansparen kannst.

Denn falls Du in einen Fonds einzahlst, bei dem fixe Gebühren fällig werden, fallen diese bei einer Zahlung pro Quartal weniger ins Gewicht. Ein Beispiel: Du zahlst monatlich 50 Euro in den Fonds ein. Die Sparplanausführung kostet aber jedes Mal 1,50 Euro. Dann zahlst Du stolze 3 Prozent der Anlagesumme an Gebühren – das ist vergleichsweise teuer und nicht zu empfehlen.

Sparst Du dagegen 150 Euro pro Quartal an und zahlst dafür 1,50 Euro, liegen die Kosten mit 1 Prozent der Sparsumme im Rahmen. Die quartalsweise Abbuchung kann auch eine Möglichkeit sein, wenn Du eine größere Summe in mehreren Etappen investieren willst.

Im März 2021 berechnet die DKB feste Gebühren für die Ausführung einer Sparplanrate (1,50 Euro). Smartbroker verlangt 80 Cent für Sparplanraten bis 400 Euro. Die Comdirect und Consorsbank verlangen Gebühren, die sich prozentual an der Sparrate bemessen (1,5 Prozent der Sparrate). Bei Scalable Capital (Free Broker) ist der jeweils erste Sparplan kostenlos, weitere Sparpläne kosten regulär pro Ausführung 0,99 Euro. Bei allen bisher genannten Anbietern gibt es viele vergünstigt oder kostenfrei besparbare ETFs. Welche das sind, zeigt Dir auch unser ETF-Rechner an.

Die Sparpläne bei Trade Republic und ING sind alle kostenlos.

Was tun, wenn Dein laufender Sparplan kostenpflichtig wird?

Kostet ein ETF bei einer Depotbank aktuell nichts, ist dies häufig nicht für immer so. Nach ein, zwei Jahren kann es passieren, dass die Depotbank die Aktion beendet.

Das liegt daran, dass in der Regel der ETF-Anbieter die Bank­ge­büh­ren für Sparplan-Sparer für eine gewisse Zeit übernimmt. Er schafft dadurch einen Anreiz, dass Verbraucher mit dem ETF-Sparen beginnen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit wird aber kein ETF-Anbieter dauerhaft Sparpläne subventionieren. Endet eine Aktion, verlangt die Bank oder der Broker die Gebühren dann wieder von den Kunden.

Als Sparer hast Du in einem solchen Fall immer mehrere Möglichkeiten.

Einfach weiter sparen - Du kannst den bestehenden Sparplan einfach weiter besparen. Die Gebühren verringern die Wertentwicklung pro Jahr um wenige Zehntel Prozentpunkte. Ein Beispiel: Wer pro Monat 100 Euro über 15 Jahre in einen ETF anspart, der pro Jahr 5 Prozent Rendite erzielt hat, verzichtet auf etwa 400 Euro Gewinn. So mancher mag das verschmerzen können.

Sparplan aussetzen - Alternativ kannst Du Deinen laufenden Sparplan auch immer aussetzen (pausieren) oder beenden (löschen) und beim gleichen Depotanbieter mit einem anderen kostenlosen ETF weiter sparen. Das Guthaben im ersten ETF-Sparplan bleibt einfach liegen und entwickelt sich wie eine Einmalanlage mit dem Markt weiter.

Depotanbieter wechseln - Hat Deine Depotbank keine weiteren kostenlosen ETF-Sparpläne auf breit gestreute, thesaurierende ETFs im Angebot, kannst Du auch bei einem anderen Anbieter ein kostenloses Depot eröffnen. Du kannst Deine ETF-Anteile vom ersten Sparplan beim ursprünglichen Depotanbieter liegen lassen – oder in der Regel kostenlos auf das neue Depot übertragen. Der neue Anbieter kümmert sich um den Depotübertrag, der einige Tage dauern kann; Du musst in der Regel nur ein Formular ausfüllen.

Wie Du Dich entscheidest, hängt von Deinen persönlichen Präferenzen ab. Es ist nicht jedermanns Sache, alle paar Jahre das Depot zu wechseln – selbst, wenn es nichts kostet. Wen die Gebühren aber allzu sehr ärgern, der hat keine andere Wahl, als sich immer mal wieder umzusehen.

iShares Core MSCI World UCITS ETF
ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH
  • ETF auf den MSCI World
  • physische Nachbildung des Index
  • Dividenden werden wiederangelegt (thesauriert)
Nur beim Anbieter abschließbar
Xtrackers MSCI World Swap UCITS ETF
ISIN LU0274208692 / WKN DBX1MW
  • ETF auf den MSCI World
  • synthetische Nachbildung des Index
  • Dividenden werden wiederangelegt (thesauriert)
Xtrackers MSCI World UCITS ETF
ISIN IE00BJ0KDQ92 / WKN A1XB5U
  • ETF auf den MSCI World
  • physische Nachbildung des Index
  • Dividenden werden wiederangelegt (thesauriert)
Source MSCI World UCITS ETF
ISIN IE00B60SX394 / WKN A0RGCS
  • ETF auf den MSCI World
  • synthetische Nachbildung des Index
  • Dividenden werden wiederangelegt (thesauriert)
Nur beim Anbieter abschließbar
Amundi MSCI World UCITS ETF
ISIN LU1681043599 / WKN A2H59Q
  • ETF auf den MSCI World
  • synthetische Nachbildung des Index
  • Dividenden werden wiederangelegt (thesauriert)
Nur beim Anbieter abschließbar
UBS MSCI World UCITS ETF (USD)
ISIN IE00BD4TXV59 / WKN A2PK5J
  • ETF auf den MSCI World
  • physische Nachbildung des Index
  • Dividenden werden wiederangelegt (thesauriert)
Nur beim Anbieter abschließbar

Mehr dazu im Ratgeber Wertpapierdepot

  • Mit dem richtigen Wertpapierdepot zahlst Du wenig fürs Kaufen und Verkaufen von Aktienfonds (ETFs).
  • Finanztip-Empfehlungen: Unter den günstigen und vielseitigen Depots haben am besten abgeschnitten: ING, Comdirect und Consorsbank und DKB. Die günstigsten Anbieter sind: Smartbroker, Scalable Capital (Free Broker) und Trade Republic.

Zum Ratgeber

Unser Podcast zum Thema

* Was der Stern bedeutet:

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Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.