MSCI World: ETF-Vergleich

Die besten Indexfonds auf den MSCI World

Sara Zinnecker
& Co-Autor
Stand: 03. April 2018
Das Wichtigste in Kürze
  • Es gibt zwei Arten von börsengehandelten Indexfonds (ETFs) auf den Weltaktienindex MSCI World: Die einen legen laufende Erträge wieder an (thesaurierende ETFs), die anderen schütten sie an die Anleger aus.
  • Wiederanlegende ETFs eignen sich für den Vermögensaufbau, ausschüttende ETFs sind für diejenigen erste Wahl, die regelmäßig Erträge aus ihrem Vermögen benötigen.
  • Anleger können darüber hinaus entscheiden, ob der ETF die im Index befindlichen Aktien direkt kauft (physischer ETF) oder sich die Wertentwicklung per Tauschgeschäft von einer Bank zusichern lässt (synthetischer ETF).
  • Welcher ETF-Typ für Anleger infrage kommt, hängt von den persönlichen Präferenzen ab. Die getesteten ETFs unterscheiden sich in der Wertentwicklung nach Kosten nur geringfügig.
So gehen Sie vor
  • Wollen Sie in einen ETF investieren, der Dividenden wieder im Fondsvermögen anlegt (thesauriert), empfehlen wir die ETFs von iShares (physisch, IE00B4L5Y983), Source (synthetisch, IE00B60SX394) und Xtrackers (synthetisch, LU0274208692).
  • Benötigen Sie die Dividenden, empfehlen wir die folgenden ausschüttenden Indexfonds: Lyxor (synthetisch, FR0010315770), iShares (physisch, IE00B0M62Q58)Comstage (synthetisch, LU0392494562), UBS (physisch, LU0340285161) und HSBC (physisch, DE000A1C9KL8).
  • Achten Sie auf Ihre jährlichen Kapitalerträge: Sollten diese den Sparerfreibetrag übersteigen, benötigen Sie möglicherweise die Dividenden, um die seit 2018 jährlich anfallende Vorabsteuer zu bezahlen.

Börsengehandelte Indexfonds auf den Weltaktienindex MSCI World sind ein gutes Fundament für ein gemischtes Anlageportfolio. An der Frankfurter Börse sind mittlerweile zwölf solcher Exchange Traded Funds (ETFs) gelistet. Sie alle versprechen den Anlegern, die Wertentwicklung des MSCI-World-Index möglichst genau nachzubilden. Doch sind Produkte alle gleich gut?

Welche ETFs kommen infrage?

Wir haben diese zwölf ETFs zunächst nach einigen Auswahlkriterien gefiltert. Näher betrachtet haben wir nur Produkte, die mindestens fünf Jahre am Markt sind, um die Wertentwicklung über einen ausreichenden Zeitraum beurteilen zu können. Auch eine Website auf Deutsch war Voraussetzung. Ebenso ein verwaltetes Fondskapital von wenigstens 100 Millionen Euro. Denn kleinere Fonds laufen eher Gefahr, wegen der geringeren Rentabilität geschlossen oder mit anderen ETFs zusammengelegt zu werden.

Acht Fonds, die unsere Auswahlkriterien erfüllten, haben wir auf den Prüfstand gestellt und zunächst in zwei Gruppen eingeteilt: in Fonds, die ihre laufenden Erträge aus Dividenden wieder anlegen (thesaurieren), und in solche, die ihre Einnahmen an die Anleger ausschütten.

Die Fonds unterscheiden sich darüber hinaus in der Art, wie sie den Index nachbilden. Einige kaufen eine optimierte Auswahl der im Index enthaltenen Aktien (physisch replizierende ETFs). Andere lassen sich die Wertentwicklung des MSCI World von einer Bank zusichern und gehen mit ihr ein Tauschgeschäft ein (synthetisch). Im ETF-Ratgeber erläutern wir die Unterschiede näher.

Die Tabelle liefert eine Übersicht, welcher Bauart die acht getesteten ETFs jeweils folgen.

ETFs auf den MSCI World nach Bauart

Art der NachbildungVerwendung der Dividenden 
 ausschüttendthesaurierend
physisch replizierendiShares (ISIN:
IE00B0M62Q58)
iShares (ISIN:
IE00B4L5Y983)
 HSBC (ISIN: DE000A1C9KL8) 
 UBS (ISIN: LU0340285161) 
synthetischLyxor (ISIN: FR0010315770)Source (ISIN: IE00B60SX394)
 Comstage (ISIN: LU0392494562)Xtrackers (ISIN: LU0274208692)


Quelle: Finanztip (Stand: 2. März 2018)

Alle betrachteten ETFs haben sich auf die Fahne geschrieben, den MSCI-World-Netto-Index nachzubilden. Er misst die Wertentwicklung der im Index enthaltenen Aktien inklusive Dividenden nach Abzug der Quellensteuer. Enthalten sind mehr als 1.600 Aktien. Die Steuern bezahlen die Unternehmen in ihrem jeweiligen Herkunftsland von ihrem Gewinn. Im Durchschnitt betrugen die Steuerzahlungen auf Dividenden Ende 2015 rund 20 Prozent pro Jahr. Im MSCI-World-Netto-Index fehlt demnach rund ein Fünftel der Brutto-Dividenden.

Hinweis: Die bislang vier thesaurierenden ETF-Empfehlungen von Finanztip sind in der Untersuchung 2018 auf drei geschrumpft. Den bislang empfohlenen ETF von Amundi (synthetisch, ISIN: FR0010756098) gibt es ab Mitte April 2018 so nicht mehr. Das Vermögen geht auf einen neuen ETF über, der in Luxemburg aufgelegt ist. Zum neuen Fonds liegen noch keine Daten vor.

Die ETF-Gesellschaft Comstage hat darüber hinaus entschieden, Mitte März 2018 alle Fonds im Programm auf „ausschüttend“ umzustellen. Den ETF (synthetisch, ISIN: LU0392494562) haben wir daher neu in dieser Kategorie gelistet. Neu als Empfehlung aufgenommen haben wir den Source-ETF (ISIN: IE00B60SX394). Der Anbieter stellt nun eine Internetseite auf Deutsch zur Verfügung.

Wie schneiden wiederanlegende ETFs auf den MSCI World ab?

Von den acht näher betrachteten ETFs auf den MSCI World sind drei wiederanlegende ETFs: die ETFs der Anbieter iShares (gehört zu Blackrock), Source (gehört heute zum US-Fondshaus Invesco) und Xtrackers (gehört zur Deutschen Bank).

Der iShares-ETF (ISIN: IE00B4L5Y983) konnte dabei im Fünf-Jahres-Zeitraum 2013 bis 2017 den Vergleichsindex MSCI World sogar schlagen. Der ETF kauft eine Auswahl an Aktien des MSCI World an. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang vom „optimierten Sampling“. Die synthetischen ETFs von Source (ISIN: IE00B60SX394) und Xtrackers (ISIN: LU0274208692) blieben nah am Index.

Wertentwicklung und Gewinn der wiederanlegenden ETFs

Index/ETFISINArt der
Nachbildung
Kosten
(TER) p.a.
durchschn.
Wertentwicklung
(2013-2017) p.a.
Gesamtgewinn
(2013-2017),
Anlage 10.000 €
MSCI World Netto-Index   13,74 %9.039 €
iShares Core MSCI World UCITS ETFIE00B4L5Y983physisch0,2 %13,89 %9.164 €
Source MSCI World UCITS ETFIE00B60SX394synthetisch0,19 %13,63 %8.946 €
Xtrackers MSCI World Index UCITS ETFLU0274208692synthetisch0,45 %13,63 %8.946 €

Quellen: MSCI, ETF-Anbieter, Finanztip-Berechnungen (Stand: 9. März 2018)

Ein Anleger, der Anfang 2013 einen Betrag von 10.000 Euro in den iShares-ETF investierte, hat bis Ende 2017 einen Gewinn von gut 9.160 Euro erzielt. Bei den ETFs von Source und Xtrackers hätte der Sparer in dem Zeitraum nur knapp 8.950 Euro verdient – ein Unterschied von rund 200 Euro.

In der Analyse von 2018 hat der ETF mit den geringeren laufenden Kosten (TER) von iShares etwas besser abgeschnitten. Dies muss allerdings nicht zwingend so sein. ETF-Anbieter haben mehrere Möglichkeiten, Renditepunkte gutzumachen. Sie können Wertpapiere verleihen, nur eine Auswahl von Aktien des Index‘ tatsächlich nachkaufen oder – beim synthetischen ETF – ein gutes oder weniger gutes Tauschgeschäft (Swap genannt) mit einer Bank abschließen. Als Anleger sollten Sie sich daher nicht allein nach den Kosten für einen ETF entscheiden.

Mehr zu den Auswahlkriterien für einen guten ETF lesen Sie weiter unten im Ratgeber.

Wie schneiden ausschüttende ETFs auf den MSCI World ab?

Ausschüttende ETFs entwickeln sich im Wert immer schlechter als wiederanlegende ETFs. Das liegt daran, dass Anleger regelmäßig Dividenden gutgeschrieben bekommen. Diese Dividenden fehlen aber dann im Fondsguthaben. Um die ausschüttenden ETFs vergleichen zu können, haben wir die Wertentwicklung errechnet, die sich ergibt, wenn die Dividenden wie bei einem thesaurierenden Fonds wiederangelegt würden.

Wertentwicklung und Gewinn der ausschüttenden ETFs¹

Index/ETFISINArt der
Nachbildung
Kosten
(TER) p.a.
durchschn.
Wertentwicklung
(2013 - 2017) p.a.
Gesamtgewinn
(2013-2017),
Anlage 10.000 €
MSCI World Netto-Index   13,74 %9.039 €
Lyxor ETF MSCI WorldFR0010315770synthetisch0,3 %13,72 %9.019 €
iShares MSCI World UCITS ETF IncIE00B0M62Q58physisch0,5 %13,68 %8.982 €
Comstage MSCI WorldLU0392494562synthetisch0,2 %13,67 %8.975 €
UBS ETF-MSCI WorldLU0340285161physisch0,3 %13,55 %8.874 €
HSBC MSCI WorldDE000A1C9KL8physisch0,15 %13,54 %8.867 €

¹Gemeint ist die Wertentwicklung, die sich ergibt, würden die Dividenden wie bei einem thesaurierenden Fonds wiederangelegt. 
Quelle: Finanztip-Berechnungen (Stand: 9. März 2018)

Von den fünf untersuchten ausschüttenden Fonds schneidet der Lyxor ETF (ISIN: FR0010315770) nach Kosten am besten ab. Verglichen haben wir die Wertentwicklung im Fünf-Jahres-Zeitraum 2013 bis 2017. Der Lyxor-ETF bleibt zudem sehr nah am Referenzindex. Die übrigen vier ausschüttenden ETFs weichen etwas stärker vom Index ab.

Ein Anleger, der Anfang 2013 einen Betrag von 10.000 Euro in den Lyxor-ETF investierte, hat bis Ende 2017 einen Gewinn von gut 9.000 Euro erzielt. Beim ETF der HSBC (ISIN: DE000A1C9KL8) wären es dagegen knapp 8.870 Euro gewesen – ein Unterschied von mehr als 100 Euro.

In unserer Analyse hat der ETF mit den höchsten laufenden Gesamtkosten (TER) am besten abgeschnitten. Der nach TER günstigste ETF der HSBC hingegen lag in der Wertentwicklung am weitesten vom Referenzindex entfernt. Dies zeigt, dass der günstigste ETF nicht zwangsweise die beste Wertentwicklung hinlegt. Neben den Kosten eines ETF spielen noch andere Faktoren eine Rolle.

Wie finden Sie den geeigneten ETF?

Welche ETF-Variante die beste Wahl ist, muss jeder Anleger für sich selbst entscheiden. Ein paar Kriterien helfen Ihnen aber bei der Wahl.

Gutes Gefühl - Auch, wenn Anteile von physischen und synthetischen ETFs aus objektiver Sicht vergleichbar sicher sind: Falls Sie befürchten, mit einem synthetischen ETF im Depot nicht ruhig schlafen zu können, sollten Sie lieber einen physischen wählen.

Dividenden nutzen - Sofern Sie einen ausschüttenden ETF wählen, bekommen Sie die Dividenden einmal jährlich gutgeschrieben – und können damit arbeiten. Beispielsweise können Sie damit die anfallende Abgeltungssteuer begleichen, wenn die Dividendenzahlungen den jährlichen Freibetrag bei Kapitalerträgen (801 Euro für Singles, 1.602 Euro für Verheiratete) übersteigen.  

Vermögen aufbauen - Sparen Sie Dividenden dagegen in einem thesaurierenden ETF an, profitieren Sie davon, dass Dividenden das Fondsvermögen mehren und mitverzinst werden. Seit 2018 wird bei thesaurierenden Fonds jährlich eine Pauschale besteuert.

Für Sparer, die nicht mehr als 801 Euro (Singles) oder 1.602 Euro (Verheiratete) im Jahr an Kapitalerträgen erzielen und einen Freistellungsauftrag gestellt haben, entfällt jedoch der Steuerabzug. Mehr Informationen zur Investementsteuerreform lesen Sie in unserem Detailartikel.

Beim Kauf Geld sparen - ETFs kaufen Sie am günstigsten bei Onlinebanken oder Brokern. Im Ratgeber Wertpapierdepots haben wir die besten herausgefiltert. 

Warum Steuern, Kosten und Währung weniger wichtig sind

Viele Anleger blicken bei der Wahl eines ETF häufig auch auf die steuerliche Handhabe, die Gesamtkostenquote des ETF (Total Expense Ratio, TER) und darauf, ob ein ETF in Euro oder Dollar notiert ist. Diese Auswahlkriterien spielen nach Meinung von Finanztip tatsächlich aber eine geringe Rolle.

Seit 2018 gleiche Besteuerung für alle ETFs

Bis Ende 2017 war die Abgeltungssteuer ein Grund für Anleger, physisch wiederanlegende ETFs eher zu meiden. Oft sind solche ETFs im Ausland aufgelegt. Dann gilt, dass Anleger sich selbst darum kümmern müssen, die sogenannten ausschüttungsgleichen Erträge zu versteuern. Sie dürfen es nicht versäumen, alle Jahre wieder die entsprechenden Erträge samt Quellensteuererstattung in der Steuererklärung anzugeben – und müssen die Unterlagen dann aufheben, bis sie den Fonds verkaufen.

2018 hat sich dies geändert: Dank der Reform des Investmentsteuergesetzes folgen alle ETFs – egal ob physisch, synthetisch, ausschüttend oder thesaurierend – derselben Logik bei der Besteuerung: Nun gibt es eine Formel, nach der sich jedes Jahr eine pauschale Wertsteigerung (sogenannte Vorabpauschale) des Fonds berechnet. Auf diese Pauschale müssen Sie als Anleger dann Abgeltungssteuer zahlen. Die Steuer führt die Depotbank direkt an den Fiskus ab. Wollen Sie dies vermeiden, sollten Sie darauf achten, einen ausreichend hohen Freistellungsauftrag bei Ihrer Bank einzurichten.

Details zur neuen Besteuerung einzelner ETF-Typen ab 2018 finden Sie im Detailartikel zu den thesaurierenden Fonds, ausführliche Beispielrechungen in unserem Detailartikel zum Investmentsteuergesetz und in unserem Blog-Beitrag

Kosten bestimmen die Wertentwicklung eines ETF nicht allein 

Die Finanztip-Analysen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass weder die Gesamtkostenquote (TER) des jeweiligen ETFs noch die Annäherung an den MSCI-World-Netto-Index gute Kriterien für Anleger sind, um den passenden ETF zu finden. Teurere ETFs lagen zum Beispiel in manchen Jahren bei der Wertentwicklung ganz vorn, in anderen weiter hinten. Wie gut ein ETF am Ende wirklich abschneidet, hängt neben den Kosten auch von weiteren Kriterien ab.

Bei physisch replizierenden ETFs kann sich die Wertentwicklung unter anderem deshalb unterscheiden, weil einige ETF-Anbieter am Ende nicht alle im Index befindlichen Aktien tatsächlich nachkaufen, sondern die Auswahl optimieren („optimized sampling“). Manche ETFs können sich aufgrund von Doppelbesteuerungsabkommen mehr Quellensteuer erstatten lassen als andere, manche verleihen gewinnbringend Wertpapiere.

Bei synthetischen ETFs kommt es darauf an, wie genau das Tauschgeschäft (Swap) zwischen ETF-Anbieter und Bank ausgestaltet ist. Es kann zum Beispiel sein, dass der Swap-Partner etwas mehr Quellensteuer erstattet bekommt als Anbieter eines physischen ETFs. Bei ETF-Anbietern, die mit US-amerikanischen Banken zusammenarbeiten, kann es Vorteile geben, die mit bilanziellen Vorschriften zu tun haben.

Bei allen ETFs kommen schließlich Kosten hinzu, die nicht in der Gesamtkostenquote aufgeführt sind, zum Beispiel Kosten für den An- und Verkauf von Aktien – immer dann, wenn sich die Indexzusammensetzung ändert – und die damit zusammenhängende Handelsgebühr.

Tipp: Falls Sie die konkreten Gründe für Abweichungen von der Index-Wertentwicklung interessieren, können Sie auch immer im Verkaufsprospekt des ETF nachlesen. Suchen Sie nach dem Kapitel „Voraussichtlicher Tracking Error“.

Ob Euro oder Dollar: Notierung eines ETF ist nur ein Preisschild 

Einige Sparer möchten lieber einen ETF haben, der in Euro statt in Dollar notiert ist. Sie fürchten Währungsrisiken. Doch das „Risiko“ besteht eigentlich nur darin, dass die Wertentwicklung, die Anleger in ihrem Depot angezeigt bekommen, je nach Währung nicht unbedingt gleich aussehen muss. Es kann zum Beispiel sein, dass im selben Zeitraum der Kurs eines in Euro notierten ETF weniger steil nach oben klettert als der Kurs eines in Dollar notierten ETF.

Doch das hat nichts mit dem Wert der Aktien zu tun, die im ETF stecken, sondern ganz einfach mit den Wechselkursen. Die Eurokurse klettern langsamer, wenn der Euro gleichzeitig gegenüber dem Dollar aufwertet. Oder anders: Anleger brauchen dann weniger Euro, um den entsprechenden Aktienwert in US-Dollar zu bezahlen. Egal also, ob ein ETF in Euro oder Dollar notiert: Am Ende ist diese Notierung nichts weiter als ein Preisschild für den Wert der zugrundeliegenden Indexaktien.

Vom Wechselkurseffekt sollten Sie sich als Anleger daher nicht allzu sehr beunruhigen lassen. Ein Blick auf die Vergangenheit verdeutlicht: In der Regel fallen solche Wechselkurserscheinungen über längere Zeiträume nicht so stark ins Gewicht. Finanztip-Berechnungen zeigen: Auch ein nachträglich in Euro umgerechneter Weltaktienindex hat seinen Wert über die vergangenen 40 Jahre jedes Jahr durchschnittlich um 6,7 Prozent gesteigert.

Mehr zum Thema Wechselkurs lesen Sie auch in unserem Ratgeber zum MSCI World.

Finanztip empfiehlt diese ETFs auf den MSCI World

Alle ETFs, die unsere Auswahlkriterien erfüllen, sind empfehlenswert. Es ergeben sich bei der Wertentwicklung der vergangenen fünf Jahre keine Unterschiede, die einem klaren Muster folgen. Auch die Liquidität aller Fonds ist vergleichbar. Wie Sie ETFs einfach und günstig erwerben können, erläutern wir im Ratgeber Aktien kaufen.

Bei den thesaurierenden Fonds empfehlen wir folgende Anbieter:

iShares Core MSCI World UCITS ETF
ISIN IE00B4L5Y983 / WKN A0RPWH
  • ETF auf den MSCI World

Source MSCI World UCITS ETF
ISIN IE00B60SX394 / WKN A0RGCS
  • ETF auf den MSCI World
Nur beim Anbieter abschließbar

Xtrackers MSCI World Index UCITS ETF
ISIN LU0274208692 / WKN DBX1MW
  • ETF auf den MSCI World
Nur beim Anbieter abschließbar

Verbrauchern, die sich für einen ausschüttenden ETF entscheiden, empfehlen wir diese Fonds:

Lyxor ETF MSCI World
ISIN FR0010315770/ WKN LYX0AG
  • ETF auf den MSCI World
Nur beim Anbieter abschließbar
iShares MSCI World UCITS ETF Inc
ISIN IE00B0M62Q58 / WKN A0HGV0
  • ETF auf den MSCI World
Comstage MSCI World TRN UCITS ETF
ISIN LU0392494562 / WKN ETF110
  • ETF auf den MSCI World

UBS ETF-MSCI World UCITS ETF
ISIN LU0340285161 / WKN A0NCFR
  • ETF auf den MSCI World
Nur beim Anbieter abschließbar

HSBC ETF-MSCI World UCITS ETF
ISIN DE000A1C9KL8 / WKN A1C9KK
  • ETF auf den MSCI World
Nur beim Anbieter abschließbar

Mehr dazu im Ratgeber Wertpapierdepot

  • Mit dem richtigen Wertpapierdepot zahlen Sie wenig fürs Kaufen und Verkaufen von Aktienfonds (ETFs).
  • Unsere Anbieter-Empfehlung: Die günstigsten Anbieter: Onvista-Bank, Flatex; die besten Kombiangebote aus Depot, Girokonto und Kreditkarte: DKB, ING-Diba, Comdirect, Consorsbank

Zum Ratgeber

So haben wir untersucht

Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) auf den MSCI World 2018

Wir haben uns im Februar 2018 zwölf ETFs auf den MSCI World näher angeschaut, die zu dem Zeitpunkt an der Börse in Frankfurt gehandelt wurden. Folgende Auswahlkriterien mussten die ETFs auf den MSCI World erfüllen, um in die Analyse aufgenommen zu werden:

  • Die Fondsanteile müssen an einer deutschen Börse gehandelt werden. Andernfalls steigen die Nebenkosten beim Erwerb an.
  • Die Website des Anbieters zum jeweiligen ETF muss auf Deutsch zur Verfügung stehen.
  • Den Fonds muss es mindestens seit fünf Jahren geben. Damit ist sichergestellt, dass der Anbieter Erfahrung hat. Ohne eine entsprechende Historie ist eine Untersuchung der Wertentwicklung kaum aussagekräftig.
  • Das Fondsvolumen muss wenigstens 100 Millionen Euro betragen. Zu kleine Fonds sind langfristig möglicherweise nicht rentabel. Sie laufen Gefahr, zusammengelegt oder geschlossen zu werden.

Von zwölf an der Frankfurter Börse gelisteten ETFs auf den MSCI World haben acht diese Kriterien erfüllt. Die Tabelle ordnet die ETFs nach Höhe des verwalteten Vermögens.

ETFs auf den MSCI World

AnbieterISINBauart und
Ertrags-
verwendung
Notierung
an der
Börse FFM
seit
verwaltetes
Vermögen
in Mio. €
Kommentar
iShares CoreIE00B4L5Y983physisch-thesaurierend20.10.200911.302,6 
iSharesIE00B0M62Q58physisch-ausschüttend23.02.20064.629,4 
XtrackersLU0274208692synthetisch-thesaurierend10.01.20072.763,5 
XtrackersIE00BJ0KDQ92physisch-thesaurierend14.08.20142.260,9nicht berücksichtigt, weil noch keine fünf Jahre am Markt
LyxorFR0010315770synthetisch-ausschüttend30.08.20061.522,2 
ComstageLU0392494562synthetisch-ausschüttend18.12.20081.251,3 
UBSLU0340285161physisch-ausschüttend22.08.20081.080,3 
SourceIE00B60SX394physisch-thesaurierend20.04.2009700,4 
AmundiFR0010756098synthetisch-thesaurierend29.11.2011689,2nicht berücksichtigt, wird ab April 2018 auf einen neuen ETF übertragen
XtrackersIE00BK1PV551physisch-ausschüttend17.04.2015496,6nicht berücksichtigt, weil noch keine fünf Jahre am Markt
HSBCDE000A1C9KL8physisch-ausschüttend08.12.2010367,6 
UBSIE00B7KQ7B66physisch-ausschüttend30.05.201263,2nicht berücksichtigt, weil noch keine fünf Jahre am Markt und zu geringes Anlagevolumen

Quelle: Börse Frankfurt (Stand: 1. März 2018)

Berechnet haben wir die Wertentwicklung der Fonds. Dazu haben wir die von den Fondsgesellschaften ausgewiesenen Netto-Inventarwerte („net asset value“, NAV) herangezogen. Der NAV ist die Summe aller Vermögenswerte abzüglich der Verbindlichkeiten geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile. Er wird auf Basis der Schlusskurse der im Fonds enthaltenen Wertpapiere berechnet. Viele Fonds weisen den NAV in US-Dollar aus. In diesen Fällen haben wir die Werte in Euro umgerechnet. Dazu haben wir die von der Bundesbank veröffentlichten Schlusskurse auf Tagesbasis verwendet.

Bei den ausschüttenden ETFs haben wir künstlich eine Thesaurierung nachempfunden. Dafür haben wir die Ausschüttungen ohne Abzug von Steuern der Fondsanlage gutgeschrieben.

Autor
Sara Zinnecker
& Co-Autor
Markus Neumann

Stand: 03. April 2018


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