Das Wichtigste in Kürze
- Mit dem KfW-Kredit 261 kannst Du die energetische Sanierung Deines Hauses günstig finanzieren, weil Du neben einem Niedrigzins auch einen Tilgungszuschuss bekommst.
- Der Tilgungszuschuss kann bis zu 25 Prozent der Kreditsumme betragen – also bis zu 37.500 Euro pro Wohneinheit. Bei alten und unsanierten Häusern kann es sogar noch mehr sein.
- Um den Kredit zu erhalten, musst Du Dein Haus zu einem KfW-Effizienzhaus sanieren und einen Energieeffizienz-Experten an Deiner Seite haben.
So gehst Du vor
- KfW-Kredite für KfW 261 kannst Du bei Banken, Sparkassen und Baukredit-Vermittlern beantragen. Wir empfehlen Interhyp und Baufi24. Auch Dr. Klein, Hüttig & Rompf sowie Hypofriend sind empfehlenswert.
- Prüfe auch, ob Du weitere Förderprogramme der KfW nutzen kannst, etwa weil Du altersgerecht umbaust oder den Einbruchschutz verbesserst.
- Informiere Dich bei Deiner Kommune oder Stadtverwaltung, ob es regionale Förderprogramme gibt, die Du mit dem KfW-Kredit kombinieren kannst.
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Inhalt
- Was ist der Wohngebäude-Kredit KfW 261?
- Wie hoch ist der Förderkredit 261 und wer kann ihn bekommen?
- Was sind die Konditionen und Bedingungen des Kredits?
- Was bedeutet der Effizienzhausstandard?
- Wie kannst Du den Wohngebäudekredit beantragen?
- Welche anderen Förderprogramme kannst Du mit dem Wohngebäudekredit kombinieren?
Aktuell: Der Haushaltsauschuss des Bundestags hat Änderungen bei der KfW-Förderung für die Sanierung zum Effizienzhaus beschlossen. Unter anderem werden die Tilgungszuschüsse sinken, während die Kreditzinsen stärker verbilligt werden sollen. Die neuen Regeln gelten ab dem 21. Juli 2026. Mehr dazu liest Du im Abschnitt Was ändert sich 2026 beim Kredit KfW 261?
Was ist der Wohngebäude-Kredit KfW 261?
Der Wohngebäude-Kredit KfW 261 ist ein zinsgünstiger Förderkredit der staatlichen Förderbank KfW für die umfassende energetische Sanierung von Wohnhäusern. Er ist Teil der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und hat ältere Kreditprogramme wie KfW 152 und KfW 167 abgelöst.
Neben dem Kredit gibt es in der BEG auch eine Zuschussförderung für Einzelmaßnahmen. Anders als bei einem Kredit musst Du staatliche Zuschüsse in der Regel nicht zurückzahlen.
Wie wirst Du mit dem KfW-Kredit 261 gefördert?
Mit dem Förderkredit wirst Du auf zwei Wegen unterstützt: Du bekommst erstens einen Zinssatz, der unter dem üblichen Marktzins liegt. Zweitens erlässt Dir die KfW am Ende einen Teil des Kredits – den sogenannten Tilgungszuschuss. Den Zuschuss erhältst Du, sobald Du nachgewiesen hast, dass Dein Haus die vereinbarte Energieeffizienz-Stufe erreicht hat.
Planst Du eine umfassende Sanierung, ist der KfW-Kredit 261 fast immer sinnvoll. Vor allem dann, wenn Du Dein Haus in ein Effizienzhaus verwandeln willst. Denn Du
- erhältst einen günstigen Kredit, sparst also gegenüber anderen Kreditvarianten Geld,
- reduzierst Deine Rückzahlung durch Tilgungszuschüsse und
- leistet einen Beitrag zum Klimaschutz.
Voraussetzung ist, dass Deine geplanten Maßnahmen den technischen Anforderungen der KfW für die energieeffiziente Sanierung entsprechen.
Plant die Bundesregierung Änderungen am Programm?
Union und SPD haben im gemeinsamen Koalitionsvertrag festgehalten, dass die unterschiedlichen KfW-Programme für den Neubau und die Sanierung von Wohngebäuden vereinfacht und zusammengefasst werden sollen. Zukünftig soll es nur noch jeweils ein Programm geben. Wann es zu dieser Änderung kommt, ist aktuell noch unklar.
Wenn ein Programm verändert oder eingestellt wird, für das Du bereits eine Zusage erhalten hast, ändert sich für Dich nichts. Du kannst es weiter zu den vereinbarten Konditionen nutzen. Möchtest Du lieber ein neues oder geändertes Programm nutzen, kannst Du von Deinem Antrag zurücktreten, solange die KfW noch kein Geld ausgezahlt hat.
Beachte aber, dass Du nach dem Verzicht eine Sperrfrist von sechs Monaten hast, bevor Du einen neuen Antrag stellen kannst. Stellst Du einen Antrag für ein neues oder verändertes Bauvorhaben, hast Du aber keine Sperrfrist.

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Wie hoch ist der Förderkredit 261 und wer kann ihn bekommen?
Du kannst bis zu 120.000 Euro Kredit pro Wohneinheit bekommen. Bis zu 150.000 Euro sind möglich, wenn Dein Haus nach der Sanierung mindestens 65 Prozent des Heizwärmebedarfs aus erneuerbaren Energien (EE) deckt oder das Nachhaltigkeitszertifikat „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ (QNG) erhält. Kriterien dafür sind die Art der Baumaterialien oder auch die Barrierefreiheit des Hauses. Alle Anforderungen findest Du im Informationsportal QNG.
Reine Öl- oder Gasheizungen schließen die höhere Fördersumme damit aus. Heizt Du aktuell noch mit Heizöl oder Erdgas, musst Du während der Sanierung eine klimafreundliche Heizung wie beispielsweise eine Wärmepumpe oder Pelletheizung einbauen, um die Erneuerbare-Energien-Klasse für die höhere Fördersumme zu erfüllen.
Wenn Du ein Baudenkmal besitzt und deshalb nicht alle energetischen Anforderungen erfüllen kannst, gibt es die Klasse „Effizienzhaus Denkmal“ mit vereinfachten Bedingungen: Der erlaubte Wärmeverlust nach der Sanierung darf höher sein als bei anderen Effizienzhausstufen. Das bedeutet für Dich weniger Dämmaufwand.
Kreditsummen bei der KfW zum energieeffizienten Sanieren
| Effizienzhausstandard | Förderhöhe je Wohneinheit |
|---|---|
| KfW Effizienzhaus 40 - 85 | bis zu 120.000 Euro |
| KfW Effizienzhaus 40 – 85 mit Erneuerbare Energien- oder Nachhaltigkeits-Klasse | bis zu 150.000 Euro |
| KfW Effizienzhaus Denkmal | bis zu 120.000 Euro |
| KfW Effizienzhaus Denkmal mit Erneuerbare Energien- oder Nachhaltigkeits-Klasse | bis zu 150.000 Euro |
Quelle: KfW (Stand: Juni 2026)
Die Förderhöhe richtet sich nach der Anzahl der Wohneinheiten eines Gebäudes. Für ein Einfamilienhaus gelten daher die 120.000 Euro beziehungsweise 150.000 Euro. Wenn Du ein Zweifamilienhaus besitzt, kannst Du schon die doppelte Kredithöhe bekommen.
Wenn Du eine Fachplanung und Baubegleitung durch einen Energieberater in Anspruch nimmst, wird das mitgefördert. Du kannst dann mit bis zu 10.000 Euro mehr Kreditsumme rechnen. Bei Wohnhäusern mit mehr als zwei Wohneinheiten können es sogar bis zu 40.000 Euro mehr sein.
Auch die Materialkosten sind seit 2023 förderfähig, wenn Du die energetische Sanierung Deines Hauses selbstständig durchführst. Deine Arbeiten müssen aber von Deinem Energieberater oder einem Fachunternehmen geprüft und abgenommen werden, damit Du den Tilgungszuschuss erhältst. Deine Arbeitsstunden kannst Du allerdings nicht aufrechnen.
Warum lohnt sich das KfW-Programm 261 finanziell?
Das Programm KfW 261 verringert die finanzielle Belastung für energetische Sanierungen gleich auf zwei Wegen: Der Zinssatz liegt für die ersten zehn Jahre, also der Zeit der Zinsbindung, unter dem Marktzins für normale Baukredite. Diese liegen aktuell zwischen 3,5 und 4,5 Prozent (Stand: Juni 2026), während die KfW-Zinsen um bis zu einen Prozentpunkt niedriger sind.
Darüber hinaus erlässt die KfW einen Teil des Kreditbetrags, wenn Du die Maßnahmen wie geplant umgesetzt hast. Niedriger Kreditzins und Tilgungszuschuss ergeben rechnerisch sogar einen negativen Gesamtzins.
Vorteil durch Tilgungszuschüsse
Je energieeffizienter Dein Haus nach der Sanierung ist, desto höher fällt Dein Tilgungszuschuss aus. Die Spanne reicht von fünf Prozent beim Effizienzhaus 85 bis zu 20 Prozent beim Effizienzhaus 40. Erreichst Du zusätzlich die EE-Klasse oder die QNG-Klasse, kommen fünf Prozent dazu.
Wie viel Tilgungszuschuss erhältst Du?
| nachgewiesener KfW-Standard | Höhe des Tilgungszuschusses 1 |
|---|---|
| KfW-Effizienzhaus 40 (EE/QNG) | 20 - 25 % der Darlehenssumme, bis zu 37.500 € für jede Wohneinheit |
| KfW-Effizienzhaus 55 (EE/QNG) | 15 - 20 % der Darlehenssumme, bis zu 30.000 € für jede Wohneinheit |
| KfW-Effizienzhaus 70 (EE/QNG) | 10 - 15 % der Darlehenssumme, bis zu 22.500 € für jede Wohneinheit |
| KfW-Effizienzhaus 85 (EE/QNG) | 5 - 10 % der Darlehenssumme, bis zu 15.000 € für jede Wohneinheit |
| KfW-Effizienzhaus Denkmal (EE/QNG) | 5 - 10 % der Darlehenssumme, bis zu 15.000 € für jede Wohneinheit |
¹ Wenn Du die Erneuerbare-Energien-Klasse (EE) oder das Nachhaltigkeits-Siegel QNG nicht erreichst, erhältst Du fünf Prozent weniger Tilgungszuschuss und kannst nur eine niedrigere Kreditsumme aufnehmen. Entsprechend verringern sich die Zuschusssummen.
Quelle: KfW (Stand: Juni 2026)
Gehört Dein Haus zu den Worst Performing Buildings, gibt es einen zusätzlichen Bonus von zehn Prozent auf den Tilgungszuschuss. Für die serielle Sanierung – also mit vorgefertigten Elementen für Außenwand und Dach – kommen nochmals 15 Prozent dazu. Auch die Fachplanung und Baubegleitung durch Energieeffizienz-Experten für Ein- und Zweifamilienhäusern wird mit einem Tilgungszuschuss von bis zu 50 Prozent der Kosten gefördert.
Dein Energieberater oder ein Fachunternehmen muss die Arbeiten prüfen und abnehmen, damit Du die Tilgungszuschüsse erhältst.
Wann gilt Dein Haus als Worst Performing Building?
Als Worst Performing Building (WPB) gelten die energetisch schlechtesten 25 Prozent der Gebäude in Deutschland. Dein Haus zählt dazu, wenn es die Energieeffizienzklasse H hat – also einen Endenergiebedarf von mehr als 250 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr – oder wenn es vor 1957 gebaut wurde und mindestens 75 Prozent der Außenwandfläche energetisch unsaniert sind. Den genauen Status findest Du in Deinem Energieausweis oder kannst Du mit Deinem Energieberater klären.
Wer kann den Kredit für die energieeffiziente Sanierung beantragen?
Den Kredit können neben Privatpersonen und Wohnungseigentümergemeinschaften auch Unternehmen und Wohnungsbaugenossenschaften nutzen.
Gefördert wird dabei nur die Sanierung von Wohnhäusern, deren Bauantrag mindestens fünf Jahre zurückliegt. Somit kannst Du auch ein weniger altes Wohnhaus mithilfe dieses Kredits noch energieeffizienter machen.
Was ändert sich 2026 beim Kredit KfW 261?
Beim KfW-Förderkredit wird es ab dem 21. Juli 2026 zu Änderungen kommen. Der Haushaltsauschuss des Bundestags hat am 8. Juli 2026 folgende Anpassungen beschlossen:
- die Tilgungszuschüsse um 10 Prozentpunkte sinken
- gleichzeitig sollen die frei werdenden Mittel stärker für eine Zinsverbilligung genutzt werden
Das würde bedeuten: Der direkte Zuschuss zur Rückzahlung des Kredits fällt geringer aus, dafür könnten die Kreditkonditionen günstiger werden.
Außerdem soll die EE-Klasse künftig zum Standard werden. Der bisherige Bonus von 5 Prozent für den Einbau einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien würde dann entfallen. Auch der Bonus für nachhaltiges Bauen soll vereinfacht und stärker an einer Lebenszyklusbetrachtung ausgerichtet werden. Dabei wird nicht nur der Energieverbrauch im Betrieb betrachtet, sondern stärker auch die Klimawirkung über den Lebenszyklus des Gebäudes.
Kurz gesagt: Die Förderung soll stärker auf günstige Kredite und Nachhaltigkeitsanforderungen ausgerichtet werden. Der Tilgungszuschuss könnte dagegen niedriger ausfallen. Ab wann genau die Änderungen gelten, ist leider noch unklar.
Was sind die Konditionen und Bedingungen des Kredits?
Du kannst den Kredit KfW 261 mit einer Laufzeit zwischen vier und 30 Jahren beantragen. Die Zinsbindung beträgt dabei maximal zehn Jahre. Wie die folgende Tabelle zeigt, gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher der Zinssatz.
Welche Zinsen und Laufzeiten gelten?
| Laufzeit in Jahren | tilgungsfreie Anlaufzeit in Jahren | Zinsbindung in Jahren | Sollzins pro Jahr in % | Effektivzins pro Jahr in % |
|---|---|---|---|---|
| 4 bis 10 | 1 bis 2 | 10 | 2,95 | 2,99 |
| 11 bis 20 | 1 bis 3 | 10 | 3,35 | 3,4 |
| 21 bis 30 | 1 bis 5 | 10 | 3,45 | 3,51 |
| 4 bis 10 | endfällig | wie Laufzeit | 3,5 | 3,56 |
Quelle: KfW (Stand: 11. Juni 2026)
Wichtig: Ab dem 13. Monat nach der Kreditzusage läuft eine Bereitstellungsprovision von 0,15 Prozent pro Monat auf noch nicht abgerufene Kreditteile. Plane Deine Sanierung also so, dass Du das Geld zügig abrufst.
Zu Beginn des Kredits kannst Du eine tilgungsfreie Anlaufzeit vereinbaren. In dieser Zeit zahlst Du nur Zinsen, aber noch keine Tilgung. Das gibt Dir während der Bauphase mehr finanziellen Spielraum.
Beachte dabei: Je länger die tilgungsfreie Anlaufzeit, desto höher fallen die Zinsen insgesamt aus, weil die Zinsen immer auf Basis der noch offenen Restschuld berechnet werden.
Was passiert nach Ende der Zinsbindung?
Nach zehn Jahren endet die Zinsbindung und Du musst Dich um eine Anschlussfinanzierung kümmern. Die KfW macht Dir dann zwar ein neues Angebot, aber zu marktüblichen Konditionen ohne Förderung. Dein Kredit wird dadurch teurer.
Tipp: Wenn Du die Möglichkeit hast, zahle den Kredit innerhalb der ersten zehn Jahre vollständig zurück. Falls das nicht möglich ist: Du musst nach Ende der Zinsbindung nicht bei der KfW bleiben. Prüfe, ob sich eine Umschuldung zu einem anderen Kreditinstitut lohnt. Ein Finanzierungsvermittler kann Dir dabei helfen, die Angebote verschiedener Banken zu vergleichen.
Kannst Du den Kredit auch als endfälliges Darlehen beantragen?
Ja. Beim endfälligen Darlehen zahlst Du während der Laufzeit nur die Zinsen und am Ende den gesamten Kreditbetrag auf einmal zurück. Das kann sich lohnen, wenn Du zu einem bestimmten Zeitpunkt einen größeren Geldbetrag aus anderen Quellen erwartest – etwa aus dem Verkauf einer Immobilie, einer auslaufenden Festgeldanlage oder der Auszahlung einer Lebensversicherung.
Kannst Du den Kredit vorzeitig zurückzahlen?
Vorzeitige Teilrückzahlungen, so genannte Sondertilgungen, sind beim KfW 261 nicht möglich. Du kannst aber den gesamten Kredit vorzeitig zurückzahlen.
Die KfW berechnet dafür eine Vorfälligkeitsentschädigung. Prüfe daher vorher, ob sich eine vorzeitige Rückzahlung für Dich rechnet.
Welche Bedingungen musst Du erfüllen?
Für den KfW 261 gelten drei Grundvoraussetzungen: Dein Haus muss nach der Sanierung mindestens den Effizienzstandard 85 erreichen – mit Ausnahme von denkmalgeschützten Gebäuden. Der Bauantrag muss zum Zeitpunkt des Antrags mindestens fünf Jahre zurückliegen. Und Du musst für die gesamte Dauer des Projekts einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten einbinden. Das sind Energieberater, die in der Energieeffizienz-Expertenliste der Deutschen Energieagentur (Dena) verzeichnet sind.
Im folgenden Kapitel erklären wir Dir, was es mit dem Effizienzhausstandard auf sich hat.
Was bedeutet der Effizienzhausstandard?
Der Effizienzhausstandard sagt aus, wie viel Energie Dein Haus im Vergleich zu einem gesetzlich definierten Referenzgebäude verbraucht. Ein Effizienzhaus 70 verbraucht zum Beispiel nur 70 Prozent der Energie dieses Referenzgebäudes. Je niedriger die Zahl, desto effizienter das Haus – und desto höher der Tilgungszuschuss.
Für den KfW 261 kommen die Stufen Effizienzhaus 85, 70, 55 und 40 sowie Effizienzhaus Denkmal infrage. Mindestvoraussetzung ist der Standard 85.
Wonach richtet sich der Effizienzhausstandard genau?
Für die Einstufung zählen zwei Kriterien: der Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust. Der Primärenergiebedarf umfasst die gesamte Energie für Heizung, Warmwasser, Lüftung und Kühlung – inklusive der Verluste bei Erzeugung und Transport. Der Transmissionswärmeverlust beschreibt, wie viel Wärme über Wände, Fenster, Dach und Boden nach außen entweicht. Beide Werte muss Dein Haus nach der Sanierung unterhalb bestimmter Grenzen halten.
Welche konkreten Grenzwerte gelten je Stufe?
| Effizienzhausstufe | max. Primärenergiebedarf | max. Transmissionswärmeverlust |
|---|---|---|
| EH 40 | 40 % des Referenzgebäudes | 55 % des Referenzgebäudes |
| EH 55 | 55 % | 70 % |
| EH 70 | 70 % | 85 % |
| EH 85 | 85 % | 100 % |
| EH Denkmal | 160 % | 175 % |
Welche Effizienzhausstufe lohnt sich für Dich?
Das hängt von Deinem Haus und Deinem Budget ab. Als grobe Orientierung gilt: Das Effizienzhaus 70 ist für viele Sanierungen der wirtschaftlich sinnvollste Kompromiss. Der Tilgungszuschuss ist doppelt so hoch wie beim EH 85, die Anforderungen an Dämmung und Technik sind aber noch ohne übermäßigen Aufwand erreichbar.
Willst Du das Maximum herausholen und bist bereit, mehr zu investieren, lohnt sich das EH 55. Hier sind allerdings höhere Anforderungen an die Gebäudehülle nötig und ab dieser Stufe ist in der Regel auch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung Pflicht. Das bedeutet zusätzliche Kosten und Planungsaufwand.
Das EH 40 ist die energetisch anspruchsvollste Stufe und lässt sich oft nur mit einer sehr umfassenden Komplettsanierung erreichen. Bei Altbauten ist das nicht immer realisierbar.
Dein Energieberater kann Dir sagen, welchen Standard Dein Haus realistisch erreichen kann – und welcher sich für Dich rechnet.
Wie kannst Du den Wohngebäudekredit beantragen?
Der Antrag läuft in fünf Schritten und er muss zwingend abgeschlossen sein, bevor Du Handwerker beauftragst oder mit der Sanierung beginnst. Wer das umdreht, verliert die Förderung. Die folgende Übersicht zeigt Dir den gesamten Prozess auf einen Blick.
Übersicht: So kommst Du zum KfW-Kredit 261

Quelle: KfW, Finanztip-Darstellung (Stand: Juni 2025)
Schritt 1: Plane die Sanierung und beauftrage Energieberater
Wenn Du Dein Wohngebäude zu einem Effizienzhaus sanieren möchtest, führt kein Weg an einer qualifizierten Energieeffizienz-Expertin oder einem -Experten vorbei. Diese Fachleute begleiten Dich durch den gesamten Förderprozess. Du findest sie auf der Energieeffizienz-Expertenliste der Deutschen Energieagentur Dena.
Für die Antragstellung ist zwingend eine Bestätigung zum Antrag (BzA) nötig. Sie bestätigt, dass Deine geplante Sanierung die Anforderungen der Förderrichtlinie erfüllt. Die BzA wird von Deiner Energieeffizienz-Expertin oder Deinem Experten ausgefüllt und damit eine BzA-Identifikationsnummer generiert.
Die Planung und Baubegleitung kannst Du auch von Deinem Experten oder Deiner Expertin durchführen lassen und dafür eine höhere Kreditsumme und ebenfalls einen Tilgungszuschuss erhalten.
Tipp: Hol Dir frühzeitig mehrere Angebote von Fachfirmen ein. Sie helfen nicht nur bei der Kostenplanung, sondern sind auch Voraussetzung für die BzA.
Schritt 2: Finde einen Finanzierungspartner
Die KfW vergibt den Kredit nicht direkt an Dich, sondern ausschließlich über sogenannte durchleitende Finanzierungspartner, also Banken oder Sparkassen.
Wende Dich dafür am besten an einen Finanzierungsvermittler, der mir Dir die Angebote unterschiedlichen Kreditinstitute durchgehen kann.
Wichtig: Die Finanzierung muss vor Maßnahmenbeginn stehen. Das heißt, Du darfst noch keine Handwerksaufträge vergeben oder mit den Bauarbeiten starten, bevor der Kreditantrag eingereicht wurde. Ausnahme: Beratungs- und Planungsleistungen mit Energieberatern oder Fachfirmen dürfen schon vorab stattfinden.
Kannst Du trotzdem einen Handwerkervertrag abschließen?
Ja, aber nur mit einer sogenannten aufschiebenden oder auflösenden Bedingung. Das bedeutet: Du vereinbarst im Vertrag, dass er erst in Kraft tritt, wenn Du die Förderzusage der KfW erhalten hast. Ein solcher Vertrag gilt nicht als Maßnahmenbeginn. Diese Formulierung schützt Dich rechtlich und sichert Dir trotzdem frühzeitig einen Handwerkertermin.
Schritt 3: Lass den KfW-Kredit beantragen
Sobald Dir die BzA vorliegt und Du mit Deinem Finanzierungspartner alles besprochen hast, kann der eigentliche Antrag auf den Kredit 261 gestellt werden. Den Antrag stellst Du gemeinsam mit Deinem Finanzierungspartner bei der KfW.
Nach erfolgreicher Prüfung erhält Dein Finanzierungspartner eine Kreditzusage durch die KfW.
Plane genügend Zeit für die Antragstellung ein. Es können mehrere Wochen bis zur Zusage vergehen.
Achtung Budgetlimit: Für die BEG Wohngebäude, zu der der KfW-Kredit 261 gehört, sind im Bundeshaushalt 2026 rund zwei Milliarden Euro vorgesehen. Das sind etwa 58 Prozent weniger als 2025. Ob das Budget im Jahresverlauf reicht, hängt von der Nachfrage ab. Einen Anspruch auf die Förderung gibt es nicht; die KfW entscheidet nur im Rahmen der verfügbaren Mittel. Bereits zugesagte Kredite bleiben in der Regel bestehen. Wenn Du eine Effizienzhaus-Sanierung planst, solltest Du den Antrag deshalb nicht unnötig aufschieben.
Schritt 4: Schließ den Kreditvertrag ab und starte die Sanierung
Sobald Du die Zusage hast, kannst Du den Kreditvertrag bei Deiner Bank unterschreiben. Danach darfst Du mit der Sanierung beginnen und Aufträge an Handwerksbetriebe vergeben.
Halte engen Kontakt mit Deiner Energieeffizienz-Expertin oder Deinem Experten. Sie begleiten die Umsetzung und dokumentieren, dass die Sanierung wie geplant erfolgt.
Achtung: Bewahre alle Rechnungen gut auf und achte darauf, dass die Leistungen wie vorgesehen durchgeführt werden. Nur dann bekommst Du den vollen Tilgungszuschuss.
Schritt 5: Schließ die Sanierung ab und sichere Dir die Tilgungszuschüsse
Nach Abschluss der Sanierung erstellt die Energieeffizienz-Expertin beziehungsweise der -Experte die sogenannte Bestätigung nach Durchführung (BnD). Sie wird über das KfW-Online-Portal hochgeladen und dient als Nachweis, dass die Maßnahmen wie geplant umgesetzt wurden.
Achte darauf, dass die eingereichten Rechnungen vollständig sind. Sie müssen Deinen Namen, die geförderten Maßnahmen, die Arbeitsleistung, den Durchführungszeitraum sowie die Adresse des Gebäudes enthalten und auf Deutsch ausgestellt sein. Teilweise verlangt der Finanzierungspartner auch Fotos oder weitere Nachweise.
Erst mit erfolgreicher Prüfung durch die KfW wird der Tilgungszuschuss gewährt. Je nach erreichten Effizienzhausstandard sind fünf bis 25 Prozent der Kreditsumme möglich.
Der Zuschuss wird direkt vom noch offenen Kreditbetrag abgezogen – Du musst also entsprechend weniger zurückzahlen.
Welche anderen Förderprogramme kannst Du mit dem Wohngebäudekredit kombinieren?
Das Grundprinzip lautet: Dieselbe Maßnahme am selben Bauteil darf nur einmal aus Bundesmitteln gefördert werden. Du kannst den KfW 261 aber sehr wohl mit anderen Programmen kombinieren – solange es sich um unterschiedliche Maßnahmen handelt.
Häufig kannst Du außerdem regionale Förderprogramme mit den Bundesförderungen kombinieren. Es lohnt sich immer zu prüfen, ob Dein Bundesland, Deine Region oder Deine Stadt entsprechende Förderprogramme haben, die zu Deinem Vorhaben passen.
Welche Kombinationsmöglichkeiten gibt es?

Quelle: Finanztip-Darstellung (Stand: Juni 2025)
Lohnt sich ein Blick auf regionale Förderprogramme?
Ja, fast immer. Viele Bundesländer haben zusätzliche Förderprogramme, die sich teils mit der BEG kombinieren lassen. Dazu kommen kommunale Förderprogramme vieler Städte. In der Regel sind diese mit den Bundesprogrammen kombinierbar – prüfe aber immer direkt beim jeweiligen Anbieter, bevor Du mehrere Förderungen beantragst.
Wir haben Dir hier eine kleine Auswahl an Programmen zusammengestellt, um Dir ein Beispiel zu geben:
Das Land Brandenburg vergibt über die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) ebenfalls einen Kredit für Maßnahmen der energetischen Sanierung und den altersgerechten Umbau. Dabei gelten folgende Konditionen:
- Du musst das Haus selbst nutzen, es darf also nicht vermietet sein.
- Dein Haus wurde vor dem 2. Oktober 2009 errichtet.
- Dein Einkommen übersteigt gewisse Grenzen nicht.
- Die Kosten betragen mindestens 500 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
- Du bekommst ein zinsfreies Darlehen von bis zu 230.000 Euro für 20 Jahre und einen Zuschuss von 10.000 Euro in der Grundförderung. Je nach Familiensituation können Darlehen und Zuschüsse auch höher ausfallen.
Wenn Du in Hamburg wohnst, kannst Du Dir Zuschüsse für verschiedene Maßnahmen wie die Dachdämmung sichern. Im Zuschuss-Programm Wärmeschutz im Gebäudebestand sind bis zu 50.000 Euro an Zuschüssen drin. Diese Konditionen gelten:
- Das Haus muss mindestens 20 Jahre alt sein.
- Du musst einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen.
- Für drei oder mehr Maßnahmen gibt es einen Bonus oben drauf.
- Pro Quadratmeter Dämmung bekommst Du einen gewissen Zuschuss zu den Kosten. Beispiel: Du bekommst 42,10 Euro pro Quadratmeter Fassadendämmung.
Auch Berlin stellt seinen Bewohnern mit dem Programm Wohnraum modernisieren der Investitionsbank Berlin (IBB) einen zinsgünstigen Kredit für die Verbesserung der Energieeffizienz zur Verfügung:
- Kreditbetrag bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit.
- Bis zu einer Darlehenshöhe von 50.000 Euro ist die Eintragung einer Grundschuld nicht nötig.
- Antragstellung ohne Einbindung eines Energieeffizienz-Experten möglich.
In der Regel sind regionale und Landesprogramme mit den Bundesprogrammen kombinierbar. Informiere Dich am besten trotzdem vorher immer noch einmal bei den jeweiligen Anbietern der Förderprogramme, wenn Du mehrere Förderungen nutzen möchtest.
Bei allen Förderprogrammen ist es wie bei der KfW auch: Du musst die Anträge stellen, bevor Du einen Vertrag mit Baufirmen abschließt.
Wenn Du statt eines Kredits und einer umfassenden Sanierung eher Zuschüsse für einzelne Maßnahmen suchst, solltest Du Dir einmal die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen anschauen.
Wenn Du ein neues Haus baust oder kaufen möchtest, kannst Du hier ebenfalls gefördert werden: Die KfW bietet den Kredit Klimafreundlicher Neubau an. Möchtest Du stattdessen ein Bestandsgebäude kaufen und anschließend sanieren, ist der KfW-Kredit Jung kauft Alt womöglich der richtige für Dich.
* Was der Stern bedeutet:
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