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Finanzmärchen: “Der MSCI World ist zu US-lastig” Denn: Die Top-10-Konzerne machen 38 % Auslandsumsatz Anpassung: Kriseln US-Firmen, fliegen sie aus dem Index „Anlagerisiko wegen US-Dominanz“, „Mogelpackung MSCI World“, „irreführende Bezeichnung“ oder „Trugschluss“. Mit diesen Begriffen gerät der breitgestreute Welt-Aktien-Index MSCI World schon seit Jahren regelmäßig in die Kritik. Der Vorwurf: Der Anteil von US-Unternehmen – aktuell 72,7 % – soll viel zu groß sein, um sich Weltindex nennen zu dürfen. Breite Streuung sieht angeblich anders aus. Finanzmärchen: “Der MSCI World ist kein echter Weltindex”Das ist aber ein Finanzmärchen, mit dem unser Co-Chefredakteur Saidi – neben vielen anderen Märchen rund ums Geld – in seinem Buch Finanzen ganz einfach aufräumt.
Denn eine entscheidende Sache wird vergessen: Der Sitz eines Weltkonzerns allein entscheidet längst nicht über seinen Erfolg. Die kompletten Top 10 des MSCI World haben ihre Zentralen in den USA – machen aber längst nicht nur dort Geschäfte und damit Umsatz. So viel Umsatz machen die US-Konzerne im AuslandFür Saidis Buch haben wir uns das einmal genauer angesehen. Grundlage waren die Geschäftsberichte aus dem Jahr 2024. Hier ein Überblick:
Gewichtet nach Umsatz haben die Top 10 im Schnitt 38,8 % ihres Umsatzes außerhalb der USA gemacht. Bei sechs der zehn Konzerne war es mehr als die Hälfte, z. B. bei Apple sogar 63,6 %. Denn seine iPhones verkauft Apple z. B. auch in China oder Indien. Nur 23 Industrieländer? Warum der MSCI World breiter streutSo spielen diese Länder sehr wohl eine Rolle für die Entwicklung des MSCI World – auch wenn sie als Schwellenländer selbst gar nicht im Index stecken. Tatsächlich ist der MSCI World also breiter gestreut, als die 23 enthaltenen Industrieländer anzeigen. Diese MSCI-World-ETFs empfiehlt FinanztipETFs auf den MSCI World empfehlen wir Dir also ganz klar weiterhin für Deinen langfristigen Vermögensaufbau, z. B. von … -
Xtrackers* (IE00BK1PV551)
- iShares (IE00B4L5Y983)
- Amundi (FR0010315770)
- SPDR (IE00BFY0GT14)
Genauso gut kannst Du auf einen ETF auf den sehr ähnlichen FTSE-Developed-Index setzen, z. B. von
Vanguard* (IE00BK5BQV03). Alle ETF-Empfehlungen findest Du in unserem ETF-Vergleich. Zuerst brauchst Du dafür ein Depot. Hier empfehlen wir Dir unsere Preis-Leistungs-Sieger
Smartbroker+*,
Traders Place* und in unserem Depotvergleich noch acht weitere Anbieter. MSCI World wird laufend neu angepasstAußerdem ist der hohe US-Anteil kein Naturgesetz. Der MSCI World wird laufend so angepasst, dass er immer die weltweit größten Unternehmen enthält, ganz egal aus welchem Industrieland sie kommen. Geht es amerikanischen Unternehmen in Zukunft schlechter, führt das kurzfristig zu niedrigeren Kursen beim MSCI World. Auf lange Sicht purzeln die Unternehmen einfach aus dem Index und werden von Aktien aus anderen Ländern ersetzt. Ein gutes Beispiel dafür ist JapanIn den 1980er Jahren war das Land noch die größte Nation im MSCI World. Ende der 80er haben dann die USA Japan überholt. Heute macht Japan als Nummer zwei nur noch gut 5 % vom Index aus. Und trotzdem hat der MSCI World auf Eurobasis seit seiner Auflage 1975 bis Ende 2024 im Schnitt 9,7 % Rendite pro Jahr erzielt. Wo wir schon bei Apple waren …… one more thing: Dass Du mit den gut 70 % US-Anteil im MSCI World einen Großteil Deines Geldes in US-Unternehmen investierst, hat noch einen Vorteil – Du diversifizierst Dein Vermögen besser. Denn Dein Einkommen oder Deine Rente bekommst Du ja schon in Euro ausgezahlt, auch Dein Job hängt von der hiesigen Wirtschaft ab. Dank Deines US-Investments bist Du also abgesichert, falls die europäische bzw. deutsche Wirtschaft langfristig schlecht laufen sollten. Mehr dazu liest Du in Saidis Buch Finanzen ganz einfach. Und unsere Einschätzung zu anderen häufigen Kritikpunkten am MSCI World findest Du in unserem Ratgeber zum MSCI World. Du hast noch Fragen?In einem zusätzlichen Finanztip Expertengespräch rund um sein neues Buch erklärt Dir Saidi, wie Du Dein Geld krisenfest anlegst und die Ruhe bewahrst, wenn es mal turbulent wird.
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