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Auch im Bereich Energie, Mobilität und Digitales kommen 2026 einige Neuerungen, die Du kennen solltest. Zum Beispiel eine geringere Einspeisevergütung für Solarstrom und fast überall höhere Gaspreise. Das ist aber noch nicht alles: 1. Strom und Gas2026 gibt‘s Änderungen bei den Netzentgelten, die einen großen Teil Deiner Strom- und Gasrechnung ausmachen: Im Schnitt sinken die Strom-Netzentgelte für Haushalte laut Energiedienstleister ene't brutto um ca. 2,22 ct pro Kilowattstunde (kWh). Bei einem aktuellen Durchschnittspreis von knapp 31 ct/kWh im Finanztip Strompreis-Barometer entspricht das einem ca. 7 % günstigeren Strompreis. Mit einem für eine kleine Familie typischen Verbrauch von 3.000 kWh sparst Du im Schnitt ca. 67 €/Jahr. Regional bzw. je nach Netzbetreiber gibt’s aber deutliche Unterschiede: In Berlin kannst Du bei 3.000 kWh im Schnitt sogar mit ca. 91 € Entlastung rechnen, in Bremen nur mit ca. 21 €. Beim Gas gilt das Gegenteil: Wie schon im Vorjahr steigen die Netzentgelte auch 2026 auf breiter Front deutlich, in einzelnen Orten sogar extrem. Laut ene't verteuert sich Gas im Schnitt um 0,34 ct/kWh brutto. Bei einem aktuellen Durchschnittspreis von 9,45 ct/kWh im Finanztip Gaspreis-Barometer entspricht das einem 3,6 % höheren Gaspreis. Wir raten Dir deswegen: Vergleich verschiedene Strom- und Gastarife und wechsle, wenn nötig. Das spart in vielen Fällen Kosten und ist viel einfacher, als Du denkst. Nutz dafür unsere Vergleichsrechner für Strom und Gas (enthalten Werbelinks). Sie fragen die Angebote von Verivox und Check24 ab und filtern die Ergebnisse nach den verbraucherfreundlichen Finanztip-Kriterien. 2. CO2-PreisHier wechselt Deutschland 2026 von festen Stufen zu einem Auktionspreis. Aktuell liegt er noch fix bei 55 €/Tonne, ab 2026 wird er frei am Markt verhandelt und kann zwischen 55 und 65 €/Tonne liegen. Dadurch wird Benzin um bis zu 2,8 ct/l und Diesel um bis zu 3,2 ct/l teurer. Auch auf Gas und Heizöl musst Du im nächsten Jahr einen höheren CO2-Preis zahlen. Wie stark sich das langfristig auswirkt und z. B. Deine Gasheizung verteuert, haben wir in diesem Text durchgerechnet. Mehr erfährst Du auch in unserem Ratgeber zur CO2-Steuer. 3. Einspeisevergütung für SolarstromAb Februar 2026 sinkt die Einspeisevergütung wieder um 1 %. Aktuell beträgt sie bis zu 7,86 ct/kWh, wenn Du Deinen PV-Strom zum Teil selbst verbrauchen willst. Bei Volleinspeisung sind es bis zu 12,60 ct/kWh. Die neue Vergütung gilt für alle PV-Anlagen, die zwischen dem 1. Februar 2025 und dem 31. August 2026 neu in Betrieb genommen werden. 4. Förderbedingungen für WärmepumpenAb 2026 gelten strengere Lärmgrenzen, sodass nur noch leisere Wärmepumpen staatlich gefördert werden. Für Geräte mit einer Leistung zwischen sechs und zwölf Kilowatt darf der Geräuschpegel dann höchstens 60 Dezibel betragen. Das entspricht etwa einem normalen Gespräch. Bevor Du den Förderantrag stellst, prüf in Deinem Angebot, ob die geplante Wärmepumpe die neuen Grenzen einhält. 5. Kommunale WärmeplanungBis Mitte 2026 müssen alle Kommunen mit mehr als 100.000 Menschen ihre kommunale Wärmeplanung vorlegen. Sobald sie steht, gilt dort auch die Pflicht aus dem Gebäudeenergiegesetz: Neue Heizungen müssen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Reine fossile Heizungen – also klassische Gas- oder Ölkessel – dürfen dann nicht mehr neu eingebaut werden. 6. Gebäudemodernisierungsgesetz2026 will die schwarz-rote Koalition das Gebäudeenergiegesetz überarbeiten und unter dem neuen Namen „Gebäudemodernisierungsgesetz“ neu aufstellen. Welche Änderungen konkret auf Eigentümer und Mieter zukommen, ist aktuell offen: Während die Union die 65-%-Regel für neue Heizungen streichen möchte, hält die SPD an ihr fest. Klar ist bisher nur, dass die politischen Verhandlungen 2026 entscheidend werden. 7. DeutschlandticketAb 2026 kostet das Deutschlandticket 63 statt 58 €/Monat. Bund und Länder heben den Preis an, um damit die gestiegenen Kosten im Nahverkehr auszugleichen. Wenn Du regelmäßig fährst, lohnt sich das Ticket trotz Preiserhöhung weiterhin – meist ist es günstiger als regionale Abo- oder Monatstickets. 8. USB-C-PflichtAb 28. April 2026 müssen auch Laptops mit einer Ladeleistung bis 100 Watt einen USB-C-Anschluss haben. Damit setzt die EU ihren Weg zum einheitlichen Ladestandard fort. Bedeutet für Dich: Du brauchst künftig nur noch ein Ladegerät für Laptop, Smartphone und Tablet – das spart Platz, Geld und reduziert Elektroschrott. 9. Recht auf ReparaturBis spätestens 31. Juli 2026 muss die EU-Richtlinie zum „Recht auf Reparatur“ in Deutschland umgesetzt sein. Hersteller werden verpflichtet, Produkte länger reparierbar zu machen und Ersatzteile sowie Reparaturanleitungen bereitzustellen. Für Dich soll es dadurch einfacher und günstiger werden, kaputte Geräte zu reparieren, statt sie zu ersetzen. 10. Widerrufsbutton im Online-HandelAb 19. Juni 2026 müssen Onlinehändler einen gut sichtbaren Widerrufsbutton auf ihren Webseiten einbauen. Dadurch kannst Du einen Kauf direkt online rückgängig machen, ohne komplizierte Formulare oder E-Mails. Deine Online-Bestellungen können künftig also viel einfacher storniert und rückabgewickelt werden. 11. Kennzeichnungspflicht für Batterien und AkkusAb 18. August 2026 müssen Hersteller auf Batterien und Akkus Angaben zur Kapazität und gegebenenfalls zur Betriebsdauer machen. Die EU will so mehr Transparenz schaffen: Du sollst Akkus besser vergleichen und Dich bewusst für langlebigere, nachhaltigere Produkte entscheiden können. 12. Digitaler FührerscheinBis Ende 2026 soll der digitale Führerschein eingeführt werden. Du kannst ihn dann in einer App auf dem Smartphone speichern und europaweit nutzen. Der Vorteil: Du hast Deinen Führerschein immer digital dabei und kannst ihn auch bei Verkehrskontrollen offiziell als Nachweis verwenden. Jetzt weißt Du, was 2026 auf Dich zukommt. Wenn Du Deine Finanzen insgesamt einfacher machen willst, hilft Dir Saidis Buch Finanzen ganz einfach. Es führt Dich Schritt für Schritt durch alle wichtigen Geldthemen – verständlich und alltagstauglich.
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