Auf Geldreise – Podcast #99

Robo-Advisor: Die bequeme Geldanlage

Anja Ciechowski
Finanztip-Expertin für Bank und Vorsorge
27. Januar 2022

Shownotes

Du bist dir noch unsicher bei deiner Geldanlage, weißt nicht genau, welcher ETF in Dein Portfolio sollte und eigentlich würdest Du auch ganz gern die Verwaltung Deines Depots abgeben? Dann könnten digitale Anlagehelfer das richtige für dich sein. Mithilfe von Algorithmen ermitteln sogenannte Robo-Advisor Deine persönliche Risikoneigung und erstellen so ein zu Dir passendes Portfolio. Außerdem nehmen sie Dir die Depotverwaltung ab und achten in regelmäßigen Abständen darauf, dass Deine Anlagestrategie weiterhin eingehalten wird. Doch dieser Service kostet Dich laut einer aktuellen Studie von Biallo im Schnitt 0,82 Prozent pro Jahr – teurer als ein selbstgebautes Depot, sehr viel günstiger als aktiv gemanagte Fonds oder Vermögensverwalter.

Welche Vor- und Nachteile Robos mit sich bringen, ob sie den Markt schlagen können und wie Du den zu Dir passenden Anlagehelfer findest, erfährst Du in der aktuellen Gelreise-Folge.

Folge 99 anhören

Das Wichtigste im Überblick

  • Robo-Advisors gibt es seit mittlerweile 13 Jahren. Ursprünglich kommen die digitalen Anlagehelfer, die die langfristige Geldanlage für Dich übernehmen, aus den USA.
  • Häufig setzen sie dabei auf Aktien- und Anleihe-ETFs.
  • Robo-Advisors nehmen Dir die Geldanlage umfassend ab. Sie fragen Dich, wie viel Risiko Du bereit bist einzugehen, schlagen Dir mittels Algorithmus eine passende Geldanlage vor, setzen sie technisch um und verwalten Dein Portfolio.
  • Fängst Du gerade erst mit der Geldanlage an oder bist schon etwas weiter, hättest es aber gern bequemer und bist bereit, dafür auch ein bisschen mehr Geld auszugeben, dann sind die digitalen Vermögensverwalter eine sinnvolle Option für Dich.
  • Es gibt zwei Typen von Robo-Advisors: aktive und passive Anlagehelfer. Die aktiven Robos etwa berücksichtigen beispielsweise bestimmte Ereignisse in ihrer Anlageentscheidung und ändern daraufhin ihre Anlagestrategie. Die passive Variante ist diesbezüglich beständiger. Eine einmal gewählte Anlagestrategie wird über Monate, gar Jahre beibehalten.
  • Im Vergleich zum selbstgebauten Depot bringen Robo-Advisor einige Vorteile mit. Sie nehmen Dir einiges an Arbeit ab, schätzen aufgrund Deiner Antworten Deine Risikoneigung ein und schlagen Dir ETFs und eine zugehörige Anlagestrategie vor. Das macht es für Dich bequemer: Du sparst Zeit und Aufwand.
  • Und trotzdem bleibst Du flexibel und kannst, sollten sich Deine Lebensumstände verändern, den Robo ruhend stellen oder die Sparsumme erhöhen oder senken.
  • Die von Finanztip empfohlenen Robo-Advisor kosten Dich unter einem Prozent – etwas teurer als ein selbstgebautes Depot, aber sehr viel günstiger, als würdest Du Deine Geldanlage an Vermögensverwalter abgeben.
  • Neben den höheren Kosten gibt es noch weitere Nachteile. Du solltest nicht auf ein individuell auf Dich zugeschnittenes Portfolio hoffen. Die Robos greifen nämlich auf das Baukastenprinzip zurück. Und auch wenn es der Name Robo-Advisor vermuten lässt, eine klassische Anlageberatung wirst Du von ihnen nicht bekommen.
  • Du suchst den zu Dir passenden Robo-Advisor? Dann mach es Dir einfach und schau nach den Finanztip-Empfehlungen. Ansonsten überlege, ob Du lieber einen aktiven oder passiven Anlagehelfer hättest, ob Du regelmäßig sparen oder eine Einmalanlage tätigen möchtest, welche Serviceleistungen Dir wichtig sind oder ob der Robo eine Mindestanlage von Dir fordert.
  • Hast Du Dich entschieden, funktioniert es analog zum Depot: Du füllst einen Fragebogen aus und bekommst einen Anlagevorschlag. Stimmst Du diesem zu, kommt der Vertrag zustande. Dann musst Du nur noch Deine Identität nachweisen, entweder per Post- oder Videoident, einen gewissen Betrag überweisen und schon kann der Robo-Advisor mit Deiner Geldanlage loslegen.
  • Auch bei Robos gilt: Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden oder realisierte Gewinne müssen versteuert werden. Wenn Du noch mal nachhören möchtest, wie viel genau Du zahlst oder das ein oder andere an Steuern sparen kannst, dann höre noch mal in die Folge 48 rein.
  • Sollte ein Anbieter eines Robos Pleite gehen, brauchst Du Dir keine Sorgen um Dein Geld zu machen. Dadurch, dass es zum Sondervermögen gehört, ist es nämlich geschützt.

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