Onvista Bank Gebühren

Günstig Aktien und Fonds zum Festpreis handeln

Sara Zinnecker
& Co-Autor
Stand: 06. Dezember 2018
Das Wichtigste in Kürze
  • Das Finanzportal Onvista bietet neben Informationen zu Börsenkursen auch Wertpapierdepots an.
  • Für Sparpläne gibt es mehr als 160 ETFs kostenlos.
So gehen Sie vor
  • Das Festpreis-Depot der Onvista Bank ist Finanztip-Empfehlung für sehr günstige Depots.
  • Pro Wertpapier-Handelsauftrag zahlen Sie nur 6,50 Euro.

Die meisten Wertpapierbesitzer kennen Onvista vor allem als Online-Portal zur Abfrage von Börsenkursen. Neben dem Finanzportal betreibt die Muttergesellschaft Onvista Group auch die Onvista Bank, bei der Anleger ein Depot eröffnen können. Die Bank wirbt mit einem Angebot, mit dem Kunden alle gängigen Wertpapiere in Deutschland zu einem Festpreis von 6,50 Euro handeln können. Das Institut gehört damit zu den günstigsten Anbietern für Wertpapierdepots.

Welche Konditionen bietet das Festpreis-Depot?

Die Onvista Bank bietet ihr Depot unter dem Namen 5-Euro-Festpreis-Depot an. Kunden können sämtliche Wertpapiere wie Aktien, ETFs, Zertifikate oder Anleihen zu einem Preis von 5 Euro plus 1,50 Euro pauschalisierte Börsenplatzgebühren handeln – und zwar unabhängig von der Höhe des Auftrags. Es fällt keine Jahresgebühr an.

Das Angebot umfasst den außerbörslichen Direkthandel, etwa bei den Händlern Baader Bank oder Lang & Schwarz. Der Festpreis von 6,50 Euro gilt außerdem für die Börsen Xetra und Tradegate Exchange. An anderen Börsenplätzen, etwa München oder Stuttgart, fallen zusätzliche Fremdspesen von mindestens 1,19 Euro an. Die Bank listet auf ihrer Website eine umfangreiche Tabelle mit Beispielen dazu auf.

ETFs im Direkthandel kaufen

Bei manchen Börsen wie Xetra kommt es öfter zu Teilausführungen, wie unser Ratgeber Börsenhandel erklärt. Das bedeutet, dass eine Order in mehrere kleine Orders aufgeteilt wird. Sofern diese am selben Tag aufgeführt werden, fällt bei der Onvista Bank die Handelsgebühr nur einmal an. Auch die Auszahlung von Dividenden, für die manche Anbieter Geld verlangen, ist bei der Onvista* Bank kostenlos. 

Wer einen leichten Zugang zum Aktienhandel sucht, dem empfehlen wir den Direkthandel während der Xetra-Öffnungszeiten zwischen 9 und 17.30 Uhr. Der Direkthandel hat im Vergleich zum Börsenhandel den Vorteil, dass Anleger Kurse in Echtzeit angezeigt bekommen, die Kosten transparenter sind und Orders am Stück ausgeführt werden. Wie Sie Aktien und ETFs im Direkthandel kaufen können, erklären wir im Ratgeber Aktien kaufen

Wieso ist die Onvista Bank Finanztip-Empfehlung?

In unserem Test für Depotbanken vom März 2018 untersuchten wir unter anderem, welche Depots gemessen an den Orderkosten absolut am günstigsten sind. Dazu prüften wir die jeweils günstigste Möglichkeit, 1.000, 5.000 und 15.000 Euro in ETFs zu investieren. In der Regel waren das Käufe im Direkthandel. 

Wichtiges Auswahlkriterium für eine Empfehlung war zudem, dass Sparer ETF-Sparpläne zu branchenüblichen Kosten anbieten (nicht mehr als 1,75 Prozent des Sparbeitrags).

Das Festpreis-Depot der Onvista Bank ist Empfehlung in der Kategorie „günstigste Depots“. Die Tabelle zeigt, wie es im Vergleich zu den anderen von uns untersuchten Anbietern abschneidet. Wie wir bei unserer Analyse der Depots genau vorgegangen sind, lesen Sie im Ratgeber Wertpapierdepot im Kapitel So haben wir getestet.

Günstigste Depots: Orderkosten in Euro je Anlagebetrag¹

Anlagesumme15.000 €
Einmalanlage
5.000 €
Einmalanlage
100 €
monatlich
Begründung
unsere Empfehlungen    
Onvista Bank²6,506,500 
Flatex6,616,611,50 
weitere Anbieter    
Degiro53--kein Sparplan
DKB25101,50vergleichsweise höhere Ordergebühren
Merkur Bank2525--kein Sparplan
Wüstenrot direct²29,9012,50--kein Sparplan
Postbank29,9514,950,90vergleichsweise höhere Ordergebühren
Targobank34,9012,502,50vergleichsweise höhere Ordergebühren
Maxblue37,5012,502,90teurer Sparplan, vergleichsweise höhere Ordergebühren

¹ Die Tabelle zeigt eine Auswahl der untersuchten Anbieter. Orderkosten lauten in Euro. Das Zeichen -- bedeutet, dass die Bank oder der Broker das Angebot nicht im Programm hat.
² Bei der Onvista Bank handelt es sich um das Festpreis-Depot, bei der Wüstenrot direct um das Wertpapierdepot, das Handel über die Börse ermöglicht. 
Quelle: Anbieter, Finanztip-Recherche (Stand Konditionen: 8. März 2018)

Onvista Bank
Online-Wertpapierdepot
  • niedrige Gebühren: eine Order im Direkthandel kostet 7 Euro
  • 1 Euro Fixgebühr für Sparplanraten
  • mehr als 150 Sparpläne
  • Konto und Wertpapierverwahrung liegen bei der Onvista Bank
Nur beim Anbieter abschließbar

Was sollten Sie sonst noch wissen?

Die Onvista Bank gibt es unter diesem Namen seit 2009. Seit 2017 gehört sie zur Comdirect, die Bank behielt jedoch ihren eigenen Namen und hat weiterhin eigenen Konditionen. Die Depoteröffnung hatte Anfang 2018 bis zu drei Wochen gedauert. Nach Angaben der Bank sollten Kunden das Depot nun aber nach maximal einer Woche nutzen können, wenn alle Unterlagen vollständig vorliegen.

Im Gegensatz zu anderen Anbietern, können Sie bei der Onvista Bank Sparpläne nicht einfach ändern, also etwa nicht einfach Ihre Rate erhöhen oder senken. Dafür müssen Sie den alten Sparplan löschen und einen neuen anlegen. Wir sehen das aber nicht als Problem an, weil alles kostenlos passiert. Sie müssen lediglich ein paar Mal öfter klicken.  

Die Onvista Bank verlangt keine TANs, wenn Sie Wertpapiere kaufen oder verkaufen. Stattdessen ist ein einziges Girokonto hinterlegt, von dem das Geld für Käufe abgebucht und der Erlös aus Verkäufen gutgeschrieben wird. Dieses Konto lässt sich nur per schriftlichem Antrag – offline – ändern. Wir halten dieses Depot daher für ebenso sicher wie solche von anderen Anbietern.

Mehr dazu im Ratgeber Wertpapierdepot

  • Mit dem richtigen Wertpapierdepot zahlen Sie wenig fürs Kaufen und Verkaufen von Aktienfonds (ETFs).
  • Finanztip-Empfehlungen: Als Kombiangebot aus Depot, Girokonto und Kreditkarte haben am besten abgeschnitten: DKB, Comdirect und Consorsbank. Die günstigsten Anbieter sind: Smartbroker, Onvista-Bank und Trade Republic.

Zum Ratgeber

Autor
Sara Zinnecker
& Co-Autor
Dr. Manuel Kayl

Stand: 06. Dezember 2018


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