Vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich habe zwar meine Entscheidung vor kurzer Zeit ohnehin zugunsten der Thesaurierer getroffen, jedoch hat mich eine kürzliche Durchführung einer solchen Thesaurierung innerhalb des Fonds nochmal zum Grübeln gebracht wie das Ganze tatsächlich abläuft und welche Auswirkungen es auf den Kursverlauf hat.
Also war mein Interesse eher theoretischer Natur um die ganze Funktionsweise von ETFs besser zu verstehen. Auf den zweiten Blick ist dann vieles doch nicht ganz so einfach wie man im ersten Moment denkt. Auch in Bezug auf Preisfestsetzung & Entwicklung des Fondsvolumen. Das ist zwar in der Praxis nicht zwingend wichtig für den Privatanleger, aber mich interessiert es.
Die meisten Informationen dazu im Netz sind eher oberflächlich oder widersprüchlich. Auch auf Finanztip.de werden ja glaube ich die Kurse der Ausschütter mit einer wiederangelegten Dividende hochgerechnet um sie 1:1 mit Thesaurierern zu vergleichen, was in meinen Augen etwas irreführend ist. Eine strikte Unterscheidung fände ich sinnvoller, aber vielleicht führt das wieder bei anderen Nutzern zu Verwirrung, da relativ abstrakt.
Und wenn dann in der Praxis noch der Tracking bzw. Performance Error dazwischenfunkt wird gleich alles noch mal schwieriger zu durchschauen, da manche Effekte nur kurzfristig auftreten.
Zur konkreten Frage: Bei einem ETF auf einen Kursindex sollte der Ausschütter dem Kursverlauf am ehesten folgen, auf einen Performance-Index der Thesaurierer. Die Kursveläufe des Thesaurierers sollte im ersten Fall höher sein, im zweiten Fall der des Ausschütters niedriger. Aber eben nicht die Performance.
Aha - möglicherweise habe ich hier den Denkfehler gemacht zwar beim Index zwischen Kurs und Performance zu unterscheiden, aber nicht beim ETF. Also gibt es im Endeffekt gar nicht DEN Wert eines ETFs, sondern auch hier gilt es immer zu unterscheiden zwischen ETF-Kurs und ETF-Performance? Macht irgendwie Sinn.