Moin,
wirklich seltsam, dass Finanztip noch nichts zum Thema veröffentlicht hat! Aber wahrscheinlich ist das, wenn auch medial recht viel passiert, in der Sache zu nischig, was wiederum auch am zitierten Risiko liegt. Dennoch zu den Punkten.
@Kater.Ka:
"Wie immer sollte man sich die Frage stellen warum diese Anbieter angesichts der Niedrigzinssituation das Geld nicht von einem großen Investor holen. Offensichtlich ist denen das Risiko zu hoch. Und dann soll es für Kleinanleger geeignet sein?"
1) Die Immobilienprojekt werden ja in der Regel zum größten Teil fremdfinanziert, wobei die Nachrangdarlehen aus dem Crowdfunding helfen, die Eigenkapitalquote gegenüber den Darlehengebern zu erhöhen.
2) Ich glaube, letzteres ist weniger ein Thema für große Investoren. Die kaufen ggf. selbst Immobilien bzw. legen Immobilienfonds auf, um nachhaltige Erlösströme und künftige Wertentwicklung mitzunehmen. Und die Pointe der Crowdfundingplattformen ist gerade, dass sie Zugang zu dem in Summe riesigen Vermögen der deutschen Sparer bieten. Sind als Verhandlungspartner für den Projektentwickler wahrscheinlich auch geschmeidiger.
@derjungesparer und sein Einwand der mangelnden Diversifikation: Für Diversifikation im eigenen Portfolio muss man selbst sorgen. Klar ist: In Crowdfunding nicht das letzte Geld stecken! Und auch nicht alles bis auf den Notgroschen! Das ist durchaus mit Risiko behaftet und es gab, wie Kater.Ka richtig sagt, auch schon einen Zahlungsausfall in der Branche (jedoch nicht bei Exporo). Da kann man bei Interesse im Rahmen eine größeren Vermögens sicherlich mal mit einem kleinen Teil probieren. Die Beschränkungen durch das Kleinanlegerschutzgesetz kommen nicht von ungefähr, wenngleich natürlich einige Bestimmungen fragwürdig sind.
Ich persönlich finde ETFs, die größere Aktineindizes nachbilden, interessanter. Über längeren Zeitraum ähnlcihe REnditen, weniger Risiko und weniger Aufwand! Vielleicht war das auch mit der mangelnden Diversifikation gemeint.
Gleichwohl kann ich den Charme von solchen Immobilieninvestments nachempfinden. Und die Crowdfundingbranche interessiert mich insbes. in ihrer weiteren Entwicklung. Darum haben wir mit uns mit ein paar Bekannten angeschickt, ein möglichst neutrales Bewertungsportal zu gestalten, um Nutzern die Möglichkeit zu geben, ihre Erfahrungen zu teilen. Ein paar Exporobewertungen gab es bereits, wenngleich das sicher noch nicht repräsentativ ist.
Gibt aber auch schon bei kritische-anleger.de einiges, sehe ich gerade.
@DennisNN1980 wiwin wird auch in Kürze folgen...dann gibt es bei uns die Möglichkeit
Die Einwände von Ökonom sind aber durchaus relevant.