Auch wenn es nicht auf den vom TE genannten Fonds bezogen ist: Ganz generell sollte man sich von Mindestanlagebeträgen - so es sie denn für die jeweilige Tranche gibt - nicht abschrecken lassen. Ich habe schon häufiger gesehen, dass man bei diversen Online-Brokern diverse Insti-Trachen auch ohne Mindestsumme kaufen kann. Dies wird von denen nicht großartig beworben, ist aber so. Da hilft nur, bei seinem eigenen Broker die ISIN der Insti-Tranche in die Ordermaske einzugeben und zu schauen, ob diese verfügbar ist. So kann man einiges an Gebühren sparen.
Beiträge von Investor
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Hallo Community,
ich bin ein bekennender Fan von Nebenwerten. Aus Gründen der Risiko-Minimierung möchte ich aber eigentlich nur in Fonds investieren, um eine breite Streuung zu gewährleisten. Vergleicht man die verschiedenen Produkte auf 5 bzw. 10 Jahres-Sicht, kristallisieren sich zwei Spitzenreiter heraus (Stand 01.01.19, Quelle Fondsvergleich bei Onvista.de):
Auf 10-Jahres Sicht:
Platz 1: Unideutschland XS (https://www.onvista.de/fonds/UNIDEUTS…-DE0009750497): + 438,55 %
Platz 2: Lupus Alpha Smaller German Champions (https://www.onvista.de/fonds/LUPUS-AL…-LU0129233507): + 403,22 %Die einschlägigen Indizes bleiben deutlich hinter dieser Performance zurück. So rentierte der MDAX auf 10-Jahressicht lediglich mit 304,45 % und der SDAX mit 267,99 %. Der MSCI World Small Cap Index hätte 174,89 % gebracht.
Auf 5-Jahres-Sicht:
- Lupus Alpha Smaller German Champions: + 57,63 %
- Unideutschland XS: + 47,33 %
Sieht man den Mainfirst Germany (https://www.onvista.de/fonds/MAINFIRS…ds-LU0390221926) auch noch als Mid/Small-Cap-Fonds an, obwohl er beim Onvista-Fondsvergleich als allgemeiner Deutschlandfonds geführt wird, kommt man auf eine 5-Jahres-Performance von 71,35 % .
Natürlich sagt die Performance der Vergangenheit nichts über die Zukunft aus. Dennoch ist sie ein gewisser Indikator für die Fähigkeiten des Fondsmanagements. Eine Alternative wäre vielleicht noch das Value-Stars-Deutschland-Zertifikat: https://www.onvista.de/derivate/index…EO-DE000LS8VSD9
Dies hat eine 5-Jahres-Performance von 64,00 %. Allerdings hat man hier wie bei jeder Inhaberschuldverschreibung das Liquiditätsrisiko des Emittenten. Insofern sind mir Fonds grundsätzlich lieber als Zertifikate, weil die Assets hier als Sondervermögen vom sonstigen Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft getrennt ist.
Was spricht aus Eurer Sicht für- oder gegen die genannten Fonds ? Was ist Euer persönlicher Spitzenreiter aus dem Segment Mid- und Smallcapinvestments Deutschland ?
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@ Kater.Ka : soviel habe ich leider nicht auf der hohen Kante.
Manchmal gibt es aber je nach Bank und Fonds die Chance, Insti-Tranchen unter Abweichung von der Mindestanlage zu erhalten. Ein Beispiel ist der von Oekonom weiter oben bereits genannte Lupus alpha Dividend Champions C. Diese Tranche gibt es nach der oben zitierten Übersicht des Fondsvermittlers avl sogar als Sparplan, und das obwohl der Fonds nicht an der Börse gehandelt wird ! Da der Comdirect-Informer die Insti-Tranche des European Micro Cap (LU1637618825) sogar mit einer Mindestanlage von nur 250 € ausweist, hatte ich die Hoffnung, diesen Fonds dort erwerben zu können. Aber nach der netterweise von Dir durchgeführten Recherche ist das ja doch nicht möglich. Die einzige Hoffnung, die ich noch habe, ist, dass es bei der DAB den Fonds gibt. Wäre einfach mal interessant zu erfahren, ob bei Eingabe in das Handelssystem von DAB tatsächlich 500.000 € Mindestanlage abgefordert werden oder ob es - wie bei anderen Fonds ja auch - mit einer günstigeren Mindestanlage geht. Ich glaube, dass Banken , wenn sie Insti-Tranchen im Angebot haben, dies nicht immer großartig bewerben, sondern man es nach der "try and error-Methode" im Einzelfall probieren muss, ob der konkrete Fonds dort handelbar ist.
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Danke für den Versuch ! Bei Onvista ist der genannte Fonds auch nicht kaufbar. Zwar lässt er sich in der Maske zunächst auswählen, im weiteren Verlauf erscheint dann aber ebenfalls die Meldung, dass das Produkt nicht handelbar sei. Weiß jemand aus der Community mit DAB-Depot, ob der Fonds dort erhältlich ist ?
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Ich interessiere mich für die institutionelle Tranche des Berenberg European Micro Cap (LU1637618825). Dem comdirect-Informer habe ich entnommen, dass das Produkt dort erhältlich sein soll (https://www.comdirect.de/inf/fonds/deta…ATION=199593871). Kann dies jemand bestätigen, d.h. funktioiert der Kauf dort wirklich ?
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Man kann bei diversen (Fonds-)Banken auch die institutionellen Tranchen kaufen. Wenn ich mich recht an Beiträge hier erinnere, war hier die DAB ganz vorne dabei gewesen. Ich kaufe auch gelegentlich solche Tranchen bei Comdirect.
Ganz gut ist auch die FFB bzw. meine "Suchmaschine" ist hier immer AVL Investmentfonds, dort kann man die ISIN eingeben und sieht dann, bei welcher Bank man die (institutionelle) Tranche kaufen kann. Hier zum Beispiel die Abfrage für
- den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (I-Tranche):
https://www.avl-investmentfonds.de/fondssuche/DE0…tungen+AI+EUR+A- den Lupus alpha Dividend Champions C (I-Tranche):
https://www.avl-investmentfonds.de/fondssuche/DE0…ampions+C+EUR+A@ Oekonom: Vielen Dank auch für den tollen Hinweis auf die Suchfunktion !
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Vielen Dank schon mal für Eure interessanten Antworten.
Die eine Frage ist: Bei welchem Broker war das?
Die andere: Das klingt, als ob Du von aktiv gemanagten Fonds sprichst. Warum überhaupt diese kaufen, auch wenn ich in der Insti-Tranche immer noch das Management bezahlen muss?
zu 1): bei onvista kann man teilweise die Insti-Tranchen kaufen, funktioniert aber nicht bei jedem Fonds.
zu 2): weil ETF leider nicht alles abbilden bzw. es mir lieber ist, wenn in schwierigen Marktphasen ein Mangager vielleicht noch gegensteuern kann. Oftmals sind die ETF nur dehalb besser als aktiv gemanagte Fonds, weil bei den aktiven durch Performance-Fees und hohe jährliche Grundgebühren die Rendite zunichte gemacht wird. Es gibt auch Fonds, deren Insti-Tranche keine Performance-Fee hat, die Retail-Tranche aber schon. Vergleicht man nur die Insti-Tranchen mit den ETF, schneiden die aktiv gemangten Fonds erstaunlich gut ab
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Ein häufiges Problem bei aktiv gemanagten Fonds sind vor allem die Kosten. Leider ist es so, dass die Privatanleger-Tranchen (auch Retailtranchen genannt) überproportional mit Gebühren belastet werden. Nicht nur, dass dem unwissenden Privatanleger häufig hohe Ausgabeaufschläge abverlangt werden, nein, er muss als Inhaber eines Retail-Anteils auch bei den laufenden Kosten deutlich tiefer in die Tasche greifen. Durch Zufall habe ich festgestellt, dass man bei meinem Online-Broker manchmal auch die deutlich günstigeren institutionellen Tranchen kaufen kann, und das sogar ohne die vom Fondsanbieter vorgesehene hohe Mindesteinlage. Als Verwahrart der Fondsanteile wird in solchen Fällen in meinem Depot allerdings immer "Wertpapierrechnung" statt, wie sonst üblich, "Girosammelverwahrung" angezeigt. Ich vermute, dass mein Broker einen Intermediär, d.h. eine Bank als Zwischenverwahrer eingeschaltet hat und ich gegenüber dem Fondsanbieter als Anleger gar nicht in Erscheinung trete. Anders ausgedrückt: Die vom Broker eingeschaltete Bank verfügt über so viele Fondsanteile, dass sie gegenüber dem Fondsanbieter die Mindestanlage erfüllt und von diesem auch als institutioneller Investor anerkannt ist. Die Bank hält den Fondsbestand gegenüber dem Anbieter in eigenem Namen, verschafft mir als Privatanleger jedoch eine Gutschrift in Wertpapierrechnung. Meine Frage an das Forum ist, ob ihr bei Euren Brokern auch schon mal die günstigeren institutionellen Anteile gekauft habt. Eigentlich bietet diese Möglichkeit doch nur Vorteile, oder ? Ich selbst hatte auch noch nie Probleme. Nach einem Beitrag in einem anderen Forum bin ich jedoch stutzig geworden. Dort hat jemand berichtet, dass seine Insti-Anteile irgendwann nicht mehr handelbar gewesen wären:
https://www.wertpapier-forum.de/topic/40595-mi…anteilsklassen/
Hat jemand hier im Forum Erfahrungen und kann weitere Informationen geben ?
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Beim Thesaurierer beachten, dass die Liquidität für die Steuer auf die Vorabpauschale von Dir bereitgestellt werden muss während beim Ausschütter diese zumindest anteilig durch die Ausschüttung reinkommt.
Habe ich richtig verstanden, dass sich diese Aussage nur auf Fälle bezieht, in denen der Freistellungsauftrag überschritten wird ? So wie ich das verstanden habe, bietet das neue Recht beim Thesaurierer sogar Vorteile: So kann man den jährlichen Freibetrag ausnutzen und bekommt beim Verkauf des Fonds nach einigen Jahren die in Rechnung gestellten Steuern sogar angerechnet. Beispiel: Bei einem thesaurierenden Fonds fallen bei einer Haltedauer von 5 Jahre Steuern auf die Vorabpauschale in Höhe von 500,00 € p.a. an. Tatsächlich muss der Anleger an das Finanzamt nichts abführen, da die errechneten Steuern sich innerhalb des jährlichen Freibetrags halten. Wenn der Anleger den Fonds nach 5 Jahren verkauft, erhält er eine Gutschrift in Höhe von 2.500 € auf die dann anfallende Steuerschuld, weil er diese Steuern ja schon mit dem Freistellungsauftrag jeweils abgegolten hat.
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Eigentlich sind mir thesaurierende Fonds lieber, da ich eine langfristige Anlage anstrebe und den "Zinseszinseffekt" nutzen möchte. Leider wurde einer meiner Lieblingsfonds aufgrund der Investmentsteuerreform auf ausschüttend umgestellt. Da ich aber nach wie vor vom Konzept des Fonds überzeugt bin, werde ich ihn nicht verkaufen. Ich habe mir vorgenommen, die künftig anfallenden Ausschüttungen zeitnah in den gleichen Fonds zu reinvestieren. Auf der anderen Seite könnte die mit der Ausschüttung verbundene Reinvestitionsentscheidung dazu genutzt werden, die neu zu investierende Summe durch einen Betrag vom Girokonto aufzustocken, d.h. sogar mehr zu investieren als die eigentliche Ausschüttung. Vielleicht ist die Ausschüttung bei diesem Ansatz somit auch eine Motivationshilfe zum langfristigen Sparen....
Zur Frage der Performanceberechnung von ausschüttenden Fonds im Vergleich zu thesaurierenden Fonds:
Ich nutze regelmäßig das Finanzportal onvista.de. Die Charts dort lassen sich mit den Kursen verschiedener Handsplätze, d.h. diverser Börsen oder der KAG, "füttern". Da es sich um Charts handelt, die allein die Anteilspreise wiedergeben und hieraus jeweils die Performanceangaben im unteren Teil der Wertpapierübersicht errechnet werden, wird bei ausschüttenden Fonds die Wertentwicklung bereinigt um die Dividenden angezeigt, d.h. es wird allein auf den Kurs des Wertpapiers abgestellt. Dadurch hat man ein realistisches Bild von der Wertsteigerung des Fonds, auch wenn man die Ausschüttung nicht reinvestiert.