Ich befürworte ebenfalls das Geld dafür zu nutzen, nicht mehr die ganzen 15 Jahre voll zu arbeiten, außer es bereitet dir große Freude. Das kann mit zunehmenden Alter natürlich auch unfreiwillig passieren und es ist beruhigend, dafür gewappnet zu sein.
Manche Bekannte haben zusätzliche Lebensfreude in einem größeren gesellschaftlichen Engagement gewonnen, die sie in ihrer Erwerbsarbeit nicht gewinnen konnten.
Ich bin kein Freund der "reichster Mensch auf dem Friedhof" Sprüche. Geld ohne zusätzliche Freude auszugeben, nur um des loszubekommen, halte ich nicht für sinnvoll, auch wegen der Ressourcenveeschwendung.
Ich sehe den großen Payoff darin, sorgenfrei leben zu können und vieles nicht fürchten zu müssen, was irgendwie mit Geld lösbar ist.
Es ist jetzt bei dir aber auch kein riesiges Vermögen um übermütig zu werden, was hier in manchen Posts auch schon angeklungen ist, zumal kein Wohneigentum vorhanden ist.
Eigentlich sollte in deinem Alter jeder ein solches Vermögen besitzen, um für einen sorgenfreien Lebensabend gerüstet zu sein.
Im echten Leben würde man wahrscheinlich bei vielen Menschen dafür schief angeschaut werden, hier in der Anonymität kann man den Sachverhalt glücklicherweise klar benennen.
Bei einigen Kolleg:innen wird mir regelrecht mulmig zumute, wenn ich daran denke, dass es außer der GRV kaum Rücklagen gibt, obwohl sie problemlos mehr zurücklegen könnten. Für Andere kurz vor dem Ruhestand war der Inflationsschock der letzten Jahre noch einmal lehrreich, doch noch mal eine Schippe draufzulegen und einen größeren Puffer zu bilden.
Zusammenfassend würde ich wenigstens die nächsten 5 Jahre erst einmal so weitermachen, wenn der Job dir noch Freude bereitet und dann die Situation neu bewerten. Ein bisschen größereres Liquiditäts/Geldmarktpolster kann nicht schaden, da das Risiko von Arbeitslosigkeit und Krankheit steigt.