Beiträge von SeppoEmm

    Hallo Herr Gamper,

    danke für die schnelle und überaus kompetente Antwort! :)

    Es scheint ja relativ scharf umrissen zu sein, wie die Widerspruchsbelehrung hätte aussehen sollen -- und wie sie tatsächlich aussieht. Ich denke, ich werde meine Dokumente einmal einem Rechtsanwalt zur Prüfung geben. Für einen Fachmann auf diesem Gebiet sollte es ja fast innerhalb von 5 Minuten zu sagen sein, ob der Widerspruch bei mir nun überhaupt in Frage kommt oder ob bei mir alles "mit rechten Dingen" abgelaufen ist.

    Und ja, ich hatte auch schon befürchtet, dass zum jetzigen Zeitpunkt (laufender Part VII-Übergang) eine Klage auf Rückabwicklung wegen falscher Widerrufsbelehrung natürlich ein "Geschmäckle" hat ... Aber Recht ist nun mal Recht, und wenn der zwangsweise Übergang meines Vertrages auf eine (ungeschützte) irische Firma nun mal der Tropfen ist, der das Faß zum Überlaufen bringt, dann möchte ich eben erst jetzt von meinem Widerruf Gebrauch machen.

    Ich bin jetzt auch betroffen; habe letzte Woche das Schreiben der StandardLife erhalten. Ich habe "spaßeshalber" mal bei der Hotline angerufen, aber das war wenig zielführend. Dort saß eine Dame, die von der Materie offensichtlich noch wenig Ahnung hatte als ich -- und ich habe schon SEHR wenig Ahnung ;) -- und die scheinbar nur darauf getrimmt werden, dem Kunden einen Widerspruch auszureden. Grundtenor: FCFS brauchen wir nicht, SL ist absolut seriös und sicher, außerdem gibt es ein Sondervermögen, aus dem im extrem unwahrscheinlichen Falle einer Insolvenz die Versicherungsnehmer vorrangig bedient werden etc.

    Hab es dann dabei belassen und wollte die arme Dame nicht weiter belästigen ...

    Ich frage mich aber nun ernsthaft, was ich machen soll. Ich habe beim weiteren Googeln das hier gefunden:

    https://www.anwalt.de/rechtstipps/st…ung_109530.html

    Ist zwar von 2017, aber klingt vielversprechend. Denn im Falle einer Rückabwicklung gäbe es ja die gesamten eingezahlten Beiträge zurück, und eben nicht den "Fantasiebetrag", der sich im Falle einer Kündigung ergäbe.

    Ich zahle seit 2005 in die FREELAX ein, also seit mehr als 13 Jahren, und habe Stand heute mit dem Rückkaufwert noch nicht mal die Summe der eingezahlten Beiträge erreicht. (Lücke immer noch ca. 3k EUR, wenn ich mich nicht verrechnet habe). Da wäre eine Rückabwicklung natürlich gerade jetzt, unter dieser gar nicht rosigen Irland-Perspektive, durchaus attraktiv aus meiner Sicht.

    Irgendjemand Erfahrung damit?