Beiträge von Knusperhaus

    Hallo,

    mir ist aufgefallen, dass offenbar seit Neujahr einige Wertpapiere, die ich bereits in meinem Depot halte, in ihrer jeweiligen Kundenkategorie auf "Professionelle Kunden // Geeignete Gegenparteien" hoch- bzw. runtergestuft wurden. Die Positionen sind jetzt faktisch Closing Only, was ätzend ist. Bis etwa letztes Jahr waren diese Papiere noch als "Für Alle Kundenkategorien Geeignet" eingestuft. Das betrifft insbesondere Fonds, die ihrerseits teilweise Optionen oder Futures enthalten; aber auch Papiere wie $URA und $URNM sind aktuell nicht für Privatkunden verfügbar, was merkwürdig ist, da die in diesen Equity-Fonds gehaltenen Einzelpapiere handelbar sind, prinzipiell wäre der ETF also (mit hohem Aufwand) replizierbar...

    Der Broker schweigt sich großflächig darüber aus. Weil ich es auch selbst schlicht nicht weiß: Wie bzw. wo kommt denn eigentlich die MiFID-II-Kategoriesierung eines Papiers (nicht des Kunden!) her? Ich sehe da z.B. WM-Datenservice als Datenanbieter, das ist aber völlig intransparent. Kann ich auch irgendwo nachsehen, *warum* ein Papier seine Einstufung verloren hat, bzw. wann?

    Ich würde nicht die ganzen 15.000€ Brutto einzahlen, das müsste ich tatsächlich aus dem netto + altem Geld machen. Es geht aber eh um weniger als 10.000€, mehr kann ich als Vorsorgeaufwendungen eh nicht geltend machen.

    Tatsächlich würde neben der Einmalzahlung in die Basis-Rente regelmäßige monatliche Zahlungen hinzukommen, prinzipiell ganz klassisch.

    Meine Hauptsorge ist jetzt, dass ich aufgrund des doch recht massiven Steuervorteils (und damit ROI-Hebel) in ein Rentenprodukt eingesaugt werde, dass letztlich schlicht ein schlechtes Finanzprodukt ist. Immerhin könnte ich das gleiche Geld nehmen, auf die Steuer von immerhin 6.300€ verzichten, und in ein Depot legen.

    Hallo.

    Ich habe in diesem Jahr eine Einmalzahlung des Arbeitgeber in Höhe von rund 15.000€ erhalten, die zu meinem regulären Steuer-Brutto von rund 68.000€ hinzukommen. Damit bin ich bequem im Spitzensteuersatz unterwegs und auch die Fünftelregelung führt nicht dazu, dass sich die Einmalzahlung geringer versteuern ließe. Meine - vermutlich nicht so seltene - Überlegung ist jetzt, noch in diesem Jahr zumindest einen Anteil der Einmalzahlung in eine Basis-Rente einzuzahlen:

    Nach meiner Rechnung versteuer ich schon regulär rund 12.000€ zu 42%. Würde ich jetzt 5.000€ in eine Basis-Rente - die Vorsorgeaufwendungen kann ich noch zu rund 9.000€ ausschöpfen - einzahlen, bekäme ich 88% von 42% zurück, was rund 1.800€ Rückzahlung ausmacht. Die Alternative dazu wäre eine Einmalzahlung in meine Riester-Rente, dort kann ich aber nur knapp 1.000€ überhaupt steuerlich geltend machen; das sind also auch nur ein paar hundert Euro.

    Da auch meinem Steuerberater keine Möglichkeit einfällt, in meiner aktuellen Lebenssituation Steuern auf die Einmalzahlung sparen zu können, hört sich die Basis-Rente erstmal vernünftig an, da der Steuereffekt den ROI der Rente hebelt. Ich bin aber zurückhaltend, weil die Basis-Rente als tatsächliches Rentenprodukt mich nicht wirklich überzeugt. Die in Aussicht gestellten Rentenzahlungen sind extrem enttäuschend, auch mit Steuer-Effekt.

    Höre ich durch den Steuer-Vorteil bei Rürup Sirenengesang?