Erfahrungen interner Tarifwechsel und Frage an die Community
Ich habe bei meiner PKV nach einem Tarifwechsel gemäß § 204 Versicherungsvertragsgesetz gefragt, Zielsetzung geringerer Monatsbeitrag. Brav bekam ich eine Auswahl an 6 vermeintlich günstigereren Tarifen.
Da die Auswahl natürlich von der PKV vorgenommen wurde und ich nicht das geringste Vertrauen in diesbezügliche Aussagen meiner PKV habe, habe ich nachgefragt, ob ich nicht ALLE Tarife einsehen kann. Dies wurde barsch mit dem Hinweis abgelehnt, dass die Mitteilung aller Tarife "viel Arbeit" bedeute und generell auch kein Rechtsanspruch dafür bestehe, d.h.: die Auswahl der "günstigen Tarife" obliegt allein bei der PKV. Dies ist natürlich wunderbar für die Versicherten. Wunderbar ist auch, dass die Versicherten gar keinen Rechtsanspruch auf volle Transparenz haben.
Ich möchte gerne die Meinung der Community zu dem folgenden Vorgehen einholen:
Da m.E. eine allgemeine Nachfrage nie zum Vorschlag des für den Versicherten günstigsten Tarif führt, könnte ein Versicherter doch gezielte Fragen stellen (in der Hoffnung, dass bei einer gezielten Anfrage ein Ausweichen nicht oder viel schwerer möglich ist).
Der Versicherte formuliert nicht allgemein einen Wechselwunsch, sondern stellt exakte Fragen an seine Versicherung, beispielhaft::
Nennen sie den Tarif mit dem aktuell geringsten Monatsbeitrag unter folgenden Voraussetzungen:
- Bisex
- wahlärztliche Behandlung 100% bis zum 3,5fachen Satz GOÄ
- Zahnersatz 70%
- Selbstbeteilung 400 Euro pro Jahr
-
-
usw., was auch immer vom Versicherten vorgegeben wird.
Damit müsste doch der günstigste Tarif konkret nachzufragen sein und die Anfrage kann auch beliebig
verfeinert werden - wenn gewünscht auch mehrmals pro Jahr. Auch "viel Arbeit" würde
dann nicht mehr ziehen...
Was meint die Community zu diesem Vorgehen?