Beiträge von wawi

    Auch ich würde gern von der grundsätzlich unsicheren Umgebung eines Smartphones wegkommen. Leider existieren noch zu viele unterschiedliche Systeme externer TAN-Generatoren, so dass ich da noch zögere. Wenn es soweit ist, kaufe ich zwei Geräte (eins in Reserve) und erwarte, dass die mit allen Banken funktionieren. Am besten mit der elektronischen Funktion des Personalausweises. Dann muss man auch nicht immer die Karte wechseln.

    Sollte die gleiche Sicherheit durch Smartphone+el. Personalausweis technisch erreichbar sein, wäre das auch OK. Aber da habe ich Zweifel. Bei einem Universalgerät gibt es einfach zu viele Angriffsmöglichkeiten.

    Für eine genauere Betrachtung müsste man die Steigerung bei Flatex-Degiro in Relation zum Wachstum des Marktes setzten und vor allem Flatex gegen Degiro vergleichen, die wohl (noch?) keine Dopotgebühr verlangen. Bankintern wird das mit Sicherheit verglichen.

    Ich kann nur hoffen, dass möglichst viele Anleger die Konsequenzen aus der Depotgebühr ziehen, sonst wird sich das nämlich am Markt durchsetzen. Der Depotgebühr stehen keine Kosten beim Anbieter gegenüber und der Anleger muss sie aus seinem Einkommen nach Abgeltungssteuer bezahlen, während die Transaktionskosten vor Steuern abgehen. Allein das ist schon selten dämlich.

    Der Bundesrat will demnach die Verlusteverrechnung bei Totalverlusten in unbegrenzter Höhe zulassen, was nicht mehr ist, als ein Gebot der Logik und der Gerechtigkeit. Hoffen wir für die Betroffenen, dass es so kommt.

    Ein kleiner Seitenhieb ist in dem Papier auch enthalten:

    Zitat

    Aus Sicht des Bundesrates verhindert bereits die Grundkonzeption der Abgeltungssteuer Steuergestaltungen. Sie schließt aus, dass Verluste aus Kapitaleinkünften mit anderen Einkunftsarten verrechnet werden können. Eine solch gravierende Restriktion ist den anderen Einkunftsarten fremd.

    Das klingt, als ob auch der Bundesrat keinen vernünftigen Grund sieht, dass Verluste nicht mit anderen Einkunftsarten verrechnet werden können.

    Pantoffelheld, wenn du sagen willst, dass Neid und Unkenntnis zu solchen Steuergesetzen führen, stimme ich dir zu. In D kann niemand seine Einkommen klein rechnen, wenn es nicht klein ist. Es mag hier und da eine Lücke geben, aber dann muss genau diese geschlossen werden. Wobei ein kleines Einkommen natürlich nicht bedeuten muss, dass man arm ist.

    Wenn der Fiskus alle positiven Einkommensarten unterschiedslos addiert, müsste er mit Verlusten ebenso verfahren. Statt dessen werden diverse Verlusttöpfe gebildet. Teils aus den von dir geschilderten ideologischen Gründen, teils aber auch einfach zur Steuermaximierung.

    Ah, ja, danke! Wiedereinmal musste ein Gericht dem Gesetzgeber Beine machen. Wobei die Begrenzung auf 10 k€ weder steuersystematisch noch mit Gerechtigkeitserwägungen begründet werden kann. So wenig wie es steuersystematisch zu rechtfertigen ist, dass Kapitalverluste nicht mit anderen Einkunftsarten ausgeglichen werden dürfen. Stattdessen verkompliziert der Gesetzgeber die Regelung allein mit dem Ziel, Mindereinnahmen zu verringern oder wenigstens in die Zukunft zu verschieben.

    Die Folge dürfte sein, dass die Banken die Steuergutschrift nicht an der Quelle vornehmen dürfen, weil die ja nicht wissen können, ob noch bei anderen Banken Totalverluste angefallen sind.

    Das gleiche haben wir ja bereits bei den steuerfreien Erträgen aus Altbeständen, die nachträglich auf 100 k€ gedeckelt wurden. So wird die einst als großer Wurf verkaufte Abgeltungssteuer, mit der die Besteuerung der Kapitalerträge vereinfacht wurde, schrittweise wieder komplizierter.

    Die Kritik ist berechtigt, geht aber an die falsche Adresse. Dass der Totalverlust steuerlich nicht anerkannt wird, hat der Gesetzgeber zu verantworten, faktisch also die etablierten Parteien. Du kannst das bei nächsten Wahl berücksichtigen.

    Inzwischen kann man nur raten, die Papiere vor dem Totalverlust zu verkaufen, wenn dieser zu befürchten ist. Wer auf Erholung setzt, kann auch verkaufen und am nächsten Tag wieder kaufen. Am besten nicht genau die gleiche Stückzahl, damit nicht noch Missbrauch unterstellt wird.

    Dieses Forum hier folgt dem von Microsoft vorgegebenen Trend: Neues Design um des neuen Designs willen, die Ergonomie bleibt auf der Strecke.

    Z.B. sind neue Beiträge zwar nach wie vor mit fetter Schrift hervorgehoben, aber nur noch sehr schwach. Auch wer zuletzt in einem Thread geantwortet hat, scheint nicht mehr sichtbar zu sein. Tiefere Analyse spare ich mir, dazu müsste man das alte Design zum Vergleich haben. Und zurückgedreht wird sicherlich nichts.

    Foren sind sowieso ein Rückschritt im Vergleich zum https://de.wikipedia.org/wiki/Usenet bei dem jeder User für sich voll und ganz die Darstellung bestimmt und bei dem ein einziger Account zu allen Diskussionsgruppen weltweit genügt.

    Warum steigt trotzdem die Zahl der Forenbenutzer im Vergleich zum Usenet?

    • Aus Usersicht: Weil es bunt und mit Bildern ist und weil sie es nicht besser kennen.
    • Aus Anbietersicht: Weil sie moderieren und zensieren können.

    Ich würde mich über weibliche Berufskollegen in der Technik freuen, ehrlich. Tatsächlich kenne ich aktuell keine einzige. Projektleitung schon, das hat ja viel mit Sozialkompetenz zu tun, direkt in der Entwicklung aber nicht. Wer meint, dass sei nur gesellschaftlich bedingt, dem könnte der folgende, m.E. sehr ausgewogene Film von Harald Eia die Augen öffnen:

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Was allgemein für Versicherungen gilt, gilt auch hier:

    Eine Versicherung schließt man nur ab, wenn man die Höhe eines möglichen Schadens nicht selbst tragen kann oder wenn das persönliche Risiko deutlich höher ist, als der Durchschnitt, mit dem die Beiträge kalkuliert sind.

    Versetze dich die Lage des Anbieters der Reparaturversicherung: Die Beiträge müssen die durchschnittlichen Reparaturkosten plus Verwaltungskosten plus Versicherungssteuer übersteigen, um Gewinn zu machen!

    Hallo Daniel_Nitschke,

    es gibt keinen Grund für dich, zurückzurudern. Mit 3 % liegst du ganz gut. In der Pressemitteilung von März 2020 heißt es:

    Das verbleibende Viertel des Verdienstunterschieds entspricht dem bereinigten Gender Pay Gap. Demnach verdienten Arbeitnehmerinnen im Durchschnitt auch unter der Voraussetzung vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation im
    Jahr 2014 pro Stunde 6 % weniger als Männer. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Unterschiede geringer ausfielen, wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung stünden, vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen.

    Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pres…20_097_621.html

    Welche weiteren lohnrelevanten Einflussfaktoren nicht erfasst werden, behandelt dieser ältere Artikel:

    https://manndat.de/feministische-…-offiziell.html

    Am Ende löst sich der Gender Pay Gap vermutlich ganz auf oder kehrt sich sogar um. Frauen verdienen bei Google bei gleicher Tätigkeit mehr als Männer:

    https://manndat.de/feministische-…hen-herein.html

    Korrekt, Kater.Ka, die Leistung des Kapitalanlegers besteht darin, auf Konsum zu verzichten und sein Kapital der Produktion zur Verfügung zu stellen.

    Und um zu klären, wer Transaktionssteuer bezahlen soll, muss man schauen, wer von ihr befreit wird:

    "ausgerechnet eine Gruppe planten Deutschland und Frankreich von der Steuer zu verschonen: die Hochfrequenzhändler. [...] Bei dem vorgeschlagenen deutsch-französischen Modell, würden 99 Prozent aller Finanztransaktionen von der Steuer ausgenommen." Quelle:https://boerse.ard.de/anlagestrategi…ssteuer100.html

    Dabei ging es ursprünglich um die Gefahren, die angeblich oder tatsächlich vom Hochfrequenzhandel ausgehen, ein Geschäftsmodell, bei dem kein Privatanleger mitmischt. Was übrig bleibt ist wieder einmal die nackte Abzocke durch den Fiskus.

    Ich erinnere daran, dass es vor ein paar Jahren noch keinerlei Steuern auf Kursgewinne von Aktien gab, dafür ein Bankgeheimnis, das ohne bestehenden Anfangsverdacht natürlich auch gegen das Finanzamt galt, während dem ehrlichen Anleger, der seine Dividenden deklarierte, sogar noch 3/7 der Dividendensumme als bereits vom Unternehmen gezahlte Körperschaftssteuer von seiner individuell zu zahlenden (Einkommens-)Steuer abgezogen wurde.

    Wie schön für den Staat, dass junge Anleger von der Körperschaftssteuer, die ihre Aktiengesellschaft für sie zahlt, nichts wissen. So freuen sie sich über "nur" 26% Abzug durch der Bank auf Dividenden und Kursgewinne und schlucken bereitwillig neue Steuererhöhungen im Namen einer angeblichen "sozialen Gerechtigkeit", zu der die "starken Schultern" beizutragen hätten.

    Die Frage ist schon alt, aber egal: Vor vielen Jahren habe ich von der DKB einen Kontoauszug erhalten, auf dem falsch addiert war. Die DKB hat das (von mir) unaufgefordert nach ein paar Tagen korrigiert.

    So etwas glaubt man kaum, aber vor Jahren wurden ja auch schon ein Rechenfehler in einem Intel-Mikroprozessor, also in Hardware, entdeckt.

    @Nordnordlicht

    >> einheitliche Geräte für alle Banken

    > das widerspricht eigentlich der Sicherheitsarchitektur, das dürfte so nie kommen. Für jede Bank braucht man einen eigenen TAN-Generator

    Das mag für die Mini-Geräte, wie sie Consors einst oder immer noch anbietet gelten, die ohne Bankkarte arbeiten. Geräte wie Rainer arbeiten mit der jeweiligen Bankkarte zusammen, in der dann wohl die Kryptografie läuft. Das Gerät stellt mehr oder weniger nur eine gesicherte Anzeige und eine gesicherte Tatstatur bereit, was natürlich essentiell ist, denn die Anzeige und die Tastatur von Universalrechnern mit Internetverbindung wie PCs und Smartphones ist prinzipiell angreifbar.

    >> Beim Einschalten braucht man eine PIN

    > Ich kenne leider viele Fälle, in denen die Menschen aus Bequemlichkeit keine PIN vergeben (wollen)

    Das kann man dann aber nicht der Technik vorwerfen. Außerdem hast du oben genau umgekehrt argumentiert: Die biometrische Authentifizierung könnte im Falle einer Verletzung nicht funktionieren.

    >> Um die Gefahr der Handlungsunfähigkeit zu vermeiden ist eine Vollmacht auch für den Fall des Todes am sichersten.

    > Selbst mit einer Vollmacht über den Tod hinaus wurde im Falle meiner Mutter erst mal das Konto wochenlang dicht gemacht.

    Das ist übel, war bei mir aber nicht so. Also sollte man das Konto vorsichtshalber leer räumen, bevor die Bank vom Tod erfährt.

    Klar, ein separater TAN-Generator ist weit sicherer als ein Smartphon. Die Zahl der Angriffsmöglichkeiten ist bei einem Spezialgerät viel kleiner. Die Frage ist nur, ob es von allen Banken angeboten wird und wann endlich einheitliche Geräte für alle Banken kommen, denn gewöhnlich hat man mehr als eine Bank. Die von dir skeptisch beurteilte Biometrie dient, jedenfalls bei meinem Handy, nur als sekundäre Komfort-Authentifizierung. Beim Einschalten braucht man eine PIN und die PIN funktioniert in jedem Fall.

    Um die Gefahr der Handlungsunfähigkeit zu vermeiden ist eine Vollmacht auch für den Fall des Todes am sichersten.

    Hallo @johannesD,

    bleib bitte sachlich. Sonst werfe ich dich aus dem Forum.

    Das fände ich schade, denn er hat nicht nur die politische Ursache zutreffend beschrieben sondern auch als Einziger im Thread den Work-Around beschrieben: Man muss stets ein zweites Smartphone mit aktiviertem TAN2go vorhalten, damit man bei Defekt oder Verlust eines Smartphones ein weiteres aktivieren kann, ohne auf zeitraubenden Briefverkehr angewiesen zu sein.

    Was fehlt ist ein bankübergreifend einheitliches Chip-TAN-Gerät für kleines Geld, das man sich mehrfach hinlegt und das mit der Bankkarte funktioniert. Das hätte die EU normieren sollen. Smartphones zählen ohnehin zu den unsicheren Geräten.

    Die Sache ist eigentlich ganz einfach: Langfristig (100 Jahre) bringt Gold 0% realen Ertrag, aber seine Kaufkraft bleibt - unter Schwankungen - ziemlich konstant. Ich habe das selbst nachgerechnet.

    Fiat-Währungen verlieren hingegen ausnahmslos, sofern sie nicht goldgedeckt sind. Das ist sogar gewollt. Der € soll jährlich knapp 2% an Kaufkraft verlieren. Die Rechnung mit 2% über 100 Jahre lautet:

    0,98 ^ 100 = 0,13

    Nach 100 Jahren sind also noch 13 % Kaufkraft vorhanden, WENN alles nach Plan läuft. Die tatsächliche Geldentwertung von Fiat-Währungen ist oft aber noch viel größer. Der Dollar nach dem Bruch des Goldeinlöseversprechens ist dazu ein schönes Beispiel.

    Wir sind es gewohnt, die Rendite in Fiat-Währungen zu messen. Zumindest langfristig sollte man Renditen in Gold messen.

    Das hatte ich ursprünglich vor, zumal damit mehr Leser erreicht werden, als hier. Ich habe jedoch darauf verzichtet, als Youtube mir folgendes anzeigte: "Mit dem Abschluss dieser Aktion erstellst du einen Kanal und erklärst dich mit den Nutzungsbedingungen von YouTube einverstanden."

    Soweit wollte ich dann doch nicht gehen, zumal damit wahrscheinlich meine Pseudonymität gebrochen wird, die ich für notwendig halte, sobald man persönliche finanzielle Verhältnisse durchblicken lässt, wie ich es getan habe. Ich gehe davon aus, dass die Finanztip-Autoren zumindest hier diese Feedback-Ecke mitlesen. Andernfalls kannst du Saidi gern darauf aufmerksam machen.

    Ich verdeutliche gern mit Extrembeispielen. Nehmen wir an, die zur Rettung vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Maßnahmen freigiebig ausgeschütteten, aus dem nichts geschöpften € führen zur Geldentwertung im Verhältnis 10:1.

    Gleichzeitig gelingt es Trump mit seiner Amerika-First-Politik den US-Aktienmarkt wie auch die Preise stabil zu halten.

    Dabei würde der € gegenüber dem $ auf 1/10 seines bisherigen Werts fallen. Der ETF auf US-Aktien stünde in $ gerechnet unverändert, in € dagegen 10 x höher. Der Euroland-Anleger hätte so sein Vermögen erhalten, weil er mehr von den schwindsüchtigen € bekommt. Hedgen würde bedeuten, dass die Umrechnung in € zu dem alten, inzwischen unvorteilhaften Kurs erfolgt, was 90% Verlust bedeutet.

    Natürlich funktioniert die Überlegung auch umgekehrt. Wenn der € durch Deflation steigt, bekommt der Anleger weniger € zurück, kann sich dafür aber das gleiche kaufen, weil die Preise in Euroland gefallen sind.

    Mit Hedgen hätte er im zweiten Fall natürlich Gewinn gemacht. Aber eigentlich ging es ja nicht um zocken sondern um die Vermeidung des Währungsrisikos. Und dazu ist genau gar nichts zu nötig.

    Kurzfristig ist es so, wie du schreibst. Die Märkte sind kurzfristig eben nicht effektiv, d.h. kurzfristig spiegeln die Umtauschverhältnisse nicht unbedingt die Kaufkraft der Währungen wider.

    Bei Finanztip scheint man noch zu überlegen...