Beiträge von wawi

    Wunderbar, das funktioniert alles, wie es soll. Bei manuellem Reload der Seite wird der Zeitzähler zurückgesetzt und das Script läuft auch, wenn der Tab im Hintergrund liegt.

    Wg. fehlendem BEEP habe ich den Zähler um eine zweistellige Stundenzahl erweitert und 4 Stunden voreingestellt. (Anhang) Aber das kann ja jeder leicht ändern.

    Damit die Kommentare ausgerichtet sind, muss die Tab-Breite auf 4 gestellt werden. (Das hatte ich anfangs übersehen.)

    "Fein raus bist du, wenn du insgesamt so viel Aktienvermögen angespart hast, dass dich Wertschwankungen nicht daran hindern, deine Ziele zu verwirklichen. Andernfalls würde ich die Ziele notfalls zurückstellen, als in einer galoppierenden Geldentwertung meine Barmittel dauerhaft zu verlieren."

    @wawi Wie meinst du das genau?

    Aktien und Goldmünzen momentan am sichersten?

    Ich meine, wer genug Aktienvermögen hat, kann sich mit einem Teil davon auch dann noch ein Haus kaufen, wenn sich dessen Wert halbiert hat. Der muss sich um temporäre Wertschwankungen keine Sorgen machen. Anders als jemand, der zu einem bestimmten Zeitpunkt sein gesamtes Vermögen benötigt.

    Gold(münzen) sind die sicherste Anlageform, die es gibt. Gold ist DIE langfristige Wertreferenz. Eine 20 Mark Goldmünze des Deutschen Reiches hat heute noch ungefähr die gleiche Kaufkraft, wie damals. (Wir reden hier nicht über +/-20 %, die spielen auf 100 Jahre gerechnet keine Rolle.) Gold gleicht die Geldentwertung vollständig aus, bringt darüber hinaus aber keine Rendite. Das Kontoguthaben und das Papiergeld aus dieser Zeit hat heute nur noch dekorativen Wert.

    In der Sicherheit folgen Sachwerte wie Immobilien, die den Nachteil haben, dass sie im Krieg zerstört werden, mit hohen Abgaben belastet oder mit politisch festgesetzten Mieten unwirtschaftlich gemacht werden können. (DDR 2.0 - Mietendeckel.)

    An dritter Stelle, mit deutlich höherer Rendite, wenn man es richtig macht, folgen dann schon Aktien/ETFs, die Eigentum an Sachwerten verbriefen. Solange der Rechtsstaat existiert, können diese extrem schwanken (gern auf auf 5% ihres gegenwärtigen Wertes), eine breite Streuung über Regionen hinweg sollte sich aber wieder erholen.

    Die DM-Zeit, in der Cash und Staatsanleihen relativ sicher waren, ist vorbei. Die Politiker tun alles, um das Ende des Euro zu verhindern. Ob das gelingt, wird man sehen, denn Haushaltsdisziplin und Einhaltung der Regeln, die mit der gemeinsamen Währung beschlossen wurden, ist nicht ihre Stärke. Man schaue sich nur an, was aus "Kein Staat haftet für die Schulden eines anderes" geworden ist.

    Richtig, ich war Programmierender. Allerdings finde ich, dass dieser Begriff im Gegensatz zum Programmierer(m,w,d) nicht impliziert ob man dazu ausgebildet wurde oder nicht.

    Selbstverständlich ist ein Programmierender etwas anderes als ein Programmierer. So wie auch ein Studierender nicht unbedingt immatrikuliert sein muss, ein Student aber schon.

    Nur deinen Zusatz (m,w,d) nach Programmierer finde ich weniger schön, auch wenn er in Stellenanzeigen gesetzlich geboten sein mag: Durch diesen Zusatz wird etwas selbstverständliches schleichend zu etwas deklarationsbedürftigem. Wir benötigen aber generische, auf die Funktion bezogene Begriffe. Der Begriff "Programmierer" bezeichnet die Funktion und kein biologisches Geschlecht. Er bezeichnet nicht einmal ein biologisches Subjekt, denn wenn einst Maschinen programmieren, kann man auch diese Maschinen Programmierer nennen. Beim "Rechner" sehen wir das schon heute. Ein Begriff, der auf Maschinen ebenso passt, wie auf Menschen. "Rechner" waren einst Leute wie Adam Ries, die für Kaufleute rechneten, die das nicht konnten. Kaufleute konnten damals tatsächlich nicht addieren sondern haben die Summen in ihren Büchern geschätzt. Übrigens mit hoher Meisterschaft und geringen Abweichungen wie man an alten Schriften sehen kann.


    Die Hüter der PC mögen die Abschweifungen verzeihen, zurück zum Thema: Dank deiner ausführlichen Kommentare in "Einfacher Sprache" :) habe nun sogar ich dein Script verstanden. Zur besseren Lesbarkeit habe ich lediglich die Kommentare in der gleichen Spalte beginnen lassen, siehe Anhang, den du so weiter verwenden kannst, wenn du willst.

    RefreshScript.txt

    Ich schlage vor, dass du am Ende nach dem else noch ein beep (wenn möglich mit markanter Frequenz) einfügst (ich weiß nicht, wie das geht). Dazu kann man dann cdLimitMin auf 60s setzen, damit man noch Zeit hat, einen Logout zu verhindern.

    Am Ende deines Scripts ist mir ein einsames ')' aufgefallen. Absicht? Danach '()'. Wozu?

    Mathematisch kommt die gleiche Rendite heraus, egal ob man 10% billiger einkauft (und daher entsprechend mehr Papiere für sein Geld bekommt) oder am Ende 10% teurer verkauft. Der Einkaufszeitpunkt ist also ebenso wichtig, wie der Verkaufszeitpunkt. Für die persönliche Renditeberechnung nehme ich daher zur Vermeidung dieses Basiseffekts keinen rollierenden Zeitraum sondern beziehe mich immer auf das Einstiegsdatum. Wenn es den wegen kontinuierlicher Anlagen nicht gibt, einfach das Datum, an dem man sich für eine bestimmte Anlagestrategie entschieden hat. Die hat doch hoffentlich jeder!?

    Der monatliche Wert des Vermögens über den wachsenden Zeitraum wird um die Sparleistungen und ggf. die Entnahmen korrigiert und auf die Jahresrendite umgerechnet. LibreOffice:

    V5 Vermögen in Monats-Zeile 5 (Beispielzeile)
    V$2 Vermögen am Anfang der Betrachtung
    A$2 Datum am Anfang der Betrachtung
    A5 Datum in Monats-Zeile 5
    =POTENZ(V5/V$2;12/MONATE(A$2;A5;1))-1


    Das Ergebnis dieser Berechnung ist die ZEITgewichtete Rendite, bei der der Zeitpunkt der Ein/Auszahlungen NICHT berücksichtigt wird und die weniger die persönlich erzielte Rendite und statt dessen die Rendite der gewählten Anlagestrategie ermittelt. Das ist die richtige Kennziffer zum Vergleich mit einem Benchmark.

    Ich berechne auch noch die KAPITALgewichtete Rendite. Dazu braucht man aber ein Makro, wenn man das fortlaufend in einer Tabelle haben will. "Einmalig" geht es auch mit einer Funktion in der Tabellenkalkuation.

    (Achtung, obige Formel rechnet nicht nur die Wertentwicklung über mehrere Jahre auf ein Jahr herunter sondern auch die unterjährige Entwicklungen auf ein Jahr hoch.)

    Wenn du die Aktienquote begrenzt, weil du deren Volatilität fürchtest, brauchst du eine Alternative. Cash und Festverzinsliches sind keine gute Alternative, weil die Stabilität des Euro fraglich ist. Aktienverluste werden im Gegensatz zu Währungsverlusten normalerweise wieder aufgeholt. Sachwerte wie physisches Gold kämen eher in Frage, aber auch hierbei hast du eine hohe Volatilität.

    Fein raus bist du, wenn du insgesamt so viel Aktienvermögen angespart hast, dass dich Wertschwankungen nicht daran hindern, deine Ziele zu verwirklichen. Andernfalls würde ich die Ziele notfalls zurückstellen, als in einer galoppierenden Geldentwertung meine Barmittel dauerhaft zu verlieren.

    Corona könnte Auslöser (nicht Ursache) einer wirklich großen Krise werden - muss aber natürlich nicht. Die Zukunft ist ungewiss, man sollte aber auf alles gefasst sein.

    Hervorragend! Danke!

    Du bist zu zwar keine Programmierer, aber die gibt's political correct ja nicht mehr, ebenso wenig wie Studenten, warst aber Programmierender, während du programmiert hast. Kannst du vielleicht jetzt noch Erklärender werden, der einem Lernenden das Script erklärt oder im Programm etwas ausführlicher kommentiert, damit es - gerade weil es sicherheitsrelevant ist - kein Unwissender einsetzt?

    Unklar ist mir z.B. wozu eine random-Funktion benötigt wird und weshalb das Script überhaupt so lang sein muss, wenn man doch lediglich alle 4 min einen Click setzen muss. (Ich habe noch nie JavaScript programmiert.)

    Nicht so wichtig, aber: Warum klappt es nicht, wenn das Tab neu geladen wird?

    Ergänzung zu meinem Initialbeitrag: Die so genannte Börsengebühr darf man beim Kostenvergleich nicht vernachlässigen. Bei US-Börsen ist sie bei Smartbroker sehr viel höher als bei Flatex.

    [Zum automatischen Logout bei Smartbroker:]

    Verstehe, das ist doof, bei Flatex kann man das bis auf 2 Std einstellen. Wahrscheinlich muss man Smartbroker dann löchern, dass sie das verändern.

    Das wird nichts nützen, denn ich vermute hier eine gesetzliche Regelung, die uns die EU beschert hat. Der Unterschied zu Flatex besteht darin, dass Smartbroker Überweisungen nicht nur zum Referenzkonto zulässt, sondern überall hin. Immerhin hätte Smartbroker ein akustisches Signal 1 min vor Zeitablauf einfügen können, wie das Flatex macht.

    Hier ist also Selbsthilfe gefragt mit so etwas wie dem Firefox-Plug-In "Session Alive". Seltsamer Weise beendet sich Smartbroker trotzdem, nachdem einmal erfolgreich automatisch verlängert wurde, obwohl ich verschiedene Einstellungen von "Session Alive" durchprobiert habe.

    Vielleicht findet hier jemand eine Lösung - die man freilich nur nutzen sollte, wenn kein Fremder Zugang zum Computer hat.

    Eine unabhängige Presse, wie es das öffentliche rechtliche repräsentiert, ist nur durch Bezahlung und den Staat möglich... und in Zeiten von Fake News so wichtig, wie das tägliche Brot.

    Na, dann sollten wir vielleicht auch eine Brot-Zwangsabgabe einführen. Ich muss es nicht essen, muss aber bezahlen, weil ich es essen könnte.

    Damit bin ich raus aus diesen Abschweifungen.

    Inzwischen weiß ich, dass Daytrading im obigen Sinne auch bei Smartbroker funktioniert. Der Support bestätigte das und ich habe es heute auch praktisch ausprobiert. Also auch ohne Lombardkredit.

    Mag sein, dass die die Anzeige des verfügbaren Betrages nicht richtig funktioniert.

    (Das Thema passt tatsächlich nicht zum Thread, wer kann und mag, möge die letzten Beiträge verschieben.)

    Mit „natürliche Ordnung“ meint Hoppe wohl eine Ordnung, der man sich freiwillig unterwirft. Wenn jemand freiwillig einen Handel eingeht, ist das für beide Seiten von Vorteil. Leistung und Gegenleistung entsprechen sich annähernd, sonst würde das Geschäft nicht zu Stande kommen.

    Nehmen wir für das Gegenteil als praktisches Beispiel den ÖRR. Wir alle werden gezwungen, Rundfunkbeitrag zu zahlen, weil sich Leistung und Gegenleistung offenbar nicht entsprechen. Streaming-Dienste wie Netflix, aber auch frei empfangbare Sender, darunter auch reine Informationssender, bei denen man zahlt, in dem man Werbung erträgt, beweisen, dass Rundfunk und Fernsehen auf freiwilliger Basis organisiert werden können. Wer Netflix kennt, weiß, dass das der Qualität nur gut tut.

    Hoppe wird sehr praktisch in seiner Kritik an der real existierenden Demokratie, in der nicht die besten und klügsten sondern oft die "Gauner" an die Spitze kommen. Er zeigt auch anschaulich, dass sich sehr viele Bereiche, für die bisher ganz selbstverständlich der Staat zuständig ist, vorteilhaft privat organisieren lassen, bis hin zur Justiz!

    Geldverdienen kann man ggf. ohne Demokratie besser. Nur in so einem Staat möchte ich nicht leben.

    Es ging mir nicht um einen Staat ohne Demokratie, sondern um eine Gesellschaft ohne Staat, also um das, was z.B. Prof. Hoppe vertritt. Als Einstieg und Literaturhinweis eignet sich:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Hermann_Hoppe

    Auch wenn man nicht weiß, ob sein Entwurf überlebensfähig wäre lohnt es sich doch, mal ein Buch von ihm zu lesen. Schon um die politische Mitte im eigenen Denken nachzujustieren, nachdem die Mitte in der veröffentlichten Meinung derzeit zwischen Links und Linksextrem liegt.

    Gut lesbar z.B.: https://jf-buchdienst.de/Buecher/Wirtsc…der-Gauner.html

    Wenn man unterstellt, dass Gewinne vollständig durch Dividenden ausgeschüttet werden, sind Kursschwankungen im Mittel nur Schwankungen um einen Mittelwert. (Der Performance-DAX spiegelt das nicht wieder, weil der Ausschüttungen enthält.) Folglich stehen Gewinne bei A Verluste beim B gegenüber. Wenn B die Verluste geltend machen kann, wie A die Gewinne, zahlt B gleich viel Steuern weniger, wie A mehr Steuern zahlt. Das ist das Nullsummenspiel, das der Staat vermeidet, in dem er inkonsistenter Weise die Verrechnung von Kursverlusten mit anderen Einkunftsarten verbietet.

    Für die realistischere Annahme, dass Kursgewinne auch nicht ausgeschüttete Gewinne beinhalten, würde der Staat ja weiterhin seinen Anteil bekommen. Das Verrechnungsverbot dient also nicht der Steuergerechtigkeit sondern der Steuermaximierung, die ich kurz "Gier" genannt habe.

    Wenn man die Existenz des Staates befürwortet, was keiner zwingenden Logik entspringt, sind Steuern möglicherweise nötig, sofern nicht ausreichende Öleinnahmen des Staates diese ersetzen können. Nun geht es noch um deren Höhe und um die zweckmäßige Verwendung.

    Unsere Staatsquote liegt mehr oder weniger deutlich über 50%, je nachdem welche Umlagen (wie z.B. EEG) man hinzuzählt. Mehr als 50% der Einnahmen entzieht der Staat damit seinen Bürgern, um sie nach den politischen Präferenzen der Herrschenden (das sind auch in einer Demokratie nicht die einzelnen Mitglieder des Volkes!) zu verteilen, ohne die eigene fürstliche Honorierung zu vernachlässigen. Trotzdem der deutsche Staat über mehr als die Hälfte des Bruttosozialprodukts verfügt, ist er nicht im Stande, Straßen und andere Infrastruktur angemessen zu unterhalten. Er ist auch unfähig, Krisenvorsorge zu leisten, wie die gegenwärtigen Engpässe bereits bei so simplen, billigen Dingen wie Atemschutzmasken zeigen, obwohl die Bundesregierung bereits 2012 über ein solches Szenario informiert war (siehe entsprechende Bundestagsdrucksache). Länder wie Südkorea machen uns als einem einst gut regierten und verwaltetem Staat vor, wie es geht.

    Eine hohe Staatsquote ist kontraproduktiv. Die Wirtschaft und die Bürger setzen das Geld, das ihnen der Staat lässt, sinnvoller ein. Die Vergangenheit können wir nicht mit absoluten Maßstäben unserer Zeit messen. Die Relation kann man sich aber schon anschauen. Das Deutsche Kaiserreich gelangte mit einer Staatsquote von nur etwa 15%

    https://de.statista.com/statistik/date…r-im-vergleich/

    auf den Gebieten Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Bildung und auch der sozialen Absicherung an die (damalige) Weltspitze:

    https://www.wilhelm-der-zweite.de/kaiser/grossersprungnachvorn.php

    Vielleicht hat man nicht gern, dass Deutsche zu Flatex.at ausweichen, aber eine solche Diskriminierung dürfte rechtliche Probleme verursachen.

    Ich kenne jemanden, der als Deutscher in D problemlos mit einem AT-Mobilfunkvertrag telefoniert, weil es billiger ist.

    Eine Steuer auf Aktien finde ich angemessen, wenn sie angemessen ist.

    Wenn man die Steuer auf die Ausschüttungen gutheißt, muss man nicht die Steuer auf die Kursgewinne richtig finden. Vor allem dann nicht, wenn Kursverluste nicht mit anderen Einkunftsarten verrechnet werden können. Dafür fällt mir kein Grund ein, außer der Gier des Fiskus, weil die Besteuerung der Kursgewinne andernfalls ja weitgehend ein Nullsummenspiel für den Staat wäre.

    Geld als Geld zu parken, halte ich für eine riskante Sache, aber manchmal ist das eben nicht vermeidbar, wenn man die erheblichen kurzfristigen Kurschwankungen von Aktien oder ETFs nicht akzeptieren kann. In einer richtig schweren Krise, die alle Banken gleichzeitig trifft, wird kein Sicherungssystem mehr als die gesetzliche Zusage zahlen. Auf die Sicherung darüber hinaus besteht übrigens kein Rechtsanspruch, die ist freiwillig. Es bleibt also nur, das Geld auf mehrere Banken aufzuteilen, die keine gemeinsame Mutter haben.

    Das zweite Risiko einer Geldanlage ist der Geldwertverlust in einer richtigen schweren Krise.

    Wenn man das Geld nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt braucht und Nerven hat, ist die Aktienanlage (neben anderen Sachwertanlagen) sicherer.

    Hallo,

    Die Wertstellung des Geldes erfolgt immer 2 Banktage nach dem Umsatz der Wertpapiere, das ist normal. Aber Smartbroker zeigt mir nach einem Verkauf den Verkaufserlös nicht sofort als verfügbar für eine neue Order an, wie ich das bei anderen Brokern gewohnt bin. Oder ist das nur ein Anzeigeproblem?

    Früher konnte man die Kosten für den Besuch der Hauptversammlung bei der Steuer geltend machen. Aber das war zu der Zeit, als Kursgewinne nicht versteuert wurden, was ja eine gewisse Logik hatte, da auch Kursverluste nicht zählten.

    Aktionäre sind Kapitalisten, die gehören zu den bösen, und müssen hoch besteuert werden. Die Abgeltungssteuer von 25%+Soli ist nur der sichtbare Teil der Steuer - daher auch immer wieder die Rufe von uninformierter Seite, sie anzuheben auf den allgemeinen Spitzensteuersatz. Tatsächlich bezahlt der Aktionär auf seine Dividenden bereits den allgemeinen Spitzensteuersatz, weil sein Unternehmen schon Körperschaftssteuer auf die Dividende abgeführt hat. Diese Körperschaftssteuer, die einst gut bekannten 3/7, konnte man sich früher als bereits gezahlte Steuer anrechnen lassen, wenn man seine Dividenden bei der Steuererklärung deklariert hat, und bekam so ggf. sogar noch etwas zurück, von dem, was sein Unternehmen bezahlt hat. Hört sich an, wie ein Märchen, nicht wahr?

    Besser gestellt mit der Abgeltungssteuer ist heute, wer Anleihen hält. Auch das ist kein Zufall, denn der Staat braucht Käufer für seine Anleihen.

    Daran ist nichts zweifelhaft. Ein Depotübertrag an eine fremde Person gilt als Verkauf mit allen steuerlichen Konsequenzen. Ausnahmen sind unentgeltliche Überträge im Falle des Erbes oder an nahe Verwandte. Letzteres sind dann Schenkungen, für die ggf. Schenkungssteuer anfällt. Sicherlich geht da auch eine Meldung ans Finanzamt, denn Bankgeheimnis war gestern. Bis zum Beweis des Gegenteils geht der Staat von der SteuerUNehrlichkeit seiner Untertanen aus.