Beiträge von AT1996

    Kannst du eventuell beschreiben wie sich die Kapitalerträge auswirken? Mein Einkommen wird ja höher besteuert als Kapitalerträge (in der Steuererklärung).

    Dein Einkommen wird mit einem progressiven Steuersatz versteuert. Das heißt er steigt je mehr man verdient bis zu einem gewissen Punkt. Anders als beim feststehenden Abgeltungssteuersatz.

    Hier siehst du mal die Grundtabelle für die Einkommensteuer 2020, mal zum besseren Verständnis. Grundtabelle 2020

    Also so wie ich das verstehe hättest du 9.000€ Kapitalerträge zu versteuern (12.000-3.000).

    Diese sind ja wie du schon richtig sagst unterhalb des Grundfreibetrag, somit fallen keine Steuern an.

    Deine Werbungskosten kannst du dann in der Steuererklärung angeben, um dann sobald du Einkommensteuer zahlen musst vom Verlustvortrag profitieren kannst.

    So hätte ich es jetzt verstanden

    Angabe ohne Gewähr.

    Hallo mwfin,

    zu deinem letzten Absatz hat hat Finanztest in der Ausgabe 12/2020 etwas geschrieben.

    Nämlich, ob es sich lohnt den Kredit mit weniger Eigenkapital aufzunehmen und lieber den Rest in ETF zu sparen.Ergebnis war, dass es sich höchstwahrscheinlich lohnt, da die Rendite in der Vergangenheit von einem breitgestreuten ETF immer höher war als die Bauzinsen.

    Wermutstropfen ist natürlich, dass man nie auf die Zukunft schliessen kann und das die Renditen eines Aktienfonds auch nie verlässlich sind.

    Fand den Artikel nur ganz passend für deine letzte Frage.

    Ich weiß aber nicht, wie wir da auf die entsprechende Gesprächsebene kommen können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hermann-Josef (Tenhagen) da nicht schon lange angerufen hat, ohne dass ein Ergebnis bekanntgeworden wäre. Es wird der interessierten Öffentlichkeit ja noch nicht einmal kommuniziert, wie sie eigentlich genau darauf gekommen sind, das so zu machen, wie sie es jetzt tun. Ob es vor dem Hintergrund eine Bereitschaft gibt, die Kunden in eine Produkt-Weiterentwicklung mit einzubeziehen?

    Zur Info, dass keiner der interessierten Öffentlichkeit Informationen gibt und Stellung bezieht.

    Bei dem Finanzwesir rockt Podcast ist einer der Fairr Gründer zu Gast und stellt sich den Fragen der beiden Moderatoren. Vielleicht für alle interessant, die dieses Produkt besitzen und an Infos interessiert sind.

    Ich antworte dir kurz mal grundsätzlich zum Thema Geschäftsmodelle der Banken.
    Einmal gibt es natürlich das altbekannte Zinsdifferenzgeschäft. Damit verdienen die Banken natürlich durch die aktuelle Niedrigzinslandschaft nicht mehr soviel wie früher, allerdings sind die vergebenen Zinsen auch nicht so wie früher. Dementsprechend bleibt dadurch trotzdem noch was hängen.

    Ein weiterer Zweig ist das Provisionsgeschäft (Fonds, Zertifikate etc.). Gerade die von dir genannte ING baut das deutlich weiter aus. Sie vermitteln deutlich aktiver als früher und haben eine Kooperation mit dem Roboadvisor Scalable(Markführer).

    Zusätzlich hat die ING auch Kontoführungsgebühren bei Geldeingang <700€ eingeführt als zusätzliche Einnahmequelle.

    Die Consors Bank (4.größte Direktbank Deutschlands) testet auch kostenpflichtige Kontomodelle. Es werden wohl vier zur Wahl stehen. Ein kostenloses gibt es weiterhin, allerdings wohl mit 700€ Mindestgeldeingang. (ING). Die anderen Modelle orientieren sich so ein bisschen an N26. Es gibt wohl eine Variante, die sogar 15€ im Monat kostet (mit diversen Versicherungen inkludiert).

    Es gibt ja auch immer weniger Anbieter, die den Riester noch im Angebot haben. Zuletzt ist die Debeka vorerst aus dem Neugeschäft ausgestiegen mit der Maxime zu warten, ob die Politik an den Grundlagen des Produkts etwas ändert. Diese Beitragsgarantie ist auch das was uns allen mit Fairr und auch anderen Anbietern in Crash Zeiten Probleme bereitet. Ich bin mal gespannt, ob die Politik zeitnah etwas ändert. Dringend notwendig ist das meiner Meinung nach.

    Ich glaube, soweit ich das im Kopf habe, werden mittlerweile knapp 20% der vorhandenen Riesterverträge nichtmal mehr bespart.