Beiträge von LaNeuve

    Zu Erfahrungen mit der Consorsbank als Bank (und nicht als Broker) kann ich nicht viel beitragen (außer, dass es eine der wenigen Banken ist, die ihr TG-Konto mit nahezu voller Zahlungsverkehrfunktionalität ausstatten, man kann also direkt vom TG-Konto auf jedes Konto überweisen - auch per Terminüberweisung). In diversen Foren wird das Consorsbank-Depotkonto als 'heißer Tipp' für Schufa-Tote gepriesen, da das Depotkonto (wie das TG-Konto) wie ein Girokonto ohne Dispo genutzt werden kann, bei seiner Einrichtung allerdings keine Schufa-Abfrage (und auch kein Schufa-Eintrag) erfolgt.

    Ich habe die Consorsbank als Broker kennengelernt, es war vor rd. 15 Jahren mein erster Online-Broker. Dadurch bedingt habe ich ein eher sentimental verklärtes Verhältnis zu diesem Institut. Die Konditionen sprechen allerdings nicht für die Consorsbank als Broker. Bei meinem Ordervolumen darf ich jeweils 69€ (ggf. plus Börsengebühren) zahlen, das ist mir dann doch zu viel, um dort meine Wertpapieraktivitäten abzuwickeln. Ich halte die Depotverbindung allerdings nicht nur aus 'emotionalen Gründe' aufrecht. Über diverse Depotaktionen hole ich mir die früher gezahlten überhöhten Handelsgebühren 'in Raten' zurück (regelmäßig gibt es auch für Bestandskunden die Möglichkeit, sich einen erhöhten TG-Zinssatz, aktuell 3%, für 12 Monate bis 20k zu sichern; einmal im Jahr kommt eine Fondsaktion, bei der man ohne großen Aufwand und Liquiditätsbindung 500€ 'mitnehmen' kann).

    Welcher Anbieter für einen Investor ein 'günstiges Depot' hat, hängt sehr von den individuellen Gegebenheiten des Investors ab (Art der gehandelten Wertpapiere, Handelsplätze, Orderhöhe, Orderfrequenz, Nebenkosten etc.).

    Ich habe z.B. ein Depot sowohl bei Flatex als auch bei der IngDiBa. Meine Einschätzung, welcher der beiden Anbieter günstig ist, unterscheidet sich komplett von Deiner. Die wesentlichen Gründe dafür sind, dass ich keine ausländischen Aktien kaufe/besitze und ich eine hohe Orderfreuqenz bei einer durchschnittlichen Orderhöhe von ca. 50k habe. Bei Flatex zahle ich stets meine 5,90€ bei OTC-Handel bzw. 5€+Börsengebühren bei Handel an Inlandsbörsen. Ing DiBa berechnet mir bei nahezu jedem Geschäft 59,90€ (ggf. plus Börsengebühren). Das ist schon ein Unterschied, der etwas ausmacht.

    Ansprüche an einen freundlichen Kundenservice habe ich nicht, ich will billig handeln. Wenn ich den Kundenservice kontaktiere, dann habe ich i.d.R. ein komplexeres Problem, das der normale Call Center-Mitarbeiter nicht lösen kann. Da ist mir wichtig, dass er mich schnell zum Backoffice 'durchlässt'. Die Ing DiBa ist mir da nicht in guter Erinnerung, da dortige Call Center Mitarbeiter sich gern überschätzen bzw. prinzipiell davon ausgehen, dass sie einen Kunden in der Leitung haben, der weniger weiß als sie selbst. Dort ist es dann eine Geduldsprobe, ob entweder der Call Center Mitarbeiter schneller nachgibt oder man selbst es aufgibt, dem Mitarbeiter verständlich zu machen, dass er das Problem nicht versteht ('freundlich' sind sie aber wirklich, nur ist mir 'kompetent' mehr wert).

    P.S.: Weder Flatex noch Ing DiBa sind aktuell meine Hauptbroker. In früheren Jahren waren Flatex eine zeitlang mein Hauptbroker, doch auch die IngDiBa habe ich als Broker durch zwei Neukundenangebote (jeweils 50 Freetrades) ganz gut kennengelernt.

    Damit will ich nicht die 75 eur geringschätzen. Aber welche Finanzdienstleister macht mit mir einen Vertrag bei dem ich 6,50 eur pro Monat einzahle und sonst nichts?

    Nun ja, es werden ja nicht 6,50€ pro Monat eingezahlt, sondern rd. 40€ (die 6,50€ - es sind sogar 6,65€ - sind nur der Arbeitgeberanteil im öffentlichen Dienst, die nur erhält, wer selbst bis auf minimal 39,88€ auffüllt). Für solche VL-Verträge gibt es zahlreiche Anbieter (nach dem Motto 'Kleinvieh macht auch Mist und vielleicht schließt der VL-Kunde ja auch noch andere Produkte bei uns ab.')


    Ich gebe zu: Ich gehe beim direkten Aktienkauf sogar noch ein Stück weiter: Wenn es angeboten wird, wähle ich die Variante Namensaktie statt Inhaberaktie. Denn nur bei der Namensaktie bin ich auch im Firmenregister der Firma eingetragen. Bei der Inhaberaktie ist es jedoch die Depotbank. Das werden sicher aus Kostengründen viele für übertrieben halten; aber wenn einmal beispielsweise durch einen großen Hackerangriff bei der Depotbank die Daten abhanden kommen, wer weiß, wie schwierig es werden könnte, hinterher genau nachzuweisen, was mein Vermögen war.

    Man kann sich auch das Leben (bzw. die Vermögensanlage) durch zu viel Phantasie hinsichtlich von Dingen, die passieren könnten, extrem verkomplizieren ;)

    Zitat von Henning


    Oder können Risiken eingegangen werden Sedy?

    Bei zwei Jahren Anlagedauer nach deren Ablauf ein Darlehen getilgt werden muss? Klingt nicht nach guter Idee. Dann lieber 'stinkkonservativ', zwei Jahre Festgeld bei Fidor zu 1,7%p.a. (wird auf Finanztip bestimmt nicht empfohlen, denn Fidor hat kein Rating)

    Was würden Sie / würdet Ihr einem Anfänger raten - Finger weg oder ran an den Speck?

    Einem Anfänger würde ich raten, sich selbst Finanz- und Börsenwissen anzueignen, und dann die Dinge selbst in die Hand zu nehmen (getreu dem Motto "Seine(n) Frau(Mann) und sein Geld gibt man nicht in fremde Hände, sondern trifft seine Entscheidungen selber.").

    Hier ein lesenswerter Blogbeitrag eines wirklich Unabhängigen zum Thema:

    http://www.finanzwesir.com/blog/vaamo-easyfolio?ref=sidebar

    Die hier empfohlenen Anbieter von ETF-Sparplänen haben folgende Vorteile: (a) kostenlose Depotführung (bei Comdirect dauerhaft nur dann, wenn ein kostenfreies Giro dort eröffnet wird, was auch hier erwähnt wird), (b) im Rahmen von - kürzer oder länger befristeten - Sonderaktionen sind Teile des ETF-Angebots komplett ohne Kosten besparbar, (c) alle empfohlenen Anbieter bieten Provisionen ('Link-Prämien') für Finanztip für die Weiterleitung von Interessenten.

    Ebase berechnet Depotgebühren von i.d.R. 36€ pro Jahr, die nur bei Eröffnung eines Ebase-Depots über bestimmte Vermittler (wie z.B. AVL) entfallen, sofern das Gesamtdepot nicht 'zu klein' ist (>25k). Für reguläre Sparplantransaktionen außerhalb von Sonderaktionen ist Ebase deutlich günstiger als die hier empfohlenen Anbieter, allerdings bietet Ebase keine Provisionen für die Vermittlung von Interessenten.

    Letztlich kommt es somit auf die individuellen Rahmenbedingungen (welche ETFs? wie groß ist das Gesamtdepot?) an, ob Ebase oder einer der hier empfohlenen Anbieter 'ideal' für die Abwicklung der eigenen ETF-Sparpläne ist.

    P.S.: Dass man keiner Webseite, die versucht, sich über Provisionen für die Vermittlung von Interessenten zu finanzieren, blind vertrauen sollte. ist doch eigentlich klar. Und die Aussagen zur strikten Trennung von redkationeller Recherche und daraus abgeleiteter Empfehlung von den finanziellen Aspekten der Provisionierung liest man sicherlich gerne und findet dies ja auch vielfach, doch ob man das stets auch glauben sollte, muss jeder selben wissen. Es soll ja auch heute noch Bankkunden geben, die davon ausgehen, dass ihr 'unabhängiger Finanzberater' ihnen Produkte empfielt, die er ausschließlich danach aussucht, dass es gute Produkte sind und dass dabei die Höhe der in die Taschen des Beraters fließenden Vermittlerprovisionen keinen Einfluss auf seine Empfehlung hat.

    Im Text zur Anlage vermögenswirksamer Leistungen empfiehlt 'Finanztip' für den Bereich Banksparpläne das Angebot der Edekabank. Die Konditionen werden beschrieben und eine auf die Gesamtlaufzeit (unter Einrechnung des Schlussbonus) bezogene Rendite von 3,47%p.a. wird angegeben.

    Auf der WEbseite der Edekabank werden die Konditionen des VL-Sparplans anders beschrieben. Dort wird eine Gesamtverzinsung zwar nicht angegeben, aber aus der Angabe

    Zitat

    Zur laufenden festen Grundverzinsung von 0,25 % p.a. wird dem Konto nach Ablauf der Vertragslaufzeit ein einmaliger Bonus in Höhe von 4 % auf die eingezahlten Sparraten gutgeschrieben.

    berechne ich (bzw. mein Sparplan-Tool) eine auf die maximale Laufzeit bezogene p.a.-Verzinsung von nur gut 1%.

    Vielleicht wäre es an der Zeit, die Empfehlung zu aktualisieren. ;)

    Generell sollte man die Texte mit einer Angabe a la 'Konditionen letztmalig gecheckt am xxx' (o.ä.) versehen.

    Tja, leider ist die Frage immer noch nicht beantwortet - und wenn schon Ratingagenturen über die Sicherheit entscheiden.....naja, da sag ich nur ABS.

    Die Frage nach der Nicht-Berücksichtigung der Ikanobank ist schon beantwortet, auch wenn die Antwort vielleicht nicht jeden befriedigt. Für 'Finanztip' müssen Ratings zur Kreditwürdigkeit der Bank von allen drei großen US-Rating-Agenturen vorliegen (in besonderen Fällen reichen zwei). Die Ikanobank hat meines Wissens nach von keiner US-Rating-Agentur ein Rating, somit kann nach den 'Finanztip-Kriterien' diese Bank nicht in Empfehlungslisten auftauchen.

    Dasselbe Problem hat 'Finanztip' auch mit der niederländischen NIBC. Diese Bank hat sogar zwei Ratings im Investmentgrade-Bereich von zwei US-Agenturen (S&P, Fitch), doch auch das reicht nach den Kriterien nicht, denn die NIBC hat seit Ende 2013 kein Moodys-Rating mehr (die NIBC hatte den Vertrag gekündigt, das letzte Moodys-Rating lag ebenfalls im Investmentgrade-Bereich). Somit tauchen NIBC-Angebote hier nicht auf.



    Bei Onvista waren die Preise höher als bei den Testsiegern.

    Die Aussage zu Onvista kann man in der Form nicht unkommentiert lassen. Onvista beschreibt im P&L drei Preismodelle (FreeBuy, Festpreis und Classic), wobei das nachteilige Classic-Modell mittlerweile wohl nicht mehr zu eröffnen ist (Alt-Kunden, die sich nicht aktiv um eine Umstellung in ein anderes Preismodell kümmern, dürfen vermutlich weiterhin höhere Kosten bezahlen). Mir gelingt es nicht, die in Ihrer Kostentabelle aufgeführten Werte zu Onvista zu replizieren. Ich komme stets - für alle Modellkunden - auf niedrigere Werte, wobei das FreeBuy-Modell zugegebenermaßen nicht leicht quantitativ zu fassen ist.

    Die einzige Möglichkeit, bei Onvista für den Modellkunden 1, 2 und 3 auf die angebenen 82,90 €, 124,50€ und 168€ zu kommen (zumindest ungefähr, wenn man die Fremdkostenpauschale - bei Onvista auch für außerbörsliche Geschäfte - ignoriert) ist das Free Buy-Preismodell ohne die Nutzung von Free Buys zugrunde zu legen (also den Vorteil dieses von keiner anderen Bank angeboetenen Preismodells zu ignorieren). Das wirkt auf mich schon etwas merkwürdig. Im Festpreismodell hätten die drei Modellkunden z.B. 65 €, 65€ und 32,50€ zu zahlen, was sich auf die Reihenfolge in Ihrer Tabelle schon erheblich ausgewirkt hätte.

    Ich verstehe zudem die Zurückhaltung einer besseren Beschreibung und Platzierung dieses Angebots nicht. Diese Bank bietet Affiliate-Programme an, so dass es keinen Grund für einen Vergleichstest gibt, dieses Angebot 'herunterzuschreiben'. Sie können auch mit der Weiterleitung zur Onvista-Bank Provisionen bekommen.


    Viele kostenlose Girokonten sind deshalb ohne Gebühren, weil sie von Direktbanken kommen, die an Filialen und Personal sparen können.

    Ist diese Meinung gerechtfertigt? Sollten wir uns freuen, dass wir überhaupt solche Angebote haben? Oder sollte das ein Grundrecht sein?

    Natürlich kann es kein Grundrecht auf eine privatwirtschaftlich organisierte Kostenlos-Dienstleistung geben. Ich finde selbst die Auflage, P-Konten zu denselben Konditionen wie 'normale' Girokonten zu führen, grenzwertig, denn selbstverständlich verursachen P-Konten einen höheren Aufwand für die Banken (zudem ohne Aussicht, von dem P-Konto-Kunden über andere Produkte finanziell zu profitieren und diesen Aufwand quasi als Quersubvention zurückzuholen). Wenn es solche günstigen Angebote allerdings gibt, so kann ein kostenbewusster Kunde sie auch ohne schlechtes Gewissen, seine Bank in den Ruin zu treiben, nutzen. In einem gesättigten Markt mit vielen konkurrierenden Anbietern wird es immer Versuche geben, dem Konkurrenten Marktanteile über Preisdumping abzujagen. Da gerade der deutsche Kunde sehr preisbewusst entscheidet, ist hierzulande auch der Bankensektor für den Privatkunden extrem günstig. Die Existenz von Direktbanken kann dabei nicht der alleinige Grund sein, die gibt es in vielen Ländern, doch nur hier haben sie einen so nachhaltigen Effekt auf die Preisgestaltung des gesamten Sektors.

    Isoliert betrachtet ist die kostenfreie Führung eines Girokonten mit einer kostenlosen Girocard und einer kostenlosen Kreditkarte und evtl. weiteren 'Goodies' defizitär für die Bank, denn trotz schlanker Kostenstruktur bei effizient gestalteten automatisierten Abläufen verursacht der Girokunde Kosten, die sich die Bank über andere Wege zurückholen muss. Offensichtlich gelingt den meisten Direktbanken dies so gut, dass sich diese Angebote insgesamt rechnen. Dabei sind es nicht allein direkt mit der Nutzung des Girokontos zusammenhängende Erträge wie Nutzung der unverzinsten Girokontoguthaben oder Provisionen von Kreditkartenfirmen, die Erträge für die Bank einbringen. Das kostenlose Girokonto ist der 'Türöffner' für die Bank (ähnlich wie die kostengünstige KFZ-Versicherung im Versicherungsmarkt, die oft - isoliert betrachtet - für den Versicherer ebenfalls ein Zuschussgeschäft ist), um weiteres Geschäft mit dem Kunden zu machen. Offenbar besteht bei vielen Kunden der Wunsch, 'alles aus einer Hand' zu bekommen, so dass es lohnend ist, mit einem attraktiven Produkt den Fuß in die (virtuelle) Tür zu bekommen, wozu sich das Girokonto besonders eignet, da es jedermann braucht. Kunden wie ich, die Produkte bei vielen Banken nutzen und eine Art 'Rosinenpickerei' betreiben, scheinen selten zu sein, worüber ich mich letztlich sogar freuen sollte, da nur dadurch isoliert betrachtet defizitäre Angebote auf längere Sicht existieren können.

    Eine weitere Aussage in Ihrem Test stimmt schlichtweg nicht. Sie begründen die Nicht-Empfehlung für die vier in Ihrer Preistabelle günstigstes Broker Degiro, Banx, Captrader und Lynx mit der Aussage, dass diese vier Broker ihre Dienstleistungen über den US-Broker Interactive Brokers (IB) abwickeln würden. Diese Ausage stimmt für Banx, Captrader und Lynx (letztlich sind alle drei nur IB-Reseller mit deutscher Web-Oberfläche und dem deutschsprachigem Kundenservice), aber Degiro, ein holländischer Broker, der mittlerweile in zahlreichen euorpäischen Ländern aktiv ist, hat meines Wissen nach nichts mit IB zu tun.

    Den entscheidenden Degiro-Nachteil erwähnen Sie nicht: Degiro ist gar keine Bank, so dass keinerlei Sicherungsnetze der Einlagensicherung weder über die niederländische noch die deutsche Einlagensicherung hier im möglichen Insolvenzfall greifen.

    Zudem erwähnen Sie die steuerliche Problematik von Degiro und den drei IB-Resellern nicht. All diese Broker führen keine Abgeltungssteuer ab, so dass der deutsche Kunde die komplette Versteuerung über die eigene ESt-Erklärung durchführen muss (manche mögen hierin einen Vorteil sehen, ich nicht).

    Uups, da war ich zu ungeschickt. Hier geht der Text nahtlos weiter:


    ... und ohne Kosten vermeiden, indem man am Tag X einen AA-freien wertstabilen GM-Fonds über
    die KAG kauft und am Tag X+1 diesen Fonds wieder verkauft. Damit hat
    man zwei kosten- und risikofreie Transaktionen, die eine Berechnung der
    Inaktivitätsgebühr verhindern und zudem wenig Liquidität für nur kurze
    Zeit binden.

    Die Aussage zu enstehenden Kosten für 'Auszahlungen
    auf das Referenzkonto ab dem 2. Vorgang pro Monat' ist allerdings frei
    erfunden. Erstens ist das Benk-Konto ein nicht im Zahlungsverkehr
    beschränktes Konto (soll heißen: man kann auf beliebige Konten - auch
    anderer Inhaber als der Benk-KOntoinhaber - und nicht nur auf ein
    Referenzkonto überweisen). Zweitens kann man beliebig viele Überweisungen
    pro Monat machen und muss für keine davon irgendeine Gebühr zahlen,

    Die in der Vergleichstabelle eingetragenen Kosten für die drei Musterkunden
    kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Ein wirtschaftlich denkender
    Kunde wird sich bei Benk, wenn er zehn Transaktionen pro Jahr machen
    will, ein Prepaid-Orderpaket für zehn flexibel einsetzbare Inlandsorders
    kaufen. Dafür zahlt er 45 Euro. Falls er diese Orders auschließliich
    außerbörslich verwendet (wie in Ihrem Test angenommen), so sind dies die
    Gesamtkosten für das Depot und alle Transaktionen in diesem Jahr. In
    Ihrer Tabelle werden dafür 124,90 Euro angesetzt. Wie diese Zahl
    entstanden ist, bleibt mir schleierhaft. Bei den Prepaid-Orderpaketen
    handelt es sich übrigens nicht um eine Sonderaktion,
    sondern dies ist ein dauerhaft verfügbares Instrument des
    Benk-Preismodell (ich selbst nutze die 100er Prepaid-Orderpakete und
    zahle daher nur 3,50€ pro Order).

    [quote='Manuel','RE: Test Online-Wertpapierdepot'
    Benk findet sich nicht in der Empfehlung, da hier eine Prämie bei Inaktivität verlangt wird:

    Bei sechs Monaten Inaktivität (keine Wertpapiertransaktionen) fällt eine Gebühr von 0,2 % des durchschnittlichen Depotwertes oder mind. 20,00 EUR zzgl. MwSt. je Halbjahr an:

    https://konto.biw-bank.de/formularcenter…lic/2100100.pdf

    Zudem kosten Auszahlungen auf das Referenzkonto ab dem 2. Vorgang pro Monat. Bei Onvista waren die Preise höher als bei den Testsiegern. [/quote]

    Danke für die Erläuterungen.

    Die Aussage zur Inaktivitätsgebühr bei Benk (jn Ihrer Tabelle irrtümlich als 'mybenk' bezeichnet, vermutlich weil die Webseite diesen Namen trägt, auch wenn der Broker Benk heißt) stimmt, doch spielt sie bei Ihren Musterkunden mit 10 bzw. 5 Orders pro Jahr eigentlich keine Rolle. Man kann die Gebühr - sollte man tatsächlich einmal sechs Monate lang keine Transaktion realisiert haben - zudem mit wenig Aufwand

    Unter der vielversprechenden Überschrift 'Die günstigen Depotbanken für Ihre Wertpapiere' wird ein Vergleich der Angebote verschiedenen Anbieter von online zu führenden Wertpapierdepots durchgeführt. Es bleibt dabei allerdings völlig unklar, nach welchen Kriterien die in den Vergleich aufgenommenen Anbieter ausgewählt wurden. Zudem finden sich veraltete Aussagen im beschreibenden Text zu den Anbietenr, die von schlampiger Recherche zeugen. So ist z.B. im Text zu lesen

    Zitat

    Die günstigsten Wertpapierdepots haben Flatex* und die Aktionärsbank* im Programm. Beide Anbieter gehören zum selben Unternehmen, der Flatex Holding GmbH.

    Diese Aussage wäre Mitte 2014 noch korrekt gewesen, doch dann erfolgte die Umbennung der Flatex Holding GmbH in FinTech Group AG.

    Es ist zumindest auffällig, dass ein zum selben Konzern zu rechnender Anbieter, der unter dem Namen Benk seine Dienstleistungen im Wertpapierhandel vermarktet und keine Provisionen für Webseiten-Links zahlt (aber für den Kunden i.d.R. billiger ist), bei diesem Vergleich außen vor bleibt. Prinzipielle Bedenken gegen die FinTech Group AG in Kulmbach, die ich angesichts des hinten den Kulissen die Fäden ziehenden "Mister Dausend" (Bernd Förtsch) durchaus hätte nachvollziehen können, dürften es da wohl kaum sein, die zur Nicht-Berücksichtigung dieses Discountanbieters geführt haben. Noch unvollständlicher ist mir das Weglassen der Onvista Bank in diesem Vergleich, denn diese Societe Generale-Tochter zahlt sogar Affiliate-Provisionen für die ihnen über Weblinks zugeleitete Neukunden und ist mit ihren Depotmodellen durchaus konkurrenzfähig.

    Ich bin auf den 'objektiven' Vergleichstest auf Finanztip durch Verlinkung in einem Forum gestoßen. Leider ist er kein Ruhmesblatt und lässt die Qualität der 'unabhängigen Experten' dieses Portals in keinem guten Licht erscheinen. Auch hier - wie bei jeder Forum von Bewertung/Beratung/Empfehlung von Finanzdienstleistungen und -produkten im Internet und in den Printmedien darf man die Ergebnisse und Informationen nicht unkritisch übernehmen. Vieles ist interessensgesteuert, manches einfach schlampig gemacht und anderes hat beide Eigenschaften.

    Zitat

    Ich habe seit Jahren einen privaten Online-Zugang zur Schufa und schaue
    einmal monatlich meine Einträge an. Bis jetzt konnte ich noch nie einen
    fehlerhaften oder unberechtigten Eintrag finden. Auch die genannten
    Fristen zur Erledigung der Einträge erfolgten zur rechten Zeit.

    Dann gehörst Du zu den Glücklichen, von denen ich schon annahm, es gibt sie nicht. Ich habe ebenfalls seit vielen Jahren einen Online-Zugriff auf meine Schufa-Daten und fühle mich mittlerweile wie ein - natürlich unbezahlter - Schufa-Mitarbeiter. Wenn ich für jeden fehlerhaften Neueintrag bzw. vergessene Löschung in den Schufa-Daten 10 Euro bekommen würde, so hätte ich in den Jahren schon ein nettes Zubrot verdient ;)

    Beliebte Fehler: Es werden nicht für den Zahlungsverkehr freigeschaltete Konten (wie z.B. Wertpapierverrechnungskonten) bei der Schufa als Girokonto eingetragen. Ausgelaufene Handyverträge werden nicht gelöscht, Schreibfehler in den Adressdaten werden gnadenlos als zusätzliche Adressen in die Übersicht aufgenommen usw usw.

    Ich verstehe schon, warum Sparkassen und Volks- und Raiffeisenbanken die Details ihrer Gebühren nicht im Internet zur Verfügung stellen, schließlich könnte dann jedermann sehen, wie gnadenlos teuer sie sind. Für mich war das Aufrufen des o.a. abgelegten pdfs wie ein 'rolling back the times', erinnerte es mich doch an die in puncto Gebühren gar nicht so guten 90er Jahre als ich letztmalig 'Depotgebühren' für eine so aufwendige Dienstleistung wie die elektronische 'Verwahrung' von Vermögenswerten in einer Datenbank gezahlt habe.

    Unser Verein nutzt die Skatbank (Giro-, TG- und - früher - Festgeldkonto), die Consorsbank und die DAB Bank für den laufenden Zahlungsverkehr sowie die Anlage von Vereinsgeld. Alle drei Banken eröffnen für die 'juristische Person' eines Vereins Konten bzw. Depots. Bei der derzeitiger Zinssituation sind die Konditionen der Skatbank nicht mehr attraktiv (da dort das kostenfrei geführte Girokonto geführt wird, bleibt die Bankverbindung bestehen). Der Hauptteil des Vereinsvermögens befindet sich in Wertpapieren anlegt in einem Depot der DAB. Das dortige TG-Konto bietet bis 20.000€ aktuell noch 0.6%p.a. (und damit mehr als die Jahresfestgelder der Skatbank), so dass auch die Liquiditätsreserve des Vereins dort parkt. Bei der Consorsbank existiert ebenfalls noch ein Depot und ein TG-Konto (ab übermorgen nur noch 0.5%p.a.). Dort hatte der Verein sein erstes Vereinsdepot, das bis zur aus Kostengründen erfolgenden Eröffnung des DAB-Depots das alleinige Depot war und in dem sich noch 'Restbestände' befinden.

    P.S.: Ich habe bei zahlreichen Direktbanken die Möglichkeit der Führung von Konten/Depots für eine juristische Person erfragt und mir dabei sehr oft Absagen eingehandelt. Bei den o.a. Instituten läuft es - seit Jahren - problemlos, auch die Verwaltung der NV-Bescheinigungen läuft reibungslos.