Hallo LangeOOg,
keine Gerüchte.
Fakten.
1. Wechsel von PKV in GKV ab 55:
Ist das 55. Lebensjahr bereits überschritten, wird ein Wechsel von privat zu gesetzlich fast unmöglich. Eine Möglichkeit besteht überhaupt nur dann, wenn
- im vorangegangenen Zeitraum von 60 Monaten wenigstens für einen Tag eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung bestanden hat.
- und in über der Hälfte dieses Zeitraums ( mehr als 30 Monate ) keine Versicherungspflicht bestand
- Rückkehr aus dem Ausland nach einer bestimmten Frist. Prüfen: Wird das GKV System des Landes, in dem man war und dort gesetzlich versichert war, anerkannt?
2. Betriebskrankenkassen als Teil der PKV können Beiträge massiv erhöhen, auch RÜCKWIRKEND ("Nachschüssig") sofern die Voraussetzungen dafür gegeben sind.
Beispiel:
BKK "Vogel aus der Asche" ist als Verein rechtsformiert und der Vorstand beschließt Beitragserhöhungen - auch rückwirkend für alle Mitglieder der BKK.
Konkreter: BKK "Vogel aus der Asche" hat 40.000 Mitglieder und zwei davon benötigen sehr teure Behandlung (Gentherapie). Diese ungeplanten 1,2 Mio € pro Jahr können dann auf alle BKK-Mitglieder umgelegt werden, sofern das so vereinbart ist. Plötzlich ist die scheinbar so günstige BKK super teuer... Daher: Kleingedrucktes beachten.
Daher: unbedingt unabhängig beraten lassen. Nicht von Forumsteilnehmern, oder Vertretern, die am Verkauf von PKV Geld verdienen, verunsichern oder in eine Richtung drängen lassen.
Bleiben Sie gesund!